Ich habe irgendwann gelernt das Glück eigentlich ein Dauerzustand ist, sobald meinem Existenz nicht mehr bedroht ist. Man weiss nur einfach vieles nicht zu schätzen. Rückblickend und Aufmerksam betrachtet erlebe ich jeden Tag viele Glücksmomente. Zb wenn meine Meerschweinchen schon vor mir wach sind und hungrig am Gehegerand Männchen machen, wenn man Damen die Tür aufhält und während sie dann vor einem die Treppe hochgeht genießt mann den perfekten Hintern..., beim Stamm-Vietnamesen gibts ein neues Gericht das perfekt zum Sommer passt - irgendwo läuft ein Radio und dein Lieblingslied von vor 15 Jahren läuft...
Es soll nicht herablassend klingen, aber ich wüsste nicht wie ich grad unglücklich sein könnte. Klar habe ich noch unerfüllte Wünsche, aber ich hab eingesehen das die nichts mit meinem Glücklichsein zu tun haben, genauso wie ein paar Problembaustellen die jeder wohl irgendwo hat, einen nicht komplett runterziehen. Früher habe ich mich nur auf das Negative Konzentriert, und heute nur auf das Positive. Ich bewerte heute einfach anders. Zusammengefasst ist es doch so: wir leben - wir sterben. Das dazwischen kann man dann nach eigener Lust und Laune gestalten. Früher dachte ich immer alles muss größer , besser, toller sein - zb Essen im 5 Sterne Restauraunt. Wenn ich heute beim Wandern nach 6 Stunden Marsch meine mitgebrachten Paprikastreifchen und Veggi-Bifi esse und dazu ne Schorle trinke - bin ich der glücklichste Mensch der Welt. Die simpelsten Sachen bescheren mir die intensivsten Glücks-Erfahrungen.