Eure Pfuscher Erfahrungen

Ladekabel:




Die ursprüngliche Buchse hatte einen Spezialstecker (kaputt, Kabelbruch) und man kann einen Euro-8 Stecker einstecken! :eek:
Daher gleich mal abgeklemmt und isoliert, bevor irgendein Depp da tatsächlich ein normales Netzkabel mit 230V ansteckt. Hätte zwar jetzt an das Netzteil auch einen Euro-8 Stecker anlöten können, aber das wäre nicht verpolungssicher (=idiotensicher) gewesen. Daher neue Buchse mit Stecker den man nicht verwechseln kann.

 
Also das letzte Foto ist sehr wohl eine regelkonforme deutsche Verdrahtung - also fast, einen halben Kritikpunkt hab ich. Allerdings ist das Ganze nach den alten Kabelfarben vor der Reformierung auf Schwarz/Braun+Blau+Gelb-Grün.

L = Schwarz
N = Grau
PE = Rot - Rot kann aber auch ein geschalteter Draht sein

N und PE wurden dann im Sicherungskasten zum PEN zusammengefasst - ggf. später dann mit einem RCD nachgerüstet und die klassische Nullung abgebaut. Alternativ war auch möglich, dass nur schwarz und grau verwendet wurde, also:

L = Schwarz
PEN = Grau
Geschalteter Draht = Rot (oder nur zweiadrige Installation)


Allerdings waren diese Farben afaik nicht verbindlich. Mit dieser Belegung sind sie aber in den meisten Installationen anzutreffen. Trotzdem sollte man bei diesen Kabel immer die tatsächliche Belegung prüfen, ob es nicht jemand anders gemacht hat. Gerade in den Kriegs-/Nachkriegsjahren dürfte in solchen Installationen auch alles mögliche eingebaut worden sein, was halt gerade verfügbar war.

Die Dose zeigt eine regelkonforme Anschaltung mit Zuleitung, einem abgehenden Kabel (z. B. Steckdose oder nächste Abzweigdose), einem Schalter und einer Lampe. L, N und PE sind in drei Kontakten durchverbunden. Ein Kabel geht nach unten zum Schalter weg, dort liegt dann schwarz auf L und grau ist der geschaltete Draht. Dieser ist dann wiederum mit dem schwarzen Draht verbunden, der zur Leuchte geht. Kritikpunkt: In der Regel wurde der rote Draht geschaltet und nicht grau. Trotzdem mangels damaliger Normung grundsätzlich zulässig. Streng genommen ist sie sowieso fatal, diese Doppelmoral der roten Ader, da eine Verwechslung der Schaltdraht- oder Schutzleiterfunktion lebensgefährlich war. Aber das war früher einfach so.

Die Schraubklemmen sind zwar jetzt nicht die schönsten, aber früher gab es nichts anderes. Auch hätte man die Dose etwas schöner verdrahten können. Aber unzulässig ist daran nichts - zumindest solange nichts daran geändert wird und die Anlage weiterhin unter Bestandsschutz steht.
 
~4€ für ne klassische Sicherung. Wer da spart ist echt selber schuld.

z.B
 


Man sollte vielleicht die fünf Sicherheitsregeln noch um eine weitere Regel erweitern. Sie müsste heißen: Hirn einschalten, bevor Du an irgendwas Spannung legst.
 
Jo, der Typ weiß haargenau, was er macht. :-D
Ich finde den äußerst interessant und unterhaltsam. Kann ich nur empfehlen.
 
Bei manchen der Ausschnitte bezweifle ich das eher. Ich würde eher ungern an 10kV langen.
 
Kann sein, unterhaltsam ist es aber trotzdem.


Abstandsregeln mal anders:

 
Was muss da Strom fließen, dass da ein Kurzschluss nichts ausmacht.

Ich wohnte mal in einer Kleinstadt mit etwa 13.000 Einwohnern. Ein Abend war die halbe Stadt dunkel. (Natürlich war ich auch betroffen) Durch ein Fenster sah ich in der Ferne ein blaues leuchten bis in den Himmel.
Neugierig wie ich war und ohne Strom rum hocken wollte ich auch nicht. Also ins Auto und mal über die Feldwege gefahren, immer dem leuchten nach.
Bis auf 100 Meter bin ich ran. Da stand schon die Feuerwehr neben dem Mast und schaute auch nur zu.
Da ist nach allen Regeln der Kunst ein Trafo auf einem Mast abgebrannt. Das dauerte locker eine halbe Stunde bis der Strom abgestellt wurde.
Merkt im nächsten Umspannwerk so etwas keiner?
 
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