Drogenpolitik

Ha meine Vertretungshausärztin bei der ich eigtl wegen körperlicher Wehwehchen gerade war wirkte total interessiert und will sich jetzt mit dem Thema für mich befassen.
"Dass das nicht einfach zugelassen ist" hat sie erschüttert gesagt.

Wie geil ist das denn?! Kommt für mich total unerwartet, sie ist total uninformiert sagt sie aber will sich schlau machen, vlt unterstützt die mich ja überraschender Weise ja doch noch bzgl. Kostenübernahme.
Oder der neue Kopfdoktor, hab da aber noch keinen Termin.

Mein ehemaliger ist definitiv auch bei vielen seiner Kollegen hier in der Stadt als seltsam bekannt und viele Patienten aus seinem Wartezimmer mit denen ich mich unterhalten hatte meinten auch zu mir die wären nur bei ihm, weils der einzige im Umkreis ohne Wartezeiten ist.
Dafür sitzt man da dann trotz Termin bis zu 4h im Wartezimmer.
Und er macht immer genau das Gegenteil von dem was er einem im Gespräch verspricht.
Ganz ganz komischer Laden.

Und seine Angestellte ist IMMER bei den Gesprächen dabei und iwie hab ich den Eindruck dass sie statt ihm dann hinterher entscheidet und er eigtl dement ist oder sowas aber vlt spinn ich mir auch nur was zusammen.

Sry falls das jetzt zu viel OT war bin gerade etwas aufgewühlt ^^
 
Ich kannte da mal einen Dealer, der mir sagte, dass der Handel mit Gras eigentlich eher Freundschaftsdienst sei, weil er damit kaum etwas verdient.

Cannabis raucht jeder und gibts an jeder Ecke. Der Markt ist ziemlich gesättigt. Der Preis hat sich zwischen Angebot und Nachfrage eingependelt. Wenn du falsch verkaufst, machst du verlust, wenn du gut verkaufst, finanzierst du deinen Konsum. Wenn man seine Kundschaft nicht vergraulen möchte und die wissen schließlich wo man wohnt, dann wird man nicht reich mit Gras.

So ist das zumindest hier auf dem Land. Cannabis hat nichts mit Kriminallität zu tun, die Nachbarn rauchen es, der Postbote, die sechsfache Mutter, der Onkel, der Bürgermeister, der Fahrlehrer, der Polizist. In professionelleren, städtischen Gefilden mag das anders aussehen.
 
Kommt immer drauf an.
Bei Gras ist die Gewinnspanne aber tatsächlich sehr niedrig vor allem im Verhältnis zum juristischen Risiko.

Ist auch lokal bedingt, der eine baut selbst an (auch nicht immer gut, ich kenn ein Arschloch das auf seine Pflanzen gepisst hat), der andere bekommts direkt oder indirekt vom Großhändler.
Und Letztere beherrschen manchmal eine ganze Stadt und egal zu wem man geht, es kommt aus derselben Quelle.
Kann gut sein, ist oft aber echter Müll.
Sprich Pestizide/Streckmittel/nicht richtig fermentiert/sonstwas.
 
Auf die Pflanzen pissen ist jetzt nicht wirklich schädlich.
Es zeugt nur von einem gewissen Respektlosigkeit gegenüber seinem eigenen Schaffen.

Die Bauern, die ich kenne, geben mehr Geld für Messgeräte und Zubehör aus, als sie damit verdienen.
 
Äh schädlich nicht aber eklig finde ich. Der hat seine Ernte ja auch weiter gegeben.
Wobei es nüchtern betrachtet glaub ich wirklich guter Dünger ist aber naja ich will irgendwie keine Urinrückstände rauchen :unknown:

Und ja der Anbau ist ne Wissenschaft für sich.
Ich freu mich schon an dem Tag an dem ich mich da auch reinfuchsen kann, bevor ich aber nicht legal Anbauen darf lese ich mich auch nicht ein.
 


Einer großen Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen gegen die Forderung aus, dass Erwachsene Cannabis künftig als Rauschmittel zum Eigengebrauch in ausgewählten Fachgeschäften erwerben können sollten. Nur rund ein Drittel unterstützte demnach das Anliegen.

Einige Gruppen sprachen sich dabei noch häufiger als der Durchschnitt aller Befragten gegen einen legalen Erwerb und Besitz von Cannabis aus: darunter Frauen (70 Prozent), ältere Befragte ab 60 Jahren (72 Prozent) sowie die Anhänger von Union und SPD (jeweils 72 Prozent). Etwas mehr als die Hälfte der Männer war ebenfalls dagegen.

Dagegen befürworten den legalen Besitz von Cannabis zum Eigengebrauch vor allem jüngere Befragte unter 30 Jahren (43 Prozent) sowie Anhänger der Linkspartei (55 Prozent), der Grünen (46 Prozent) und der AfD (41 Prozent).
 
Der BDK-Vorsitzende André Schulz sagte der "Bild"-Zeitung, das Verbot von Cannabis sei "historisch betrachtet willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend". Es habe in der Menschheitsgeschichte noch nie eine Gesellschaft ohne Drogenkonsum gegeben, dies müsse akzeptiert werden.

Der BDK setze sich daher für eine "komplette Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten ein". Zur Begründung sagte Schulz der "Bild", durch das derzeitige Rechtssystem würden Menschen stigmatisiert und kriminelle Karrieren erst befördert.

Es gebe bessere Möglichkeiten in der Drogenpolitik als vor allem auf Repression zu setzen, sagte Schulz. Dazu gehöre, zu lernen, mit einem verantwortungsvollen Drogenkonsum umzugehen, Konsumenten und Suchtkranken unter Fürsorgeaspekten zu helfen und einen tatsächlich wirksamen Kinder- und Jugendschutz möglich zu machen.

Wow, nach fast 50 Jahren "Kampf den Drogen" haben sie es nun gecheckt. Gratulation den Schnellmerkern!
Bei den Betonköpfen in der CXU wirds aber noch mal 50 Jahre dauern.
 
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Das Problem sind, wie immer, die Kinder bzw. Heranwachsenden mit unvollendeter Hirnentwicklung. Die können sich zwar jetzt schon Cannabis beschaffen, aber eine staatliche Legalisierung analog dem Alkohol ist noch mal eine andere Sache. Es zeigt den jugendlichen Konsumenten, dass der Staat die "Harmlosigkeit" von Cannabis endlich eingesehen hat. Und für diese Konsumentengruppe ist es am wenigsten harmlos.
 
Nichts ist deswegen harmlos, weil es nicht verboten ist.
 
Die Legalisierung einer zuvor verbotenen Substanz suggeriert, dass sie- beispielsweise durch neuere Forschungsergebnisse- harmlos ist.
Außerdem ist nichts so harmlos, wie es scheint.
 
Das Nichtverbieten einer bereits legalen Substanz trotz ihrer nachgewiesenen Gefährlichkeit bis hin zu massiver, körperlicher Abhängigkeit und Tod bei nicht medikamentös unterstütztem, kaltem Entzug suggeriert fälschlicherweise, dass sie harmlos sei.

Finde die Fehler.
 
Der Vergleich mit dem Alkohol ist ein amüsantes Ablenkungsmanöver der Cannabis Fanboy Community (Gemeinde). Whataboutism at it's best.
 
Das Problem sind, wie immer, die Kinder bzw. Heranwachsenden mit unvollendeter Hirnentwicklung.
Waaaas? Schon wieder Murmeltiertag?
Daher nochmal: Wir überlassen den Jugendschutz momentan dem Schwarzmarkt. Das muss jetzt nicht unbedingt besser sein. Aber schliesslich sind die Dealer ja alle Verantwortungsbewusst und würden nie jemandem Schaden zufügen. Und das Zeug das sie an die Kinder verticken kommt auch nicht aus dem Beutel mit dem Gestreckten Material.
 
Wir überlassen den Jugendschutz momentan dem Schwarzmarkt.
Das hängt mit der Entwicklung der merkelschen "marktorientierten Demokratie", zusammen, was den Schwarzmarkt- der einen nicht unbeträchtlichen Teil unseres BIP ausmacht- nicht ausschließt.



Das muss jetzt nicht unbedingt besser sein. Aber schliesslich sind die Dealer ja alle Verantwortungsbewusst und würden nie jemandem Schaden zufügen. Und das Zeug das sie an die Kinder verticken kommt auch nicht aus dem Beutel mit dem Gestreckten Material.
Du möchtest also sauberes Material, was durch seine Reinheit den körpereigenen Botenstoffen noch ähnlicher ist als der Dealermix und entsprechend massivere Hirnentwicklungsschäden bei Kindern und Heranwachsenden- für die der Konsum illegal bliebe- verursacht.

Dir ist der Staat als illegaler Dealer lieber als der echt illegale Dealer. Jetzt verstehe ich endlich Frau Mortler.
 
Du möchtest also sauberes Material, was durch seine Reinheit den körpereigenen Botenstoffen noch ähnlicher ist als der Dealermix und entsprechend massivere Hirnentwicklungsschäden bei Kindern und Heranwachsenden- für die der Konsum illegal bliebe- verursacht.
Du rauchst offensichtlich das Falsche, anders lässt sich nicht erklären, wie Du sowas in meine Situationsbeschreibung hineininterpretieren kannst.
Dazu kommt:
Du hast offensichtlich keine Ahnung von der Materie (Reinheit, synonym auch Sauberheit, hat nichts im dem Wirkstoffgehalt zu tun).
Des Weiteren hast Du nicht die geringste Ahnung, mit was heutzutage gestreckt wird. Dagegen sind die Schäden in der Hirnentwicklung geradezu lächerlich.
Und wieso soll legal verkauftes Material stärker (anders lässt sich "was durch seine Reinheit den körpereigenen Botenstoffen noch ähnlicher " pharmakologisch nicht interpretieren) als illegales sein? Würde mich echt interessieren. Änderst sich die Genetik einer Skunk je nachdem ob sie nun legal oder illegal angebaut wird?

Das hängt mit der Entwicklung der merkelschen "marktorientierten Demokratie", zusammen, was den Schwarzmarkt- der einen nicht unbeträchtlichen Teil unseres BIP ausmacht- nicht ausschließt.
Das ist eher das unausweichliche Resultat der Prohibition.

Aber in einem sind wir uns wohl einig: Du solltest Die Finger von den Drogen lassen.
 
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Aber in einem sind wir uns wohl einig: Du solltest Die Finger von den Drogen lassen.
Ach was, ich nehme keine Drogen außer mal 1 Bier alle 2 Monate. Bestimmt weniger als viele hier.

Ich bin für pragmatische Lösungen. Ich bin gegen Abtreibung, halte die Fristenlösung aber für okay. Ich bin gegen Zirkumzision (Körperverletzung Einwilligungsunfähiger in medizinisch unnötige Eingriffe), halte die gegenwärtige Lösung aber- mit Bauchschmerzen- für okay.

Meine Idee wäre, Tabak, Spirituosen und Cannabisprodukte nur noch in lizensierten Geschäften abzugeben, die eine Kundenkartei führen müssen und nur an 18- bzw. 21-jährige verkaufen dürfen. Diese Kundenkarteien müssen- ähnlich wie bei Spielbanken- europaweit vernetzt sein.
 
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