Elementary

werner

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Hat von euch schon mal jemand Elementary geschaut?

Dabei handelt es sich um eine Detective-Krimi-Serie, Hauptcharakter ist Sherlock Holmes mit seiner Suchtbetreuerin Dr. Waston.
Die beiden sind in NYC wohnhaft und helfen dem NYPD beim Lösen vom Fällen.

Hört sich nach 08/15 Zeug an, ist aber meiner Meinung nach durchaus sehenswert.
Gut gespielt, von allen Charaktern, auch keine dämlichen Figuren. Durchaus auch up-to-date.

Nur zum Empfehlen :T
 
Hört sich nach 08/15 Zeug an, ist aber meiner Meinung nach durchaus sehenswert.
Gut gespielt, von allen Charaktern, auch keine dämlichen Figuren. Durchaus auch up-to-date.
Hab bisher jede Episode gesehen und muss sagen, es ist etwas besseres 08/15 Procedural.

Ich nutze es immer zum Einschlafen, ist für mich in einer Liga mit Castle, dem NCIS-Zeugs, Boes etc.
Also, gute zweite Liga, was Serien angeht.
 
Der Fachbegriff für derartige Serien nennt sich zwar "Procedural Drama" - ich nenn diese Unterkategorie allerdings "Gimmick-Serie". Soll heißen: ist 'ne typische Procedural-Serie, bei der die Hauptfigur (als zusätzliches Gimmick) außergewöhnliche Fähigkeiten hat, die ihr bei Lösen der Fälle hilft. Sie schlägt also in die selbe Kerbe wie z.B. "Bones", "Castle" oder (aktuell) auch "Lucifer". Wie "Dorfdisko" würde ich "Elementary" somit in die gehobene zweite Liga dieser Art von Serien einordnen.
 
Elementary wollte ich immer mal sehen, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen. Allerdings sehe ich auch immer das Problem, das man (oder zumindest ich) hier vielleicht zu sehr mit dem BBC-Pendent vergleichen würde, was vermutlich bei dieser Serie negativ enden könnte, oder?
 


Also wenn man es direkt mit Sherlock vergleicht, stinkt Elementary völlig ab. Wenn man Elementary nicht vergleicht, ist es eine Detektivserie, wo die Main Charaktere Sherlock Holmes und Jane Watson heißen. Ein bissl Holzhammer kommt auch, indem man immer wieder die Namen erwähnt. Wenn sie das herunterfahren würden, wäre es IMO besser für die Serie.
 
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  • #6
Ja, Procedural ist schon richtig. Heißt für mich jedoch auch nicht, dass es schlecht ist.
Was ich an der Serie mag sind die Charakter, eigentlich alle wiederkehrenden Personen sind gut gespielt und entwickeln sich auch gut (=nach meinem Geschmack) im Verlauf der Staffeln.

Sherlock von BBC habe ich auch gesehen und für großartig befunden. Jedoch stehen die beiden Serien nicht wirklich in Konkurrenz. Außer den Namen haben die beiden nicht so sehr viel gemeinsam. Und schaden tut es Elementary auch nicht, dass gut vorgelegt wurde. Meiner Meinung nach spielen sowohl Jonny Lee Miller und Benedict Cumberbatch die Rolle jeweils auch ihre Weise, unterschiedlich, doch ähnlich und beide gut.

Aber vielleicht schaust du dir einfach mal die ersten paar Folgen an, und schaust, ob es dir gefällt :)
 
Was mich bei Elementary wie auch bei den meisten Procedurals nervt, ist, dass die Charaktere eben meist nicht entwickelt werden, sondern die Eigenschaften denen einfach per Script übergestülpt werden.

Einmal hat dieser schwarze Polizist so was wie ne Krise, Sherlock erzählt ihm dann, dass er einer der besten Polizisten ist, die er kennt.
Das wird dann einfach so im Raum stehen gelassen.
Das er aber ein Polizist ist, der anscheinend nie in der Lage ist, einen Fall ohne Sherlock und Watsons Hilfe zu lösen, scheint egal für seine Bewertung als Polizist zu sein.

Sherlocks Fähigkeiten sind halt schon sehr Figurentypisch, also so, wie man Sherlock kennt, dass er Dinge sieht, die andere nicht sehen.
Bei der BBC Geschichte kommt das mit Cumberbatch aus meiner Sicht auch gut rüber, bei Elementary bringt der Schauspieler aus meiner Sicht diese extreme Cleverness nicht wirklich rüber.
Man merkt halt, er sieht die Zusammenhänge, weil es das Script so vorsieht.
Man hat nicht das Gefühl, da wird ne Rolle voll erfüllt und es passt einfach.

Geht mir zum Beispiel bei Castle auch so, dort wird gesagt, seine Frau sei so eine Superpolizistin, im Grunde leisten die Hauptarbeit aber die beiden Assistenten, die immer mit neuen Infos kommen, woraufhin der Fall dann die entscheidende Wendung nimmt etc.

In Serials geht das halt nicht, da gibt es keine festen Schablonen für die Darsteller, mit denen sie den Case of the week lösen, da muss der Charakter entwickelt werden, was eben einen Großteil des Serieninhalts ausmacht.

Daher sind für mich Procedurals nur zweite Liga, die ich wunderbar zum Einschlafen nutzen kann.
Wenn ich dann in der Einschlafphase was verpasse, ist es nicht schlimm, die nächste Episode wird trotzdem verstanden.
Bei Serials geht das nicht.
 
Was mir bei "Elementary" auf Dauer auch aufgefallen ist: dafür, dass Sherlock der ach so clevere Ermittler sein soll, ist es viel zu oft Watson, die das finale "Puzzlestück" findet und/oder ins Gesamtbild integriert. Eventuell eine Klausel im Vertrag von Lucy Liu ;) - wer weiß!?
 
Bei Elementary nervt mich am meisten, dass beide bzw. Watson im Department schon quasi nen eigenen Schreibtisch haben und da wie normale Detctives agieren können.

Und das zumindest in der deutschen Synchro immer so ein Aufhebens um deren "Ermittler" Stellung gemacht wird. Die reden da immer so von, als ob das was ganz tolles wäre.
Sind aber, zumindest im Vergleich zum RL, eher so was wie leicht talentiertere Trovatos.
 
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