Die Wüste lebt

Was die AfD-Wähler anbelangt: Die armen sind mitleidsbedürftig. Wie kann jemand nur so tief fallen, geistig und moralisch?
[...]
Solche Deppen braucht keine Partei als Wähler, im Gegenteil.
Ich hoffe, du hast bei dieser Aussage nur die Sarkasmustags vergessen.

Ansonsten müsste man dich ernsthaft fragen, ob dir der Helm brennt.

Eine Wählergruppe von über 10% derart abwertend und pauschal als mitleidsbedürftige Deppen zu verunglimpfen kann ja wohl unmöglich dein Ernst sein.:eek:
 
Eine Wählergruppe von über 10% derart abwertend und pauschal als mitleidsbedürftige Deppen zu verunglimpfen kann ja wohl unmöglich dein Ernst sein.:eek:
Warum? Es gibt andere Parteien, die sogar von noch mehr Deppen gewählt werden. Gut, die sind vielleicht nicht unbedingt zu bemitleiden. Aber Deppen sind es trotzdem. :p
 
@Promillus:

Möchtest du, dass ich Anwesende ausschließe? Kann ich gerne machen, so sehr hänge ich nicht am Absolutheitsanspruch. Sarkasmus ist es natürlich, sollte für jeden erkennbar sein, relativiert aber meine Aussagen nicht, es ist ja keine Ironie.

Also brennt mir wohl mein Helm. Rufst du jetzt die Feuerwehr?

Sagen wir einfach, ich habe eine aufrichte Abneigung gegen das politische Wesen eines jeden AfD-Wählers, egal weshalb er sie gewählt hat.
 
Ich kann deine Gedanken nicht im Geringsten nachvollziehen, selbst deinen Vergleich nicht, obwohl Vergleiche normalerweise eher einleuchtend sind. Vielleicht liegt es daran, dass ein solcher Wahlspruch bei anderen Parteien als der AfD und NPD eben gerade nicht nationalistisch gemeint ist (oder, wie bei CDU & CSU, einfach nicht zum Profil passt). Du setzt gleich, was nicht gleich ist.

Apfel != Birne; Apfel != Birne... Vielleicht lernst du so irgendwann, Verschiedenes unterscheiden zu können.
 
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  • #26
Vielleicht lernst du so irgendwann, Verschiedenes unterscheiden zu können.

Vielleicht lernst Du irgendwann, Identisches trotz verschiedenen Labels identifizieren zu können.

Aber das schafft man nie, wenn man von allem weiß, wo es herkommt, und von nichts, was es ist.
 
Hummelhummel.

Was da Passiert müsste doch eigentlich für jeden, der mal einen Schritt zurück tritt offensichtlich sein.
Ich treffe einfach mal folgende Annahmen:
1. Die Mehrheit der Wähler, hat keine Lust/Zeit sich mit der Materie Politik auseinander zu setzen.
2. Die Mehrheit der Wähler bekommt seine Informationen aus Zeitungen/Radio und Fernsehen.
3. Die Mehrheit der Wähle bekommt diese aus konventionellen Zeitungen und Radio-,Fernsehnachichten.
4. Die Mehrheit der Wähler hat gar nicht genug Hintergrundwissen (Mangels Zeit, Lust Interesse) um die Vorgänge zu verstehen.
5. Seedy bildet dabei keine Ausnahme.

Jetzt nehmen wir mal den Beispielfall:
Ich lese in der Zeitung, dass Deutschland hoch verschuldet ist.
Ich lese in der Zeitung, dass Griechenland Milliarden bekommt.

Ich Frage mich, wieso geben wir Geld, dass wir nicht haben aus?

Die anderen Vorgänge, z.B. Das dieses Geld nie auch nur ein Grieche in der Hand hatte.
Das damit Schulden bei deutschen Unternehmen zurück gezahlt wurden.
und überhaupt und so,
Diese Informationen sind zu Lang, zu Komplex und zu Verwirrend um sie zwischen 13.00 und 13.30 aufnehmen zu können, bis ich wieder Schaltkästen verdrahte, Rechner zusammen Schraube oder Frau Müller ein neues Sparbuch andrehe.
Die hintergründe passen auch nicht in 15min Tagesschau.
Geschweige denn sie mal zwischen (billigen Pophit) und (ekligen 80s track) zu quetschen.

Ich sehe also ein vordergründiges Problem, was von meiner Regierung anscheinend nicht fach gerecht bewältigt wird.
Ob das Problem nun wirklich ein Problem ist, oder nur die Maske für ein anderes Problem, oder vllt sogar nur ein Symptom einer Systemproblematik ist.
Das bleibt mir verborgen.
Jetzt kommt jemand, der mir sagt, dass er das Problem lösen könnte.
Er macht dies mit einem schicken Doktortitel, er macht dies mit einem Seriös wirkenden ton.
Und schicken Slogans.

Das hat nicht konkret immer was mit Dummheit zu tun.
Oft auch Zeit oder Interessen Mangel.

Und wer quält sich schon gerne mit Muttis Alternativlosigkeit, Gysis elenden Monologen, Röslers trännenreichen Anklagen (ach den gibts ja nimmer) oder Gluckes Arrogantem rumgetunte?

Aber auch da hab ich wieder nicht die Zeit/Fähigkeit/Lust dahinter zu blicken ob das auch stimmt.


Wir die wir hier versammelt sind, einigt zumindest das Interesse an Politik, auch wenn wir zu unterschiedlichen Schlüssen kommen und uns teilweise nicht besonders gut riechen können. Da fehlt oft der Blick über den Tellerrand, dass ein Großteil dieses Interesse eben nicht haben.
Wer von euch vernachlässigt nicht aus Zeit gründen das ein oder andere eigentlich wichtige?

Das ist zumindest für mich eine erklärung ffür den zuwachs bei AFD und Linke, und dem abstieg von CSDUP90
 
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  • #28
Das hat nicht konkret immer was mit Dummheit zu tun.
Oft auch Zeit oder Interessen Mangel.

Weder noch, würde ich denken. Andernfalls müsste die Parteipreferenz allein vom politischen Interesse abhängen, also davon, wieviel Zeit sich jemand für politische Informationen nimmt. Das beste Beispiel dafür, dass diese Annahme falsch ist, liefert doch gerade die AfD, die auch von gut informierten Bürgern gewählt worden ist und zum Vorsitzenden einen waschechten Professor hat.

Um eines meiner allseits beliebten Beispiele aus unserer Geschiche zu bringen: Die NSDAP wurde von den bildungsfernen Schichten weder gewählt noch gemacht, sondern sie wurde maßgeblich gefördert von engagierten deutschen Bürgern, die daran glaubten.

Lange bevor die NSDAP Regierungsmacht besaß, hatte sie schon die ASTEN erobert nachzulesen im Buch "Deutsche Studenten auf dem Weg ins Dritte Reich".
 

Um das zu prüfen, bräuchten wir jetzt mal Statistik, wie viele AFD Wähler, welchen Bildungsgrad und welche politische Bildung haben.


Wenn meine vorherige Annahme, dass es sich um die die Wählerschaft handelt, die vordergründig einfache Lösungen sucht zwar nicht falsifiziert, jedoch auch keine ausreichende, befriedigende Antwort gibt.

Müssen wir mal schauen, was denn den gebildeten Wähler zur AFD treiben könnte.

Fakt ist jedoch ganz klar:
Wer eine neue Partei wählt, tut dies weil er sich dadurch eine Verbesserung erhofft.
 
Was die AfD-Wähler anbelangt: Die armen sind mitleidsbedürftig. Wie kann jemand nur so tief fallen, geistig und moralisch? Viele haben vorher "normale" Parteien gewählt -

fak: wie blöd zu glauben, es würde etwas ändern, eine vermeintlich anormale partei zu wählen. wie geistig und moralisch muss man fallen, um zu glauben, mit dem setzen eines kreuzes an anderer stelle würde man etwas am status quo ändern.
 
Demokratie ist leider mühsam. Viel mehr ist zum Gejammere hier nicht zu sagen.
 
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  • #32
Fakt ist jedoch ganz klar:
Wer eine neue Partei wählt, tut dies weil er sich dadurch eine Verbesserung erhofft.

Womit wir bei der Frage sind, was die Leute unter bestimmten Umständen zu einem bestimmten Zeitpunkt unter einer Verbesserung verstehen, oder, vielleicht besser gesagt, als Verbesserung empfinden.

Der Mensch lebt nicht von Brot allein, oft geht es auch um den Platz in der Hackordnung, und dann verhalten die Leute sich vollkommen irrational, gemessen an den ökonomischen Vorteilen, die ihre Entscheidung mit sich bringt. Im Extremfall opfern sie sogar ihren Schmuck und legen ihr Vermögen in Kriegsanleihen an.

Ich glaube nicht, dass sich die AfD-Wähler von der Partei „mehr netto vom brutto“ versprechen, überhaupt glaube ich, dass das ökonomische Kalkül nicht der wahre Grund für ihre Entscheidung ist – so blöde sind die Leute doch nicht – sondern eine vorgeschobene Rationalisierung. Sie bescheißen sich selbst wider besseres Wissen.

Es geht um den Rang in der internationalen Hackordnung, um das „Wir sind wieder wer, wir sind Weltspitze“, wie beim Fußball. Insofern überrascht der Wahlerfolg der AfD mich nicht, er hatte sich schon bei der Reaktion auf die NSA-Affäre angedeutet. Zunächst kam sie nicht richtig in Schwung, den entscheidenden Schub erfuhr sie durch das Abhören des Kanzlerinnen-Handys. Nur hat die Merkel hier keineswegs besonders viele Freunde oder Fans, aber die Verdammungsredeschlacht hier im Forum war gewaltig. Warum? Ein nationales Symbol war angegriffen worden, der oberste Deutsche, stellvertretend für alle Deutschen.

Die Reaktion war ein allgemeines Nationales Erwachen, das verrückter gar nicht hätte sein können, weil alle Geheimdienste im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Gleiche wie die NSA machen. Als dann herauskam, dass der BND keine Ausnahme macht, wurde es um die NSA-Affäre schnell still.

Aber die Hysterie bei ihrem Ausbruch zeigt doch deutlich, dass da in den Köpfen ein böser Nationalismus schlummert, der nur darauf wartet, wachgeküsst zu werden.
 
Vielleicht stört einfach immer mehr Bürger, von einer Gruppe regiert zu werden,
  • die die Meinung des Volkes nicht im Geringsten interessiert
  • die bis zu den Schuhspitzen im Arsch der USA steckt
  • die unangenehme Gesetze ständig mit der EU und deren Vorgaben rechtfertigt - einer ursprünglich guten Idee, die sich in eine Diktatur der Bürokraten als Marionetten von Konzerninteressen verwandelt hat.

Und bessere Alternativen gibt es leider nicht, die Piraten haben es versaut oder eher, es sich von der Presse versauen lassen.

Des weiteren wird die AfD ständig in die braune Ecke gestellt, aber außer dass deren Vorsitzender mal bei den Republikanern war, kam da bisher kein Argument.
Über Görings "Wer Jude Nazi ist, bestimme ich" sollten wir eigentlich schon lange hinaus sein
 
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  • #34
Des weiteren wird die AfD ständig in die braune Ecke gestellt, aber außer dass deren Vorsitzender mal bei den Republikanern war, kam da bisher kein Argument.

Informiere Dich.

Die AfD und der Kampf um die Identität

Bereits im Vorfeld der Landtagswahlen gaben die Spitzenkandidaten beider Bundesländer in ihren Aussagen Raum für rechtsextremes Gedankengut: "Die AfD ist die letzte evolutionäre Chance für unser Land", sagte etwa Björn Höcke aus Thüringen. Es bestehe die große "Gefahr, dass Europa ein vom Islam dominierter Kontinent" werde. Moscheen mit Minaretten seien ein "Symbol für Landnahme". Die AfD müsse den Verlust der deutschen Identität stoppen.

Im Gespräch mit der ARD-Sendung "Monitor" sagte Höcke: "Heimat ist dort, wo man sich nicht erklären muss. Diese Identität wird durch einen zu großen Zustrom von Einwanderern gefährdet."

Die "Identität" sei Frank Decker zufolge das zentrale Konzept der Neuen Rechten in Europa. Die AfD führe alle Debatten wertebezogen. So auch die Euro-Rettungspolitik: "Auch hier geht es der AfD um Identität, um den Rückzug ins Nationale und die Ablehnung, für die Schulden anderer Länder geradezustehen", so Decker. Unter dem Deckmantel des Konzepts der Identität könnten rechtsextreme Ideologien gedeihen.

Ob sich durch den Wahlerfolg der AfD rechtsextremes Gedankengut breit macht, hält Decker für fraglich. "In Ostdeutschland gibt es im internationalen Vergleich ein hohes Niveau an rechtsextremen Gewalttaten. Wenn diese rechte Gesinnung durch die AfD eine parlamentarische Stimme bekommt – und diese Gefahr besteht, weil die AfD mit Fremdenfeindlichkeit Stimmung macht – dann könnten rechtsextreme Gewalttaten legitimiert und befördert werden.“

Doch Beispiele in Europa bewiesen das Gegenteil, erinnert Decker. So sei der Erfolg des französischen Front National mit keinem Anstieg rechtsextremer Gewalttaten einher gegangen. "Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die AfD rechtsextreme Gewaltbereitschaft kanalisiert und damit absorbiert", so Decker.

 
Der Text darauf: "Banken brauchen Schranken". Das Lustige daran: Dieser blöde Spruch hätte auch von der Linkspartei plakatiert worden sein können. Und die Linkspartei ist genau der Verein, dem Du mehr Erfolg wünschst. Meiner Ansicht nach spielt dieser Verein immer wieder populistisch die nationale Karte, aber er tut es halbherzig und schlechten Gewissensl.

Haftungsgemeinschaft / Haftungsunion / Währungsunion

Die Bundesregierung und die deutschen Banken haben sich bereits gegen eine Bankenunion ausgesprochen. Sie fürchten um die stabile deutsche Einlagensicherung. Eine gemeinsame Einlagensicherung könnte die angeschlossenen Banken stabilisieren, weil sie die Angst vor der Zahlungsunfähigkeit verringert und damit das Risiko, dass Kunden während einer Krise panisch ihre Geld abheben ("Bank Run").

Von einem gemeinschaftlichen System würden aber vor allem die schwachen Banken in Krisenstaaten profitieren, während starke Banken und deren Kunden letztlich mit ihrem Geld für die eingegangenen Risiken anderer gerade stehen müssten.

Stand 2012

2012 hat die Bundesregierung davor noch gewarnt. Nun hat sie sich dafür entschieden. Also der Spruch könnte also auch von der CDU stammen, wenn sie sich nicht umentschieden hätten.
Das eigentlich schlimme ist, dass man sich nicht über die Währungsunion unterhält. Stattdessen will man eher von solchen Themen ablenken und diskutiert über belanglosere Sachen, wie:
ist der Spruch der AfD ... oder ...

Genauso könnte man über den Inhalt der CDU Plakete diskutieren.
 
Da hast du recht...

Ich kannte von der Titanic legendäre Werke aus diversen StudiVZ-Gruppen.
Als ich sie dann das erste mal las, war ich ziemlich enttäuscht.

Später habe ich dann mal gelesen, dass all die guten Leute längst weg sind...
 
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