[Tarifberatung] Callmobile Clever 9: 3 Tage, ~200€

Kirov

NGBler
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Hallo zusammen.

Teurer Spaß - Sim Karte nach Aktivierung im Zweithandy liegen gelassen, die Apps darin haben sich selbstständig aktualisiert und im Verlauf von 3 Tagen 200€ an Kosten verursacht. Damit hatte ich nicht gerechnet - schließlich war das Gerät wie sonst auch mit dem WLAN Router verbunden und bezieht üblicherweise von dort seine Internetverbindung.

Der Anbieter möchte diese 200€ nun verständlicherweise haben, so eine Kostenfalle bastelt ja niemand in einen Vertrag, um denjenigen am Ende wieder herauszulassen, der hineingetappt ist. Nachdem ich per Email die Situation erklärt und um Verständnis/Kulanz gebeten habe, kam eine Email, die völlig an meiner Anfrage vorbeiging. Erst der Anruf bewirkte ein Entgegenkommen. 10%, mehr ginge nicht.

Der gehässige Mensch wird nun sagen "selber Schuld, dein Fehler". Ja, ja, das mag schon richtig sein, hilft mir aber nicht weiter. Überlege nun, einen Anwalt zu Rate zu ziehen - das diese Kostenfalle legitim und die Summe dem Anbieter hoch genug sind, das er versuchen würde, sie einzuklagen, das kann ich mir nicht vorstellen. Was meint ihr, habe ich da irgendwelche Chancen? Hat einer von euch selbst schon solche Erfahrungen hinter sich? Wie würdet ihr argumentieren?

Vielen Dank für jeden hilfreichen Kommentar im Voraus
 
Wo ist das eine Kostenfalle?

Aus irgendeinem Grund hat das Gerät die Aktualisierungen nicht über WLAN gemacht, sonst würde das ja nicht über den Mobilfunktarif abgerechnet werden. Wieso das so war, musst du uns sagen. Wenn das Gerät korrekt konfiguriert ist, wird das auch über das WLAN gemacht.

Eine Kostenfalle sehe ich hier nicht, wenn Daten über das Telefonnetz laufen, kostet das halt, je nach Vertrag bzw Tarif, Kohle. Genau das ist hier passiert, also zahlen.
Die Frage wäre dann doch viel eher, wieso lief das nicht übers WLAN?

Um die Kosten wirst du nicht drumrum kommen, auch mit Anwalt nicht. Wie du ja schon sagst, "selbst schuld, dein Fehler." Genau das wird auch ein Anwalt sagen. Es liegt hier ja keinerlei Grund vor, gegen den Mobilfunkanbieter vorzugehen, da er nur eine von dir genutzte Leistung bezahlt haben möchte.

Somit kann ich nicht wirklich mit einem "hilfreichen" Kommentar dienen.

Sollte ich jedoch irgendetwas falsch verstanden haben, einfach nochmal klären ^^
 
Bist du Rechtschutzversichert? Dann würde ich es drauf ankommen lassen.
Sollen sie dir halt retroaktiv eine Datenflat abbuchen. Die kostet bei denen auf der Seite mit 200Mb 7,95€.
 
Hilfreich im Sinne des Betrachters:

Teurer Spaß - Sim Karte nach Aktivierung im Zweithandy liegen gelassen, die Apps darin haben sich selbstständig aktualisiert und im Verlauf von 3 Tagen 200€ an Kosten verursacht. Damit hatte ich nicht gerechnet - schließlich war das Gerät wie sonst auch mit dem WLAN Router verbunden und bezieht üblicherweise von dort seine Internetverbindung.
Steht denn zur Debatte, dass x MB über das Mobilfunknetz ausgetauscht wurden? Bei Android kannst du in den Einstellungen nachschauen, ob tatsächlich (ungefähr) der in Rechnung gestellte Datenverkehr stattgefunden hat. Falls das nicht der Fall war, musst du Widerspruch einlegen mit dem Verweis, dass der berechnete Datenverkehr nicht stattgefunden hat. Je nachdem, wie nett du das machen möchtest, ggf. noch mit dem Hinweis, dass es sich um versuchten Betrug handelt und das wiederum strafbar ist. Wie gesagt allerdings nur in dem Fall, wenn eben falsch berechnet wurde. Hat es den Datenverkehr tatsächlich gegeben, dann hast du keine oder zumindest sehr schlechte Chancen.

Was meint ihr, habe ich da irgendwelche Chancen?
Eventuell gibt es irgendwelche Vertragsklauseln, die ein Kostenlimit regeln. Bei O2 ist beispielsweise gewöhnlich ein 50Euro Limit je nach Tarif vorhanden. Wenn du 50Euro durch Kosten erzeugst, kappen die erst mal die Verbindung. Allerdings gilt das, wenn ich mich recht entsinne, nicht in allen Tarifen und nicht in allen Fällen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, da ich selbst kein O2 Kunde (mehr) bin. Um das in Erfahrung zu bringen, musst du unbedingt in deinen Vertrag schauen.


Weniger hilfreich, aber vielleicht mal in Richtung "rechtlich":

Der Anbieter möchte diese 200€ nun verständlicherweise haben, so eine Kostenfalle bastelt ja niemand in einen Vertrag, um denjenigen am Ende wieder herauszulassen, der hineingetappt ist.
Es mag sein - und ich stimme da vollkommen zu - dass die Kosten für mobilen Datenverkehr astronomisch und vollkommen überzogen sind. Allerdings wurde im Vertrag wohl auch für dich ersichtlich, dass x MB übertragene Daten y Euro kosten. Von einer Kostenfalle kann man in dem Fall nicht sprechen. Was soll denn der Mobilfunkprovider deiner Meinung nach machen? Transparenter als y Euro pro x MB übertragene Daten geht meiner Meinung nach nicht.

Überlege nun, einen Anwalt zu Rate zu ziehen
Den Spaß solltest du dir nur erlauben, wenn du im Rechtsschutz bist und du dir der Kostenübernahme sicher bist, aber ich gebe dir zu bedenken, dass das Ergebnis sein wird, dass du zahlen musst.. Du kannst also entweder unnötig die Kosten in die Höhe treiben um dann zu zahlen oder du kannst gleich die Zähne zusammen beißen und zahlen.

@Firefly: Dein Ratschlag ist ziemlich dämlich. Es gibt keinen Grund, warum der Mobilfunkanbieter es auf sich beruhen lassen sollte und es wird sicherlich nicht billiger, wenn der TS nur noch mehr Kosten provoziert, weil er nicht für seine Fehler gerade stehen möchte.

das diese Kostenfalle legitim
Wie gesagt, es ist keine Kostenfalle. Legitim: Schau in deinen Vertrag.

die Summe dem Anbieter hoch genug sind, das er versuchen würde, sie einzuklagen
Aufwand (Kosten) für den Anbieter: 0E
Verlustrisiko: nahezu 0%
Möglicher "Gewinn": 300E
Also wenn ich das mal so ganz ins Blaue hinein abwägen sollte: Ja, er wird die Summe einklagen.


Moralisch, wahrscheinlich absolut nichts für dich:

Der gehässige Mensch wird nun sagen "selber Schuld, dein Fehler". Ja, ja, das mag schon richtig sein, hilft mir aber nicht weiter.
Dir würde doch wahrscheinlich nur weiterhelfen, wenn man dir zustimmt, dass du ein ganz armer Tropf bist und der phöse Mobilfunkanbieter so ein übler Abzocker ist und du ja wohl das gottgegebene Recht darauf hast einseitig deinen Vertragspflichten nicht nachzukommen. Realität 0 : 1 Illusion

Nachdem ich per Email die Situation erklärt und um Verständnis/Kulanz gebeten habe, kam eine Email, die völlig an meiner Anfrage vorbeiging. Erst der Anruf bewirkte ein Entgegenkommen. 10%, mehr ginge nicht.
Was bitte erwartest du denn noch? Du hast einen Vertrag abgeschlossen, der Mobilfunkanbieter hat dir eine Leistung vertraglich zugesichert und hat diese erbracht. Du hast ihm im Gegenzug dazu eine Leistung vertraglich zugesichert und jetzt soll der Mobilfunkanbieter darauf verzichten? Dir ist schon klar, dass die Welt so nicht funktionieren kann. Bei aller Nächstenliebe und Kulanz und Pipapo, so kann die Welt nicht funktionieren.

Hat einer von euch selbst schon solche Erfahrungen hinter sich?
Du meinst also, ob schon mal von jemand in der Situation war, dass er eine Leistung in Anspruch genommen hat und dann nicht mehr gewillt war, dafür zu zahlen?
Ich zumindest nicht, ich stehe zu den Verträgen, die ich unterschreibe und leiste dann auch meine Pflichten. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mir Verträge durchlese, bevor ich sie unterschreibe. Wenn da steht, dass ich x Euro / y MB zahlen muss, dann weiß ich das und ich wäge vorher ab, a. ob ich mir das leisten kann und b. ob das nach einem fairen Deal klingt.
 
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  • #5
@Acc

Die Frage lautete: welche aussichten habe ich vor dem geschilderten Hintergrund, wie kann man argumentieren.

Die Frage lautete nicht, was du davon hältst, dass ich das So nicht richtig finde und dagegen angehen möchte, oder ob das Wort Kostenfalle sich mit deinem Verständnis seiner Bedeutung deckt. Das bitte nicht zum Gegegnstand des Themas machen. Danke dennoch für den langen Beitrag, bist ja auch auf meine Frage eingegangen. Bitte nicht als Angriff auffassen.


@Anarchox

Deine Argumentation kann ich nachvollziehen, nahm jedoch an, das man, wenn man das von der Seite des Verbraucherschutzes beleuchtet, vielleicht doch noch argumentieren kann -> kann davon ausgegangen werden, das jeder weiß, das trotz wlan mobile datenverbindungen aufgebaut werden können?
 
Das was accC sagt, es gibt in manchen Vertraegen diese Kosten-Bremse. Ist diese bei dir nicht drin, dann wirst du zahlen muessen. Und immerhin: 10% sind sie dir schon endgegen gekommen. Immerhin nur noch 180€.
 
Die Frage lautete: welche aussichten habe ich vor dem geschilderten Hintergrund, wie kann man argumentieren.
Das steht in meinem Beitrag, aber hier noch mal in Form eines Entscheidungsbaums für dich:


[TD="colspan: 4, align: center"]Hat es den Traffic gegeben?[/TD]

[TD="colspan: 2, align: center"](JA)[/TD]
[TD="colspan: 2, align: center"](NEIN)[/TD]

[TD="colspan: 2, align: center"]Gibt es eine Kostenbremse?[/TD]
[TD="colspan: 2, align: center"]Lege Widerspruch ein.[/TD]

[TD="align: center"](JA)[/TD]
[TD="align: center"](NEIN)[/TD]

[TD="width: 25%, align: center"]Lege Widerspruch mit Verweis auf die Vertragsklausel, welche die Kostenbremse definiert, ein.[/TD]
[TD="width: 25%, align: center"]Du musst zahlen[/TD]

Die Frage lautete nicht, was du davon hältst, dass ich das So nicht richtig finde und dagegen angehen möchte, oder ob das Wort Kostenfalle sich mit deinem Verständnis seiner Bedeutung deckt.
Du hast gefragt, ob es Aussichten gibt. Nein, dagegen vorzugehen wird dir nichts bringen, außer möglicherweise weitere Kosten. Natürlich steht dir die Option offen einen Anwalt zu besuchen, die Erfolgsaussichten sind jedoch exakt 0. Daher auch klipp und klar: Nein, Aussichten in diese Richtung gibt es nicht.

Deine Argumentation kann ich nachvollziehen, nahm jedoch an, das man, wenn man das von der Seite des Verbraucherschutzes beleuchtet, vielleicht doch noch argumentieren kann -> kann davon ausgegangen werden, das jeder weiß, das trotz wlan mobile datenverbindungen aufgebaut werden können?
Der Provider sagt ausschließlich: "Pro x MB Daten, die ich in deinem Auftrag übermittele, berechne ich dir y Euro". Darauf, wie die Daten von deinem Handy übermittelt werden, hat der Provider keinen Einfluss und dazu äußert er sich nicht. Eine diesbezügliche Regelung kann nicht und ist nicht Bestandteil des Vertrages mit dem Provider.
Wie Daten übermittelt werden entscheidet letztlich dein Handy und das zeigt dir unter Android beim Aktivieren der Option sogar eine fette Warnung, dass für Mobile Daten Kosten anfallen können.

--- [2015-04-15 01:09 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Oh, doch, es gibt eine Möglichkeit: Lass dich für geistesbeschränkt erklären. Dann bist du nämlich automatisch nicht geschäftsfähig.
 
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