Drogenpolitik

Mediale Aufmerksamkeit, weil einer meint er müsste sich aushungern? - In der Zeit (den zwei Wochen) könnte er Workshops veranstalten zu dem Thema und mit Sicherheit noch die ein oder anderen mit "Infotagen", für das Thema, begeistern bzw. sensibilisieren, das wäre zumindest produktiv. Anstatt sich selbst zu schaden.

Ansonsten sehe ich das nur als einen Versuch "Mitleid" zu erregen was aber nicht der Sache wirklich hilft, würde ich sagen....
Die die ihn kennen und schätzen werden betroffen sein, aber für Leute die nicht in dem Thema sind ist er dann irgend einer der gerade radikal durchdreht.

Zur KK Tante:
Ich seh es bei deiner Sache aber auch so, wenn du ein "kostengünstigeres" Medikament bekommen kannst, welches weniger bis keine Nebenwirkungen besitzt und du davon auch nicht in der Form wie durch chemikalien Abhängig werden kannst, wäre das nur absolut zu empfehlen - der Dame hätte ich vielleicht sonst was erzählt nach so einer Aussage, was sie sich einbildet von Ihrem Schreibtisch aus zu entscheiden wie sinnvoll oder weniger sinnvoll die "Behandlung" damit wäre in deinem Fall - das sind schließlich keine Ärzte auch wenn sie etwas über Gesundheit und Vorsorge wissen/mitbekommen und auch geschult werden....

Das schlimme daran ist nur, das die sowas annehmen oder ablehnen, aber das letzte Wort sollte ein Arzt haben, der ist schließlich mit dem Patienten in Kontakt und kennt die Befindlichkeiten und die Lage am besten, nicht irgend so ein Schreibtischtäter der vielleicht in einem Moment nur nen Antrag auf dies oder das vor der Nase hat aber vielleicht gar keinen Einblick über die Gesamtsituation. - das sind schließlich keine Ärzte auch wenn sie bissle was über Gesundheit wissen/mitbekommen und auch geschult werden.
 
Damit kein Missverständnis aufkommt: Die TK Tante hat nichts zu entscheiden soweit ich weiß (laut einiger Artikel aber schon, nämlich ob überhaupt der MDK prüfen muss aber da bin ich mir unsicher), die Entscheidung wurde in meinem Fall von MDK, dem medizinischen Dienst der Krankenkassen getroffen.
Und genau da werde ich auch Widerruf einlegen.

Krumm gekommen bin ich ihr nicht. Das Gutachten vom MDK ging erst an die TK und von dort dann an mich.
Weil ich ungeduldig war, hat sie mir am Telefon schon mal ausführlich ne Zusammenfassung gegeben.
Außerdem ist Zopiclon ohnehin nicht zur Langzeitverordnung (4 - 6 Wochen max.) geeignet und wird von den Krankenkassen auch nicht mehr übernommen (das ist relativ neu).

Dafür könnte ich mir Zopiclon leisten, 20 Stück wären Anfangs so 30 Abende guter Schlaf für 15€
Bei medizinischen Cannabis kann ichs noch nicht abschätzen, weil ich auch mehrere Sorten probieren würde.
1. 6% THC + 6% CBD
2. Zweistelliger THC Gehalt und kaum CBD

Was anderes gibts zur Auswahl nicht, vom Gefühl her hätte ich 2/3 THC/CBD am sinnvollsten gefunden aber weil ich die genaue Zusammensetzung bisher nie wusste, müsste ich da rumprobieren.

Und bei der Sorte mit 6/6 THC/CBD hab ich Bedenken, das ich dann ziemlich hoch dosieren muss.
Das ist an sich kein Problem, auf den Preis bezogen aber schon.

Da würd ich bestimmt auf 30 - 40g im Monat kommen, bei 30g wären das 450€.

Das Tieaneurax was ich derzeit tagsüber nehme kostet im Monat ca. 55€.


Also Cannabis als Medizin ist schon arschteuer, noch teurer geworden.
Und Anbauen soll ja keiner dürfen :rolleyes:
Hätt ich überhaupt kein Problem damit, mir 3 Pflanzen auf den Balkon zu stellen.
 
Also 15 € finde ich, sind im Monat, vielleicht noch sehr erträglich, aber das ist halt Chemie und wer weiß was das Zeug für Wechsel- / Nebenwirkungen hat, Gesund wird es auf Dauer nicht unbedingt sein. Ob man dann schnell in eine Abhängigkeit kommt weiß ich allerdings nicht, ich kenne das Präparat nicht. Aber ich bin auch kein Mediziner.

Ansonsten finde ich den Preis von 150 € für 10 Gramm ganz schön hoch, aber ist das ein aktuell gängiger Preis? 10,50 € für medizinisches Cannabis pro Gramm?
Man sollte meinen das die Preise für so etwas aber purzeln werden, wenn so etwas gezielt für den medizinischen Bedarf angebaut wird und in größeren Mengen zu Verfügung steht.

Wenn die Preise mit Selbstbeteiligung wären - selbst dann würde ich versuchen auf die pflanzliche Schiene zu kommen, langfristig würdest du bestimmt besser damit fahren. Klar, muß man auch erst mal das Geld dafür übrig haben - aber wenn man dann a) schmerzfrei ist, b) durch die Nacht kommt - c) auch der Appetit gesteigert wird (bzw. man evtl. auch normal Essen kann) - sind das alles sehr positive und auch recht gesunde Auswirkungen. Chemie setzt dem Körper ja richtig/viel schlimmer zu.

Und wenn dann dadurch Folgeprobleme entstehen durch die Chemie - die dann noch teurer behandelt werden müssen, ist das kein Gewinn würde ich sagen.

Außerdem, ich finde solche Aufrechnungen immer ziemlich dämlich, man sucht sich nicht aus Krank zu sein/werden. Und wenn etwas einem ein Stück Alltag zurückgibt bw. Lebensqualität oder man Arbeitsfähig wird bzw. bleibt, ist dass doch auch ein Gewinn für die Gesellschaft und die bekommt es auf der anderen Seite zurück. Auch wenn die anderen die Kosten dafür mittragen, erstmal.... also, ich hoffe @saddy, du machst dir deswegen kein schlechtes Gewissen.

Aber interessant sind die Rechnungen schon! :)
 
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Neue Untersuchungen legen nahe, dass Cannabis ein Jungbrunnen sein könnte. Untersuchungen bei alten Mäusen haben das gezeigt.

Ein Interview mit einem der Forschungsteilnehmer kann man nachhören.
Cannabis gegen Demenz "Wir wollen keine Mäuse heilen, sondern Menschen"
 
Ich frage mich gerade, kommt das nicht immer auf die äußerlichen Umstände an, wie man stimuliert wird oder eben nicht bei Gebrauch von Cannabis? Okay, hat nichts mit der Studie zu tun direkt... aber die Frage wäre wohl berechtigt.

Edit: Bzw. in wie weit man selbst "stimuliert" ist bzw. "nach außen schaut" und so selbst anregt und von außen hin angeregt wird? Auch durch die Droge?
 
Zuletzt bearbeitet:
Macht schon Sinn was du schreibst, in der Richtung gab es ja auch eine oder mehrere Studien:

Erst hieß es, Kiffen macht dumm.
Dann haben andere Forscher das soziale Umfeld und die Aktivitäten der Konsumenten verglichen.
Resultat: Kiffen senkt nicht den IQ, den ganzen Tag nur mit stumpfen Hohlpfeifen verbingen und sein Hirn nicht fordern macht dumm.

Und sein Hirn zu benutzen ist ja so oder so präventiv bei Demenz.
 
Ja, das wäre auch pauschal mein Gedankengang - das was du sagst, mit Hohlpfeifen die Zeit zu verbringen.... wenn ich angeregt bin (durch die Droge) und meine Umwelt auch bewußter oder anders wahrnehme, als ich es normal tun würde, sind mehr Gehirnzellen an der Wahrnehmung beteiligt als ohne diesen Zusatz.

Das man zwar auch selbst einknicken kann, glaube ich auch, ich halte es aber dennoch für einen konstruktiven Prozess in dem sich die psyche Psychoedukativ (beeinflußt) weiterentwickelt.

Das hilft natürlich einem Schmerzpatient vielleicht weniger, aber auch nur wenn der auf einmal positiv drauf ist, den ganzen Tag tolle Gedanken vor sich herschiebt und er auf einmal, so gut wie, frei ist von seinen Symptomen, ist er ein Gewinn für die Gesellschaft. Und kein schwerer Anker.
 
Gerade bei Fragdenstaat drüber gestolpert:


Sehr interessant, besonders nett finde ich das unterstrichene "und" auf Seite 6. Kreativ sind sie ja
 
Im Lawblog ist folgendes, in Bezug auf legalem Konsum und Autofahren, zu finden.

Seit dem 10. März 2017 ist Cannabis nicht mehr ein (fast immer) verbotenes Betäubungsmittel. Sondern ein Medikament. Möglich wurde dies durch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes. ...

Rumgesprochen hat sich das allerdings noch nicht. So hielt die Polizei vor einigen Tagen einen meiner Mandanten am Steuer seines Wagens an. Dieser wies von sich aus darauf hin, dass er im Rahmen einer ärztlichen Therapie Cannabis auf Rezept bezieht

Man fuhr das volle Programm. Also Beschlagnahme des Führerscheins, Verbot der Weiterfahrt, Blutprobe.

Cannabis entsprechend ärztlicher Verordnung = zugelassenes Arzneimittel = kein Bußgeld für Autofahrer unter Cannabiseinfluss. Daran werden sich Polizei, Staatsanwälte und Gerichte also gewöhnen müssen. Es ist mein erster Fall nach der neuen Rechtslage, deshalb wage ich momentan noch keine Prognose, ob der eine oder andere Jurist hier nicht doch noch eine Hintertür suchen wird. Weil ja nicht sein kann, dass man seit Jahrzehnten unter Aufbietung gewaltiger Ressourcen Cannabiskonsumenten kriminalisiert.
Und jetzt dürfen diese nicht nur high sein, sondern auch noch Auto fahren!

 
Ich bin stark dagegen.
Entweder kann man Autofahren, oder nicht. Ein Rezept ändert doch die Wirkung nicht. :mad:
 
Ich bin stark dagegen.
Entweder kann man Autofahren, oder nicht. Ein Rezept ändert doch die Wirkung nicht. :mad:
Genau das ist ja das interessante Fakt. Bis jetzt wurde ja immer das ganz große Fass aufgemacht, wenn man jemanden mit auch nur ein bisschen Wirkstoff im Blut erwischt hat. MPU und und und.
Jetzt dürfte das ins Wanken kommen, da man nachweisen müsste, dass die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt ist, sprich man wird neue Grenzen festsetzen müssen.
 
@TBow:
Ich seh den Fehler da allerdings an anderer Stelle:

Es deckt imo. die Gesetzeslücke auf, dass man unter Medikamenteneinfluss Autofahren darf, auch vorher schon durfte.

(Und bevor jetzt jemand mit "mimimi ich brauch ja mein Auto" um die Ecke kommt: Ist mir doch egal, meine Sicherheit ist mir wichtiger als deine logistischen Probleme)
 
Es deckt imo. die Gesetzeslücke auf, dass man unter Medikamenteneinfluss Autofahren darf, auch vorher schon durfte.
Solange die "Fahrtüchtigkeit" nicht eingeschränkt ist, ists schnuppe, was man legal im Körper hat. Das wird nun der Gradmesser sein.
 
Zur Klarstellung:
Ich rede über Substanzen welche die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.
 
Zur Klarstellung:
Ich rede über Substanzen welche die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.
Genau darum geht es in
Alk -> Grenze definiert.
Gras -> Beim kleinsten Rest im Körper handelt man schon strafbar,
Gras "Neu": Beim kleinsten Rest im Körper handelt man noch immer strafbar, es sei denn, man hat ein Rezept dafür.
 
@TBow:
Cannabis entsprechend ärztlicher Verordnung = zugelassenes Arzneimittel = kein Bußgeld für Autofahrer unter Cannabiseinfluss

Ich hatte Cannabiseinfluss als "bekifft Autofahren" und nicht "kleinste Restmengen" interpretiert.
Eventuell liegt da der Fehler.
 
Exakt, da liegt er. Es gibt bis jetzt keine Bestrebungen zu bestimmen wie sehr jemand bekifft und somit fahruntüchtig ist. Ob völlig verstrahlt oder vor einer Woche mal an nem Joint gezogen, beides zieht exakt die selben, massivst drakonischen Bestrafungen nach sich. Unhaltbar, gerade wenn Cannabis teil der ärztlichen Therapie von jemandem ist.
 
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