Doch, hat er, in letzter Konsequenz auch in deinem Sinne.
Nein, auf ganzer Linie Nein.
Der Staat soll zwar faktisch das Volk repräsentieren.
Der Staat hat ebenfalls das Interesse des Machterhalts.
Daher sind in belangen der Staatskritik und vom Konsens abweichender Meinung Angeklagter und Richter plötzlich eine Person.
Und das Publikum bildet im großen Maßstab den Staat.
Das ist der Fehlschluss
dass die Verbreitung bestimmter Aussagen auch dann ausgebuht werden soll,
Der Staat soll das dann in Form von Bestrafungen übernehmen.
Der zu diesem fundamentalen Fehler führt.
Man kann dem Staat nicht die Entscheidung überlassen, welche Aussagen dem Volk genehm sind.
Der Staat wird nämlich immer zu Ungunsten Kontroverser und zu Gunsten populärer Meinungen entscheiden.
Das führt unweigerlich dazu, das "Abweichler" Zensiert und Bestraft werden.
Das ist genau der Konformismus, der eben jene Historie erst möglich gemacht hat.
Wir befinden uns grade in der schönen Lage, dass der Konsens gut und die Abweichler die Arschlöcher sind.
Das ist aber kein Axiom oder Fix wert.
Ich habe weiter unten 4 Beispiele genannt, wo es genau andersrum war - Zeiten in denen man froh gewesen wäre, wenn der Staat keine Meinungskontrolle betrieben hätte.
Deswegen ist es mir schleierhaft wie man so etwas gut heißen oder gar fordern kann.
Das ist ziemlich Bigott, oder?