Was mich bei Elementary wie auch bei den meisten Procedurals nervt, ist, dass die Charaktere eben meist nicht entwickelt werden, sondern die Eigenschaften denen einfach per Script übergestülpt werden.
Einmal hat dieser schwarze Polizist so was wie ne Krise, Sherlock erzählt ihm dann, dass er einer der besten Polizisten ist, die er kennt.
Das wird dann einfach so im Raum stehen gelassen.
Das er aber ein Polizist ist, der anscheinend nie in der Lage ist, einen Fall ohne Sherlock und Watsons Hilfe zu lösen, scheint egal für seine Bewertung als Polizist zu sein.
Sherlocks Fähigkeiten sind halt schon sehr Figurentypisch, also so, wie man Sherlock kennt, dass er Dinge sieht, die andere nicht sehen.
Bei der BBC Geschichte kommt das mit Cumberbatch aus meiner Sicht auch gut rüber, bei Elementary bringt der Schauspieler aus meiner Sicht diese extreme Cleverness nicht wirklich rüber.
Man merkt halt, er sieht die Zusammenhänge, weil es das Script so vorsieht.
Man hat nicht das Gefühl, da wird ne Rolle voll erfüllt und es passt einfach.
Geht mir zum Beispiel bei Castle auch so, dort wird gesagt, seine Frau sei so eine Superpolizistin, im Grunde leisten die Hauptarbeit aber die beiden Assistenten, die immer mit neuen Infos kommen, woraufhin der Fall dann die entscheidende Wendung nimmt etc.
In Serials geht das halt nicht, da gibt es keine festen Schablonen für die Darsteller, mit denen sie den Case of the week lösen, da muss der Charakter entwickelt werden, was eben einen Großteil des Serieninhalts ausmacht.
Daher sind für mich Procedurals nur zweite Liga, die ich wunderbar zum Einschlafen nutzen kann.
Wenn ich dann in der Einschlafphase was verpasse, ist es nicht schlimm, die nächste Episode wird trotzdem verstanden.
Bei Serials geht das nicht.