CDU ist gegen kinderfreie Hotels.

Chegwidden

Hat sich hochgeschlafen-
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Dortmund
Der soziale Flügel der CDU fordert eine von kinderfreien Hotels. Also die sogenannten: Adults only.

Ich halte so eine Forderung für absoluten Quatsch und mehr für eine Ablenkung von den großen Problemen, die die Menschen gerade akut bedrohen.

Ich schilder das mal aus meiner Sicht:
als unsere Kinder klein waren, haben wir nur Urlaube dort gemacht, wo fast alles auf Kinder eingestellt war.
Meist so Ferienparks mit kleinen Häuschen oder Feriengegenden, wo es viele Spielplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten gab.
Da konnten die Kinder sich austoben und sich mit anderen Ferienkindern verbünden um möglichst laute Gangs zu bilden.
Ab und an haben sich mal ein paar ältere Urlauber aufgeregt und wir haben fröhlich von der Terasse unseres Hauses gerufen: falschen Urlaubsort gesucht?

Nun haben wir schon seit längerer Zeit keine Chaotentruppe mehr im Haus. Wir haben unseren Dienst also geleistet...
Und wir machen da Urlaub, wo es fein still ist, edelste Buffets unserer Plünderung harren und diverse Dampfbäder und Massagen lauern.
Wir kämen eigentlich nicht auf die Idee, einen mehr als 3 Tage dauernden Urlaub in einer Anlage/einem Hotel zu machen, das jede Menge
Möglichkeiten für Familien mit Kindern bereithält.

Ich finde es eher angenehm, dass es für jeden Geschmack eine passende Möglichkeit gibt.
So können von vornherein die Fronten geklärt sein.
Als kinderfeindlich möchte ich dann nicht tituliert werden.
Wobei das bei mir in den letzten Jahren sowieso eher elternfeindlich wäre.
Jetzt können andere Leute sich auf Abenteuerspielplätzen tummeln, Pflaster kleben, gucken, welche Kinder die eigenen sind u.ä.
Ich lehne mich derweil mit einem Kaltgetränk in der gepolsterten Liege zurück und warte auf das Buffet.
 
Man sollte mal checken, wie viele von den Gästen bei "Adult only" Eltern sind, die die Erziehung ihrer Kinder hinter sich haben und einfach ihre Ruhe haben wollen. Ich glaube man würde sich wundern und der soziale Flügel der CDU würde sich ganz schnell wieder in die Ecke verkriechen.

Vielleicht fordern sie ja bald auch den Einlass in Diskotheken für Kleinkinder, denn alles andere wäre ja Diskriminierung. Dann werde ich aber im Gegenzug demnächst auch im Kindergarten Frühstücken. :D

Ich finde das ähnlich wichtig, wie die Gassigehpflicht, die wahrscheinlich von ähnlich denkenden Vollidioten angeregt wurde.
 
Man muss ja auch nicht über jede hirnrissige Idee, die zwar in der Bildzeitung auf Seite 1 steht aber nie umgesetzt wird, reden.
 
Mich interessiert es schon, wofür das Geld verwendet wird, was ich jeden Monat per Steuern abgeben muss. Und wenn sowas dabei rauskommt, mache ich mir meine Gedanken.
 
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  • #5
Man muss auch nicht alles lesen nach der Headline. Außer, man will zu allem und immerzu seinen Senf dazugeben.
 
@der:

Man muss auch nicht alles kommentieren was einen im Grunde nicht interessiert. Außer man möchte permanent in alle Richtungen provozieren.
 
Pauschalisiert sind Eltern die schlimmsten berechtigten Hündinnen die es gibt.

"Oh, seht mich an, ich war zu blöd zum verhüten, rollt mir den Teppich aus und ertragt die allüren meiner einer und jener Schrittkobolde die ich Kevin nannte"
 
Recht infantile Antwort. Deine Diskussionskultur ist wie immer herrlich. Dachte du führst das mit "Eltern sind die schlimmsten berechtigten Hündinnen die es gibt" mal etwas aus.
Allerdings befürchte ich, dass da dann nur noch schlimmeres kommt.
 
Alles was ich nicht verstehe ist schleche Diskussionskultur.
 
Deine kindische Antwort auf meine "bitte was?" Frage habe ich sehr wohl verstanden, und genau die war auch mit schlechter Diskussionskultur gemeint.
Und ja, leider habe ich deinen Beitrag nicht gänzlich verstanden, daher hatte ich auch um eine Erklärung gebeten.
 
@der:
So, genug getrollt.
Es war ein schlechter Wortwitz, basierend auf wortwörtlichen übersetzungen und gestelzter Sprache.

Berechtigte Hündin: Entitled Bitch.
Schrittkobold: CrotchGobiln.

Der rest sollte sich selbst erklären.
 
Vielleicht fordern sie ja bald auch den Einlass in Diskotheken für Kleinkinder, denn alles andere wäre ja Diskriminierung.

Ob eine Andersbehandlung dem Wohl der Person dienen soll oder der Ausgrenzung wegen der Interessen Dritter ist ein nicht zu übersehbarer Unterschied.

"Seine Ruhe haben wollen" ist sicher ein menschlich nachvollziehbarer Beweggrund. Den haben sicher auch z.B. Männervereine/Frauenvereine.
Den will aber die Regierung (Bundesfinanzministerium) auch nicht als sachlichen Grund gelten lassen.

"Quatsch" und "Vollidioten" sind da Vokabeln, die nicht zu einem sachlichen Diskurs passen.
 
Ich finde du hast das schon sehr schön ausformuliert. "Kinderfreie Zonen" sollten bleiben. Ich weiß auch gar nicht was sich die CDU dabei ausgedacht hat so etwas zu fordern. Sei es doch den Hotels und Ferienanlagen selbst überlassen wen oder was sie beherbergen wollen und was sie den potentiellen Gästen damit versprechen.

Aber fern ab, ich finde auch, diese Forderung kommt zu einer Zeit, als ob man nicht andere Sorgen hätte.
 
Sei es doch den Hotels und Ferienanlagen selbst überlassen wen oder was sie beherbergen wollen und was sie den potentiellen Gästen damit versprechen.

"Kommen Sie zu uns! Machen sie Ferien vom Alltag und vom Anblick bekopftuchter Frauen!", wäre dann auch in Ordnung?
 
"Kommen Sie zu uns! Machen sie Ferien vom Alltag und vom Anblick bekopftuchter Frauen!", wäre dann auch in Ordnung?


Art 3 GG schrieb:
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Von Eltern und Kindern steht da nix.

Jede Disko verbietet Kindern den Eintritt, auch in begleitung Erwachsener.
wieso sollten Hotels das nicht dürfen?
 
Sicherlich nicht, das wäre das eine Benachteiligung aufgrund der Religion und nicht mit dem Grundgesetz vereinbar..

Aber die Wahl ob man Kindergeschreie, Gespiele und oder lautstarkes Gegröle ertragen will oder nicht - finde ich nicht wirklich diskriminierend. Wer gerne Kinder um sich hat, darf dass auch gerne in vollen Zügen genießen, andersherum darf es aber auch gehen dürfen.
 
Also ist der Punkt, daß die Diskriminierung von Kindern nicht explizit gegen die Verfassung verstößt. Was aber der Unterschied sein soll, ist noch offen.

Und bei der Disco geht es um die Minderjährigen, für die dies als unpassende Umgebung eingestuft wird. Das dürfte für ein normales Hotel wohl nicht gelten.
 
@KaPiTN:
Du argumenstierst mit Extremen.

Das ist die gleiche Schiene wie "wenn wir Homoehen erlauben, was kommt als nächstes? Kinderehen, Vielehen, Heiraten von Tieren?".

Ist ein Frauenhaus diskriminierend, weil es keine Männer aufnimmt?
Ist ein Schwulenchor diskriminierend, weil es weder Frauen noch Heteros aufnimmt?
Ist ein Schwimmbad diskriminierend, weil es die Umkleiden nach geschlechtern trennt?
Ist ein Konzert diskriminierend, weil es nur Gäste mit Eintrittskarten einlässt?

Ausgrenzung ist nicht per Se schlecht.
Die Ausgrenzung von schwarzen aus einem Kaffee ist schlichter Rassismus.
Die Ausgrenzung von Männern aus einem Frauenhaus dient dem psychologischem Wohlbefinden von traumatisierten Frauen.


Zwischen diesen Beiden extremen findet sich ne Menge spielraum und wo genau grenzen gezogen werden wird uns noch ewig beschäftigen.

Pauschalisieren und sagen "Jeder darf alles, oder niemand darf nix" hilft da, ehrlich gesagt, nicht weiter.
 
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