Bundestagswahl 2017

Wie wird sich die SPD-Basis entscheiden?

  • Ja zur GroKo

    Stimmen: 10 34,5%
  • Nein zur GroKo

    Stimmen: 19 65,5%

  • Umfrageteilnehmer
    29
  • Umfrage geschlossen .
Und ein weiteres Rekordtief in der "ARD-Sonntagsfrage":


So schlecht haben die Sozialdemokraten noch nie abgeschnitten: Die SPD ist im ARD-"Deutschlandtrend" erstmals auf 16 Prozent gefallen.
Die SPD weist im neuen ARD-Deutschlandtrend nur noch 16 Prozent aus. Das sind nochmals zwei Prozentpunkte weniger als vor gut zwei Wochen. Die Union stagniert bei 33 Prozent. Die AfD legt leicht zu und kommt auf 15 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Grünen aus, die nun auf 13 Prozent kommen. Die FDP verliert leicht und liegt nun bei neun Prozent. Die Linke bleibt stabil bei elf Prozent.

Sehr viele Fehler oder weiteren idiotischen Bullshit dürf(t)en die sich nicht mehr leisten. Allerdings, das Theater um und mit Nahles macht die Suppe nicht genießbarer..
 
Die SPD ist tot. Das heißt nicht, dass die nicht zurück kommen könnten, die CDU war nach Kohl ja auch quasi tot, aber selbst da hat die SPD vor allem von Schröder profitiert (und der Kohl-Müdigkeit) und nicht von ihrem eigenen Programm.
Dass die AfD immer noch stärker wird, überrascht mich null, weil die großen Parteien halt einfach genau damit weiter machen, was die Leute zur AfD treibt.
Solange Union und SPD das nicht begreifen, wird sich daran nichts ändern. Die AfD scheint gegen Stimmverluste durch Selbstdemontage weitestgehend immun zu sein, da würde ich also nicht mehr drauf warten an deren Stelle.

Ich habe das schon mehrfach gesagt und ich sage es nochmal: Solange die SPD es nicht schafft sich mit einem KLAREN sozialdemokratischen Profil zu positionieren und die Union es nicht schafft sich mit einem KLAR konservativen Profil zu positionieren, werden die Ränder nur immer noch stärker werden.
Und wenn das bedeutet, dass Union und SPD nicht mehr koalieren können, weil sie politisch zu weit auseinander liegen...well...thats the point.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine durchaus interessante Analyse einer möglichen zukünftigen Entwicklung der Parteienlandschaft in Deutschland, wie ich finde:


Fazit:
„Im Prinzip haben alle kleinen Parteien deutliches Aufwärtspotenzial. In Teilen ist das auf den starken Einbruch der SPD zurückzuführen, aber auch das Verschwimmen der klassischen Milieus der Volksparteien spiegelt sich in den Aufwärtstrends der kleinen Parteien wider“, sagt May. Drei-Parteien-Koalitionen dürften in Zukunft wohl der Normalfall werden.
Bisher waren 3er-Bündnisse in Deutschland ja eher ein NoGo. Vermutlich wird daran aber langfristig kein Weg mehr vorbei führen. Ob das nun gut oder schlecht ist, lasse ich mal dahin gestellt. Es wird aber auf jeden Fall dazu führen, dass beteiligten Parteien lernen müssen, mehr als heute über ihre Schatten zu springen und aufeinander zuzugehen.
 
Der Countdown läuft..

--- [2018-03-04 09:11 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

..uuuuuuuuunnnnddd - GroKo.

:(
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist deutlicher als ich erwartet hatte.
Naja...schaun wa mal. Ich erwarte nichts und werde vermutlich dennoch enttäuscht werden.
Zumindest ist es (erst mal) ne stabile Regierung. Immerhin etwas.
 
Die Frage heißt nicht "wollt ihr ne Groko" sonder wie glaubt ihr, werden die abstimmen.
Ich glaube leider, sie werden mit JA stimmen, schließlich ist es die SPD.

Wilkommen bei NostradamusTV, Ich bin Nostradamus und weiß etwas, dass sie nicht wissen :cool:

Ich finde 66% allerdings kein so deutliches Ergebnis:
In den Parteien gibt es doch meist er DDR Ergebnisse bei Abstimmungen.
 
Gute Nachricht für Gabriels Tochter.
Daddy wird nicht der neuen Regierung angehören und hat nun mehr Zeit mit ihr zu spielen.
 
Ah, Maas wird jetzt Außenminister. Und eine Franziska Giffey Familienministerin. Die kenne ich nicht.
 
Ist die SPD da auf einen bestimmten Frauentyp festgelegt, oder gibt es auch sachliche Qualifikationsmerkmale?
 
Svenja Schulze finde ich interessant, einst Unternehmensberaterin und als Expertin tätig bei Booz Allen Hamilton, die nicht wenig US Geheimdienstler beherbergen und auch bei Snowden Leaks zur Sprache kamen.

Heißt jetzt natürlich nichts, aber für interessant halte ich es allemal.
 
@Chegwidden:

Ich würde das gerne als Aluhut-Bedenken betrachten, das ist glaube ich in vielerlei Hinsicht gesünder.

Man kann sich auch immer noch darauf konzentrieren, dass sie außer der häuslichen Mülltrennung und der Atomkugel-Affäre mit dem Thema Umwelt noch nicht wirklich was am Hut hatte, aber das mit Eignung und Qualifikation ist mir vielleicht auch zu hoch.
 
Dazu hat Precht in einer aktuellen Talkshow (Name vergessen, war youtube autoplay und lief im Hintergrund) etwas Passendes gesagt über das ich noch nicht final Nachdenken konnte.
Sinngemäß würden 90% oder so der Zeit von Politikern für Marketing statt für Inhalte draufgehen, als Ursache machte er da die Medien aus.
Klang nicht verkehrt für mich, eher logisch aber auch problematisch. Nur wo/wie man da ansetzen soll da hab ich keine Ahnung und das finde ich unbefriedigend.
 
@saddy:
Demokratie mag Empirisch die beste Idee für eine Regierung sein, das bedeutet allerdings nicht das sie ohne Probleme ist.

Gewählt wurde schon immer derjenige, der sich besser verkaufen kann.

Im Prinzip ist es alles ähnlich dem Kapitalismus:
Um gewählt zu werden muss ich Werbung machen.
Für Werbung brauch ich einerseits Kapital, andererseits ein ansprechendes Produkt.

Ohne Marketing wählt dich keiner, daher musst du viel Energie dahin verbraten.


Wie man das lösen könnte?
Schwerlich.

Marketing funktioniert ja, sieht man an den Verkaufszahlen des IPhones.

So lange die Leute bei ihrer Entscheidung frei sind, so lange sind sie von Werbung beeinflussbar.
So lange sie von Werbung beeinflussbar sind, werden die Parteien versuchen möglichst große Zielgruppen anzusprechen.
Dadurch werden die Parteien ähnlicher, da sie sich an die Zielgruppen anpassen.**
Zwei Anbieter vollen den gleichen Kunden, also gibt es eine Werbeschlacht.

Sind die Menschen allerdings unfrei in ihrer Wahl, ist es keine Demokratie, sondern Autokratie und außer ein paar Kaisertreuen will das auch niemand, oder?

Das einzige was mir einfallen würde:
Strengere Regularien.
Wenn die Parteien nicht mehr machen dürfen, können sie sich auf andere Dinge konzentrieren.
Wobei ich nicht wirklich glaube, dass wäre eine Adäquate Lösung. Bei solchen Regularien ist immer jemand benachteiligt, was wieder ein Eingriff in die freiheitliche Entscheidung bedeuten würde.

** Daher sind CDU und SPD auch so nah aneinander gerutscht und haben den rechten Rand aufgerissen, hätten wir keine Linke, hätten wir sie spätestens jetzt, zeitgleich mit der AFD bekommen.
 
Hm ja oder wenn man selbst was machen will, hab ich bisher für mich daraus geschlossen ich muss Leute über ihre Emotionen statt über schnöde Fakten (zu trocken, zu viele, was auch immer) zu reden.
Nur wo ist da die Schwelle zwischen legitimer Argumentation und illegitimer Manipulation?
Da knabber ich gerade dran wenns um Aktivismus "heute" geht.
Was genau würdest du denn regulieren wollen?

In der Utopie die ich mir ausmale scheint eine Politik bzw ein System das nach Themen statt nach Parteien funktioniert viel sinnvoller.
Also gar keine Parteien oder kleine Lobbygruppen die sich intern so einig sind wie nur möglich.
Dann BTW wie der Wahlautomat. Sind dann zwar ein paar Kreuze mehr aber gut.

Weil mir ist seit meinem knappen 1 Jahr (halbwegs) politischer Aktivität aufgefallen, dass sich zumindest die Linke/Grüne/SPD (zumindest die kleinen Männer) und gerade deren Jugendorganisationen total viele thematische Überschneidungen haben. Damit meine ich die einfachen MItglieder, hochgeschlafen hab ich mich noch nicht. Einzig die CDU Menschen mit denen ich redete waren wirklich gruselig, trotz meiner find ich sinnvollen Argumente wurde die VDS für wichtig und richtig und alternativlos befunden. Autsch. Das sind gestande Menschen ca. 50 Jahre aufwärts gewesen.

Das kommt mir insgesamt so ineffizient vor wenn die/wir/ich alle ihren eigenen Kampf kämpfen.
Bei AfD Befürwortern sind mir abgesehen von der Flüchtlingsfrage im Kern auch nicht gewaltige Unterschiede aufgefallen. Gegen Homo Ehe hatte nach Nachfragen z.B. kaum einer was, aber das kann auch meine RL Filterblase sein.
Nur Angst für Überfremdung usw aber da bin ich nach wie vor der Meinung, dass sich diese bei den meisten Leuten wegdiskutieren ließe.

Wenn mans denn schafft verständnisvoll mit denen zu reden, das vermisse ich bei vielen AfD Gegnern und das bringt am Ende niemanden weiter.
Dann lieber 50m von einander durch Polizei getrennt wie in Kandel letztes WE über die Bande mit Hooligansprüchen anschreien, das bringts bestimmt mehr.
Und damit meine ich beide Seiten.
 
@saddy:
Es ist statistisch belegt, dass junge Menschen im Schnitt liberaler/linker sind als ältere - aber z.t auch extremere.
Ebenso haben verschiedene Generation verschiedene Ansichten, damit wird sich die Politik auch mit jeder Generation die rausgeht und reinkommt etwas ändern.

Wenn man das als Grundlage nimmt, ist es klar das z.B. die Jusos viel weiter links, als die gesamte SPD steht.
Die Themen, statt Parteien idee finde ich im Grundsatz auch nett, aber stelle mir eine Umsetzung fast unmöglich vor.

Ich sagte ja schon, das spielt z.T. viel ideologische Blende mit rein, die jeder von uns hat.


Ja, es ist ineffizient.
Das sind Demokratien immer, deswegen ist auch alles was effizient sein soll autokratisch organisiert.

Reglierungen:
Damit währe ich wie gesagt sehr vorsichtig, sowas kann unbedacht nach hinten los.

Was ich mir vorstellen könnte:
Begrenzungen:
Du darfst nur so und so viel Werbung machen, danach ist Schluss.

Das währe kaum umsetzbar, würde jedoch dafür sorgen, dass sie nicht zu viel Energie auf Werbung verschwenden können.
 
Das mit der Umsetzung müsste man mal durchspielen, mache ich bestimmt noch aber der Moment kommt bestimmt :coffee:

Verschiedene Generationen und verschiedene Meinungen sind glaube ich nicht ungewöhnlich. Was mir aber ungewöhnlich und bedenklich erscheint: Die Alten sind in der Überzahl!
Gucken maximal Fernsehen zum Großteil und sind sonst mit Arbeiten/Familie beschäftigt oder beschäftigt gewesen.

Meine total liebe Nachbarin (Rentnerin, über 85 Jahre alt aber fit wie ein Turnschuh) hat zum Beispiel folgende Einstellung: Ich mach mein Kreuz aus Gewohnheit/Gefühl und mit Politik usw nerven sie mich bitte nicht mehr im Detail ich bin alt und bin fertig macht ihr mal ihr jungen Leute.
Auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite total frustrierend.
 
@saddy:
Es ist statistisch belegt, dass junge Menschen im Schnitt liberaler/linker sind als ältere - aber z.t auch extremere.
Ist es das? Dazu hätte ich gerne mal eine Quelle.
(Das bedeutet nicht, dass ich das nicht grundsätzlich glaube, aber meine persönlichen Beobachtungen in meinem U30 Bekanntenkreis sehen da komplett anders aus. Da ist die Mehrheit klar konservativ / liberal marktwirtschaftlich, wobei ich nicht sagen kann, wie repräsentativ das ist für die Gesamtheit der Bevölkerung. In meinem Bekanntenkreis ist der Anteil der Akademiker zB sehr hoch.)

Mein VWL-Prof hat immer gesagt, dass die beste Staatsform eine Diktatur mit einem wohlwollenden Führer wäre.
Leider scheitert dieses Konzept an der Natur des Menschen.
Danach kommt die Kombi Demokratie/(soziale) Marktwirtschaft.
Ich sehe das ähnlich: Besser wirds mMn nicht. Der Kernpunkt ist einfach die Gewichtung zwischen sozial und Markt.
 
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