Konventionen beim Telefongespräch

@Monty: Ich hab nen jüngeren Cousin. Wenn ich bei seinen Eltern anrufe und er rangeht läuft das jedes Mal so ab: "...lo hier ist <Name>."
Ich vermute, dass er auf die Annahmetaste drückt und das Telefon nicht so schnell reagiert wie er anfängt zu reden. Vielleicht ist das bei manchen deiner Kunden auch so. Könnte immerhin sein, dass sie sich nur mit einem "Hallo" oder "Ja" melden und das dann einfach untergeht :unknown:
 
Ich hasse es aber, wenn ich meinen Satz aufsage "Guten Tag, hier ist Firma X, Herr Y" und ich schon beim Firmennamen unterbrochen werde.
Später kommen dann immer so Kommentare wie "Wie war nochmal der Name/die Firma, habs leider nicht verstanden"

Apropos:
Wie oft darf ich eigentlich nachfragen, bis es unhöflich ist? :D
Im Ernst. Ich bin da eher visuell veranlagt. Wenn da jemand anruft und nicht Müller oder Schmitz heißt, dann noch von einer unbekannten Firma ist und dann runter leiert, welche Lösungsversuche er schon unternommen hat bei einem Problem von dem ich noch nie gehört habe, weil nicht meine Baustelle, dann kommt man sich schon mal vor wie Knecht Ruprecht (der Hund).

Ich meine, ich bin durchaus in der Lage zu würdigen, daß jemand seinen für Mitteleuropäer exotischen Namen mit 30 Buchstaben in etwas über einer Sekunde buchstabieren kann. Aber mitschreiben wird spätestens dann schwierig, wenn nach dem Buchstabieren noch so etwas kommt, wie:
K-O-W-A-L-S-K-I, wie Wald, aber ohne das 'K' und das 'O Und das 'W' am Anfang und statt 'D' ein 'SKI'

:eek:
 
Jemanden direkt nach der Begrüssung zu fragen wie es ihm geht finde ich eigenartig. Vor allem wüsste ich direkt, dass es sich in fast allen Fällen um eine rhetorische Frage handelt. Ich mag sowas nicht leiden. Ich glaube da gibt es mehrere, denen es ebenso geht. Ausserdem ist eine solche Frage persönlich und hat in den meisten Fällen da eh nichts verloren. Zumindest eben in geschäftlichen Gesprächen.

Da kann man eher mal ein Spässchen machen, wenn sich während des Telefonats eine Gelegenheit ergibt. Das ist lockerer, ehrlicher und schafft denke ich mehr Vertrauen als eine solche Frage.

Ich habe beruflich viel telefoniert und zum Eingangs erwähnten Problem kam es bei mir nur, wenn ich keine Zeit hatte.

Wenn ich anrufe: Grüß Gott, Sepp Meier am Apparat. Da kommt - wenn man es freundlich sagt - zu 99% sehr zeitnah ein "Hallo" und dann kann man loslegen. Das "Hallo" bestätigt mir zudem, dass beide Telefone anscheinend funktionieren und das gegenüber mich versteht. Hatte da noch nie Probleme.

Wenn ich angerufen werde mach ichs umgekehrt und das klappt auch. Wenn mein Gegenüber unsympathisch klingt oder forsch gibts auch kein "Hallo" von mir.
 
Apropos:
Wie oft darf ich eigentlich nachfragen, bis es unhöflich ist? :D

Gott und ich dachte schon, ich wäre ganz allein mit diesem Problem. Meine Lieblingsanrufe sind "Hallo, hier ist junges, unabhängiges IT-Unternehmen XY, wir haben uns einen super funky, aber total unaussprechlichen englischen Namen zugelegt, den unser dt. Mitarbeiter jetzt mal kurz durch den verbalen Fleischwolf dreht, sich dann mit einem Doppelnamen vorstellt und das ganze ungefähr in 2,4 sekunden!" Am Besten wird man danach dann in die richtige Abteilung durchgestellt, wo das ganze Spiel dann noch mal von vorne losgeht.

"Könnten sie ihren Namen bitte einmal für mich buchstabieren?"

"Klar, kein Problem. D-R-C-Z-S-Z-Y..." da schalte ich dann innerlich ab.:D
 
Jemanden direkt nach der Begrüssung zu fragen wie es ihm geht finde ich eigenartig.
Jetzt wo dus sagst, stimmt. Ich würde dann erstmal einen Moment stutzen, weil mich kaum mal fremde Leute fragen, wie es mir geht. Und dann würde ich wohl sagen "gut....äh, und Ihnen?" Und die ganze Situation würde mich eher verunsichern als sonst was :D
 
Und stell Dir mal vor, der andere antworten nicht mit einer Floskel, sondern ehrlich. "Nicht so gut. Ich habe Krebs" :eek:

Ich finde es aber durchaus passend, wenn man bei Kunden oder auch privat fragt, ob man stört, was ja nicht abwegig ist. Der andere kann dann ja zurückrufen.
 
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