Also ich habe das Tutorial komplett gespielt als der zweite Teil eingeführt wurde und finde es ganz gut. Gerade der zweite Teil bringt den Neulingen die Grundlagen ganz gut bei. Die Fortsetzung der Steuerung behandelt Sachen wie den Courier, TP-Rollen, den Stash und die Minimap. Danach gibt es ein kleines Video in dem man alle wichtigen Orte und die Funktion sieht (Runen, Rosh, Shops, etc). Im Anschluss gibt es dann verschiedene Modi in denen man Schritt für Schritt das Spielprinzip lernen kann. Man spielt mit begrenztem Heldenpool aus "leichten" Helden gegen einen Bot in der Mitte und muss die ersten zwei Tower pushen. Danach spielt man ein "richtiges" Spiel gegen Bots, hat aber noch immer den beschränkten Heldenpool. Beides kann man 10 mal wiederholen und bekommt dafür eine kleine Belohnung (Items für den Sniper). Der letzt Schritt ist momentan ein Spiel gegen richtige Spieler mit beschränktem Pool.
So gut das Tutorial auch sein mag, es wird niemals reichen. Es ist einfach zwingend notwendig, dass man alle Helden, alle Fähigkeiten und alle Items kennt, sonst wird man meistens verlieren. Das erfordet einfach eine gewisse Menge an "Arbeit". Wenn man nicht dazu bereit ist wird man auch niemals vorwärts kommen. Das schreckt (verstädnlicher Weise) viele Neulinge ab. In meinen Augen ist das aber ein Problem das man nicht lösen kann. Auch die Ingame-Guides sind da eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Man kann zwar stumpf nach einem Guide spielen und die vorgeschlagenen Skills/items nutzen, aber man ist nicht flexibel genug. Wenn man nicht weiß was der Gegner kann hat man es unglaublich schwer.
Mal sehen wann das Tutor-System kommt. Das könnte tatsächlich etwas ändern. Ein Ansprechpartner ist unglaublich wertvoll und erleichtert den Einstieg maßgeblich. Evtl ändert sich dadurch sogar ein wenig die Communtiy. Wenn man von Anfang an in die Community integriert wird und ein wenig "geführt" wird, entsteht vllt weniger Frust und Geflame.
Ich habe jetzt 427h in Dota verbracht und wollte das Spiel (mit einem Kumpel zusammen) 5 Leuten näher bringen. 3 war es zu viel Aufwand. Die Masse an Helden und Items war ihnen einfach zu viel. Die anderen 2 wurden in Skype gedrillt und beraten. Der Aufwand hat sich gelohnt, mit mehr Leuten macht es einfach wesentlich mehr Spaß. Wenn man mit 4 oder 5 Leuten spielt hat das Matchmaking auch kaum eine Chance zu versagen.
Die Idee des MM, wie Valve es vor kurzem vorgestellt hat, ist grundsätzlich nicht schlecht, aber für Dota einfach ungeeignet. Es werden 10 Leute mit passendem elo gesucht und in einen Topf geworfen. Welche Rolle/Helden die Leute spielen findet aber keinerlei Berücksichtigung. Wenn dann der Kacknoob den Hardcarry nimmt ist das Spiel meistens schon gelaufen. In einem 5er Team mag das kein Problem sein, da man dem Kacknoob einfach sagt welche Rolle/Helden er spielen soll, aber als 2er oder 3er Team ist das schon problematisch. Seitdem die Siege und das LvL auch entfernt wurden kann man null Aussage über die Fähigkeiten seiner Mitspieler mehr treffen und muss blind entscheiden.
Ein kleines (fiktives) Beispiel zur Veranschaulichung:
Ich spiele mit 2 Kumpels und wir haben alle ein elo von 2000. Wir bekommen also 2 Randoms ins Team. Die Randoms haben ein elo von 1000 und picken beide in den ersten 3 Sekunden einen Hardcarry.
Die Gegner sind ein 5er Team und haben ebenfalls 3 2000er und 2 1000er. Die Gegner sprechen sich ab und die "Schlechten" nehmen z.B. Supporthelden wie den Warlock.
Theoretisch ist das Spiel vollkommen ausgeglichen, praktisch ist es in 9/10 Fällen aber schon verloren.
p.s.
Mein Lieblingsheld ist ganz klar Timbersaw
Leider ist er im Lategame nicht mehr ganz so sinnvoll, macht aber immer wieder unglaublich viel Spaß. Der Typ ist einfach Irre und seine Sprüche sind die besten
