Geld weg von der Bank und anlegen?

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Ich muss sagen, dass ich phasenweise selbst zu Hochzinszeiten öfter Geld in materielle Werte angelegt habe.
Ein paar Jahre waren es Zinnfiguren.
Ein paar Jahre später Kupferstiche.
Und als letztes Art Brut.

Mittlerweile glaub ich das hat es alles nicht so gebracht. Bin da momentan mit den Anlagen eher im Minus denke ich, auch wenn ich jetzt nie genau nachrechne. Wirklich Hoffnung hab ich eigentlich nur bei einigen Art Brut Bildern, dass die vielleicht mal echte "Juwele" werden könnten.
Ansonsten hab ich es eher vermasselt, zumindest kann ich mir derzeit irgendwie nicht vorstellen, dass Kupferstiche oder Zinnfiguren in 10 Jahren der letzte Schrei sein werden. Keine Ahnung wieso ich das damals dachte. :m
 
Das Ganze ist im Gegensatz zu Aktien aber risikoarm. Zu viele Bekannte haben damit in letzter Zeit Geld kaputt gemacht.
Das hat meiner Meinung nach folgende Ursachen:
  • Börseneinsteiger kaufen dann, wenn sie seit Wochen mitbekommen wie sehr die Börsen steigen "Das versuche ich auch mal" - also vermutlich irgendwo nahe Höchstwert.
  • Sie erwarten Höchstgewinne in kürzester Zeit - dabei sind Aktien eine langfristige Anlage und zocken sollte man als Anfänger wirklich nicht.
  • Daraus folgt: Kursverluste werden als Geldverluste betrachtet, dabei bleiben sie ohne Folgen solange man sie nicht realisiert...
    Eine goldene Regel des Aktienhandels besagt: Man legt kein Geld an der Börse an, dass man kurzfristig brauchen könnte.
  • Anfänger übersehen, dass die Dividenden der Aktie meist wesentlich höher sind als die Zinsen auf ihren gewohnten Sparbüchern.
  • Anfänger übersehen, dass Aktien als langfristige Anlage Inflationsgeschützt sind, da man hier kein Geld besitzt sondern Unternehmensanteile - wird das Geld entwertet und der Unternehmenswert bleibt gleich, ist es logischer Weise mehr Geld wert...
 
Sehe ich auch so. Gerade wenn man sich an Indizes wie MSCI World oder klassisch am DAX Orientiert kann man mittel- bis langfristig wenig falsch machen. Wie der Geier ausgeführt hat, so denn das Unternehmen nicht pleite geht ist selbst eine Finanzkrise nach ein paar Jahren wieder überwunden. Wenn man noch vernünftig diversifiziert und auch nach Dividende anlegt, solle nicht viel schief gehen können.
 
Nun ja, das sind jetzt nicht irgendwelche Berufseinsteiger die da 2,5K € mal aus Spaß investiert haben, das hatte imho schon Hand und Fuß, ging aber auch um mehr Geld. Ich mein bei 2,5k € lohnt es sich doch eh nicht, da kauf ich mir lieber was feines von und erfreue mich daran. Um Geld zu vermehren sprechen wir hier eher um 10k. Darum wäre es mir auch echt zu anstrengend. Du musst ja andauernd den Mark beobachten, passiert irgend einen Scheisse wie der IS begeht einen Anschlag hier oder da, hast du evtl Pech und deine Aktie bzw. ein Anteil den du eben hast, fällt um einiges ab. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst ist die eventuelle Ausschüttung halt auch dementsprechend gering.

Am besten ist es darum eh sich davon z.B. ne Immobilie👎 zu kaufen, und wenn es nur ein Parkplatz/Parkplätze ist. Ok, wenn der Wohnort halt gefragt ist. Habe auch schon nach Tiefgaragen-Stellplätzen geschaut. Da kostet einer halt 7,5k, dafür bekomme ich wenn es gut läuft 150€ im Monat Miete. Hab ich keinen Bock mehr drauf verkauf ich den ohne Verlust wieder. Für den Rest finde ich die 0,07% auf jeden Fall besser als nix. Und man muss sich halt keinen Stress machen.

Aktien sind einfach unglaublich anstrengend.
 
Börseneinsteiger kaufen dann, wenn sie seit Wochen mitbekommen wie sehr die Börsen steigen "Das versuche ich auch mal" - also vermutlich irgendwo nahe Höchstwert.
Wahre Aussage - falsch ausgedrückt:

Konkretes Praxisbeispiel:
Die Beraterin der Commerzbank rief meinen Vater vor ein paar Monaten an, ob er denn nicht in ein paar Aktienfonds investieren möge und nannte dabei die Kurssteigerungen der vergangenen 2 Jahre. Das war zu dem Zeitpunkt, als der DAX über 11.000 Punkte notierte.

Grundsätzlich hab ich selbst schon beobachtet, dass Wertpapierberater und Aktienanalysten mit zunehmender Vehemenz und Lautstärke zum Investment in Aktien raten, je höher der Index steigt. Befindet sich der Aktienmarkt so ziemlich am Ende eines Crashs raten dieselben Leute dann entschieden zum Ausstieg aus den Aktien und zum Einstieg in Rentenpapiere. Verlust ist also garantiert.

Ich hatte mal vor vielen Jahren eine Banklehre absolviert. In der Wertpapierschulung meinte damals der Abteilungschef: Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Wertpapierberater absolut keine Ahnung haben. Hätten sie welche, würden sie nicht versuchen, Dir irgendwelche Anlagen anzudrehen sondern in ihrem Schloss an der Code Azure das Leben genießen.


Eine goldene Regel des Aktienhandels besagt: Man legt kein Geld an der Börse an, dass man kurzfristig brauchen könnte.
[*]Anfänger übersehen, dass die Dividenden der Aktie meist wesentlich höher sind als die Zinsen auf ihren gewohnten Sparbüchern.
[*]Anfänger übersehen, dass Aktien als langfristige Anlage Inflationsgeschützt sind, da man hier kein Geld besitzt sondern Unternehmensanteile - wird das Geld entwertet und der Unternehmenswert bleibt gleich, ist es logischer Weise mehr Geld wert...
Der Neue Markt und die Telekom-Aktie hat vor ca. 15 Jahren bei vielen Leuten für eine gewisse Ernüchterung gesorgt.

Man legt kein Geld an der Börse an, dass man kurzfristig brauchen könnte.
Oder anders ausgedrückt: (Nicht realisierte) Verluste aussitzen, die man aufgrund der o.g. Beratung gemacht hat.

Dividenden meist höher als Zinsen:
Es gibt durchaus auch Unternehmen, die gar keine Dividende zahlen.

Aktien als langfristige Anlage Inflationsgeschützt:
Unternehmen können aber auch pleite gehen: ,
oder interessante Entwicklungen hinlegen:
(man klicke auf die 3-Jahres-Ansicht)

Ich bin mittlerweile zu der Meinung gekommen:
  • Aktien: nur langfristig, wenn man mind. 20k€ zur Verfügung hat, die man nicht braucht.
  • Anstatt in Aktien eventuell eher in Indexzertifikate investieren, um das Risiko zu senken.
  • Sukzessive anfangen zu kaufen, wenn der letzte Analyst zum Verkauf/Ausstieg drängt. Beginnen zu verkaufen, wenn der letzte Analyst zum Kauf/Einstieg rät. Damit sollte sich ein Trading-Zeitraum von 3-5 Jahren ergeben.

Momentan fehlt mir die Kohle dafür. Und der DAX steht ebenfalls an einem Punkt, wo ich keine klare Richtung - weder nach oben noch nach unten seh. Also momentan für mich als Laien definitiv kein Einstiegspunkt (Für Ausstieg wär's schon zu spät gewesen. Der war oben beim Praxisbeispiel).
 
Ich hatte mal vor vielen Jahren eine Banklehre absolviert. In der Wertpapierschulung meinte damals der Abteilungschef: Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Wertpapierberater absolut keine Ahnung haben. Hätten sie welche, würden sie nicht versuchen, Dir irgendwelche Anlagen anzudrehen sondern in ihrem Schloss an der Code Azure das Leben genießen.
Schon richtig, ABER: Es gibt auch Privatbanken, bei denen nicht jeder Hanswurst der weiß was ein Index ist Kunden beraten darf - die nehmen allerdings auch keine Kunden die ein paar 100€ anlegen wollen, ab etwa 50K ist man dabei.

Man legt kein Geld an der Börse an, dass man kurzfristig brauchen könnte.
Oder anders ausgedrückt: (Nicht realisierte) Verluste aussitzen, die man aufgrund der o.g. Beratung gemacht hat.
Was du da oben beschreibst kann man kaum aussitzen, aber:
Wenn man eine Aktie mit Kurs 80 kauft und sie fällt 2 Tage später auf 75, dann darf ich keinen Panikverkauf machen wenn ein langfristiges Kursziel von 120 realistisch ist -> der Panikverkauf wäre ein typischer Anfängerfehler.
(Einige Kenner wissen nun vermutlich auch welche Aktie mir gerade als Beispiel diente :) )
BMW

Dividenden meist höher als Zinsen:
Es gibt durchaus auch Unternehmen, die gar keine Dividende zahlen.
Das ist dann wie ein thesaurierender Fond. Wenn ein Unternehmen Dividende zahlt verringert das seinen Wert und damit den Kurs.
In der Praxis völlig irrelevant ob man nun durch Dividende oder Kursgewinn am Gewinn beteiligt ist.

Aktien als langfristige Anlage Inflationsgeschützt:
Unternehmen können aber auch pleite gehen: ,
oder interessante Entwicklungen hinlegen:
(man klicke auf die 3-Jahres-Ansicht)
Es kann auch der Staat pleite gehen und dir >=10% von deinem Sparbuch abheben, zB Zypern...

  • Aktien: nur langfristig, wenn man mind. 20k€ zur Verfügung hat, die man nicht braucht.
Dem würde ich zustimmen, sonst ist es die Zeit nicht wert.
  • Anstatt in Aktien eventuell eher in Indexzertifikate investieren, um das Risiko zu senken.
  • Sukzessive anfangen zu kaufen, wenn der letzte Analyst zum Verkauf/Ausstieg drängt. Beginnen zu verkaufen, wenn der letzte Analyst zum Kauf/Einstieg rät. Damit sollte sich ein Trading-Zeitraum von 3-5 Jahren ergeben.
Risikostreuung ist immer gut. Ob du das jetzt selbst machst (kauf mehrerer Einzelaktien) oder machen lässt (Aktienfonds) oder kaskadierst (mehrere Aktienfonds) oder gleich völlig aus der Hand gibst (Vermögensverwaltungsfonds) ist Bauchgefühl.
Mit einem Indexzertifikat hättest du dieses Jahr kein Glück gehabt, der Dax war nämlich in den letzten Jahren stehts recht branchendominant gewichtet - und das auch noch immer falsch herum.

Und verwechselt du gerade normale Bankberater mit Analysten? Gerade letztere sind keine Negativindikatoren.
Im Zweifelsfall gibt immer noch das KGV eine halbwegs belastbare Prognose.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man eine Aktie mit Kurs 80 kauft und sie fällt 2 Tage später auf 75, dann darf ich keinen Panikverkauf machen wenn ein langfristiges Kursziel von 120 realistisch ist
Ich glaube diese Art Mensch kann man zumindest in diesem Thread ignorieren. Wer 10k € in Aktien investiert hat sich im Normalfall eher etwas besser unter Kontrolle. Sonst hätte er statt dem Geld ja 4 60" TV's. 6 Konsolen, einen Kacheltisch und reichlich anderem Kram als "Wertanlagen" gehortet :coffee:
 
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https://ngb.to/threads/18555-Auf-eBay-verkaufen-lohnt-das-noch :D

Ich habe in letztez Zeit öfter mal bei Companisto Investiert - wobei man dann zugegeben von der Firma auch Überzeugt sein muss und das Angebot verlockend genug sein muss. z.B. Bei Freygeist - eine Firma mit DEM Rad der Zukunft. Für meine Investition von 5000€ bekomme ich Firmenanteile in diese Höhe auf 4 Jahre und ein Fahrrad im Wert von 4000€ - das heißt die Möglichkeit *Verlust* einzufahren ist erst mal relativ Überschaubar - und da ich damals schon der Meinung war das der Firmenwert definitiv Steigt - und das mehr als "nur" die 1-2% die man sonst irgendwo bekommt (Vorstestellungen und Presse bestätigen das inzwischen auch) Kann so etwas eine recht gute Investition sein.
 
@drfuture: Hast du das Fahrrad denn schon erhalten? Ende Juli sollte doch die Auslieferungen beginnen. Schau mal die letzten Kommentare von vor einer Woche. ;)

Gruß
Baer
 
Am letzten? oder Vorletzten Wochenende war der Offizielle Startschuss in Wien, Aktuell werden die persönlichen Termine mit den Investoren ausgemacht, die bringen das Rad persönlich vorbei ^^
 
so ein Rad mit Akku im Rahmen... habe ich doch schon Mal gesehen:

ab ca. 12:00min
Das ist dann wohl Konkurrenz :)

Leider ist so ein Rad wie auch eine Anlage zur Zeit finanziell außer Reichweite für mich.
Aber ich habe 10/2014 angefangen etwas zu üben und bin mit 100€ in die Cryptowährung Ripple (XRP) eingestiegen (über snapswap.eu und ripppletrade.com). Für das erste Mal war das ein Glückstreffer - der Kurs ging kurzzeitig auf einen Gegenwert von um die 600€ hoch und ich hab mir 200€ auszahlen lassen (100% Gewinn gesichert) und habe trotz heftigem Kursverfall durch rechtzeitigen Kauf-/Verkauf beim aktuellen Kurs noch 300€ die selbst bei totalverlust nicht weh tun. Hin und wieder zocke ich und versuche größere Schwankungen auszunutzen (anfangs mit XRP-EUR, dann XRP-USD und nun da ich durch die Schließung von snapswap.us verunsichert bin trade ich vor allem mit XRP-BTC @Bitstamp, da dort noch einige Bewegung drin ist), aber die dafür verwendete Zeit sollte ich mir lieber nicht in Stundenlohn umrechnen ;-) Und auch Ripple (XRP) ist sicher wie Bitcoin (BTC) hoch spekulativ. Ich denke aber der Einstieg ist um einiges einfacher als Bitcoin - da bin ich bzw. mein client damals schon am download des blockchain files (oder wie das große file heißt) gescheitert. Offenbar gibt es aber auch schon Banken die sich mit Ripple beschäftigen, in der letzten Technology Review war auch ein Artikel über Cryptowährungen - die Banken entdecken das Prinzip wohl auch für sich.

best regards
obedi
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei der Rahmen bei dem recht dick aussieht - und ich leider nichts über die Firma finde? Man muss sowas halt auch Serienreif bekommen....
Cryptowährungen sind glaube ich an sich eine sehr gute und vor allem Zukunftsweisende Sache, Auch die Zentralbanken forschen ja an einer Blockchain... Nur ist der Boom Vorbei (Da habe ich auch recht gut Gewinn gemacht *fg*) ... Jetzt kann man eher warten bis das ganze langsam an Fahrt gewinnt - da werden es aber wohl nur die großen sein wie Bitcoin.... Zum Geld machen muss man da jetzt aber denke ich schon recht große Summen investieren und diese aber auch abschreiben können.
 
Doch gibts im Zubehörshop ;) - Wenn für die Öffentlichkeit kaufbar ;)
Schaut ja aber auf so Produktphotos zu uncool aus *fg* - Hier sieht man das Fahrrad mit passenden Erweiterungen


 
...Keine Ahnung wieso ich das damals dachte. :m
Gib deine Hoffnung nicht auf mit den Kupfer und Zinnstichen.
Als mein Opa vor ca. 10 Jahre gestorben ist, hatten wir auch einige davon, weil er viele viele in der Wohnung und Keller gebunkert hatte.
Meine Mutter, die geldgeile Pfandhausmarie hat, hat die Hälfte davon verschenkt und auch teilweise für einen Bruchteil ins Pfandhaus gebracht. Da haben aber trotzdem noch ca. 10-15kg Stiche an die 150-250€ gebracht, je nach Motiv.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn du irgendwann einen Sammler, für schöne Stücke findest, wirst du mit sowas ganz andere Preise erzielen! Du darfst nur nicht aufgeben. Es hilft vorher, wenn du dir ein Händlernetzwerk, bzw. Verkauf / Ankaufstellen aufsuchst und ein wenig Kontakte knüpfst. Einem Handwerker / dem Chef einer Firma, die für uns Immobilien in Stand gesetzt hat, haben wir zwei Zinnstiche geschenkt, der ist fast ausgerastet, als wir sagtem, dem schenken wir die...

Wichtig ist halt, dass A das Motiv recht hübsch gelungen ist, und es etwas von Wert, also von einem Hersteller ist, der bekannt ist, so wie z.B Meißner Geschirr und so... ( Würde mich da mal ganz ehrlich beraten lassen, wo du dem Händler klipp und klar sagst, du wirst nicht an ihn verkaufen, er soll mal einen ehrlichen Preis raushauen... Dafür kriegt er dann eben seine 25€ ;) )...

Auch wenn du mehrere Monate brauchst, um sie zu verkaufen ( sofern du da vernünftiges Material eingekauft hast ),
verliere nicht die Hoffnung, das ist besondere Ware, das ist kein Ebayartikel, auch wenn es hin und wieder Leute versuchen...
Du musst nur die Liebhaber finden.
Auch wenn in diesen Ü-Ei-Katalogen was von bis zu 5000€ Wert für Figuren jeglicher Art steht,
heißt das ja auch noch nicht, dass du Jemanden findest, der dir sofort oder überhaupt die Kohle dafür gibt!
 
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