[Politik und Gesellschaft] EC Open Source Strategy: Gleiche Bedingungen gegenüber proprietäre Software

Die Europäische Kommission möchte gleiche Bedingungen für Open Source Software gegenüber Software schaffen, die auf herstellerspezifischen und unveröffentlichten Standards basiert (proprietäre Software). Dies geht aus der aktuellen hervor.

Der Strategie zufolge, sollen der freien und offenen Software in Zukunft mehr Möglichkeiten zugesprochen werden. Seitens der EU-Kommission möchte man auch im internen Betrieb vermehrt Open-Source-Software in Betracht ziehen und diese, je nach Gegebenheiten, grundsätzlich andersartiger Software vorziehen. Den Hauptkern sehe man zurzeit vorwiegend im "E-Government" und der IT-Sicherheit.

"Bei allen künftigen IT-Entwicklungen soll die Kommission die Verwendung von Produkten begünstigen, die anerkannte, gut dokumentierte und möglichst offene technische Spezifikationen aufweisen, die frei übernommen, implementiert und erweitert werden können. Interoperabilität ist ein kritisches Thema für die Europäische Kommission und gut eingeführte Standards sind ein Hauptfaktor bei deren Umsetzung."


Die Generaldirektion Informatik der Europäischen Kommission, ( ), lege dabei besonderen Wert auf die Beschaffung und die eigene an Open-Source-Projekten. Eigens entwickelte Elemente und Bausteine sollen dabei über der Community bereitgestellt werden. Darüber hinaus sollen Open-Source-Entwickler rechtlichen Beistand erhalten, beispielsweise bei möglichen Beanstandungen was Patentrechte anbelangt, sofern sie an Projekten der Kommission arbeiten.

Das Strategie-Papier soll in seiner jetzigen Form bis 2017 Bestand haben und eine enge Zusammenarbeit mit der Open-Source-Community entstehen lassen. DIGIT möchte eine nennenswerte Rolle einnehmen und dabei ein wichtiges Zahnrad zwischen staatlichen Institutionen und Open-Source-Entwicklern darstellen.

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Vielen Dank an phre4k für den Hinweis auf diese Meldung!
 
Die EU könnte gleich mal damit anfangen und vorschreiben, dass in Europa verkaufte Software auf allen verbreiteten Betriebssystemen gleich gut laufen muss - die Libs (OpenGL, QT, GTK,...) gibt es ja, man muss sie nur verwenden: So könnte man die Software ein mal entwickeln und sie würde auf allen Betriebssystemen laufen.

Generell würde mich mal interessieren was M$ den Spieleherstellern an Schmiergeld für die Verwendung von Direct3d zahlt.
Hätte das gegenüber OpenGL irgendwelche Vorteile, dann würden es Renderingfarmen und ähnliche professionelle Software verwenden - statt dessen wird es ausschließlich in Spielen verwendet und außer der Erhaltung der Inkompatibilität kommt da wenig als Begründung in Frage...
Außerdem ist es schwer vorstellbar bei den Leuten im OpenGl-Konsortium: Wer hätte mehr Fachkopetenz als nVidia und AMD zusammen, und das Konsortium hat noch weitere Mitglieder.
 
Natürlich hat es einen Vorteil - Künstliche Marktfragmentierung! Warum sollte man auch mit "professionellen" Programmen gute Leistung mit Gamergrafikkarten bekommen? Wer kauft dann noch eine 1.000€ Quadro/Fire wenn er mit einer GTX/Radeon die gleiche Leistung bekommt?
 
Natürlich hat es einen Vorteil - Künstliche Marktfragmentierung! Warum sollte man auch mit "professionellen" Programmen gute Leistung mit Gamergrafikkarten bekommen? Wer kauft dann noch eine 1.000€ Quadro/Fire wenn er mit einer GTX/Radeon die gleiche Leistung bekommt?
Was hat das damit zu tun?
Eine gewöhnliche GTX ist mit OpenGL ebenfalls extrem leistungsstark...
Eine Quadro produziert (so viel ich weiß) höhere Bildqualität, ist gleichzeitig aber auch langsamer beim Rendern.

Die künstliche Marktfragmentierung schaffen die Software-Hersteller indem sie Programme durch Verwendung bestimmter M$-Bibliotheken so entwickeln dass sie nur auf Windoof laufen.
Den HW-Herstellern kann das egal sein weil deren HW unter jedem OS verwendet wird, außer M$ profitiert niemand davon.
Die SW-Hersteller haben sogar einen Nachteil dadurch weil die Apple- und Linux-Nutzer als Kunden wegfallen - also welchen Grund hätten die dafür? Außer M$ schickt regelmäßig Geldkoffer.
 
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