[Technik] Lytros Lichtfeldkamera soll TV- und Filmproduktionen optimieren

Mit der kürzlich präsentierten , möchte der US-amerikanische Kamerahersteller , der bei seinen Produkten auf die setzt, Film- und Fernsehproduktionen ein Stück weit revolutionieren.

Die LCC ermöglicht Aufnahmen in einer Auflösung von bis zu 755 Megapixel, 40k und bis zu 300 FPS. Darüber hinaus kann die neue Lytro mit einem Dynamikumfang von 16 Blendenstufen auftrumpfen. Anhand dieser Eckdaten lässt sich bereits feststellen, dass Lytro ganz klar große und aufwändige Produktionen mit ihrer neuen Kamera ansprechen möchte, dass legt auch der zu verarbeitende Datenstrom von 400GB/s nahe.

Das an der verwendeten Lichtfeldtechnologie bei der Lytro Cinema Camera ist, dass das 4-D-Lichtfeld eines Motivs erfasst wird, dies ermöglicht unter anderem auch die Ermittlung der Richtung der einfallenden Lichtstrahlen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kameras, die ein 2-D-Lichtfeld erfassen - hier werden nur Intensität und Position ermittelt.

In Bezug auf die Produktion mit der neuen bedeutet das, dass Fokus, Tiefenschärfe, Shutter und Framerate nicht wie sonst üblich vor dem Dreh eingestellt werden müssen, sondern quasi verlustfrei in der Post-Production durch den Editor angepasst werden können. Ferner ermöglicht die Lichtfeldtechnologie eine simple Nachbearbeitung was beispielsweise die Retusche oder das Entfernen von Objekten oder Hintergründen betrifft. Hierzu ist bisher ein hoher Bearbeitungsaufwand in der Post erforderlich oder die Verwendung eines . Für Produktionen kann dies zusammenfassend eine enorme Zeit-Ersparnis bedeuten.

Mit der Cinema Camera verabschiedet sich Lytro endgültig vom . Die LCC ist bisher nicht käuflich zu erwerben, sondern ist lediglich im Miet-Paket erhältlich, der Startpreis liegt hierbei bei 125.000 US-Dollar.

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Mit der Cinema Camera verabschiedet sich Lytro endgültig vom Consumer-Markt. Die LCC ist bisher nicht käuflich zu erwerben, sondern ist lediglich im Miet-Paket erhältlich, der Startpreis liegt hierbei bei 125.000 US-Dollar.
Den Consumer-Markt haben die doch schon seit Äonen verlassen. Auch als nicht-Consumer können sich das nur große Produktionen leisten. Wobei die Technik schon echt abartig Bock macht :eek:
 
die 755 megapixel sind aber sicherlich nicht die effektiven pixel, oder? lichtfeldkameras sind schon ne coole sache, aber die brauchen für ein "echtes" bild-pixel ein vielfaches an CCD-pixeln.. die "40k" sind effektiv dann nur noch 4k oder bestenfalls 8k, oder? aber dann eben 4k mit voller vektorinformation (tiefenschärfe & co.), das ist schon schick ;)..
 
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  • #4
Das habe ich leider auch nicht genau herausfinden können. Zumal die Angabe der Megapixel unter Umständen sowieso nicht exakt zutreffen könnte. Die Kamera erfasst schließlich Lichtstrahlen und arbeitet nicht mit Bildpunkten, bei der Lytro Illum wurde der entsprechende Wert als 40 Megaray angegeben. Einen direkten Vergleichswert oder praktikable Umrechnungmethode gibt es bisher soweit ich weiß auch nicht.

Man muss denke ich sowieso erst mal abwarten, was die ersten Mieter zur Kamera sagen und was für Ergebnisse daraus resultieren können, aber von den reinen Daten klingt es auf jeden Fall sehr interessant. Selbst wenn es im Endeffekt echt "nur" 4K wären.
 
Nun ja, die 755 MP könnten ja schon hinkommen. Man hat ja einerseits en Sensor mit X-MP und dann die einzelnen Blendenstufen (16). Theoretisch also das Einzelbild x Blendenstufen. Oder anders herum 755/16 = 47 Megapixel. Das ist pro Einzelbild jetzt nicht so außergewöhnlich. Allerdings konnte ich auch nichts über die genauen technischen Daten finden. Also Sensorgröße usw. bzw. hab ich keine Ahnung wie die Tiefe der einzelnen Pixel, also das was quasi per Laser gemessen wird, sich am Ende in dieser Rechnung manifestiert.

Die Kamera erfasst schließlich Lichtstrahlen und arbeitet nicht mit Bildpunkten
Und die müssen auch wo gespeichert werden. Also auf einem CMOS-Sensor. Der hat ja durchaus eine Anzahl von Megapixeln.

Nachtrag: Und wenn die 16 Bledenstufen nur den Umfang der Blendenstufen bezeichnen, man also stufenlos die Schärfe regeln kann, ergeben sich ja weitaus mehr MP. Da könnte dann z.B. ein Einzelbild nur knapp 5 MP haben. (z.b. 755/160 - wären dann 160 schaltbare Übergänge/Schärfeabstufungen innerhalb der 16 möglichen Blenden). Könnte also durchaus passen. Auch "nur" mit Full-HD.
 
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die "realen" bildpixel ergeben sich bei lichtfeldkameras doch aus dem mikrolinsen-array direkt über dem chip :confused: - die position der mikrolinse über dem sensor ist doch die räumliche information und aus dem abbild der mikrolinse auf die sensor-pixel unter ihr erhält man die winkel-information, dachte ich jedenfalls.. je nach dem wieviele sensor-pixel pro mikrolinse zur verfügung stehen (4? 9? 16?), desto mehr winkelauflösung bekommt man (tiefenschärfe, blendstufen und so) und desto weniger mikrolinsen kriegt man auf einem gegebenen chip unter - also hat man immer einen kompromiss aus räumlicher auflösung udn winkelauflösung.. die stufenlose regelung läuft dann natürlich über interpolation (auch die separierung benachbarter mikrolinsen-blöcke auf dem chip stelle ich mir schwierig und zumindest sehr rechenintensiv vor).. aber da die mikrolinsen ja diskrete elemente sind, kann man daraus durchaus die effektive bildauflösung (d.h. nur räumlich) ableiten, oder?
 
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