Luft-Wärmepumpe mit warmer Luft füttern

thom53281

SYS64738
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Hallo zusammen,

mir schwirrt da gerade eine vielleicht dämliche Idee durch den Kopf. Vielleicht hat da jemand von euch eine Idee oder Meinung dazu.

Wir haben vor einiger Zeit unsere Heizung von Öl auf Luft-Wärmepumpe umgestellt. Die Wärmepumpe steht, im Gegensatz zu vielen anderen, bei uns im Keller. Über unterirdische Schächte saugt sie dabei auf der Terrasse die Luft an und bläst sie auf der Rückseite des Hauses raus. Soweit so gut.

Nun hatten wir folgende Idee:
Unsere Terrasse ist schon seit Jahren überdacht und mit Fliegengitter ausgestattet, weil man es sonst hier nicht aushält. Nun könnte man mit ein paar durchsichtigen Plastikplanen die Terrasse über den Winter zu einem kleinen Treibhaus verwandeln. Es muss ja im Prinzip nur so viel Fläche nach draußen frei sein, wie die Ansaugöffnung der Wärmepumpe. So würde sie dann bei etwas Sonnenschein immer vorgewärmte Luft ansaugen und effizienter werden.

Problem/Frage:
Kapiert das so eine Wärmepumpe? Der Temperatursensor für die Außentemperatur ist auf der Nordseite. Terrasse auf der Südseite und mit Treibhaus. Damit könnte sich im Extremfall eine Diskrepanz von 20° ergeben. Kann eine Wärmepumpe überhitzen? Leider habe ich keine Ahnung, ob hier die Temperatur der angesaugten Luft überhaupt relevant ist und falls ja, ob die Regelung der Wärmepumpen nach dem Außentemperaturfühler arbeitet.

Danke! :)
 
Hab mal nen bekannten gefragt, der sowas beruflich macht:
"Es sollte jedenfalls kein Problem darstellen wenn die angesaugte Luft wärmer ist. Aber ob die Wärmepumpe dadurch merklich effizienter läuft bezweifle ich die meisten laufen bis minus 15 Grad effizient."
Angaben ohne Angaben ohne gewähr, habs nur weitergeleitet
 
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  • #3
Je wärmer die zugeführte Luft ist, umso weniger Strom dürfte die Wärmepumpe brauchen, um das Wasser auf die richtige Temperatur zu bringen. Effizient ist so eine Wärmepumpe eigentlich in jedem Fall, wenn man sie z. B. direkt Strom verheizen gegenüberstellt. Nur bei so niedrigen Temperaturen, wie Du sagst, dürfte der Zugewinn dann irgendwann zu wenig werden.
 
-> merklich.
Der Strom bringt das Wasser nicht auf Temperatur, sondern treibt nur den Pumpenkreislauf. Die Kompression bzw. Expansionskammern machen da die Temperatur.
Heißt du regelst da eig. nur ein bisschen an der Pumpenleistung, was zwar ein wenig ausmacht, aber eben nicht unbedingt genug um sich auf der Stromrechnung nennenswert bemerkbar zu machen.

(versteh mich nicht falsch, ich würde trotzdem/auch machen, nur sei nicht enttäuscht, wenn es nicht die große Wirkung hat, die man sich vorstellt)
 
Heißt du regelst da eig. nur ein bisschen an der Pumpenleistung, was zwar ein wenig ausmacht, aber eben nicht unbedingt genug um sich auf der Stromrechnung nennenswert bemerkbar zu machen.
Uhm. Wenn ich warme Luft komprimiere/dekomprimiere sollte doch hinterher heissere Luft bei rumkommen?
Nach Laienlogik (hab auch keine Ahnung) braucht die dann doch weniger laufen?

Hab auch so Sprüche im Kopf sinngemäss: Wärmepumpe ist gerade dann am ineffizientesten, wenn man sie braucht, also bei Kälte.
 
Mir ist grade noch was anderes eingefallen:
Wie viel Volumen hat eig. der Wintergarten und wie viel Luftdurchsatz die Anlage und wie schnell heizt sich die Luft im Wintergarten eig. auf?

Nicht das du das Ding einmal anschmeißt, einmal die warme Luft weg saugst und danach ist es das einzige Ergebnis ein dauer kalter Wintergarten.

Uhm. Wenn ich warme Luft komprimiere/dekomprimiere sollte doch hinterher heissere Luft bei rumkommen?
klingt komisch, ist aber so (Kühlschrank nur Rückwärts und Kühlmittel statt Luft, aber ja genau so ist das)
 
klingt komisch, ist aber so (Kühlschrank nur Rückwärts und Kühlmittel statt Luft, aber ja genau so ist das)
Worauf ich hinauswollte: wenn das "so ist", dann ist doch Dein Kumpel sein "hat keinen deutlichen Effekt" falsch.
 
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  • #8
Nicht das du das Ding einmal anschmeißt, einmal die warme Luft weg saugst und danach ist es das einzige Ergebnis ein dauer kalter Wintergarten.
Es ist die Terrasse und nicht der Wintergarten. ;)

Der Wintergarten ist nochmal separat. Natürlich wird die warme Luft auf der Terrasse nicht ewig halten. Aber bis man auf die Terrasse geht, sollten normalerweise Warmwasser-Solar + Wintergarten bereits genug Wärme liefern, sodass es eigentlich wurscht ist, ob es da nun kalt oder warm ist. Es geht eher darum, dass die Wärmepumpe halt irgendwie mit +5° gefüttert wird, als mit -2°. Die im Startbeitrag genannten 20° Differenz könnten höchstens in Extremfällen auftreten. Aber es sind eben auch genau die Extremfälle, mit denen man nicht rechnet und die ggf. dann die Wärmepumpe kaputtmachen könnten.
 
klingt komisch, ist aber so (Kühlschrank nur Rückwärts und Kühlmittel statt Luft, aber ja genau so ist das)
Hmm, ja, aber die Effizienz mit der das passiert haengt doch ganz entscheidend von der Temperaturdifferenz ab. Je groesser die Temperaturdifferenz zwischen warmem und kaltem Ende, desto ineffizienter wird eine Waermepumpe/Kaeltemaschine - analog zum Carnot-Wirkungsgrad bei Waermekraftmaschinen, die bei groesseren Temperaturdifferenzen effizienter werden.

Mal ganz vereinfacht angenommen dass das eine ideale Waermepumpe waere, dann waere die Leistungszahl Th/(Th-Tk). Bei einer Vorlauftemperatur von ~40 C (313 K) gaebe das eine Leistungszahl von 8.9 bei +5 C aussen und 7.4 bei -2 C aussen. Klar, eine reale Waermepumpe wird diese Leistungszahlen bei weitem nicht erreichen, mit viel Glueck vielleicht die Haelfte davon. Aber 20% Unterschied sind nicht gerade nix.
 
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