Es soll ja auch nicht den armen Griechen geschenkt werden sondern zur Sanierung des Staatshaushaltes etc. dienen.
Das ist so nicht ganz richtig.
Unsere Bundesregierung hat ja seit neustem angefangen und vergibt auf eigene Faust kleinere Kredite an Kleinunternehmer, sowie Mittelständler in Griechenland, da sich die Banken im Land dazu irgendwie nicht im Stande sehen... ( Obwohl größere Teile der Hilfstrancen eigentlich dafür vorgesehen waren! ). Die Idee finde ich eigentlich nicht schlecht, jedoch kommt sie viel zu spät und viel zu zaghaft. Der Effekt ist auf jeden Fall höher als das korrupte Gematsche der ortsansässigen Regierung. Der Effekt solcher Hilfsmaßnahmen wird sicherlich nur von kurzer Dauer sein, wie bei uns mit der Abwrackprämie, die auch teilweise großzügig von der Oberschicht in Anspruch genommen wurde, um ihre Dienstwagenflotte zu erneuern...
Es sind elementare Probleme mit denen Griechenland zu kämpfen hat, ein fehlendes und bissiges Katasteramt, nicht funktionierende Steuerbehörden, ein total überblähter Staatsapparat mit Beamten die Bonis für Dinge wie Pünktlichkeit oder die Fähigkeit besitzen einen Computer bedienen zu können bekommen, Korruption und Vetternwirtschaft soweit das Auge reicht. Solange es in Gebieten wo vielleicht 250 Bäume stehen 50 Förster gibt oder Bürgerbüros in Kleinstädten teilweise 5 mal so stark besetzt sind, wie bei uns Büros in Großstädten wird das alles ein böses Ende nehmen. Richtig interessant wird es bald, wenn der ganze Staatsapparat altert und die ersten 25% der vor einigen Jahren eingestellten Beamten ihre Pensionen kassieren!
Der letzte Ausweg wäre jetzt in meinen Augen ein total krasser Einschnitt und gleichzeitig ein Umbau der Staatsstruktur besonders im Steuerwesen. Es müssten massenhaft Entlassungen getätigt werden und die noch vorhandenen Beamten müssten umgeschult und weitergebildet werden, damit ein funktionierendes Steuersystem installiert werden kann. Hier wäre es nicht verkehrt und von Vorteil, wenn man zu Spitzenzeiten mehr Personal bereithält, um die Steuereinnahmen zu sichern. Denn dieses Geflecht wie es momentan in Griechenland existiert ist für die Währung, als auch für das Bündnis der anderen Länder wie ein Krebsgeschwür, was sich wenn man es nicht schnellstmöglich effektiv bekämpft verbreiten wird wie ein Lauffeuer. Wenn dieser Kuschelkurs noch weiter geduldet wird, wird diese Mentalität eventuell auch auf andere Länder überspringen und zu einer breiteren Akzeptanz führen. Solange ein Partner immer wieder neue Scheine anfordert und die Geberländer dem auch nachgeben und neue drucken, wird der Euro bald nur noch ein Ramschniveau besitzen!
Man sollte in meinen Augen der griechischen Regierung demnächst knallharte Ansagen machen, einen Rettungsschirm sicherlich, jedoch nur für humanitäre Güter wie Nahrung und Medikamente zur Versorgung der zivilen ärmeren Bevölkerung. Ein letztes Hilfsprogramm in Form von Geldleistungen und dann ist Schluss. Dann wird sich zeigen, ob das Volk genug Bildung und Durchsetzungsvermögen besitzt um im eigenen Land auf zu räumen. Dann beobachtet man den ganzen Verlauf die nächsten 2-3 Jahre und kann sich dann wieder an einen Tisch setzen, wenn sichtbare Erfolge erzielt wurden.