Geplante Kaufprämie für Autos

Die SPD hat sich massiv gegen die Prämie für Verbrenner ausgesprochen.
Dafür wird die Prämie für E-Autos (bis zum Preis von 40.000€) auf 6.000€ angehoben.
Von der Infrastruktur, die für E-Autos erforderlich ist, ist irgendwie keine Rede :dozey:

Da bis Dezember die Mehrwertsteuer auf 16% gesenkt wird, kann der *normale* Neuautokäufer aber auch etwas profitieren.
 
2,5 Milliarden für das Ladenetz und Förderung/Forschung für Batteriezellfertigung, wobei letzteres ja nicht besonders umweltfreundlich ist im Gegenteil. Von Wasserstoffantrieb keine rede, schade. Wird bei uns hergestellt und Tankstellen dafür ebenfalls vorhanden, den GLC F-Cell gibt es leider nur zur Miete für ausgewählte.
 
Der Wunsch von Scholz, dass die Firmen die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weiter geben und nicht selbst einstecken, ist ein bisschen realitätsfern muss ich sagen. Das mit den freiwilligen Verpflichtungen an die Industrie hat in der Vergangenheit ja immer hervorragend geklappt. Letztens ja erst bei der Senkung der MwSt auf Damenhygieneprodukte.

Der Wegfall der Kaufprämie für Autos hat mich echt positiv überrascht. Ich bin immer noch ein bisschen ungläubig. Ist aber eine gute Entscheidung die da getroffen worden ist.
 
Bei der Finanzkrise 08/09 gab es in UK temporäre Mehrwertsteuersenkung, wobei Unternehmen zu 75% diese an Konsumenten weitergegeben haben.

Woran ich eher gedacht hatte, war sich die jetzigen Preise zu merken und bei Produkten, die jetzt billiger werden zu schauen, was die kosten, wenn wieder die alte Steuer gilt. ;)

Wenn sich jetzt ein Preia nicht ändert, merkt das der Kunde leicht, aber wenn der Preis eh wieder steigt wahrscheinlich nicht so leicht, wenn er dann über dem alten Niveau liegt.
 
Dann beginnt erst mal das große Preise ändern.
Je nach Geschäftsgröße und Artikelanzahl kann das eine ganze Weile dauern.:coffee:
 


Wieso das denn? Die Nettopreise bleiben doch gleich, wenn die Senkung an die Kunde weitergegeben wird. Die müssen doch nur 1 oder maximal 2 Steuersatzwerte ändern.
 
Liegt daran das in Läden wie Netto, Aldi, Lidl.... Bruttopreise an den Regalen hängen.
Nettopreise findest nur im Großhandel wie Metro.

Was gibt es da nicht zu verstehen?
 
Da hast Du vollkommen recht. An die Warenauszeichnung habe ich gar nicht gedacht. Gewohnheitsmäßig habe ich nur an DBs und Kassensysteme gedacht.
 
Von Wasserstoffantrieb keine rede, schade
Wasserstoffantrieb (ist/war?) der Traum deutscher Politiker, weil
  • die eigene Industrie BEVs verschlafen hat
  • Wasserstoff wie Benzin/Diesel nur an Tankstellen erhältlich wäre und deshalb beliebig besteuert werden kann

Der Wirkungsgrad von Wasserstofffahrzeugen ist miserabel, <30%.
Es wird ständig behauptet es gäbe zu wenig Strom für BEVs - aber 3x so viel Strom für Wasserstoff hätten wir dann?
 
ist ein schöner Twitter-Thread von Ende 2019 wo man ein paar Einblicke in die Freuden als Wasserstofffahrer bekommen kann. In dem Fall aus Kalifornien, wo die Zahl an Wasserstofffahrzeugen recht hoch ist aufgrund der strengen Umweltbestimmungen in diesem Bundesstaat. Lange Schlangen an den wenigen Tankstellen, leere Tankstellen und lange Wartezeiten an der Zapfsäule, da nach jedem 2-3 Fahrzeug die Zapfanlage dermaßen eingefroren ist, dass diese erst mal auftauen muss.
 
Es wird einfach ständig übersehen dass
  • die meisten Fahrzeuge pro Tag <50km zurücklegen und >20 Stunden stehen
  • es in jedem Haus Strom gibt und man selbst mit einer "normalen Steckdose" beim BEV pro Stunde 15-25km nachladen kann
  • bei Bedarf mit Drehstrom 3 (11KW, Leistungsaufnahme eines normalen E-Herds) bis 6 mal (3x32A) schneller geladen werden kann.
Damit ist der Ladebedarf der überwiegenden Mehrheit der Fahrzeuge abgedeckt.

Für Vielfahrer gibt es mittlerweile Fahrzeuge mit bis zu 100KWh und/oder Schnelllader bis zu 350KW - riesige Akkus brauchen eigentlich nur Fahrer die sich unbedingt einbilden >=500km ohne Pause fahren zu müssen.
Eine Schnellladung dauert auch nicht mehrere Stunden sondern 20 Minuten.


Zusammengefasst löst Wasserstoff ein Problem dass es gar nicht mehr gibt.
Als stationärer Energiespeicher im großen Maßstab kann man natürlich weiter darüber nachdenken. Da Entfallen dann auch viele Probleme die beim FCEV bestehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wird aber auch Gerne Übersehen, welche Schadstoffe und Belastungen bei der Herstellung gängiger E-Auto Akkumulatoren Entstehen. Abbau / Gewinnung der Rohstoffe etc.
Da wird Gerne von Umweltfreundlich geredet, aber bis das Fertige Auto soweit ist, vergeht viel CO2.

Da ist ein Wasserstoff Motor schon eine bessere Alternative.
 
Jaja, wir kennen alle die Schwedenstudie und deren Interpretation durch den ADAC.
Der Stromverbrauch bei Tesla (der dort aus Photovoltaik gedeckt wird), multipliziert mit Polens Strommix aus überwiegend Braunkohle ergibt fette Zahlen um BEVs niederzuschreiben.

Dazu vergessen wir noch die unangenehmen Fakten der Ölförderung, zB wird der Energiebedarf von Ölförderung, -raffinierung und -Transport prinzipiell ignoriert, so als würde der Benzin fertig raffiniert in den Lagertanks der Tankstellen "spawnen", und das ist nur der gewünschte Ablauf ohne Katastrophen wie Deepwater Horizon.

Und natürlich setzt die Produktion von anderen Fahrzeugen gar kein CO2 frei, Dieselmotoren wachsen schließlich auf Bäumen :)

Edit: Und dann ist da noch das Verbesserungspotential stationärer Produktionsanlagen, bei denen Gewicht und Volumen beinahe irrelevant ist, verglichen mit mobilen Fahrzeugen
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wird einfach ständig übersehen dass
  • die meisten Fahrzeuge pro Tag <50km zurücklegen und >20 Stunden stehen
  • es in jedem Haus Strom gibt und man selbst mit einer "normalen Steckdose" beim BEV pro Stunde 15-25km nachladen kann
  • bei Bedarf mit Drehstrom 3 (11KW, Leistungsaufnahme eines normalen E-Herds) bis 6 mal (3x32A) schneller geladen werden kann.
Damit ist der Ladebedarf der überwiegenden Mehrheit der Fahrzeuge abgedeckt.
Und was machen die Menschen in der Stadt? Ich kann schlecht ein Kabel über die Straße zu meinem Auto legen. Bzw. bräuchte man da ja tausende Ladestationen... ich hab hier in der Umgebung (Radius 500m) zwei Ladestationen. Aber es stehen im selben Radius 10.000 Autos :D

PS: Wegen der Mehrwertsteuer Senkung, ich Wette da ändert keiner Gro0 die Preise. Die Endkunden zahlen dann das Selbe und die Firmen verdienen mehr daran. Als ob ein Supermark jetzt wegen 5 Cent bei den Artikeln alles neu Auszeichnen würde... Kenne ein Paar Leute die relativ Große Shops (online) betreiben, die lassen auch alles so wie es ist weil es einfach zu aufwändig ist. Und ja, ich kaufe ja trotzdem weiterhin Wurst, Käse und Brot, groß eine Wahl habe ich ja eh nicht wenn ich essen will :D
 
Und was machen die Menschen in der Stadt? Ich kann schlecht ein Kabel über die Straße zu meinem Auto legen. Bzw. bräuchte man da ja tausende Ladestationen...
Viele Städte haben bereits tausende Ladestationen.


ich hab hier in der Umgebung (Radius 500m) zwei Ladestationen. Aber es stehen im selben Radius 10.000 Autos :D
Und wie oft sind die beiden voll besetzt? Wenn das manchmal vorkommt wird man ihre Anzahl erhöhen.
 
ist immer noch mein Favorit. Laternen stehen hier in Hausnähe mehr als Ladestationen ;)

Aber erst mal muss man ja dieses Datteln 4 finanzieren und witzigerweise behaupten, dass BER und S21 fertig seien :dozey:
 
Laternen gibt es sicher genug. Aber wie sieht das mit seltenen Erden, Lithium, Kobalt, Germanium, Platinmetalle, Gallium und was es da sonst noch so Verwendung findet, aus, für Milliarden Autos?
 
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