Drogenpolitik

Ich habe immer noch Bauchschmerzen beim Gedanken einer Drogenfreigabe, bin aber dennoch mittlerweile bei Diskussionen auf Seiten der Befürworter einer liberalen Drogenpolitik.
Die Gründe sind ja hier schon mehrfach erwähnt worden.

Ich wollte es nur noch mal erwähnen, dass ich mich da doch (sehr) gewandelt habe, unter anderem auch aufgrund dieses Threads.
Zu sehr allerdings auch nicht, die Probleme einer restriktiven Politik waren mir auch vorher bekannt, aber die Sorge einer Verharmlosung waren zu groß, als das ich offen für eine liberale Politik votieren hätte können.
Mittlerweile kann ich das aber. Und wegen meiner dennoch vorhandenen Bauchschmerzen werde ich bei Diskussionen meist auch offener aufgenommen, weil die Leute merken, sie rennen mit ihren Argumenten bei mir teilweise offene Türen ein, wobei ich als Fazit der Abwägungen aber dennoch mittlerweile für eine liberale Drogenpolitik votiere.
 
Das mit gesundem Menschenverstand (oder auch gewissen Bauchschmerzen) zu betrachten, ist dabei ja auch völlig richtig und legitim. Einen Blankoschein zur unkontrollierten Freigabe würde ich auch nicht befürworten. Meiner Meinung nach würden sich hierfür Fachgeschäfte, in welcher Form auch immer, mit geschultem Personal anbieten. Z.B. Apotheken oder meinetwegen auch ein Coffeeshop mit nachgewiesener Fachkunde o.ä.. Irgendwas in der Richtung. Dazu reichlich Aufklärung, Suchtberatung und Prävention. Bei Klipp und Klar wurde ja auch vorgeschlagen, die freiwerdenden Gelder, die aktuell in die Strafverfolgung etc. gesteckt werden, in Streetworker und Sozialarbeiter fließen zu lassen. Meiner Meinung nach ist das ein sehr gesunder Ansatz. Ich denke auch, dass man durchaus einen Joint wie ein Glas Rotwein genießen kann und insbesondere auch dürfen sollte. Die Dosis macht schließlich das Gift.
 
"Die Drogen müssen freigegeben werden, damit die Leute verantwortungsvoll damit umgehen." oder "Die Drogen müssen freigegeben werden, weil der Kampf dagegen sinnlos ist." oder "Cannabis muß freigegeben werden, weil Alkohol so schrecklich ist." - solche und ähnlich dämlich Argumente hört man im täglichen Drogen-Chat. Die Leute sollen halt sagen, dass sie sich berauschen wollen, weil ihr echtes Leben nicht so berauschend ist. Dass sie sich das Schönsaufen, Schönkiffen und Schönspritzen müssen. Was ist schon dabei, wer kann die Kacke ohne Koks noch ertragen und US-Präsidenten tun's doch auch. Also. Nur fröhliche Menschen brauchen keine Drogen.
 
Bei Klipp und Klar wurde ja auch vorgeschlagen, die freiwerdenden Gelder, die aktuell in die Strafverfolgung etc. gesteckt werden, in Streetworker und Sozialarbeiter fließen zu lassen. Meiner Meinung nach ist das ein sehr gesunder Ansatz. .

Also Umverteilung. Streetworker und Sozialarbeiter wollen ein größeres Stück vom Kuchen. Das ist der Hintergrund, und darauf läuft es immer hinaus.
 
"Die Drogen müssen freigegeben werden, damit die Leute verantwortungsvoll damit umgehen." oder "Die Drogen müssen freigegeben werden, weil der Kampf dagegen sinnlos ist." oder "Cannabis muß freigegeben werden, weil Alkohol so schrecklich ist." - solche und ähnlich dämlich Argumente hört man im täglichen Drogen-Chat. Die Leute sollen halt sagen, dass sie sich berauschen wollen, weil ihr echtes Leben nicht so berauschend ist. Dass sie sich das Schönsaufen, Schönkiffen und Schönspritzen müssen. Was ist schon dabei, wer kann die Kacke ohne Koks noch ertragen und US-Präsidenten tun's doch auch. Also. Nur fröhliche Menschen brauchen keine Drogen.

sicherlich sind die Gründe aber nicht bei allen gleich, oder?
 
Natürlich nicht, das wäre zu einfach. Aber wenn die Menschen zufrieden und glücklich mit ihrem Leben wären, bräuchten sie keine Drogen um ihr Hirn vor der Realität abzuschirmen.
 
Wenn ich mit meinem Leben glücklich und zufrieden, mit meiner Umwelt im Einklang und meinen Lieben in Harmonie bin- wozu dann Drogen? :unknown:
 
Das kann ganz verschiedene Gründe haben. Kokain kann aus einem coolen Abend im Club mit Freunden eine legendäre Nacht machen, mit Bier wird ne gesellig Runde noch geselliger, zusammen einen rauchen und dann gemeinsam Lachkicks schieben ist auch nicht das schlechteste. Und so weiter und so fort.

Die wissenschaftlich nachweisbare Wirkungsweise von Drogen indiziert doch bereits dass diese Glück und Zufriedenheit steigern können?
 
Nene, es geht nicht um GLück, sondern Rausch. Was die von dir beschriebenen drogeninduzierten Gemeinschaftserlebnisse betrifft, rede mal mit einem Psychologen. Das sind unreife Pseudoglückserfahrungen, eines reifen Erwachsenen unwürdig, die im realen Leben (außer als Initiationsritus :D) keinerlei Gewicht oder Bestand haben. Im Gegensatz zu echten drogenunabhängig gewonnenen Erfahrungen und Empfindungen.
 
Nene, es geht nicht um GLück, sondern Rausch.
Ohne Rausch gibt es kein Glück und keine Zufriedenheit.
Der (künstliche) Rausch durch Drogen ist ja nicht viel anderes als der (natürliche) Rausch durch die Liebe, durch Sport, durch alles Mögliche, kurz, durch Extremsituationen.
Chemische Reaktionen im Hirn bzw. Körper, alles im Endeffekt vergleichbar.
Ein rauschfreies Leben ist eben ein Leben ohne Extreme, dadurch nicht nur langweilig, sondern vor allem Glücklos und niemals zufrieden stellend.

Wie gesagt, ich bin auch kein Freund des übermäßigen Drogenkonsums, aber ich bin durchaus der Meinung, dass gerade der Mensch durch die angeborene Neugier auch ab und an künstliche Rauschwelten erkunden sollte.
Das große Problem dabei sind dann die Abhängigkeiten, die leider schneller kommen, als die meisten Konsumenten es wahrhaben wollen.
 
Nene, es geht nicht um GLück, sondern Rausch. Was die von dir beschriebenen drogeninduzierten Gemeinschaftserlebnisse betrifft, rede mal mit einem Psychologen. Das sind unreife Pseudoglückserfahrungen, eines reifen Erwachsenen unwürdig, die im realen Leben (außer als Initiationsritus :D) keinerlei Gewicht oder Bestand haben. Im Gegensatz zu echten drogenunabhängig gewonnenen Erfahrungen und Empfindungen.

Quelle?
 
Siehe paar Beiträge drüber.
Oder willst du behaupten, Kinderglück, Liebesglück, das Gefühl des Erfülltseins nach nem Marathon/Fußballspiel/Fallschirmsprung/whatever, das Zufriedenheitsgefühl nach einer harten, gelungenen Arbeit ist kein Rausch?
Wenn ja, dann hast du Glück noch nicht erlebt. Dann wärst du fast einer der wenigen Menschen, denen ich zu einem Drogenrausch mal raten würde.
Und das, obwohl ich sonst IMMER von Drogen abrate.

Edit:
Wenn ich schon nicht glücklich bin, solls die Chemie richten :D
Ähm, was meinst du, wie dein Hirn und die Emotionen sonst funktionieren, wenn nicht durch Chemie?
Fehlt selbst dieses Grundlagenwissen?
 
Dann erkläre deiner/deinem Liebsten beim nächsten Kuscheln deine Liebe biochemisch. Ich bedauer dich jetzt schon :D
 
Lol? Also du weißt nicht was biochemisch in unserem Körper passiert, und stellst daraufhin hier falsche und schwachsinnige Behauptungen auf. Jetzt weißt du nicht mehr weiter und schreibst so einen Quatsch, denkst du das rettet dich noch irgendwie aus der Nummer?

--- [2015-10-15 02:01 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Fehlt selbst dieses Grundlagenwissen?

Ganz offensichtlich.
 
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