Der Auto-Stammtisch

Wenn man das Teil (Auto) aber nur für die Stadt benötigt wäre es doch besser und billiger einfach die Öffentlichen zu nehmen :D Da spart man am Ende am meisten...
 
Niemals. Für ein Monatsticket müsste ich, glaub ich, um die 70Euro im Monat bezahlen. Soviel kostet mich Sprit und Versicherung nicht im Monat (zumindest beim kleinen Mazda2). Dazu Zeitersparniss und nicht an Fahrpläne gebunden zu sein.
 
Ist ja nicht nur der Sprit und die Versicherung. Wenn man die Anschaffungskosten, Wertverlust, Steuer, Versicherung, Benzin und eventuell anfallende Reparaturen dazu rechnet kostet ein Auto auch wesentlich mehr. Aber ich bin trotzdem bei dir, ich hab auch lieber mein Auto und kann dadurch flexibler sein. Auch wenn mich das Teil doch mehr kostet als die 200€ was ein Monatsticket kosten würde...

Hier kann ja jeder mal schauen:
 
Bei der ADAC Sache wäre ich extrem vorsichtig. Die hatten bei der Studie bzw. als das im Magazin stand zum Beispiel mit dem deutschen Strommix von 2013 oder sogar 2010 gerechnet, der ja in Deutschland, selbst heute noch katastrophal ist. Tesla beispielsweise betreibt ja manche Fabriken komplett mit regenerativen Energien. Da wäre ich also vorsichtig die Studie als das entscheidene Kriterium zu nehmen.

Weiterhin ist das mit dem CO2 ja nicht alles. Es geht ja auch um weitere Schadstoffe denen man direkt an der Quelle ausgesetzt ist. Die gibts beim E-Auto nachweislich nicht. Auch hab ich für das E-Auto keinen Bedarf an Betriebsstoffen wie Motoröl bzw. in der Menge. Ist das bei der ADAC Studie mit drin?

Weiterer Vorteil und der ist für mich am eklatantesten, ist das Thema der Lautstärke. Gerade in den Ballungszentren wo den ganzen Tag Stau und stockender Verkehr ist, da würden reine E-Fahrzeuge einen deutlichen Mehrwert bringen gegenüber den Verbrennern. Der Stau wäre nicht weniger, aber wenigstens würde er nicht so lärmen. Gerade jetzt wo durch die Start-Stopp Technik ja so viele Motorstarts zusätzlich in die Geräuschkulisse kommen.

Auch das Preis- und Infrastrukturargument find ich vorgeschoben. Der Preis senkt sich durch weitere Forschung und Fortschritte und erhöhte Produktion. Bei gleichen Seriengrößen wie E-Fahrzeuge wären herkömmliche Autos auch deutlich teurer als heute. Gleich verhält es sich mit der Infrastruktur. Die Leute kaufen nicht, weil die Infrastruktur fehlt und dann sagt der Infrastrukturbetreiber - warum soll ich was bauen, es gibt doch eh keine Elektroautos. Das ist ein klassisches Henne-Ei Problem. Gegenwärtig ist das leider noch ein bisschen mit Schmerzen verbunden, aber das sind neue Technologien für die Early Adopter immer.

In einem Podcast war die Rede davon, dass ein großer deutscher Hersteller - ich glaub VW - eine Firma beauftragt hat, die sollte mal schauen ob Tesla denn überhaupt was verdienen kann an einem Auto. Die haben sich 3 Model 3 geholt und die mal komplett auseinandergebaut und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich mit dem Auto durchaus Geld verdienen lässt, da die anscheinend den Anteil der seltenen und damit teuren Bestandteile für einen Akku deutlich reduzieren konnte, was sich ja wiederum auf den Preis und auch wieder auf die Co2 Emission auswirkt.
 
Meine Meinung zum Thema E-Auto? momentan völliger Mumpitz! Es müsste gesetzlich geregelt werden dass es eine Hand voll Akkutypen gibt. Diese werden z.B. im Heck des Autos verstaut und sind wechselbar. Der Tank (Akku-)Wart wechselt die mit nem kleinen Stapler, und ich hole mir beim "Tanken" einen Austauschakku in der Zeit die ich eben auch beim Tanken brauche. So lange ich planen muss wann ich wo wie lange stehen muss um quer durch D zu kommen ist das meiner Meinung nach nur innerhalb von Städten sinnvoll...
 
Weiterer Vorteil und der ist für mich am eklatantesten, ist das Thema der Lautstärke. Gerade in den Ballungszentren wo den ganzen Tag Stau und stockender Verkehr ist, da würden reine E-Fahrzeuge einen deutlichen Mehrwert bringen gegenüber den Verbrennern. Der Stau wäre nicht weniger, aber wenigstens würde er nicht so lärmen. Gerade jetzt wo durch die Start-Stopp Technik ja so viele Motorstarts zusätzlich in die Geräuschkulisse kommen.


Tja, ob das nun immer ein Vorteil ist, auf leisen Sohlen daherzustromern?

Schau mal, wie viele Kiddies und auch Erwachsene ständig ihr Smartphone in der Hand halten und gar nicht mehr auf den Straßenverkehr achten! Die laufen über die Straße, ohne zu schauen, werden höchstens von Motorgeräuschen aufgeschreckt. Mir persönlich sind schon mehrfach Leute vor das Auto gelaufen. Passiert is nie was, weil ich in der Stadt zurückhaltend fahre. Zum Glück ist die Hupe wenigstens laut. Dabei wird man als Autofahrer oft noch dumm angemacht von den Handyjunkies.

Den Vorteil elektrischen Antriebs würde ich dennoch in Ballungsräumen sehen, Reichweiten von 80 - 100 Kilometern rein elektrisch müssten bei Hybridfahrzeugen schon drin sein, damit auch die Pendler ohne Auflademöglichkeit bei der Arbeit, stromern könnten. Außerhalb dann Verbrennungsmotor einschalten und gut ist.

Rein elektrisch ist Quatsch, da erstens die Reichweiten effektiv zu gering sind und zweitens die Ladezeiten jede Fernreise utopisch machen. Einmal Dresden 500 Kilometer und dazwischen ein paar Stunden Akku laden? Niemals! Drittens hat jeder Hersteller unterschiedliche Akkus, es ist keinerlei herstellerübergreifendes System dahinter zu erkennen. Viertens sind die Ladesysteme unterschiedlich und vor allem in Standardausführung viel zu langsam. Fünftes wird Strom bei uns keineswegs durchgängig nachhaltig bzw. ökologisch erzeugt. Sechstens ist der effektive Wirkungsgrad von der Stromerzeugung bis zum Antriebsmotor viel zu gering.

Dagegen von Vorteil ist die Wirkungsweise des E-Motors, bei dem das volle Drehmoment nahezu von Anfang an zur Verfügung steht und i.d.R. kein aufwändiges Getriebe gebraucht wird.

Weshalb nicht Brennstoffzelle als Antrieb? Die Technik wäre bereits vorhanden, die Alltagstauglichkeit ebenso. Zudem lädt sich Wasserstoff unterwegs wesentlich schneller, als ein Akku. Aber nein, wird nicht forciert. Die Japaner dagegen machen es und wieder mal vor, wie man sowas umsetzt.
 
Wobei das Aufladen auch in den Städten ein Problem ist. Gerade hier wohnen ja oft viele Parteien in einem Haus und die meisten haben ihr Auto ja nicht direkt vor dem Fenster stehen. Ich hab zwar einen eigenen Parkplatz, aber selbst dort kann ich ja nicht einfach ein Kabel rüber legen. Quer über den Parkplatz. Geschweige denn die ganzen anderen die irgendwo an der Straße parken (was imho wohl der Großteil sein wird). Irgendwo müssten die ja auch alle laden. Darum wird das da auch eher schwer realisierbar sein.
 
Würde auch mal sagen, für den Verbraucher wäre ein E-Auto auf lange Sicht günstiger, was Reparaturen angeht, wenn man mal die Verschleißteile wegnimmt, fällt da schon einiges weg. Wäre natürlich nicht so toll für die ganzen Werkstätten.
 
Also die Sache mit den Leuten und dem Geräusch, die ist ja damit erschlagen, dass es jetzt verpflichtend die Soundgeneratoren gibt, wonach ein Auto bis zu einem bestimmten Tempo ein Geräusch macht und wer es sonst nicht rafft, der hat dann eben Pech gehabt. Darwin grüßt auch hier.

Ob das jetzt der Weisheit letzter Schluss ist als ANtriebskonzept, dass kann ich nicht sagen, aber Versuch macht klug.

Ich will das jetzt nicht aufs Messer bekämpfen und gegen jedes Argument anngehen, aber es ist ja immer nur ein, geht nicht, kann ich mir nicht vorstellen, ist nicht praktikabel für mich, also ist es auch für alle anderen doof. War sicherlich bei Erfidnung des Autos, Zug, Flugzeug etc genau so.

Es gibt einen schönen Podcast namens CleanElectric. Die hatten in Ihrer Kurt Sigl zu Gast. Er ist Gründungsmitglied des Bundesverbandes Elektromobilität und der erzählt da sehr ansprechend über den Werdegang und das er irgendwann genervt war, vom ewigen Gejammer, dass das doch alles so nicht geht und grundsätzlich ja blöd ist. Der hat dann einfach gemacht und er plaudert so herrlich über all diese Themen und was da die Probleme sind und wie man versucht hatdas anzugehen. Der Bundesverband war beispielsweise auch daran beteiligt, dass die RWTH Aaachen und die Post zusammen gekommen sind, woraus ja jetzt die elektrischen Postautos hervorgegangen sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Elektro-Autos schön und gut, nur es geht ja nicht nur darum, dass es bislang noch nicht genug Ladestationen gibt, sondern, dass das Laden auch eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Fahre ich zum Volltanken an die Tankstelle, brauche ich normalerweise 5 Minuten (wenn der Sprit wirklich super günstig ist und die Tankstelle entsprechend voll ist, vielleicht mal 10). Selbst bei einem Tesla-Supercharger (die noch seltener als die "normalen" Ladestationen sind) brauche ich schon mal 20 Minuten. Entsprechend wäre ein reines Elektroauto für mich gar keine Option, daran ändern auch mehr Ladestationen nichts. Ich denke mal, dass es doch vielen ähnlich gehen dürfte.
 
.... Fünftes wird Strom bei uns keineswegs durchgängig nachhaltig bzw. ökologisch erzeugt. Sechstens ist der effektive Wirkungsgrad von der Stromerzeugung bis zum Antriebsmotor viel zu gering.

......

Wenn du den Energeiaufwand von der Ölförderung, Schiffstransport, Raffinerie und Verteilen an die Tankstellen miteinrechnest, dann ist sogar noch der Strom aus einem Kohlekraftwerk besser dran.


Ein E-Auto macht für Pendler die täglich bis zu 100km Pendeln durchaus Sinn. Wenn der Arbeitgeber dann noch eine Ladestation anbietet um so mehr.
Für die Fernreisen zu Tante Erna ist dann eher eine Fahrt zu Sixt, Europcar,...eher ratsam und sich dort fürs Wochenende einen Verbrenner holen.
 
Der Tank (Akku-)Wart wechselt die mit nem kleinen Stapler, und ich hole mir beim "Tanken" einen Austauschakku in der Zeit die ich eben auch beim Tanken brauche.

Da kann ich nur wieder die Idee der Redox-Flow Zelle in den Raum werfen. Statt aufladen nur die Elektrolyte abpumpen und neu befüllen. Würde genauso schnell gehen wie tanken und könnte man genauso einfach gestalten.
Zuhause könnte man trotzdem noch ganz normal am Stromnetz aufladen.
 
Wenn der Arbeitgeber dann noch eine Ladestation anbietet um so mehr.

Und wer bezahlt das? Mag vielleicht eine Lösung für Konzerne sein, aber Handwerksbetriebe und kleinere Mittelständler?


Für die Fernreisen zu Tante Erna ist dann eher eine Fahrt zu Sixt, Europcar,..

Zu umständlich und auf Dauer zu teuer. Für Menschen mit weniger guter Bonitätsauskunft praktisch unmöglich.

Gerade bei einer 'neuen' Technologie, also dem E-Auto, hätten sich Versorger, Staat und Kfz-Hersteller von Anfang an zusammen setzen müssen, um einheitliche Standards verbindlich zu ermöglichen. Dazu kommt, dass man bislang bspw. in der Tiefgarage einer Eigentumswohnanlage praktisch die Zustimmung aller anderen Eigentümer einholen muss, wenn man eine eigene Ladestation für sein Auto installieren will.

In Norwegen, Vorreiter europäischer E-Mobilität, rät man für Oslo schon wieder vom E-Auto ab, weil es einfach viel zu wenige Ladestationen für die vielen E-Autos gibt. Toll, wenn man dann dasteht mit leeren Akkus. :(
 
Den mußte ich heute leider auf meinen Durango kleben :beer:

Aufkleber.jpg
 
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