Die "Erfolge" der AfD

Arme und Reiche sind nicht mehr oder minder Kriminell, es unterscheidet sich nur in der Form, Reiche begehen eher Steuerhinterziehung und Co. während arme Menschen eher klauen (evtl. aus Not) - (oder Körperverletzung und ähnliches begehen).

Mehr oder weniger Bildung sagt meines Wissens dann nur aus, wie hoch der Grad der Gewalt ist - jemand der "ungebildet" ist, ist unter Umständen "brutaler", als jemand mit Bildung, da gebildete Menschen oft eine höhere Empathie besitzen als weniger ausgeprägte Charakter...
 
Jein. Kriminalität ist komplex, wie dieser grauenvoll geschriebene Text zeigt:
Die Neigung zu strafbaren Regelverletzungen ist potenziell in allen Menschen angelegt, auch wenn schwere Delikte nur von einer Minderheit verübt werden. Die Menschen einschließlich der Jugendlichen sind heutzutage nicht schlechter, als sie es früher waren. Es gibt allerdings mehr Gefährdungen, mehr Gelegenheiten zur Kriminalität und weniger Hilfen und Schutz durch die Einbindung in ein festes Sozialgefüge, insbesondere die Familie. Hinzu kommt, dass die Freiräume für Jugendliche vor allem in den Städten immer enger geworden sind.


Dazu auch:
Auch die "Ausländerkriminalität" beweist, wie Kriminalität durch gesellschaftliche Umstände gefördert werden kann. Zugewanderte Menschen sind nicht als solche krimineller. Sie sind aber zusätzlich zu dem Kulturkonflikt, in den zumindest die erste und zweite Generation geraten ist, oft erheblich gesellschaftlich benachteiligt. Aus kriminalpolitischer Sicht kann ihre Integration Kriminalität verringern. Wer sich mit der Gesellschaft identifiziert, wird mit geringerer Wahrscheinlichkeit Straftaten gegen sie begehen. Gesellschaftliche Veränderungen sind nicht im Gerichtssaal durch ein Strafurteil herbeizuführen. Die Strafjustiz kann aber ihren Teil dazu beitragen, indem Kriminalitätsursachen ernst genommen und Kriminalitätsgefährdungen mit Sanktionen nicht noch vergrößert werden. Dazu ist Verständnis erforderlich sowie die Vermeidung von unnötigen Stigmatisierungen.
 
Was ich nicht so recht verstehe: warum sind die "alten" Nordländer so AfD-Resistent:

Nds neulich 6,2%
SH in diesem Jahr 5,9%
.
.
RP 2016 12,6%
BW 2016 15,1%
--------------------------
Bundestagswahl 2017 12,6%

Das scheint sich auf den Westen zu beschränken.

Brandenburg 2014 12,2%
MV 2016 20,8%

Ich weiß nicht, ob das hier schon reflektiert wurde.
Ernsthafte Gedanken zum Nordwesten Deutschlands in dieser Frage fänd ich hilfreich.
 
Stoiber sagte ja nach der Niedersachsen-Wahl, die CDU hätte dort wegen Merkels Flüchtlingspolitik Wähler verloren - dann hätten aber die rechten Parteien dort kräftig zulegen müssen.
Wenn mir die CDU zu links geworden ist wähle ich doch nicht etwas noch linkeres

Vor allem hat die CDU nur 2,4% verloren, die SPD aber 4,3% gewonnen.
Wirklich viel verloren haben die Grünen (-5,0%)
 
Schon beim Antisemitismus kennt man ein Süd/Nord-Gefälle von der Hochburg Österreich ins liberale protestantische Norddeutschland, schon im 19. Jahrhundert.

Vielleicht spielen religiös geprägte kulturelle Unterschiede ja auch bei der Fremdenfeindlichkeit in Zeiten der AfD mit eine Rolle.

kopie von afd.png
 
Ich weiß nicht, ob das hier schon reflektiert wurde.
Ernsthafte Gedanken zum Nordwesten Deutschlands in dieser Frage fänd ich hilfreich.

Das ist eine interessante Frage die ich mir selber auch schon öfter gestellt habe.
Leider gibt es da wohl wenig wissenschaftliches, aber eventuell können wir uns dem ja mal versuchen zu nähern.
 
Vielleicht liegt es ja an der norddeutschen Mentalität?
Vielleicht liegt es ja daran, dass Flüchtlinge eher im Süden von Deutschland ankommen?
 
Vielleicht liegt es ja daran, dass Flüchtlinge eher im Süden von Deutschland ankommen?

Das würde nur funktionieren, wenn Zahl an Flüchtlingen mit Zahl an AFD Wählern direkt zusammen hängen würde.
Das tut es nachweislich leider nicht.
 
Vielleicht liegt es ja an der norddeutschen Mentalität?
Vielleicht liegt es ja daran, dass Flüchtlinge eher im Süden von Deutschland ankommen?

Ja. Da wo die wenigsten Flüchtlinge leben, gibt's die grössten Vorurteile und die meisten Stimmen für die AfD. Komisch, dass es immer noch Leute gibt, die den Zusammenhang noch nicht kennen.
 
Ich habe mich kürzlich mit einem Friesen unterhalten. Der sagte, bei ihnen gäbe es zahlreiche Flüchtlinge.(muß nichts heißen)

OT:
Das Lustige war, als er mir erklärte, woran man die Flüchtlinge erkennen würde.

An den Fahrrädern ohne E-Motor. Auf dem Land hat quasi jeder mittlerweile so ein Teil mit Tretunterstützung und die dadurch überzähligen Drahtesel wurden gespendet.
 
Wenn wir davon ausgehen, dass die meisten AfD-Wähler Protestwähler sind, dann scheint es im Nord-Westen einfach wenige Gründe zu geben, der Regierung den Mittelfinger zu zeigen. Vll. sind die Parteien dort auch einfach nicht nach rechts gerückt, wie in anderen Teilen.
 
Naja,
als deutscher ist man sich dessen wohl nicht wirklich ernsthaft bewusst bzw. scherzt mehr darüber als diese ernst zu nehmen, wenn man jedoch als außenstehender auf Deutschland blickt fallen einem schon kulturelle Unterschiede auf.

Der Nordwesten ist generell eher eine ruhigere Gegend.
Vom Pott bis nach Kiel ist es hier ehr "Mach dein Ding, aber geh mir nicht auf den Senkel".
Außerdem sind Hamburg und Bremen als Hansestädte generell eher liberal.

Die Bayern sind z.B. generell eher eigen.
Die mögen halt generell nichts von außen.
Sie sehen sich in der Regel auch weniger als deutsche, als mehr als Bayern.
Deswegen ist es auch eines der wenigen Gebiete die eine aktive Unabhängigkeitsbewegung haben.

Der Osten war 60 Jahre getrennt, das darf man nicht vergessen.
Für viele dort ist mit der Mauer nicht nur alles gut geworden, es ist auch eine Identität weggebrochen.
Ein ganzer autoritärer Staatsapparat ist verschwunden.
Die unterschiedliche Geschichte übe eine so lange Zeit hinterlässt spuren.
Ich, mit Mitte 20, bin zum Mauerfall geboren, mein Vater wäre noch mit FDJ und Hammer/Zirkel/Eichenlaub aufgewachsen, wie soll das einfach so aus den Köpfen verschwinden?


Ich rede da jetzt nicht wirklich von besser/schlechter.
Nur denke ich das solche Dinge nicht nur Einfluss darauf nehmen wie man wählt, sondern auch wie die lokalen Parteien sind.

Wir wissen das es bei anderen Ländern diese geschichtlichen und kulturellen Unterschiede gibt.
Warum sollte es das bei uns nicht?
 
Gauland und Meuthen haben nach dem Nds-Desaster auch was von . Demnach würde gelten:
  • Protestanten sind schlecht für die AfD (Nds, MV, HB, HH)
  • Katholiken sind schon besser (BW [?], RP)
  • am allerbesten aber sind Atheisten (DDR)

Ob Atheisten eher rechtem Gedankengut zugewandt sind, wurde m.W. noch nicht untersucht.
Jedenfalls bin ich auf die Bayernwahl gespannt (viele protestantische Wahlkreise in Mittel- und Oberfranken).
 
@KaPiTN:



Eben kein Antisemit sondern ein Judenhasser was ihn auch als Rassisten qualifiziert da:
Juden == Volkstamm/Ethnie. Judentum == Religion. somit kann es auch atheistische Juden geben
Ergo:
Judenhasser == Rassisten.



Wegen längerer Auszeit (durch Krankheit) hab ich den Scheiss von dir erst jetzt gelesen.

Wie doof muss man eigentlich sein, um so eine Unterstellung von sich zu geben?
Dein Kumpel KapitN natürlich wieder genauso erbärmlich in seinem wirren Getippsel!

Und nochmals: Die AfD ist und bleibt für mich in ihren Ansichten und Vorstellungen unwählbar.

Aber Hauptsache, die Trolle hier können Meinungsgegnern immer gleich Rassismus und Rechtsradikalismus unetrstellen. Ärmlich! Wirklich!
 
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