[Netzwelt] Europäische ISPs müssen Filesharing Seiten sperren (Europäischer Gerichtshof)

ISPs können laut dem EU Gerichtshof dazu verpflichtet werden Seiten zu sperren.
In dem Prozess ging es ursprünglich um die Seite Kino.to. Der Österreichische Anbieter UPC wurde nun dazu verurteilt, Seiten zu sperren, sobald dies von nationalen Gerichten angeordnet wird. Dabei gilt es die Verhältnismäßigkeit zu wahren.

Quelle
 
Wird in England doch auch gemacht, hat aber keine Wirkung tatsächlich wenn man es umgehen will.

MfG
Mr. J
 
Ohh wow da ziehen die seiten halt um 0o aber wie wollen die das den eigentlich speeren ? :D
Und woher weißt du, wohin die Seiten umgezogen sind?

lol DNS-Sperren.
Willkommen im Internet EuGH.
Interessant, dass man auf Grund einer "Denke-ich"-Behauptung eines Users gleich davon ausgeht, dass der EuGH auch gleich die Art und Weise einer Sperre vorgeschrieben hat. Dummerweise ist aber nur davon die Rede, dass ISP sperren müssen - wie sie das tun, bleibt ihnen aber selbst überlassen.
Es ist also gar nicht raus, ob es wirklich bei einer relativ leicht umgehbaren DNS-Sperre bleibt.
Ich würde mit einem Freudentanz also vielleicht doch noch etwas warten. ;)
 
Die ISPs werden das minimal mögliche tun.
Die ISPs könnten sicher wirksam Filesharing sperren aber...
1.) warum sollte man für die Content-Mafia Geld für F&E ausgeben?
2.) Wenn Filesharing effektiv gesperrt wurde, wer gibt dann noch 80€/Monat für die 250MBit-Flatrate aus?
 
Es ist also gar nicht raus, ob es wirklich bei einer relativ leicht umgehbaren DNS-Sperre bleibt.
Ich würde mit einem Freudentanz also vielleicht doch noch etwas warten. ;)
Welche kostengünstige Alternative soll es denn zu DNS-Sperren geben?
Die Provider werden keinen Cent mehr als unbedingt nötig dafür ausgeben. Warum auch?
 
Solange es nur um die Filesharing-Seiten geht und nicht um alle anderen Warez- und Musik-Portale is mir das völlig juck ob die gesperrt werden oder nicht. :D
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #12
Filesharing kann man doch nicht mit P2P gleichsetzen... Warez ist doch auch nichts anderes.
 
Du solltest bedenken, dass "Filesharing" nur die deutsche Übersetzung ist. In der originalen Quelle ist explizit von "pirate sites" die Rede, also Warezseiten. ;)

Zum Thema: Stoppschild 2.0. Wieder ein unverhältnismäßiger Sieg für die Contentmafia.

Und woher weißt du, wohin die Seiten umgezogen sind?
Im Falle von Kino.to haben sich die Nachfolgeportale beispielsweise ziemlich schnell herumgesprochen. Reinen DNS-Sperren kann man auch entgegenwirken, wenn man mehrere verschiedene Domains besitzt und sich die Besucher der Seite mehrere Domains bookmarken. Geht eine, kommt wieder eine andere dazu.


Grüße
Thomas
 
Gut das wir (noch ) keine privaten Autobahnen haben.

In Castrop-Rauxel gibt es einen illegalen Puff? Der Autobahnbetreiber muß die Ausfahrt sperren.
 
Das Schild heißt doch nicht "Suzi Wong", sondern z.B. Castrop-Rauxel Süd. Was für Gewerbe da noch in der Stadt sind, wäre im Zweifelsfall egal.
 
Egal, welche Art der Sperre es wird, es wird Wege drum herum geben. Europäisches Internet wird es nicht geben, allein schon, weil wir den großen Bruder Amerika nicht aussperren können/wollen/dürfen und spätestens mit einem Ami VPN kommt man dann wieder in das große weite böse Internet. ;)

Wie will man eigentlich sinnvoll P2P sperren? Über den Port? 8080 sperren? Über deep package inspection auf SSL Verbindungen?
Ich sehe nicht ganz finanzierbare Hürden in dem Problem der Internetzensur, wenn man nicht gleich dabei in Kauf nimmt ein (pseudo) demokratisches System aufzugeben.
 
Selbst wenn der ISP die Seiten sperrt, gibt es Möglichkeiten diese zu umgehen. Ich halte von dem Thema "Internetzensur" rein gar nichts. Dann sollten sie auch YouTube sperren, dort werden auch Urheberrechte verletzt. Aber das akzeptiert heute jeder (außer die nutzlose GEMA(fia)).
 
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