Krankenhausessen [Erfahrungen]

Also mein Essen im Krankenhaus war ungenießbar.

Frühstück ging noch so. Konnte man wählen zwischen Schrippen und/oder Brot, dazu der übliche Belag, Butter, Wurst/Käse oder Marmelade.

Mittagessen hörte sich zwar immer gut an, aber ich fand es eklig. Meistens kam das Mittagessen gegen halb 1. Aber es war total ungesalzen und hat einfach nicht geschmeckt. Dazu gabs meistens Salat oder Pudding/Joghurt und einen Keks. Jedoch hab ich das fast nie gegessen.

Zwischen Mittag- und Abendessen gab es Tee, den es allerdings sowieso den ganzen Tag gab. Abends gab es halt Abendbrot. In etwa das Gleiche wie am Morgen, nur dass es wirklich nur Brot gab mit Beilagen. Und da ich kein Brotesser bin, hab ich das auch nicht gegessen.

Naja, 10 Tage dort gewesen, am ersten Tag durfte ich sowieso nichts essen und trinken. Jedenfalls hörte ich danach immer wieder, dass ich abgenommen hätte. Ob das so stimmt, keine Ahnung.

Und ja Krankenhaus ist Krankenhaus, kein Restaurant. Aber es kann doch nicht so schwer sein, genießbares Essen zuzubereiten.. Ich meine das war 2013, nicht 19xx..
 
Ich war das letzte mal vor etwa einem halben Jahr für zwei Nächte im KH.
Da ich eine private Zusatzversicherung habe, kam ich in den Genuss der Privatstation.

- Tolles essen, welches warm auf den Tisch kam.
- Man konnte sich täglich für den Folgetag aus mehreren Gerichten wählen.
- Beim Frühstück konnte man sich sogar die Menge frei wählen (Nicht nur ein Brötchen, sondern bitte ein Milch, ein Vollkornbrötchen und ein Croissant, dazu noch...)
- 1-2 mal am Tag kam eine Schwester vorbei nur um zu fragen ob man noch etwas aus dem Bistro wolle (Kaffee, Butterbrezel, Joghurt, Obst,...)

Ein paar Jahre zuvor war ich eine Nacht im gleichen KH. Ohne Zusatzversicherung.
Da war es wirklich nur "grausig".

Willkommen in der Zweiklassenmedizin...
 
@Ruper: Na komm... das liegt aber stellenweise an dir das das Essen nicht gewchmeckt hat ne...


@vcvcv: Stimm, die hab ich seit dem lethten KH aufenthalt (den oben erwaehnten) auch, da meine Frau die auch hatte. Allerdings hatte dort im KH das nichts mit dem Essen zu tun. Deckte die Zusatzversicherung mein ich auch nicht ab (EinBett Zimmer, Chefarztbehandlung etc war aber schon Klasse).
Naja und das was du schreibst sind die Wahlleistungen, die koennte[\b] jeder in Anspruch nehmen, kostet halt.
 
- Tolles essen, welches warm auf den Tisch kam.
- Man konnte sich täglich für den Folgetag aus mehreren Gerichten wählen.
- Beim Frühstück konnte man sich sogar die Menge frei wählen ...

Also ich war in den letzten Jahren auch ein paar Mal im Krankenhaus. Bin privat versichert (mit allem Komfort). :D

Aber deine Erfahrungen kann ich nur sehr begrenzt teilen. Abgesehen davon, dass das Essen insgesamt wenig schmackhaft war, ich im KH nur geringen Appetit hatte, liefen die Individualbestellungen alles andere als wunschgemäß. Es kamen sehr oft andere, als die gewünschten Sachen.

Hätte ich verstanden, wenn es nach einem bestimmten Ernährungsplan gegangen wäre. Aber es kam kaltes und warmes Essen, dass ich explizit meiden sollte. Da meinte sogar der Chefarzt, dass die KH-Küche nicht besonders gut organisiert wäre. Dazu nahezu jeden Tag einen Becher Jogurth, obwohl ich immer angab, so was nicht zu wollen.

So viel zu Zweiklassenmedizin, ääh -Essen... :D
 
Ich arbeite in einem Krankenhaus mit 180 Betten, also relativ klein aber fein :-)

Frühstück: Wieviel man morgens zu essen möchte kann man frei wählen, selbst wenn es 5 Semmeln mit allerlei Extras sein soll. Die Kaffeejunkies freuen sich natürlich auch darüber sich diesen literweise reinzuschütten ;)
Mittagessen: Dieses wird immer einen Tag zuvor ausgewählt. Die Portionen sind für ältere Menschen ok, die jüngeren werden davon allein aber sicher nicht satt. Der Patient kann aber jederzeit angeben das er ab sofort größere Portionen bekommen möchte.
Abendessen: Wie beim Frühstück auch, zugreifen kann man soviel man möchte

Manchmal hol ich mir mittags auch etwas zu essen aus der Cafeteria und kann deshalb sagen dass mir das KH-Essen dort sehr gut schmeckt. Natürlich gibt es immer wieder dasselbe und auch nichts spektakuläres, aber es schmeckt und das ist wichtig.
Übrigens: Wenn ein Patient bei uns schon länger liegt bekommt dieser eine Karte aus der Küche auf der er ein Wunschessen eintragen kann. Das Küchenpersonal versucht dann ihm diesen Wunsch zu erfüllen.
 
Als ich im Krankenhaus war, gab es nie Obst und die 1 x Gewürzgurke war wie Weihnachten.

Den Pamps hab ich eh nicht bei mir behalten, wenn ich was probiert habe, also hab ich bis zur OP eigentlich gar nichts gegessen.

Tee war okay. Tee mag ich ja, hab Fencheltee für mich entdeckt. Und Apfelsaft, der war immer meiner.

Am Tag meiner OP gab es etwas, was ich gerne gegessen hätte, aber da war ich gerade auf dem OP Tisch.

Leider gabs keinen Toaster, also hab ich die Stullen nicht runtergekriegt. Stullen müssen bei mir in den Toaster. Egal was für Brot.

Was hab ich Obst und Gemüse vermisst.
 
Sorr für O/T, aber das ist echt geil, dass dieser Thread wie selbstverständlich in der Kategorie "Feinschmecker" zu finden ist :D
 
Nein sorry, im Internet möchte ich nicht so viele Details aus dem Privatleben preisgeben ;)
 
Ich kann mich nicht erinnern, dass das Essen im KH jemals so schlecht wie im Knast gewesen ist. Von meinem letzten Aufenthalt, der so um sechs Wochen gedauert hat, kann ich ohne dass mir Einzelheiten erinnerlich wären nichts Negatives sagen. Jeden Tag kam jemand von der Küche mit der Karte für morgen vorbei. Es gab normal, leicht und vegetarisch. Privatpatienten hatten noch eins mehr zur Auswahl. Ausserdem konnte man eine Vorsuppe und Dessert oder Obst/Gemüse -Salat bekommen. Das Essen kam von einem externen Dienstleister und wurde in elektrisch beheizten Wagen auf der Station warmgehalten, es war beim Servieren richtig heiß.

Ich geh' nicht wegen der Hotelleistungen oder Superpflege ins KH und würde mit einer ernsten Erkrankung lieber bei trocken Brot und Wasser in der Uniklinik liegen als mit Schlemmermenü im Kreiskrankenhaus. Das ist mein voller Ernst, in diese kleinen KH geh' ich nur zum Varizen clippen, für Aryurveda oder zum Sterben. Die Frage der Hotellerie finde ich für die Wahl des Altenheims wichtig, MSX hat das schon angesprochen.
 
Ist hier auf dem Board sonst noch jemand mit Knasterfahrung, der Endor tendenziell bestätigen kann?
 
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  • #54
Ich geh' nicht wegen der Hotelleistungen oder Superpflege ins KH und würde mit einer ernsten Erkrankung lieber bei trocken Brot und Wasser in der Uniklinik liegen als mit Schlemmermenü im Kreiskrankenhaus.
Hast du den Thread gelesen? Hier nehmen mache kiloweise über teils kurze Zeitabstände ab. Das ist sicherlich nicht gerade gut für die Genesung. Zumindest bei mir war das dann sogar durchaus ein Thema in meiner Krankenakte - derweil hätte ich einfach nur etwas mehr essen gebraucht... Da bitte unterscheiden. Ich bin da auch nicht mal anspruchsvoll. Hauptsache ich habe am Abend keinen Hunger mehr (und das ist, bei dem Betrag den ich monatlich seit Jahren zahle, wohl auch nicht zu viel verlangt).

So, bitte weitermachen.
 
Hier nehmen mache kiloweise über teils kurze Zeitabstände ab.
Die Patienten nehmen wegen ihrer konsumierenden bzw. katabolen Erkrankungen überall ab. Andere mit zB. Knochentraumen nehmen wg. Bewegungsmangels zu. Es gibt keinen allgemeingültigen Grund, weshalb das nutritive Problem im KKH besser gelöst werden könnte als an der Uniklinik. Andersherum scheint es einen Grund dafür zu geben, dass das Essen an Unikliniken oft schlecht ist. Vielleicht liegt das am Träger. Interessant wäre ein Erfahrungsbericht vom , das nicht vom Land getragen wird.
 
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