Homöopathie

Ich habe nicht vor Eure Diskussion zu sprengen, die ist nämlich durchaus interessant, aber ich möchte mal kurz eine persönliche Erfahrung einwerfen und die einer befreundeten Mutter kurz darlegen.

Grundsätzlich glaub ich selbst auch nicht wirklich an die Wirkung von Globuli, ich ließ mich aber auf einen Versuch ein.

Ich war vor zig Jahren mal bei einer Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Homöopathie. Weswegen? Ist eigentlich nicht relevant, interessant wird es beim Weiterlesen. Empfohlen wurde sie von meiner damaligen Zahnärztin. Da dachte ich mir naja, mal gucken, aber wenn es eine Ärztin empfiehlt, probiers halt aus.

Im Rahmen des Erstgesprächs (für 50 Euro) erstellte sie ein Gesamtbild über mich. Nichts Aufregendes. Sie machte irgendeinen Magnettest oder sowas wo ich 2 Pole anfassen sollte und eine . Anschließend konnte sie, zeitlich exakt, sämtliche Kinderkrankheiten, sowie und sowie deren Behandlung richtig einordnen.

Da war ich baff! Sie hatte keine Krankenakte und konnte solch detaillierte Aussagen treffen? :unknown:

Eine weitere Behandlung gab es nicht, ich war in der Ausbildung und konnte es mir einfach nicht leisten. Trotzdem blieb mir dieses Erlebnis im Gedächtnis.

Jahre später hatte ich einen Abszess. Zugsalben etc. halfen nichts, ich hatte schon Schiss vorm Aufschneiden beim Chirurgen, da kam sie mir wieder ins Gedächtnis. Ich rief einfach mal an und fragte ob es noch eine Option gäbe. Sie sagte "homöopathisches Messer" und ich solle mir das entsprechende Zeug in der Apotheke holen. Was das genau war, keine Ahnung mehr. Jedenfalls nahm ich die Globuli und nach 3 Tagen war der Abszess offen und verheilte auch ohne ärztliche Maßnahmen wieder rückstandslos.

Dann gibt es noch die Geschichte einer befreundeten Mutter:

Der Junge, knapp 2 Jahre, hatte heftige, quasi am ganzen Körper verteilte Neurodermitis. Keine Salbe half. Allergische Reaktionen (auf Lebensmittel) wurden nicht geprüft, macht man wohl laut Kinderärztin mit frühestens 3 Jahren.

Die Mutter ging jedenfalls zu besagter Heilpraktikerin und diese analysierte das Ganze. Und was riet sie? Nichts tun! Keine Medikamente, keine Globuli. Einfach gar nichts außer abwarten, die Hautkrankheit entstehe laut ihrer Auffassung aufgrund der Tatasache, dass das Kind Aufmerksamkeit wolle. Und siehe da, innerhalb von ein paar Monaten war das Kind vollkommen beschwerdefrei.

Worauf will ich hinaus?

Ich möchte Homöopathie damit weder befürworten noch widerlegen. Auf jeden Fall konnte die Heilpraktikerin a) meine "Krankheitsakte" ohne Vorwissen erstellen und b) einem Kind helfen seine Krankheit zu besiegen. Ganz ohne Globuli!

Vielleicht 2 glückliche Einzelfälle, Zufälle oder was auch immer. Auf jeden Fall möchte ich damit zeigen, dass Heilpraktiker/innen nicht zwangsläufig geldgeile Scharlatane sein müssen.

Just my 2 Cents...
 

Neurodermitis wird generell bei Kindern nicht behandelt.
Das einzige, was man tut ist Hautpflege, da kein vernünftiger Mensch ein Kind mit Cortison voll pumpt.
(ja und eventuell Reizende Stoffe entfernen, wie Polyester, ich weiß)
 


Die kann das auch? Wage ich zu bezweifeln! Vielleicht hat sie einen Zufallstreffer, klar. Aber so detailliert und vor allem richtig? Niemals!
 

1. Irdiologie:
Viele Krankheiten lassen sich mit einem geschulten Blick ins Auge Erkennen:
Das fängt an von Gelbfärbung, die auf Nierenprobleme Hindeutet, bis Verklumpungen im Augenwasser, die auf Eiweiße und damit auf Entzündungen hindeuten.
Deswegen passiert es auch häufiger mal, dass einen der Augenarzt zum Internisten überweist.

Das Auge ist ziemlich praktisch aufgebaut um Symptome früh zu erkennen.
Du hast eine Druckempfindliche Kammer, die mit Gewebeflüssigkeit und Kapillaren gefüllt ist und mit großen Nerven am Gehirn angeschlossen ist.

Du wirst Lachen, Ärzte wissen das Auch.
Augenzeichen Geben allerdings allein stehend keine gesicherte Diagnose.
Deswegen nehmen sie meist Proben um die Diagnose abzusichern.

Das spielt in der gleichen Liga wie die

2. Phimose und Leistenbruch sind nun nicht grade die Seltenheit bei Kindern.
90% Der Jungen hat eine Phimose, die sich meist entweder selber beseitigt, häufiger aber durch ein bisschen gröberes Zurückziehen der Vorhaut behoben wird.
Immerhin haben auch noch 10% der 14 Jährigen eine Phimose (der Rest hat sich entweder verwachsen, verwichst oder wurde nicht chirurgisch behoben)

3. Leistenbruch quasi das Selbe. Lass mich raten, er war auf der Rechten Seite?
Das sind die beiden häufigsten bei Jungen auftretenden Vorfälle, hat sie auch nach Hodenhochstand gefragt? Das wäre nämlich der 3. im Bunde.

Das aus statistischer Perspektive nun nicht besonders beeindrucken, schöner wäre es, wenn sie etwas seltenes Diagnostiziert hätte, dass sich auch in den Augen nicht zeigt.

4. Neurodermitis.
Neurodermitis wird nicht besiegt. Das ist keine Krankheit in dem Sinne, es ist eine Überreaktion der Haut.
Die ist wie herpes Stress sensitiv.
Wenn ein Kind Neurodermitis hat, wird in der Regel geraten den Stress zu minimieren und Stoffe aus reizenden Fasern zu vermeiden (Polyester).
Du kannst deinem Kind natürlich auch die volle Dröhnung Immunsuppressiver und Cortison geben, da würde ich allerdings an deinem Verstand zweifeln..

Das einzige was also bemerkenswertes überbleibt ist der Abszess:
Weißt du noch, was genau du dort bekommen/genommen hast. Bzw. In welchem Stadium sich der Abszess befunden hat?
 
Die kann das auch? Wage ich zu bezweifeln! Vielleicht hat sie einen Zufallstreffer, klar. Aber so detailliert und vor allem richtig? Niemals!

Kommt ganz drauf an, wie alt Du bist. In bestimmten Altersgruppen und/oder bestimmten Landstrichen kann dir jeder Trottel ohne irgendeine Diagnose am Telefon (!) sagen, was für Kinderkrankheiten Du gehabt hast.
 
Dann kommt noch das ganze Feld der Spontanheilungen, auch von Krebs, dazu. Ohne Medizin, ohne Globuli oder ähnliches. Und diese sind nachgewiesen und amtlich bestätigt. Der Volksmund sagt dazu, der Glaube versetzt Berge. Und so ist das auch. Der menschliche Körper ist zu Leistungen fähig, die sich ein normal polytechnisch gebildeter Mitteleuropäer nicht vorstellen kann. Schaut mal beispielsweise auf die Shaolin-Mönche oder ähnliche Kampfünstler. Die "überreden" ihren Körper zu Leistungen die bei einem "normalen" Menschen das sofortige Ableben zur Folge hätten.
Ich will aber nicht zu weit abschweifen. Eigentlich wollte ich damit nur sagen dass das alles eine Frage der Einstellung ist. Wenn ich glaube, dass mir das Zuckerpillchen hilft, dann wird das in vielen Fällen auch helfen. Womit wir wieder bei der Homöopathie sind. Diese funktioniert nur, weil die Menschen es glauben, das die Mittel helfen, ja manche geradezu felsenfest davon überzeugt sind. Eine chemisch/biologische Wechselwirkung tritt durch die Mittel nicht ein, aber eine geistige. Von daher hat der Volksmund schon wieder Recht.
 
Meine Erfahrungen mit Homöopathie (zwei an der Zahl):

1. Nach einer starken Nebenhöhlenentzündung war meine Nasenschleimhaut komplett zerstört. Also große Schwierigkeiten beim Atmen, entsprechende Schlafprobleme und gelegentliches Bluten. Mein HNO hat mich nach Hause geschickt mit der Aussage "das wird schon". Damals hatte ich die Schnauze heftig voll, bin also zu einer Heilpraktikerin gegangen. Die hat mir nach ihrem ganzen Voodoo ein paar Salben und Tropfen gegeben, die ich über Monate benutzt hab. 3-4 Monate später hat sich das Ganze langsam gelegt, leichte Probleme habe ich aber heute noch damit:

FAZIT: Naja, eher nich so.

2. Während meiner obigen Behandlung habe ich mir zusätzlich eine Mandelentzündung eingefangen. Dagegen hat mir besagte Dame ein kleines Fläschchen gegeben, von dem ich am Tag 3x6 Tropfen nehmen sollte. Am nächsten Morgen (nach 18 Tropfen) waren Schmerzen und Schwellung KOMPLETT weg. Wer schonmal eine fette Mandelentzündung hatte weiß, dass sowas auch gerne mal einen Tag länger dauert.

FAZIT: Unglaublich schnelle und "wundersame" Heilung, war zugegeben ziemlich verblüfft davon.


Insgesamt habe ich eine etwas gespaltene Haltung zum Thema Homöopathie/Heilpraktiker. Tendenziell würde ich es immer noch vorziehen, mich von Schulmedizinern behandeln zu lassen. Einfach weil ich ein eher wissenschaftlich geprägter Typ bin. Aber wer weiß, ob sich das nicht nochmal dreht..
 


Danke für Deinen Beitrag aber der Bezug zu Homöopathie wird nicht klar und ist wahrscheinlich nicht vorhanden.
 
@Daimonos: Homöopathie ist (wobei man Kapitns Beitrag beachten sollte) ein wunderbares Feld für Narrative mit . Viele Menschen kennen aus erster oder zweiter Hand irgendwelche positiven Stories aus dem Bereich. Ich hab auch erlebt wie ein Kumpel vor Jahren mal nen Cherry-Tomaten großen Tumor/Geschwür/Verwuchs am Daumen hatte und den ausschließlich in Zusammenarbeit mit nem Heilpraktiker hat verschwinden lassen. Das überzeugt mich trotzdem noch nicht.

Worauf ich hinaus will - ich vertraue da lieber ordentlich durchgeführten Studien.
 
Besonders viele Homöopathie-Befürworter konnte ich in diesem Faden bisher nicht entdecken. Eher recht differenzierte Meinungen. Genau deswegen mag ich dieses Board so.
 


Na, toll. Jetzt hast Du mich neugierig gemacht. Homöopathie bedeutet doch, daß man mit dem, was das gleiche Leiden erzeugt, behandelt.
Mit welchem Stoff erzeugt man denn Läuse- oder Schneckenbefall? Mal schauen.
 
Wenn man umgekehrt klopft verursacht man das Gegenteil.

Also nimmt man ein handelsübliches Insektizid, verdünnt das bis zur Wirkungslosigkeit, und wendet es beim Klopfen regelmäßig. Dann weiss das Insektizid und das Wasser nicht mehr was es eigentlich tun sollte und erweckt Läuse zum Leben anstatt sie zu töten. Aufgrund der geringen Dosis wird nur eine Laus wiederbelebt und daraus entsteht dann der Kult der Osterlaus. Dieser Kult der Osterlaus führt dann einen heiligen Kreuzzug der Nächstenliebe und tötet alle Ungläubigen Läuse. Im annschließenden Fastenmonat, nicht-Ramadan wird die Osterlaus dann gekreuzigt wegen Gotteslästerung. Noch Jahrhunderte später spielen dann Millionen von Insekten verrückt weil Läuse die Osterlaus gekillt haben.

Deswegen schmeckt Wasser übrigens auch nicht nach Pisse und verwesenden Meerestieren. Das wird alles auf natürlichem Wege durch Wasserfälle rausgeklopft. Deswegen gibts heute so viele Allergien. Die Leute trinken kein natürlich gereinigtes Wasser mehr. Genau deswegen sind alle Männer Vergewaltiger, es werden zu viele weibliche Hormone ins Grundwasser gebracht die ja wie wir Wissen Nächstenliebe und Moral verursachen aber durch die technisch umgekehrte Wirkung wird die Welt böse.

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Ahhh, wer schändet den hier Leichen?



Apotheken dürfen laut einem bahnbrechenden deutschen Urteil Homöopathie-Präparate nicht mit Inhaltsstoffen bewerben, die nicht nachweisbar sind

Unter der Annahme das es nicht gleich nochmal von der nächsten Instanz kassiert wird,
ist das ein schwerer Schlag für die magischen Zuckerkugeln.
Zwar ist Homöopathie damit noch nicht aus Apotheken raus, aber zumindest dürfen sie kein $Wirkstoff oder $Inhalt mehr drauf schreiben,
wo keiner drin ist.
 
Schreiben sie halt "Produkt aus homöopathisch verarbeitetem XY". Aber gut finde ich das Urteil und den Gedanken dahinter schon.
 


Das kann ja nicht kassiert werden, da es ein Anerkennungsurteil ist. Die Apotheke hat während der Verhandlung die Position der Gegenpartei akzeptiert.
Das ist ja nur ein Einzelurteil und bezieht wohl möglich auch nicht auf alle Präparate, sonder nur auf welche mit HCG Hormon.Keine Ahnung, warum das bahnbrechend sein soll.
Was da jetzt im Urteil drinsteht, ist unbekannt.
Es geht ja auch nur um Werbung. Vermutlich darf man das nicht einfach als HCG C30 Globuli bezeichnen.
Da könnte der Kunde denken, daß das Hormon enthalten ist.

Dann muß man das halt z.B. als "Hormonfreie Globuli – hergestellt aus HCG C30 im Bioresonanzverfahren (radionisch/bioenergetisch)" verkaufen.
 
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