Linux für alte Kiste. Empfehlungen?

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  • #21
Welche Option wäre das denn dann?
Debian Stable (Wheezy) - Iceweasel - und dann?
Aurora, Beta, Release, esr? :unknown:
 
Release ist wohl die beste wahl das ist die "Stable" version

Beta ist Beta
Aurora ist Alpha
und esr hast du derzeit
 
Inwiefern sind denn die Updates bei Arch nicht handhabbar ?

Grundsätzlich schon handhabbar, aber:

- rolling release heisst man man sollte Updates regelmässig machen. Also du kannst nicht wie bei Debian oder FreeBSD ne Kiste aufsetzen, bis zum übernächsten Release (mehrere Jahre) vergessen dass es sie gibt und dann noch ein funktionierendes Paketmanagement haben.
- man sollte vor Updates in die News gucken ob da nicht ein Update dabei ist wo manuell nachkonfiguriert werden muss
- man braucht Backups von älteren Softwarepaketen, ich bewahre z.B. den Inhalt von /var/lib/cache/pacman auf einem extra Volume

--> Arbeit

Bei mir rennt Arch als Serversystem seit Jahren wunderbar bei nahezu nicht vorhandenem Wartungsaufwand, aber jemandem hinstellen würde ich ein Arch-basierendes System nicht.
 
Grundsätzlich schon handhabbar, aber:

also du kannst nicht wie bei Debian oder FreeBSD ne Kiste aufsetzen, bis zum nächsten Release vergessen dass es sie gibt und dann noch ein funktionierendes Paketmanagement haben

Das ist auch mit Debian und Konsorten eine verdammt schlechte Idee, denn Sicherheitsupdates Installieren sich nicht von alleine
 
Naja da gibts aber Repos vom release-Stand wo wirklich nur sicherheitsfixes noch eingepflegt bzw. entsprechend backported werden und man keine neueren Softwareversionen installiert.
Da würde man - wenn man denn wirklich möchte - diese tatsächlich automatisch installieren.
Davon ab dass son Desktoprechner nach aussen vielleicht SSH offen hat, sich der Angriffsvektor also eh in Grenzen hält (und verglichen mit Windows XP sowieso).
 
Sicherheitsupdates sollte man in der Tat machen. Aber wenn das der Rechner von Tante Emma ist, der dann einmal im Monat läuft, gerät hier Arch sogar fast an die Grenzen. Als ich Arch noch benutzt hab, ist mir das 1-2 Mal so gegangen, dass der entsprechende PC mal zwei Monate nicht lief und in der Zeit so viel gepatcht/umgebaut wurde, dass sich das Teil unweigerlich abschoss.

Unter Arch sollte man bestenfalls täglich oder zumindest wöchentlich patchen, während bei Debian monatlich/halbjährlich immer noch kein Problem darstellen würde. Natürlich sollte man die Updates trotzdem zeitnah einspielen, also bestenfalls beim nächsten Hochfahren.


Grüße
Thomas
 
Naja wöchentlich ist übertrieben, aber mehrmals im Jahr sollte man Arch schon updaten.
Debian oder FreeBSD kann man halt auch nach 2-3 Jährchen auf den aktuellen Stand bringen ohne dass es Probleme gibt.
 
Wäre ja cool, wenn Arch release-breakpoints setzen würde. Also immer wenn sich was ändert bei dem ein rolling-Upgrade nicht mehr möglich ist, könnte man erst eine Update-Version einspielen und dann die neuste Version. Würde halt Mehraufwand für die Maintainer bedeuten, daher wird das nicht passieren. Die (und ich!) sagen dann auch, dass Arch für so einen Anwendungszweck gar nicht geeignet ist und die Leute die das machen halt einfach basteln müssen.
 
Unter Arch sollte man bestenfalls täglich oder zumindest wöchentlich patchen,
Würde ich nicht so sagen.

Bei meinem Vater update ich das Notebook nur alle paar Monate. Liegt daran, dass er ein paar Hundert Kilometer entfernt wohnt. Und wenn die Kiste nach dem Update nicht mehr hochfährt, hätten wir ein ziemliches Problem. Interessanterweise halten sich die Probleme dort sehr in Grenzen. Etwas frickeln musste ich damals bei der /usr/bin-Umstellung und bei der Integration von Bumblebee in den normalen Nvidia-Treiber. Ansonsten kann ich mich nicht an irgendwelche Probleme erinnern.

Hingegen bei meiner VMWare, die ich auf Arbeit nutz und wöchentlich update, hatte ich schon öfters mal ein paar Probleme. Aber da bastel ich auch mehr.

Für ein Bleeding-Edge-Rolling-Release ist Arch schon erschreckend stabil. Unter Gentoo hab ich bei meinen 2-monatlichen Updates wesentlich mehr Probleme.
 
Letztendlich muss jeder selber wissen, wann und wie oft er patcht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich in der Zeit, wo ich wöchentlich Patches eingespielt habe, wesentlich weniger Probleme hatte als im 1-2 Monatstakt. Andere haben wiederum mehr Glück als Verstand eine andere Softwarezusammenstellung, andere Konfigdateien, usw. wo das problemlos(er) funktionieren kann.

Vielleicht hat auch die "gefühlte" Anzahl an Problemen noch ein wenig mit reingespielt. Über den Monat verteilt ein paar Probleme sind meist gefühlt auch "unproblematischer" als alle Probleme am Monatsende gebündelt.


Grüße
Thomas
 
Andere haben wiederum mehr Glück als Verstand eine andere Softwarezusammenstellung, andere Konfigdateien, usw. wo das problemlos(er) funktionieren kann.
Ich musste lAchen^^

Bei Desktop-Arch patche ich alle 2-4 Wochen, aber mein Homeserver läuft auch gerne mal monatelang ungepatcht. Natürlich nicht bei kritischen Sicherheitslücken oder Diensten, die am Internet hängen. Wenn man sich einen Cronjob bastelt, der kritische (linux, systemd...) Pakete nicht aktualisiert, sondern Mails verschickt, kann man allerdings auch ein automatisch gepatchtes System haben. Lief bei mir auch mal fast 2 Jahre lang glatt, aber bin mittlerweile wieder beim Manuellen angekommen, weil man einfach sieht was aktualisiert wird.

So fällt mir des Öfteren auch mal Software auf, die ich seit Monaten oder gar Jahren nicht benutzt habe und die ich dann im Zuge des Updates gleich runterwerfen kann.


Der TS scheint sich ja aber richtigerweise für Debian XFCE entschieden zu haben. Da kann man alle 6-8 Monate ein Update machen und hat nie Probleme.
 
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