HDD -> SSD komplettes System + Windows

MingsPing

NGBler
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15 Juli 2013
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341
Hallo

Hab mir für meinen Laptop endlich eine SSD Festplatte bestellt (250 GB).
Jetzt möchte ich aber nicht nochmal alles neuinstallieren, sondern das komplette System rüberschieben.
Eine Schwierigkeit ist noch, dass ich ein Dualboot-System habe, Linux (Arch) und Windows 7.
Folgende Festplattenaufteilung (Partitionen) derzeit:
HDD 500GB
100GB ext4 /
100GB ext4 /home
300GB NTFS Windows

Da ich von einer großen auf eine kleine Festplatte übertrage, ist klonen nicht möglich.
Ich möchte es deshalb mit diesem Befehl:
[src=powershell]rsync -aAXv /* /path/to/backup/folder --exclude={/dev/*,/proc/*,/sys/*,/tmp/*,/run/*,/mnt/*,/media/*,/lost+found}[/src]aus der machen. Ich werde die SSD per USB anschließen (zuvor natürlich partitionieren, 125GB ext4 / und 125GB NTFS Win), mounten, und das Zielverzeichnis dementsprechend abändern.
Nun frage ich mich: kann ich denselben Befehl auch für die Windows-Partition verwenden?
Nach dem Kopieren "chroote" ich mich in das auf der SSD befindende System und führe grub-install aus, sodass der bootmanager wieder mitmacht.
Ist das soweit alles richtig, bzw. durchführbar? Sinnvoll? Andere Vorschläge?

Viele Grüße
MingsPing

(klar werde ich davor auf eine ganz andere Festplatte wichtige Dateien sichern)
 
Also erst mal ist das rsync nicht unbedingt notwendig. Einfacherer (und vermutlich sicherer):
  • Live-Linux von USB booten
  • Quelle (hdd) mounten
  • Ziel (ssd) mounten
Code:
Expand Collapse Copy
cd /mnt/quelle
cp -a * /mnt/ziel

Den Grub musst du neu schreiben. Aufpassen musst du mit der fstab. Wenn die Paritionen über die UUIDs angegeben sind, musst du die natürlich ändern.

Windows:
Da geht das Kopieren selbstverständlich nicht so einfach. Bei XP war's mal so, dass das nach dem Kopieren nur bis kurz vorm Desktop bootet. Wird bei Win7 nicht anders sein. Entweder du nimmst da irgendein Backup-Programm, oder du installierst Windows neu.
 
rsync hat bei großen Datenmengen aber den Vorteil, dass im Falle eines Abbruchs nicht wieder von vorn angefangen wird, wie das bei cp der Fall wäre.

Allerdings kann ich das mit Windows nicht nachvollziehen. Inwiefern sollte das denn Probleme machen? Er tauscht ja nur die Festplatte aus.
 
rsync hat bei großen Datenmengen aber den Vorteil, dass im Falle eines Abbruchs nicht wieder von vorn angefangen wird, wie das bei cp der Fall wäre.
Inwiefern sollte es einen Abbruch geben? Ist ansich auch egal. Was ich grundlegend rüberbringen wollte: Setzt man ein Live-Linux zum Kopieren ein, braucht man sich nicht um die virtuellen Verzeichnisse (proc, dev) zu kümmern.

Allerdings kann ich das mit Windows nicht nachvollziehen. Inwiefern sollte das denn Probleme machen? Er tauscht ja nur die Festplatte aus.
Windows speichert einerseits die Partitionsnummer der Windows-Installation irgendwo in der Registry. Das muss angepasst werden.

Eine "kurze" Anleitung hab ich auf die Schnelle per Google gefunden. Hab aber nicht alles durchgelesen:


Ich würde ja provokativ dazu raten, das Windows bei der Gelegenheit gleich ganz wegzulassen. :beer:
 
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  • #5
Hi ihr zwei,

Danke für eure Antworten.
Ich hatte schon befürchtet, dass Windows da eventuell rumzicken könnte. Danke für den Rat, aber ich möchte das Windows noch drauf lassen.

Ich versuche es einfach mal mit rsync alles rüberzukopieren, und sehe dann ja ob, das Windows noch hochfährt oder nicht. Wenn nicht, benutze ich so ein Tool.
Die Idee, dazu ein Live-Linux zu benutzen, ist gut. Das werde ich tun. Spezielle Empfehlung?

Morgen kommt die Platte. Werde nach erfolgreichem Umbau berichten.

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hab für solche Zwecke ein arch aufm stick das ich gelegentlich aktualisiere ansonsten würd ich empfehlen.
 
Also ich hatte beim Windows umziehen das Problem dass es danach dauern Bluecreens gab wenn der SATA-Controller auf AHCI (oder wie hieß das noch mal?) stand. Neuinstallation hat dann geholfen...
 
Gut zu wissen, danke. Das hätte mir ne Neuinstallation erspart. Aber okay, ein frisches System ist auch etwas :)
 
Btw. Windows per rsync kann nicht funktionieren, da du damit die Windows-Dateirechte verlierst. Linux kann die Windowsrechte von NTFS nicht verarbeiten.
 
Nabend,

ich hätte in dem Fall erst die Windowspartition von Windows aus auf die neue Größe verkleinert und anschließend die Linux-Partitionen per Live-Linux und gparted. Eventuell auch beides per gparted. Anschließend eins-zu-eins klonen mit "dd" und nochmal gparted drüberschauen lassen und Fehler beheben lassen.

Gruß,
ckn
 
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  • #12
Hi

sorry, hatte mich ewig nicht zurück gemeldet, da ich Windows bis jetzt einfach nie gebraucht hatte (und es bisher nicht wieder hergestellt habe).
Jetzt habe ich es aber gemacht (obwohl ich Win7 immer noch nicht benutze).

Es ging alles ganz reibungslos. Habe zunächst Windows7 mit irgend einem Tool auf die SSD rübergezogen.
Dann mit dem rsync-Befehl Arch Linux. Daraufhin mit grub-install etc. den Bootmanager wieder installiert und Arch hat wieder wie gewohnt funktioniert. Obwohl ich mit diesem Tool das Windows kopiert habe, startete es nicht. Hat mich aber nicht gestört. Jetzt wollte ich es doch wieder mal zum Laufen bringen und das ging genau so leicht, einfach Win7 USB-Stick rein, Reparaturmodus-Kommandozeile, fixmbr etc. und läuft. Danach dann wieder grub-install und beides geht.

Eine Kleinigkeit hatte ich anfangs nicht beachtet, die mich ein wenig Zeit gekostet hat: Hatte beim erstellen der Partitionen (via fdisk) vergessen, die Arch-Linux Partition 'bootable' zu setzen und mich ne Weile gewundert, wieso denn nicht gestartet wird :-)

Viele Grüße
MingsPing
 
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