[Netzwelt] Iron Maiden nutzt Filesharing für eigene Zwecke

iron-maiden-logo.jpg Auf Basis der Daten aus Filesharing-Börsen, Twitter, Facebook & Co. plant das Management der Band Iron Maiden ihre Konzerttourneen. Da in mehreren südamerikanischen Ländern sehr viele ihrer Werke per Bittorrent ausgetauscht werden, hat man in den letzten Jahren dort zunehmend Gigs eingeplant. Ein T-Shirt oder ein Konzert kann kein Fan herunterladen. Dafür muss man sich die Band vor Ort ansehen.

Das britische Unternehmen Musicmetric ist ein Analyse-Unternehmen für die Musikwirtschaft. Grundlage ihrer Erhebungen sind die Nutzerdaten aus sozialen Netzwerken und Bittorrent-Tauschbörsen. So stellte man beispielsweise fest, dass in Brasilien, Venezuela, Mexiko, Kolumbien und Chile die meisten Twitter-Follower von Iron Maiden beheimatet sind. Auch wurde beispielsweise in Brasilien sehr viel Datenverkehr in Bittorrent-Netzwerken festgestellt. Das Management reagierte auf die erhobenen Daten und plante in den vergangenen Jahren diverse Auftritte in den Ländern mit den meisten Downloadern ein. So konnten viele Konzerte verkauft und die Menge der Fans erweitert werden. Nach der Iron Maiden World Tour, die von Juni 2012 bis Oktober 2013 andauerte, vergrößerte sich die Anzahl der Fans im Web von 3.1 auf 5 Millionen Personen.

CEO Gregory Mead kommentierte das Vorgehen des Managements damit, Iron Maiden habe Filesharer, die alles umsonst haben wollen, in Käufer von kostenpflichtigen Tickets verwandelt. Wer sich seinen Fans zuwendet, habe eine Chance einen gewissen Anteil seiner Zuhörer in zahlende Kunden zu verwandeln. Iron Maiden sei nicht die einzige Band, die mit Erfolg die Analyse von P2P-Tauschbörsen und sozialen Netzwerke einsetzt.
 
Da in mehreren südamerikanischen Ländern sehr viele ihrer Werke per Bittorrent ausgetauscht werden, hat man in den letzten Jahren dort zunehmend Gigs eingeplant. Ein T-Shirt oder ein Konzert kann kein Fan herunterladen. Dafür muss man sich die Band vor Ort ansehen.

Das britische Unternehmen Musicmetric ist ein Analyse-Unternehmen für die Musikwirtschaft. Grundlage ihrer Erhebungen sind die Nutzerdaten aus sozialen Netzwerken und Bittorrent-Tauschbörsen.
Wow, diese bahnbrechende Erkenntnis muß echt viel Kohle gekostet haben. Das muss patentiert werden.
 
Hab die Nachricht eben auf einem anderen Portal gelesen. So sieht gutes Marketing aus. Win-Win für beide Seiten. :T


p n
 
Langsam kapieren sies...

??
Gäbe es kein Filesharing dann müsste man sich auf Daten wie CD-Verkäufe und Radio-Anfragen stützen.
Um Himmelswillen, das wäre echt unmöglich :rolleyes:

Und klar, die Musikindustrie erhebt Nutzerdaten in Tauschbörsen nur zur Auswertung für die nächsten Konzertplätze.
Ja doch, seems legit.
 
@elgitarre:

Der Punkt ist glaube ich, dass sich diese Bands bzw. ihr Management auch nur auf CD-Verkäufe und dergleichen gestützt haben, obwohl filesharing ja nunmal schon seit langer Zeit eine Sache ist und es mittlerweile wahrscheinlich eine ganze Generation von Fans gibt, die noch nie ne CD aus der Nähe gesehen haben. "Endlich haben sie's kapiert" und blenden diesen potentiellen Markt für Konzerte und Merch. nicht mehr aus und tun die Leute als Piraten ab, die eh für nichts Geld bezahlen.
 
Der kostenlose Musikdownload also als kostenlose Werbung für Konzerte und Fan-Artikel. Genial.

Clever muss man halt sein.
 
@elgitarre:
Bist du zu blöd, mich zu verstehen?

Es ging darum, dass illegale Downloads zusammen mit Verkaufszahlen einen genaueren Überblick über die Fangemeinde vermitteln als bloße Verkaufszahlen allein. Dass dies langsam in der Metalszene (und in anderen Musikszenen) ankommt, war mit meinem
Endlich haben sies kapiert
kurz und knapp zusammengefasst. Mit ein wenig geistiger Leistung hättest du auch ohne Erklärung meinerseits die Bedeutung dieses kurzen Ausspruchs erkennen können, gerade nachdem dir ein vorgehender User das noch extra auf dem Silbertablett kredenzte.
 
Man kann ja auch andere Artikel dazu nehmen. Ist ja nicht so, dass diese News hier exklusiv steht.
Ich habe es z.B. hier gelesen: Dort wird auch das verbesserte Merchandising erwähnt.

p n
 
Es wurden lediglich die filesharing-statistiken genutzt um gigs zu planen.
Weder wurde sonst was verkauft noch wurden Filesharer irgendwie in einem besseren Licht dargestellt, noch filesharing irgendwie legitimiert, noch haben die irgendwie ihre Meinung gegenüber filesharing geändert.

Zumindest nehmen sie die Filesharer/Piraten u.A. auch als potenzielle Konzertgänger/Käufer von Merch wahr, was mehr ist, als sie vorher getan haben. Dadurch wird nichts legitimiert, klar, aber diese Musikmanager haben verstanden, dass es sich für sie lohnen kann (im Sinne von Ticketverkäufen) darauf zu schauen, in welchen Ländern besonders viel runtergeladen wird und dementsprechend ihre Konzerte zu planen. Das geladen wird können sie nicht ändern und natürlich sind die da bestimmt nicht glücklich drüber, aber statt zu klagen und damit noch mehr Zeit und Geld zu verschwenden versuchen diese Leute dem Ganzen etwas gutes abzugewinnen und selbst diesen "Markt" für sich nutzbar zu machen. Niemand hat behauptet, dass das jetzt der große Frieden zwischen Filesharern und Musikindustrie ist.
 
Zumindest nehmen sie die Filesharer/Piraten u.A. auch als potenzielle Konzertgänger/Käufer von Merch wahr, was mehr ist, als sie vorher getan haben.

verstehe die Aussage nicht.
Vorher wurden keine Statistiken aus filesharing benutzt.
Das heißt aber nicht dass alle Leute die filesharing betreiben "durchs Raster" gefallen sind.
Irgendwoher mussten die nämlich immer schon die Musik bekommen haben, entweder durchs Radio, Fernsehen, oder durch CD-Käufe.

Das bedeutet eben NICHT dass filesharer jetzt als potetielle Kunden angesehen werden und vorher nicht.
Es geht darum Kunden genauer zu erreichen, nicht neue Quellen zu erschließen.

Was ich sagen will ist, man kann hier nichts positives zum Thema filesharing seitens der Musikindustrie rauslesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@elgitarre:

Jain. Hier geht es ja um ein positives Beispiel, nämlich Iron Maiden. Der Dienst "Musicmetric" hat die Daten erhoben aber nicht im Auftrag von Iron Maiden. Diese nehmen die Daten nicht für Urheberrechtsklagen her, sondern um ihre Fans besser und gezielter zu erreichen. Das unterscheidet sie von vielen anderen und ist ein positives Beispiel, wie man mit dem Thema Filesharing umgehen kann.

p n
 
wenn das so ist und so bleibt, dann ist das ja ok.
Ich finde aber Datenerhebung in dem BEreich immer kritisch, man weiß doch nie was mit den Daten geschieht.
Im Zweifelsfall werden sie an den Höchstbietenden verkauft.
Klar, handelt es sich nur um Statistiken ist das unwahrscheinlich.
Werden aber IPs geloggt (zwecks Statistik der Herkunft der filesharer) und was sie wann gezogen haben, dann wirds blöd.

Und in Wirklichkeit weiß doch eh keiner was wann und wie lange gespeichert wird...
 
Das müsstest du in dem Fall aber Firmen wie "Musicmetric" ankreiden und nicht Bands wie Iron Maiden oder deren Management. Für würde ich aber nicht allzu viel erwarten.

Warum verteidige ich hier eigentlich Iron Maiden? Ich find die Musik total bescheuert. (Sorry)
 
Zuletzt bearbeitet:
in keinem Wort habe ich was über oder gegen Iron Maiden gesagt.
 
was genau war der Scherz?
Dass ich das nicht den bands ankreiden darf?
Oder dass du Iron Maiden scheiße findest?
 
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  • #20
Sorry, ich bin auf eine Ente hereingefallen!! Die Quelle schreibt:

Update and correction: The original version of this article incorrectly stated that Iron Maiden used MusicMetric's analysis to plan its South American tours. MusicMetric did not work directly with Iron Maiden. The analysis described in this article was carried out without the band's participation or knowledge, and we have no confirmation that the band ever saw or used it. CITEworld deeply regrets this error, and we apologize to our readers.
 
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