Das Vinyl ist tot, lange lebe das Vinyl?

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  • #22
Bei dem Preis würde mich doch echt mal die Soundqualität interessieren. :D
 
mich ehrlich gesagt nicht. Das Teil hat so viel Charme wie Diarrhö.
Erwarten kann man da gar nichts.
Ok, wenn man das Quellmaterial nicht auf CD bekommt und man nicht mehr als 80€ ausgeben möchte ist das die Lösung.

Ich denke aber fast hier im thread geht es doch darum das Vinyl noch länger leben zu lassen und es zu ehren, und nicht darum es schlecht zu digitalisieren, oder?
;)
 
Ich hab auch nen relativ günstigen Dual DT 210 mit USB fürs digitalisieren.
Das Teil wäre mir allerdings auch "suspekt"
 
ich halte so 80€ Zeugs in dem Bereich für rausgeworfenes Geld. Entweder was gescheites oder gar nichts.
 
Ja, das Teil ist leider ziemlicher Müll. :(

Hat weder Magnettonabnehmer, noch einstellbare Auflagekraft. Plattenteller aus Plastik, billigste Tonarmlagerung, simpler Riemenantrieb. Jeder 80er-Jahre Plattenspieler vom Flohmarkt ist besser, egal wie müllig dieser damals war. Selbst beispielsweise ein Dual 1210 ist deutlich hochwertiger und der hat ebenfalls weder Gegengewicht, noch Magnettonabnehmer - aber das wenigstens dann in hochwertig. Würde mich da eher mal im Marktplatz vom Dual-Board auf die Suche nach einem schönen und hochwertigen Spieler machen. Schließlich macht das Digitalisieren einen Haufen Arbeit und das dann für ein mieses Ergebnis?

Kann da auch gerne eine Meinung zu eventuellen Angeboten im Dual-Board abgeben. Nicht alles, was dort angeboten wird, ist zwingend zum Digitalisieren geeignet. Wenn man sich zutraut, selbst die Mechanik eines Plattenspielers zu warten, dann lauern dort auch manchmal Schnäppchen. Dazu bräuchte man noch einen zeitgenössischen Verstärker mit Entzerrer-Vorverstärker. Alternativ kann man das Gerät natürlich auch mit einem externen Entzerrer-Vorverstärker direkt am PC/Line-IN betreiben.
 
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  • #27
Vinyl digitalisieren... Die Mühe mach ich mir erst gar nicht. Da bin ich viel zu faul. Minimischpult aufbauen, Verstärker umhängen, die Platte rüber spielen, das ganze dann auf dem Laptop auseinander schnippeln und dann noch das Tagging, huiuiui... Da hab ich in der Zwischenzeit schnell mal die CD bestellt. :D Dankbar bin ich für die Künstler, die der LP auch gleich die CD mit beilegen. Leider gibt es das zu selten.

Bei Dual bin ich schon öfters auf Meinungen gestossen alte Spieler des Hauses den neuen vorzuziehen, da die neuen, zumindest im unteren bis mittleren Preissegment, nicht mehr ganz die Qualität liefern wie früher. Trifft das zu?

Aus irgendeinem Grund erinnert mich das daran, dass ich folgende Platte mal wieder auf den Teller legen muss:

R-489644-1228654194.jpeg.jpg

Es ist eigentlich nicht Musik meines Geschmacks aber trotzdem hat sie Kultstatus in meiner Sammlung und einen unfassbar guten Klang. :D
 
Nunja, es kommt bei Dual vor allem darauf an, was man wie womit vergleicht. Wobei ich zugegebenermaßen noch nie ein aktuelles Gerät aus dem Hause in der Hand hatte. Den früheren Spitzenmodellen (701/704/721/731) kann mit Sicherheit keines der aktuell vertriebenen Geräte imho das Wasser reichen (trifft auf die 6xx-er Geräte auch weitestgehend zu). Im Grunde sind die derzeit unter dem Namen "Dual" vertriebenen Geräte entweder Produkte aus Fernost (mit diverser Qualität) oder Neuauflagen alter bewährter Dual-Konstruktionen aus den 80er-Jahren (Dual-Fehrenbacher).

Beispielsweise ist der Dual 440/460 imho ein etwas modifizerter , welcher früher wohl vor allem in Kompaktanlagen zum Einsatz kam - nur ohne Pitch, leicht anderer Geschwindigkeitsregelund und anderem Teller. Der dürfte bis auf Headshell und Teller weitestgehend identisch mit dem Ur-505 aus den 80er-Jahren sein und wird daher bereits seit über 35 Jahren in der Form hergestellt. Ersteren Spieler hätte man in den 80er-Jahren wohl irgendwo in die etwas gehobene Einsteigerklasse gepackt, letzterer wäre damals gute Mittelklasse gewesen. Bei letzterem sei aber auch dazugesagt, dass er damals im Erscheinungsjahr das Einstiegsmodell war.

Mit dem Dual 505-4 kann man aber mit Sicherheit sehr gut Musik hören. Den Topklassemodellen aus dem Hause Dual aus der damaligen Zeit kann er sicherlich lange nicht das Wasser reichen. Allerdings gab es auch viele deutlich weniger wertige Modelle aus dem Hause Dual. Alt=Gut ist also mit Sicherheit der falsche Ansatz. Allerdings ist das Preis-/Leistungsverhältnis beim Kauf eines damaligen Spitzengeräts mit Sicherheit besser.


Zu guter Letzt sei auch gesagt: Ich höre hier derzeit mit einem etwas modifizierten Dual 1224, bei dem ich einen Vierpolmotor nachgerüstet habe. Im Originalzustand erfüllte dieser wohl noch nicht mal die Hifi-Norm von 1945 - mit dem neuen Motor ist er jetzt schon etwas näher dran. Dennoch ist das menschliche Ohr in vielen Punkten gar nicht mal so anspruchsvoll und obwohl ich weiß, dass mein Gerät hier nicht das Ende der Fahnenstange darstellt, macht das Hören damit doch ziemlich viel Freude. Im Übrigen hatte ich auch schon viele deutlich hochwertigere Spieler an der Anlage aber bin irgendwie immer wieder zum 1224 zurückgekehrt. Kann das aber nicht erklären, warum. :)
 
Ich hatte vor kurzem die Hoffnung, dass man durch Platten diese Frechheit umgehen könne, die sich die Musikindustrie als Mastering zu bezeichnen wagt.
Nach entdecken und lesen dieses leider auch hoffnungslos.

Übrigens interessant wen man da auf Seite 1 so findet @thom^^
 
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  • #30
Das ist leider so. Meine Sammlung besteht etwa 50-60% alten Sachen aus 70-90ern der Rest is neu. Rein vom Klang hör ich die alten Platten lieber. Neben dem Loudness War findet man heute aber auch immer weniger Künstler die vernünftig mit Bühne arbeiten. Vieles klingt mir zu kompakt/komprimiert. Wenn ich dort die Augen zu mache, fühle ich mich nicht als würde ich direkt vor der Bühne sitzen.
 
die alten Platten sind wohl auch zum großen Teil analog aufgenommen und remastered.
Wenn bei den neuen Platten alles digital geschieht und dies dann analog auf Platte gebannt wird ist das sicher nicht mehr vergleichbar.
Oder aber man legt bei Platten nicht mehr so viel Wert auf Qualität wie früher.
 
Viele der alten und "guten" Scheiben wurden auch bereits digital verarbeitet und dann wieder auf Vinyl gebannt. Solange es richtig gemacht wurde, spielt es erstmal keine Rolle ob das digital oder analog geschah. Das Problem wird in eigentlich recht schön erklärt. Heutzutage werden CDs oftmals so laut aufgenommen, wie nur gerade möglich - zu Lasten der Qualität. Eine Schallplatte lässt sowas *eigentlich* nicht zu.

Die Maximallautstärke auf einer Schallplatte ist sehr begrenzt. Je lauter das Musikmaterial aufgenommen wird, desto höher die Rillenauslenkung und desto mehr Platz benötigt es. Je lauter aufgenommen wird, umso weniger Spieldauer hat die Platte. Erschwerend kommt noch dazu, dass mittels versucht wird, den Platz auf einer Schallplatte möglichst optimal auszunutzen. Wenn es aber keine leisen Passagen im Musikmaterial mehr gibt, da alles Vollpegel hat, geht hier nochmal enorm Platz verloren. Daher kam der Irrglaube, dass der Loudness-War auf einer Schallplatte in der Form nicht möglich wäre. In den meisten Fällen wird aber wohl das selbe Ausgangsmaterial gepresst, nur halt eben leiser bzw. so laut es die Schallplatte zulässt. Gewonnen hat man dabei aber nichts.


Edit: Aus dem Stegreif ein sehr gutes Beispiel für digitales Mastering ist die LP von den Dire Straits aus dem Jahr 1982. Das ist wirklich eine hervorragend aufgenommene LP. Bei den Dire Straits setzte man afaik allgemein sehr schnell auf die digitale Technik. Das zeigte sich vor allem beim Nachfolgealbum, welches als CD-Version einen deutlichen Vorteil gegenüber der LP hatte und in beiden Fällen sehr gut aufgenommen war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

es fällt den Erfindern halt nichts mehr ein...daher werden die alten Kamellen rausgeholt
 
Von was redest du genau bzw. auf was bezuehst du dich? Jede vernünftige LP kommt doch noch immer auf Vinyl heraus...
 
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  • #36
Ist das spezifisch auf einen Gesichtspunkt bezogen oder generell wie Musik gehört werden kann? Ich denke zu letzterem, dass sich gerade in den letzten Jahren durch Streaming & Co einiges getan hat.

Was für ein Spieler wurde es denn? :T
 
Eigentlich hab ich mich nach einem Technics SL 1210 umgesehen aber die Preise waren mir leicht zu heftig :cool: Wurde dann ein Audio Technica LP 120, sein Geld allemal wert...

Gerade läuft Ziggy Stardust :T

 
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  • #38
Gerade im Einstiegsbereich finde ich die Geräte von Pro-Ject empfehlenswert, u. a. weil sie mit einer Ortofon Nadel daher kommen. Ich selbst habe den seit über einem Jahr in Betrieb und er funktioniert tadellos.

USB hat an einem Plattenspieler nix verloren. :p

Die letzte Anschaffung war dann doch :D
 
Hiho

Welches Tonabnehmer System könnt Ihr denn empfehlen?

MM - moving magnet oder MC - moving coil?

Für den Fall das der Plattendreher kein Vorverstärker verbaut hat, worauf sollte man denn bei einer Anschaffung achten?
 
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  • #40
Ich bin definitiv kein Experte, wenn es um die Entscheidung geht. So weit ich weiss, sind MC Tonabnehmer preislich gern etwas höher angesiedelt. Ich konnte als nennenswerten Unterschied auch nur herauslesen, dass MCs besser feine Details auflösen können, da bei ihnen weniger Masse in Bewegung gesetzt werden muss. Generell scheint es jedoch dazu im Netz hitzige Diskussionen zu geben. Ich berufe mich daher auf den Lotto-Paragraph: Alle Angaben ohne Gewähr. :unknown:

Wenn du einen Vorverstärker kaufen willst, musst du natürlich achten, dass er zum Tonabnehmersystem passt. Mein Verstärker z.B. hat einen integrierten MM-Vorverstärker, der sehr gut mit meinem Plattenspieler funktioniert. Manche können auch beide unterstützen. Generell würde ich an der Stelle auch nicht das billigste kaufen, damit es vernünftig klingt. Den Fehler haben meine Eltern gemacht und mehr Rauschen als satten Klang bekommen.
 
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