Viele der alten und "guten" Scheiben wurden auch bereits digital verarbeitet und dann wieder auf Vinyl gebannt. Solange es richtig gemacht wurde, spielt es erstmal keine Rolle ob das digital oder analog geschah. Das Problem wird in
eigentlich recht schön erklärt. Heutzutage werden CDs oftmals so laut aufgenommen, wie nur gerade möglich - zu Lasten der Qualität. Eine Schallplatte lässt sowas *eigentlich* nicht zu.
Die Maximallautstärke auf einer Schallplatte ist sehr begrenzt. Je lauter das Musikmaterial aufgenommen wird, desto höher die Rillenauslenkung und desto mehr Platz benötigt es. Je lauter aufgenommen wird, umso weniger Spieldauer hat die Platte. Erschwerend kommt noch dazu, dass mittels
versucht wird, den Platz auf einer Schallplatte möglichst optimal auszunutzen. Wenn es aber keine leisen Passagen im Musikmaterial mehr gibt, da alles Vollpegel hat, geht hier nochmal enorm Platz verloren. Daher kam der Irrglaube, dass der Loudness-War auf einer Schallplatte in der Form nicht möglich wäre. In den meisten Fällen wird aber wohl das selbe Ausgangsmaterial gepresst, nur halt eben leiser bzw. so laut es die Schallplatte zulässt. Gewonnen hat man dabei aber nichts.
Edit: Aus dem Stegreif ein sehr gutes Beispiel für digitales Mastering ist die LP
von den Dire Straits aus dem Jahr 1982. Das ist wirklich eine hervorragend aufgenommene LP. Bei den Dire Straits setzte man afaik allgemein sehr schnell auf die digitale Technik. Das zeigte sich vor allem beim Nachfolgealbum, welches als CD-Version einen deutlichen Vorteil gegenüber der LP hatte und in beiden Fällen sehr gut aufgenommen war.