Indizierte Musik bei Spotify hören

keinerwills

Aber Vorsicht!
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15 Juli 2013
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97
Hallo!
Freund des guten Musikgeschmacks wissen sicher, dass bestimmte Leute (Tipper Gore, Christa Jenal) einem gerne den Spaß beim Konsum von gewaltverherrlichender Musik nehmen wollen und auch in Teilen damit Erfolg hatten.
Nun denn, heute wollte ich mir ein wenig Musik zu Gemüte führen und musste dann leider feststellen, dass bei Spotify, auch mit Premiumaccount, es nicht möglich ist in Deutschland indizierte Musik abzuspielen. Auch mit dem Wechsel auf eine US-Amerikanische IP per VPN brachte keinen Erfolg. Der nächste Schritt wäre dann wahrscheinlich mir irgendeine Fake-Adresse auszudenken und "den Wohnort zu wechseln". Aber bevor ich das mache, wollte ich fragen, was man sonst tun kann, um an seine Musik zu kommen.
LG keinerwills
 
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Ich kann mir auch vorstellen das ist kein technisches Problem, sondern Spotify hat schlicht diese Sachen nicht drin. Also ist es egal ob du das mit VPN oder wie auch immer umgehen willst, die Sachen gibts bei Spotify einfach nicht.
 
Du kannst dir vorstellen soviel du möchtst, Steev. Daraus zu schließen das es die Sachen bei Spotify nicht gibt, obwohl oben verlinkt, ist ziemlich weird.

Mindestens mal Cannibal Corpse - Tomb Of The Mutilated
Gore ist war die alte vom Al Gore und ist für die Parental-Advisory-Aufkleber mitverantwortlich.
 
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Mary Elizabeth „Tipper“ Gore (* 19. August 1948 in Orlando, Florida als Mary Elizabeth Aicheson) ist die frühere Ehefrau von Al Gore, dem ehemaligen Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten.
......
Im Jahr 1984 war sie an der Gründung des Parents Music Resource Center (PMRC) beteiligt. Das PMRC war eine Lobbyorganisation, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, die traditionellen Familienwerte, die sie durch die (Rock-)Musik, insbesondere aber deren Texte, bedroht sah, zu verteidigen. Die Organisation war u. a. dafür verantwortlich, dass die Recording Industry Association of America (RIAA) im Laufe der 1980er Jahre Tonträger mit dem Parental-Advisory-Aufkleber zu versehen hatte, der vor deutlicher Sprache oder Inhalt (explicit lyrics or contents) warnte. Ziel war es, den Eltern der meist jugendlichen Konsumenten dieser Musik die Kontrolle über den Musikkonsum ihrer Kinder zu ermöglichen.

Helikopterpolitiker. Verwechslung ausgeschlossen.
 
Jedenfalls interessant, Ich dachte bisher immer dass es ein rein deutsches Phänomen ist, dass Medien für Erwachsene zensiert werden.

Zum Beispiel Anfang der 2000er wurden zahlreiche Kriegsspiele die mit USK "keine Jugendfreigabe" auf den Markt kamen trotzdem stark zensiert (Roboter statt Menschen usw) während man ironischer Weise damals noch zwangsweise vom Staat beigebracht bekam, auf echte Menschen zu schießen :m
 
Lustiger Fred, der TS hat seinen Eingangstext so halb mit copy und paste hier rein gesetzt und dann nen Beispiel genannt was gar nicht existiert.
Das Albumcover von Tomb of the Mutilated war bis 2020 indiziert.
Liedtextre durften nicht abgedruckt werden und es bestand ein kurzfristiges Verbot diese Lieder live zu spielen (welches aber schon vor 15 Jahren wieder aufgehoben wurde)
Wo also bitte ist bei deinem Beispiel irgendwas in Deutschland indiziert?


edit: @Pleitgengeier
geh mal davon aus, dass nen Großteil dessen was heute in Deutschland im Bereich Musik indiziert wird irgend nen Nazi-Scheiß ist

edit 2: Leider funktionierte mein Link nicht, daher Aufhebung der Indizierung des Plattencovers unter Bekanntmachung Bundesanzeiger Nr. 12/2020 über jugendgefährdende Trägermedien 05.11.2020
 
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Kleines Beispiel warum diese Liste nix taugt. Debil ist das erste Studioalbum der deutschen Punkrock-Band Die Ärzte, das 1984 erschien. Am 21. Oktober 2005 wurde das Album unter dem Titel Devil wiederveröffentlicht, nachdem 2004 die Indizierung des Albums aufgehoben worden war. (Auszug Wikipedia)
Da steht zwar evtl alles drinnen, was mal (evtl nur kurz) auf dem Index gelandet ist, aber nicht ob die Indizierung bestand hatte
 


Für Werke mit strafrechtlichem Inhalt, für die ein Verbreitungsverbot gilt, gibt es eine nichtöffentliche Liste.
 


Für Werke mit strafrechtlichem Inhalt, für die ein Verbreitungsverbot gilt, gibt es eine nichtöffentliche Liste.

Eigentlich keine schlechte Idee.
Würde man das ganze StGB nicht veröffentlichen. könnte man deutlich mehr Menschen verknacken denn bekanntlich schützt Unwissenheit nicht vor Strafe (außer man ist ein bestimmter Politiker und kann sich nicht erinnern wo der Koffer mit den 100K DM herkommt)
 
Was hat das mit Unwissenheit zu tun?

Das Verbreitungsverbot gilt ja nicht wegen der Liste, also muß man die auch nicht kennen, sondern ergibt sich aus den entsprechenden Paragraphen des StGB zu den einzelnen Tatbeständen.
 

Wohnst du in DE? Ich kann das Album nicht abspielen: am anfang kam ein hinweis dass es Probleme gibt beim Abspielen. Nun passiert beim abspielversuch einfach garnichts.
 
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  • #18
Uff, ich war über das Wochenende nicht online und hatte mit so vielen Antworten nicht gerechnet. Erstmal: Das ist keine Werbetext (Für was eigentlich? Spotify? Cannibal Corpse?) und zudem meine komplett eigene Kreation, also nix mit c&p :D

@ungesund: Ich wohne in Deutschland und kann das Album mit deutscher IP nicht abspielen (es ist "ausgegraut"). Mit einer anderen IP jedoch auch nicht.
@propaghandi: Es gibt zwei Indizierungslisten. Liste A und Liste B. Auf Liste A kommt alles, was nicht verboten ist, aber nicht beworben werden darf. Liste B ist "beschlagnahmt", der Besitz ist also strafbar. Ich würde gerne ein paar Sachen von der Liste A hören. Zum Beispiel Cannibal Corpse, aber auch (zum Beispiel, keine Werbung) von Haftbefehl.

Es könnte jedoch auch sein, dass das Problem auch nicht an der IP liegt, sondern an den Account gekoppelt ist.
 
[...]Liste B ist "beschlagnahmt", der Besitz ist also strafbar. [...]

Der Besitz von beschlagnahmten Medien ist nicht strafbar, nur die Verbreitung.
Und ja, das gilt auch für diese Band, die als kriminelle Vereinigung eingestuft wurde.

[...][...]Es könnte jedoch auch sein, dass das Problem auch nicht an der IP liegt, sondern an den Account gekoppelt ist.[...]

Scheinbar, denn wie bereits gesagt: ich kann das Album komplett mit deutscher IP abspielen.

Vielleicht hilft dir ja das hier weiter:


Nachtrag: Habe es kurz getestet: Sobald ich die Einstellung für explizite Inhalte deaktiviere, kann ich auch nichts mehr von dem Album abspielen. Also gehe ich mal davon aus, dass du den Haken setzen musst.
 
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  • #20
Okay, weird. Zwei Fragen: Hörst du Spotify mit einem Premiumaccount und, wenn ja, teilst du dir den Account mit jemandem? Also hast du einen Familyaccount?

Ich hab übrigens vor der Erstellung des Threads natürlich gegoogelt und ich bin nicht unbedingt der . Spotify schweigt aber eisern.
 
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