[Entertainment] Dismaland: Banksy präsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

[img=right]https://www.picflash.org/img/2015/09/04/Screenshotfrom2015-09-04094627RCO3BU.png[/img]Mit seiner bisher größten Installation, einem düsteren Anti-Vergnügungspark nahe Bristol im Südwesten Englands, sorgt der britische Street-Artist Banksy derzeit für Aufsehen. Gemeinsam mit rund 50 internationalen Künstlern wurde auf 10.000 m[SUP]2[/SUP] das voller gesellschaftskritischer Installation geschaffen.

Das Wortspiel Dismaland, eine offensichtliche Anspielung auf Disneyland, bedeutet so viel wie Düster-Land oder trostloses Land und bietet neben seinen gelangweilten und unfreundlichen Mitarbeitern eine Vielzahl gesellschaftskritischer Attraktionen.

Am Eingang erwartet die Besucher ein Security-Check, wie man ihn von Flughäfen kennt, danach geht es weiter zu Aschenputtel, die mit ihrer Pferdekutsche verunglückt ist und dabei von Paparazzi belagert wird. Kinder können ferngesteuerte Boote voller Flüchtlinge über eine Miniaturausgabe des Ärmelkanals lenken und bekommen schwarze Luftballons mit der Aufschrift "I am imbecile", was so viel bedeutet wie: "Ich bin schwachsinnig". Tickets für den Bemusement Park sind rasch ausverkauft und kosten nur drei Pfund, weshalb sich Besucher auf stundenlange Wartezeiten einstellen müssen.

Banksy, dessen Identität bislang öffentlich nicht bekannt ist, wurde durch seine kritischen Schablonengraffiti in Bristol und London bekannt, wobei er sich gerne der Taktiken der Kommunikationsguerilla bediente. 2005 wurden Banksys Remakes von klassischen Gemälden, in die er Elemente aus Star Wars oder Autowracks verpackte in großen Kunstgalerien wie der Tate Modern, dem New Yorker Museum of Modern Art oder auch dem Louvre gefunden. Bilder von Überwachungskameras zeigen den Künstler, wie er verkleidet mit Trench Coat, großem Hut und Brille seine Gemälde illegal in den Museen aufhängt. Die Dokumentation " " gibt Einblick in das Werk des Künstlers und seiner Zeitgenossen und zeigt beeindruckende Arbeiten und Aktionen die Abseits von Kommerz und Gewinnorientierung entstehen.



Quellen





 
Re: Dismaland: Banksy päsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

Da muss ich hin. Ich hasse Spass
 
Re: Dismaland: Banksy päsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

Woher hat Banksy überhaupt Geld für sowas?
 
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  • #4
Re: Dismaland: Banksy päsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

Hatten hier im Büro grade auch die gleiche Diskussion. Mein Kollege meinte, er hätte sowas wie einen Mäzen. Durch den Verkauf der Bilder/Installation sowie Galerien und Ausstellungen kommt sicherlich auch eine große Menge an Kohle zusammen. Streetart wurde in den letzten Jahren ja sehr stark gehyped und fantastilliarden dafür bezahlt. Vielleicht ist er auch selbst "glücklich" geboren und muss sich um Kohle keine Gedanken machen.

Die Leute, die daran mitgearbeitet haben sind ja zum Teil, wie wahrscheinlich Banksy selbst, nicht mehr die Jüngsten. Da werden wohl einige von ihnen auch pro bono mitarbeiten und finanzieren, weil sie schon in einer Liga spielen, wo Geld nicht mehr die Hauptrolle speilt. Jimmy Cauty z. B. war Mitglied von KLF, einer der größten Pop Kombos der 90er und hat 1994 in Schottland öffentlich .

Wie auch bei anderen Künstlern, steckt hinter dem Namen Banksy sicherlich nicht nur eine Person, sondern eine ganze Gruppe von Leuten. Bei "Exit through the gift shop" sieht man das ja am Beispiel von Shepard Fairey ganz gut.
 
Re: Dismaland: Banksy päsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

war noch über durch die Eroberung von Hipster-Country :)
 
Re: Dismaland: Banksy päsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

Was für ein scheiß.
 
Re: Dismaland: Banksy päsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

Banksy ist David Cameron und seine Coups finanziert er mit Steuergeldern.

EDIT: Wer mir nicht glaubt: Habt ihr schon mal Banksy und David Cameron in einem Raum gesehen?
 
Hab mal schnell das fehlende "r" im Titel ergänzt ;)

Finde das eigentlich eine witzige Idee, öfter mal was Neues ;)
 
Re: Dismaland: Banksy päsentiert den ersten Anti-Vergnügungspark

Hatten hier im Büro grade auch die gleiche Diskussion. Mein Kollege meinte, er hätte sowas wie einen Mäzen. Durch den Verkauf der Bilder/Installation sowie Galerien und Ausstellungen kommt sicherlich auch eine große Menge an Kohle zusammen.
Ich dachte er hätte die Bilder dort illegal ausgestellt/ reingeschmuggelt. Damit dürfte er nicht gerade viel Gewinn gemacht haben.
Wieso sollte er nicht so viel Geld haben? Es gibt reiche Leute, sei es durch Erbe oder durch glückliche Geschäfte (Öl, Diamanten, Unternehmen ..)
Die stehen nicht alle im Mittelpunkt der Gesellschaft, der eine vertreibt sich die Zeit mit schnellen Autos, der andere mit Streetart. Wieso denn auch nicht, wenn man das nötige Kleingeld hat? Kann natürlich auch sein, dass er einen oder mehrere Sponsoren hat. :unknown:
 
Den Unterschied von Kunst & Kommerz innerhalb der Street-Art zeigt die oben erwähnte Doku "Exit Through The Gift Shop" sehr gut. (Gibts auf YT, mit DE-Sperre was sonst) :T

--- [2015-09-06 17:35 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

für mich als Kunstlaien ist Street Art, oder auch Events wie die "Burning Man-Festivals", interessanter als so manch traditionelle Ausstellung und Kunstform.
 
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