[Politik und Gesellschaft] Mehrwegtaschen sind mitunter schlechter für die Umwelt als Einwegtüten

shopping-bag-231953_640.jpg Zur Vermeidung von Plastikmüll wechseln immer mehr Menschen von Einwegplastiktüten zu Mehrwegtaschen, die ein Leben lang halten sollen. In Großbritannien muss seit nun mehr fünf Jahren eine Abgabe von fünf Pence pro Einwegtüte bezahlt werden, wodurch die Bevölkerung zum Wechsel zu Mehrwegtaschen bewegt werden soll.

Der gemeinsame Bericht "Checking Out on Plastic II" von Greenpeace und der britischen Umweltbehörde zeigt nun jedoch, dass dadurch keineswegs Plastikmüll vermieden wird. Im Gegenteil: Die Supermärkte produzieren dadurch sogar noch mehr Müll. Die zehn beliebtesten Supermarktketten verkaufen pro Jahr zusammen etwa 1,5 Milliarden "Taschen fürs Leben" pro Jahr. Diese halten allerdings nicht "fürs Leben" sondern im Durchschnitt gerade einmal eine Woche. Im Jahr 2019 kaufte jeder Haushalt durchschnittlich 54 dieser Taschen.

Fiona Nicholls von Greenpeace sagte dazu: "Wir haben nur ein Problem durch ein anderes ersetzt. Die 'Taschen fürs Leben' sind zu 'Taschen für eine Woche' geworden."


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Ich denke das reale Problem liegt im Bequemlichkeitsfaktor: vergessen der Taschen. Dann kauft mal halt ne neue.

Ich kenn die Taschen von der Insel nicht, aber die, die in Luxemburg ungefähr 3€ kosten dene traue ich durchaus zu locker 10-20 Jahre zu halten bei mittlerer bis schwerer Belastung. Die Jute Taschen aus Deutschland sind ein Witz, die sind zu winzig. Allerdings bekommt man mittlerweile in ein paar Läden auch etwas das den luxemburgischen durchaus Konkurrenz machen kann. Aber vermutlich ist der durchschnittliche deutsche zu geizig die zu kaufen.
 
Ich denke das reale Problem liegt im Bequemlichkeitsfaktor: vergessen der Taschen. Dann kauft mal halt ne neue.

Das. Ich hab die Dinger tatsächlich auch schon entsorgt. Da meint man, man tut was gutes und dann schmeißt man den Kram in den Müll. Ziemlich blöd, aber so ist es halt. Meist kaufe ich allerdings per "Rucksack" ein und komme nicht in das Bedrängnis, noch ne Tragetasche zu brauchen, denn da ist zur Not dann auch noch eine drin.

Die Qualität der Taschen hat imho in einigen Läden ziemlich abgenommen, früher waren die stabiler.
 
Vollkommen Umweltschädlich sind auch die Tauschaktionen von noch benutzbaren Plastiktüten gegen Stofftaschen, aber da steht eben wieder die Ideologie vor der Sinnhaftigkeit. Eine Plastiktüte kann man flach falten und immer in einer hinteren Hosentasche mitführen, das ist bei so einem Stoffbeutel schon schwieriger und dann kauft man doch wieder was neues.



 
Ich persönlich kaufe entweder mit Rucksack oder Kiste ein, ich komme daher gar nicht in Versuchung, eine Plastiktüte zu kaufen. Noch problematischer finde ich die Beutel, welche man für Obst und Gemüse benutzt, da kommt bei einem Einkauf schon einiges zusammen, nebst anderen Dinge, die sowieso schon in Plastik eingeschweißt sind. Nehme daher schon des öfteren Obst und Gemüse lose mit, wenn es nicht zu viel ist, z.B. drei Paprika einfach so in den Einkaufswagen, oder Kiwis etc. Ist dann für die Kassiererin respektive Kassierer natürlich etwas nervig, die alle einzeln zu scannen, vor allem, wenn das viele so machen würden, aber anders kommst du von dem Plastik ja nicht weg. Aber das nur mal am Rande.
 
Ist zwar ein anderes Thema, aber vielleicht kann man den Thread ja ein bisschen ausweiten.

Ich habe mir persönlich vorgenommen, von dem Billigfleisch wegzukommen. Lieber weniger Fleisch, dafür aber Hochwertiges, was dann natürlich mehr kostet. Aber man kann es dann mit ruhigem Gewissen essen, als wenn man sich zum dritten Mal in der Woche ein Billigschnitzel von Aldi reinzieht. Ich habe da letztens ein Videobeitrag auf Youtube gesehen, welches einen Mitarbeiter eines Schlachthauses zeigt, welcher auf ein Schwein mit einem Knüppel einschlägt, weil es nicht mehr zu gebrauchen ist, weil krank. Da wird einem dann ganz anders. Am Ende müssen halt die Verbraucher entscheiden, in welche Richtung das Ganze geht. Wenn die Supermärkte auf ihr Billigfleisch sitzen bleiben, werden sie auch umdenken müssen.

Früher hat man sich noch auf den Sonntagsbraten gefreut, mehr konnte man sich nicht leisten, heute ist Fleisch essen nichts mehr besonderes, weil zu häufig konsumiert.
 
Die Beutel gehen bei mir auch Top unter die dicke Jacke :unknown:

Hab mir aber noch nie einen gekauft, immer nur als Werbegeschenk abgegriffen.
Die kleinen Papiertüten nehm ich trotzdem manchmal, weil bei uns Bio Müll Tüten irgendwie nicht in den Bio Müll dürfen aber diese Pappdinger schon.
 
Ich habe da letztens ein Videobeitrag auf Youtube gesehen, welches einen Mitarbeiter eines Schlachthauses zeigt, welcher auf ein Schwein mit einem Knüppel einschlägt, weil es nicht mehr zu gebrauchen ist, weil krank. Da wird einem dann ganz anders. Am Ende müssen halt die Verbraucher entscheiden, in welche Richtung das Ganze geht. Wenn die Supermärkte auf ihr Billigfleisch sitzen bleiben, werden sie auch umdenken müssen.
Wer bezahlt denn einen Arbeiter für so eine Aktion? Das ist doch sicher das Privatvergnügen eines Saddisten
 
Klingt nach ziemlich billiger Propaganda. Jo, Die Fleischindustrie ist, nunja die Fleischindustrie. Aber da geht's um jeden Cent jemanden der während der Arbeitszeit zum Spaß Schweine knüppelt verschenkt Firmengelder. Zumal eine deutsche Firma sich nicht erlauben könnte das sowas raus kommt, aus vielen Gründen.

Die haben doch relativ strikte Vorschriften, da kann kein Mitarbeiter mal einfach ein Schwein für Privatvergnügen mitnehmen. Das wirfst sehr viele Fragen auf. Aber im Firmengebäude wirds kaum stattgefunden haben sonst hat der Spinner vermutlich seinen Job längst verloren.
 
So soll es natürlich nicht sein.

Letzte Woche wurde irgendwo gezeigt, daß zum z.B. der größte dt. Schlachter extra jemanden beschäftigt, der den Schweinen nach dem Ausbluten mit den Fingern in die Augen drückt, um sicherzustellen, daß bloß kein Schwein noch lebt, wenn es zum Entborsten in das siedende Wasser kommt.
Da sieht man, daß da normal schon versucht wird, das Leiden von Tiere zu vermeiden.
 
Wie haben unsere Eltern und Grosseltern es bloss geschafft, ihre Mehrweg inkaufstaschen tatsächlich jahrelang zu nutzen...
 
Also eine der vorhersagen: derjenige hat keinen Job mehr. Denn das waren wiederholte vorästzliche Verstöße gegen alles mögliche. Wenn man sich nur genug anstrengtkann amn auch in Deutschland fristlos gekündigt werden. Die einzige Verteidigung die ich hier sehe ist Geisteskrankheit. Aber dann macht der auch erstmal ein paar monate was anderes. Nur halt auf Kosten der Krankenkasse.
 
Vielleicht sollte man sich zu diesem Thema mal Earthlings auf Youtube ansehen. Sehr wichtig wie ich finde. Ich weiss, es geht hier eigentlich um das Thema Plastik, aber im großen und ganzen fällt das ja alles unter Umweltschutz. Einerseits tut man was für die Umwelt, andererseits hilft man den Tieren, wenn man mal tief in sich geht und was ändert.
 
Hast schon recht, ist schon ein wenig überzogen. Ich möchte eigentlich nur damit bewirken, dass man ein bewussteres Leben führt, nachdenkt, bevor man wieder Billigfleisch aus dem Discounter käuft.
 
Wer oder was sagt dir denn, dass es bei dem teureren Fleisch anders ist? Solange es den Firmen und Konzernen darum geht, jedes Jahr min. 1000% Wachstum vorweisen zu können, geht es nur um Gewinnmaximierung. Im Zweifel ist die Gewinnspanne der Konzerne bei dem teuren Kram halt höher - der Inhalt ähnlich/gleich,

Und auch der Bauer bzw. Bio-Betriebe "von nebenan" wollen möglichst viel Geld verdienen.
 
Aber würde man sich teureres Fleisch kaufen, würde man logischerweise ja weniger konsumieren, da in sagen wir mal moderaten Mengen gekauft wird, und dies würde das Problem ja schon ein bisschen eindämmen.
 
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