Laptop für Studium

bluemar

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17 Juli 2013
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Meine Tochter benötigt für Ihr Studium einen neuen Laptop.
Es soll nicht zu schwer sein, eine gute Akkulaufzeit haben und Filme sollten auch drauf geguckt werden können.
Ich liebäugle mit einem HP ENVY 15-j060ez, i7-4700MQ, 15.6" HD, GT 740M

Was würdet Ihr mir empfehlen?
Bin für Tips dankbar. :beer:

bluemar
 
Es ist ein wenig schwer zu helfen, wenn wir nichts genaueres wissen.
Studiengang? Preisvorstellung? Besondere Wünsche?
 
Ich würde dir allgemein (jetzt mal unabhängig vom Studiengang, Ausnahme Maschinenbau oder ein anderes Fach wo CAD notwendig ist), dazu raten die Prioritäten bei der Auswahl des Rechners noch mal gründlich zu überlegen.

Eins mal vorne weg: Das Design ist wohl das, was dir am ehesten egal sein sollte. Hübsches Aussehen schön und gut, aber das ist dir bereits nach ner Woche egal, was zählt ist ausschließlich Mobilität, Komfort und Verarbeitung.

Komfort heißt konkret: 14-15'', hohe Bildschirmauflösung (nein, 1366x768 bei 15'' ist wirklich schlecht, das ist sehr ermüdend beim Text lesen) und zwar vor allem ein mattes Display. Spiegelnde Displays taugen ausschließlich für den Heimgebrauch wo man die Vorhänge zu ziehen kann und garantiert keine Lichtquellen hinter einem sind.
Kofort heißt auch, bei einem 14''-Notebook auf den Nummernblock zu verzichten, zugunsten größerer Tasten. Wenn du den Nummernblock nicht unbedingt brauchst, warum Platz dafür verschwenden? Der Platz lässt sich gut für größere Tasten nutzen mit denen es sich wesentlich besser Tippen lässt. Auch eine Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur ist selten hilfreich, auf einer ordentlichen Tastatur tippst du eh komplett blind, selbst im Dunkeln.

Mobilität heißt: Vergiss leistungsfähige Grafikkarten und i7-Prozessoren. Du willst einen großen Akku, bei der Grafikkarte reicht dir aber auch ein eher schwaches Modell. Wenn der Hersteller die Akkulaufzeit nicht einmal angibt - Finger weg. Ansonsten greif zu Geräten bei denen der Hersteller MINDESTENS 6 Stunden angibt. In der Praxis sind das dann oftmals eh "nur noch" 3 Stunden unter Vollast und weniger macht kaum Spaß.

Verarbeitung heißt: Finger weg von Klavierlack. Schaut hübsch aus, aber auch nur so lange bis die ersten unvermeidbaren Kratzer drinnen sind. Zumal bestehen diese auf Hochglanz polierten "Edel-Notebooks" meistens nur aus Plastik, damit verkratzt da nicht nur schnell die Oberfläche, auch die Haltbarkeit ist unterdurchschnittlich. Dazu kommt: Mit dem vielen Plastik sind solche Notebooks eben NICHT leichter als Business-Notebooks mit Metallrahmen oder Gehäuse, oftmals sogar im Gegenteil da viel mehr Material benötigt wird um die gleiche Stabilität zu erreichen.
Achte auf die Spaltmaße und den beworbenen Einsatzzweck.

Geräte die für den täglichen Einsatz und Transport konzipiert sind, werden auch genau damit beworben.

Bei den Studienanfängern sieht man jedes Semester aufs Neue ca. 50% der Studenten die sich zwar Notebooks fürs Studium gekauft haben, aber die falschen. Kein Einziger von denen schleppt sein Notebook (außer zu Präsentationen) nach 2 Wochen mit sich herum. Gründe dafür sind Hitzeprobleme, Akkulaufzeit, Lautstärke oder einfach mechanische Defekte durch den Transport. Von 17''-Notebooks und deren Gewicht mal ganz zu schweigen, schlechte Tastaturen oder das Fehlen eines richtigen Mausersatz (z.B. Trackpoint bei HP, Dell und Lenovo Business-Serie, nur ein Touchpad alleine ist ... unbefriedigend) sind aber auch oftmals ein Grund.

Dem gegenüber stehen die Studenten, die sich direkt hochwertige Geräte gekauft haben, dazu gehören vor allem Thinkpads, Macbooks (ja, die Teile sind ziemlich robust, problematisch ist nur die Anschlussvielfalt) sowie die echten Business-Serien von Dell und HP. Diese Geräte begleiten die Studenten dann größtenteils über das komplette Studium hinweg, sprich die ganzen 3-5 Jahre, jeden Tag 8 Stunden. Sind zwar nicht die Schnellsten oder die Hübschesten, aber mit Abstand die Praktischten.

Abschließend noch: Ein Laptop ersetzt NICHT den Desktop-Rechner. Da immer klar unterscheiden, willst du die Leistung oder willst du die Mobilität? Beides zusammen geht zwar auch in einem Gerät, aber das kannst du dir erst nach deinem Studium irgendwann mal leisten ;)

Fürs erste heißt es aber, Desktop und Laptop parallel. Den einen zum Spielen und Zuhause, den anderen für den mobilen Einsatz.

Beim Laptop sind dabei übrigens auch Gebrauchtgeräte eine legitime Wahl. Die oben genannten Anforderungen werden in der Praxis leider nur von Geräten in der Preisklasse ab 1000€ erfüllt, gebraucht gibt es diese Geräte schon ab 400-500€. Im Gegensatz zu den Geräten für den Consumer-Markt sind diese Geräte allerdings gebraucht nach 1-2 Jahren Einsatz tatsächlich noch in gutem Zustand und überstehen anschließend locker auch noch den Rest des Studiums. Effektiv bedeutet das zwar dass die Geräte damit auch 1-2 Hardwaregenerationen älter sind, aber das ist einem in der Praxis völlig egal, denn für Filme und Textverarbeitung reicht es spielend, und zum Spielen hat man ja immer noch den großen Desktop. Wenn da nicht gerade noch ein alter C2D drinnen steckt, ist die Hardware für aktuelle Anwendungen mehr als nur ausreichend.
 
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  • #4
@TheSniperFan
Es handelt sich um eine pädagogische Hochschule, als primär Officeanwendungen und dgl. müssen auf dem Teil laufen.
Wie gesagt, leicht soll es sein und eine lange Akkulaufzeit haben.

@Exterminans

Danke für Deine umfangreichen Inputs.
Das bringt mich weiter.
Ich habe in den letzten 10 Jahren immer auf bessere Dell-Laptops gesetzt, war aber mit den letzten beiden nicht mehr ganz so zufrieden.
Als alternative habe ich auch Modelle von Lenovo ins Auge gefasst. Die sind um einiges Stabiler als der erwähnte HP, aber eben auch schwerer.
Preis/Leistung dürfte beim HP nicht schlecht sein. Ob der das ganze Studium durchhält bezweifle ich etwas.
Das Vergleichbare kostet bei Lenovo sicher 50% mehr.
Bei den Akkulaufzeiten bin ich immer wieder etwas ratlos.
Ich habe das schon alles mögliche erlebt, aber noch nie, dass die die angegebene Laufzeit auch nur annähernd erreicht worden wäre.
Die Dell Akkus waren meist schon sehr schnell nicht mehr brauchbar.

Danke vor allem auch für Deinen Hinweis auf die Bildschirmauflösung. Diese habe ich zu wenig beachtet. Die scheint mir tatsächlich auch zu mager zu sein.
Ich werde mich also weiter umsehen.

bluemar
 
In den Vorlesungen braucht man eigentlich nie einen Laptop, wenn es ein Praktika ist, ist man eh in einem Labor, dort gibt es dann eh stationäre Computer mit großem Bildschirm.

Zumindestens in den ersten beiden Semestern kann ich dir bei egal welchem Studiengang garantieren dass es absolut sinnlos ist. Ein Convertible (z.B. HP Elitebook) hingegen kann praktisch sein, aber würde ich persönlich aufgrund des hohen Preises erst ab dem 3. Semester frühestens empfehlen wenn das Grundstudium absoliviert wurde.

Deiner Tochter dürfte vermutlich ein 0815 Laptop reichen, ein i7 ist hier absolut unnötig, sofern kein AES benötigt wird ist nicht mal ein i5 notwendig, selbst ein i3 ist da schon fast zu performant. Achte auf einen Bildschirm kleiner 13", Gewicht unter 2kg, eher 1,5kg und eine lange Akkulaufzeit.

Zudem sollte auch die Gewährleistung in Betracht gezogen werden - ich würde nur Dell, HP, Fujitsu Siemens und Apple empfehlen, Lenovo geht gerade so noch, aber ansonsten gibt es kaum einen relevanten Hersteller der empfehlenswert wäre, von Asus Geräten kann ich von sehr langen Reperaturzeiten sprechen, zum Teil mehrere Monate. Lieber etwas mehr investieren und dafür eine ordentliche Garantie bekommen, die Gewährleistung mit effektiv 6 Monaten ist bei einigen Händlern zum Teil schon problematisch (wollen z.B. nur eine Reperatur durchführen aber nicht die Lieferung einer mangelfreien Sache trotz des Umstandes dass diese das gleiche Gerät noch auf Lager haben).
 
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  • #6
@foobar

Es gibt tatsächlich ein Laptopobligatorium an dieser pädagogischen Hochschule. :cool:
Da das Laptop für meine Tochter auch ein Desktopersatz ist (zumindest wenn sie in der WG ist), sollte es eine gewisse Leistung und Bildschirmgrösse (min. 15Zoll) haben denke ich.
Klar brauchte es nicht unbedingt ein i7 von der Leistung her.
Meiner Tochter ist die ganze Technik eh egal, das Ding muss einfach laufen und am besten sollte es Pink sein :p

Ich möchte einfach nicht ein Billigteil, das in einem Jahr schon auseinander fällt. Aber es muss auch nicht der letzte Hightech-Schrei sein.
Einfach ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis.
strebe ich an.

bluemar
 
15", na da wird sie sich freuen wenn sie das täglich mit sich rumschleppen darf. Darf es noch ein Backstein dazu in der Laptoptasche sein? ;)

15" passt nicht in allen Hörsälen auf die schmalen Tische, das solltest du auch berücksichtigen.

Ein weiterer Punkt der gerne vernachlässigt wird: Gigabit LAN und ein guter Wlan Chipsatz, nichts ist nerviger als eine instabile Wlan Verbindung.

PS: Hochschulen verleihen oft auch Laptops. Da soll sie sich einfach einen ausleihen und mal schauen wo sie ihn nutzt, dann kann man gezielt kaufen. So kaufst du ins blaue hinein und wirfst zuletzt 500€ zu viel zum Fenster raus wenn sie ihn dann doch nur in der WG nutzt.
 
Für den Office/Schuleinsatz sind Ultrabooks wie geschaffen. Die Mischung aus Mittelklasseprozessor und starker iGPU zusammen mit einer 256er SSD macht aus jedem Arbeitsplatz ein mobiles Büro. Für zuhause noch die passende Dockingstation mit Monitor, Maus und Tastatur dazu und der Stand-PC ist überflüssig.

Vorteil vom Ultrabook:

Extrem leicht (800g - 1,2KG)
Hohe Leistung (Fast ausschließlich Core-i CPUs)
Robust (Keine mechanischen Teile)

Nachteile:

Teuer (800-1000€)
Akku überlebt oft nur wenige hundert Ladungen
Ersatzakku ist teuer (kann nicht selbst getauscht werden sondern muss zum Service)
Viele Modelle können nicht selbst aufgerüstet werden (verklebtes/verschweißtes Gehäuse, RAM am Motherboard aufgelötet, ...)

Meine Empfehlung: Wenn das Budget es zulässt würde ich dir definitiv zu einem Ultrabook raten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur weil ein Ultrabook keine Festplatte oder optisches Laufwerk hat, bedeutet das keinesfalls dass es robust ist!

Das dient alles nur der Kostenersparnis die dann durch "Features" wie Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur und Co. wieder eliminiert wird. Bei den meisten Ultrabooks die gerade auf dem Markt sind, wird das Gerät an sich nicht länger halten als der Akku. Wobei die Aussage dass der Akku nicht lange hält völlig zutreffend ist, da wird auf die Akkus mit den feinsten Strukturen (und dementsprechend der höchsten Abnutzung) gesetzt weil höchstmögliche Kapazität, lange halten tut sowas aber nicht.

Übrigens nehmen sich in der empfohlenen Geräteklasse Dell, HP und Lenovo praktisch nichts. Wenn du die für teurer oder stabiler hältst, dann warst du bislang auch bei HP bislang in der "falschen" Geräteklasse ;)
 
Ein Thnikpad T420 mit ordentlichem Display. Die kann man auch ohne schlechtes Gewissen gebraucht kaufen.

Einfahc weil das die wenigen NB sind, denen ich ein längeres Herumtragen ect zutraue, neben den Schenker-Geräten.
 
Übrigens nehmen sich in der empfohlenen Geräteklasse Dell, HP und Lenovo praktisch nichts. Wenn du die für teurer oder stabiler hältst, dann warst du bislang auch bei HP bislang in der "falschen" Geräteklasse ;)

Versteh nicht genau was du damit meinst. Ich selbst hab zB. ein XPS12 Convertible von Dell. Mit dem Rahmen um den Bildschirm sieht das zwar fragil wie eine Eisskulptur aus, aber drei Stürze aus über einem Meter Höhe wo nichtmal der Lack einen Schaden hat reicht mir für eine Empfehlung. Außerdem nehm ich das Teil 3-4 Mal die Woche im Rucksack in die Arbeit mit und bis heute tut es noch immer was es sollte. Zwei Freunde die ihre Ultrabooks (Ein Samsung Series 9 und irgendeins von Sony) schon viel länger als ich haben sind auch noch zufrieden mit ihren Modellen. Beim Sony hält nach knapp einem Jahr der Akku nurmehr 50 Minuten nach einer Vollladung, aber ansonsten gibt's nichts.
 
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  • #12
Danke Euch allen schon mal ganz herzlich für Eure konstruktive Hilfe!!! :beer::beer::beer:
Der von mir ins Auge gefasste HP ENVY 15-j060ez ist sicher nicht das gelbeste vom Ei.
Er hat für einen Laptop guten Sound und das Bild ist optisch nicht schlecht wenn auch keine Full HD-Auflösung.
Persönlich bin ich ein totaler Fan von SSD-Platten. Ultrabooks sind sicher auch eine Option.
Ich werde am Wochenende in die Statt fahren und weitere Modelle anschauen.
 
Es lohnt sich eigentlich so gut wie nie die SSD beim Kauf gleich mit auszuwählen, man fährt in der Regel wesentlich besser wenn man diese selbst einbaut, gute Laptops sind hierfür leicht zugänglich, bei Thinkpads reicht zum Beispiel nur eine einzige Schraube aus um den Festplattencaddy auszubauen. Sprich wenn dann in der Variante mit normaler HDD kaufen, USB Gehäuse und SSD seperat und tada, man hat auch gleich eine Festplatte für Backups.
 
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  • #14
Ich habe mich übrigens für folgendes Gerät entschieden:

Hewlett Packard Envy 6-1260ez
15.6" FHD LED i5-3337U
4GB, 500GB & 32GB SSD,WLAN,BT
Intel HD Graphics 4000, Win8

Für das erste sollte es reichen, und für knapp 500 Euro finde kriegt man da ein sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis.

Danke nochmals an alle für Eure Tips! :beer::beer::beer:

bluemar
 
Sofern auf dem Teil Linux draufkommt, ist die Entscheidung bezüglich der SSD durchaus ok. Du wirst damit keine Speicherprobleme bekommen.

Im Falle von Windows wirst du damit allerdings nicht froh. Allein Win7 braucht nach einiger Zumüllzeit problemlos (ein paar Monate Windows-Update) mehr als 20GB. Und jede Software, die installiert wird, schlägt auch noch mit ein paar GB zu Buche. Oder Kurz: 128 GB sind bei Windows Minimum für die SSD-Kapazität.
 
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  • #16
@musv
Da musst Du Dir absolut keine Sorgen machen. Der Laptop ist heute angekommen. Das Betriebssystem befindet sich vollständig auf der 500GB Platte.
Auf der 32GB SSD sind nur die Recoverydaten :D
Da hab ich mir nicht schlecht einen abgelacht als ich das festgestellt habe.

bluemar
 
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