[Netzwelt] Bundestag benötigt aufgrund des Cyberangriffs komplett neues Computer-Netzwerk

Anfang Mai wurde bekannt gegeben, dass das Computer-Netzwerk des Bundestages vor Monaten durch Dritte kompromittiert wurde. Hierbei ist es gelungen dass auf den sogenannten Verzeichnisdienst des Bundestages zuzugreifen. Dieser Dienst stellt einen Knotenpunkt dar, an dem etwa 20000 Parlamentscomputer zusammengefasst sind. Somit haben die Angreifer kompletten Zugriff auf das gesamte Netzwerk erlangt. Daten konnten hierbei auch abgegriffen werden. Zudem konnten Sie sich wohl Administratorrechte verschaffen. Laut NDR, WDR, SZ und Spiegel Online geht der Angriff aktuell weiter. Wer hinter den Angriffen steckt ist aktuell noch nicht bekannt.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Netzwerk nicht mehr abzusichern ist und es deshalb komplett neu aufgebaut werden muss.

Der Bundestag wollte sich hierzu am Mittwoch nicht dazu äußern. Laut dem Bundestagssprecher Hebeker will sich der Ältestenrat der Parlaments am Donnerstag mit dem Angriff beschäftigen.

Laut Spiegel online wird in Parlamentskreisen ein "Totalschaden" befürchtet so dass nicht nur das Netzwerk an sich sondern auch die Hardware komplett ausgetauscht werden muss. Dies würde Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe verursachen.

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Der beste Zeitpunkt für die Migration wäre vor 5 Jahren gewesen.
 
Habs gestern Nacht gelesen. Ich habe das so gelesen, dass Server/Behörden Logs aktuell nur 7 Tage vorgehalten werden und das verlängert werden soll?
Es wird da ja von einem umfassenden erfolgreichen Angriff gesprochen. Also nichts von wegen paar Rechner austauschen.
Generell fand ich die gestellten Fragen vernünftig und naheliegend. Nur Antworten gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht so recht.
 
naja auf windows würde ich mich im Bezug auf Sicherheitslücken nicht verlassen. Egal ob XP, 7 oder 10.
Jup, natürlich ist das pöhse, unsichere Windows mal wieder an allem Schuld.:rolleyes:

Aber halt, warte...

Die Sicherheitsfirma GFI Software hat die im Jahr 2014 gemeldeten Schwachstellen ausgewertet und die aktuellen Trends analysiert. Anders als in den Vorjahren ist demnach Microsoft Windows nicht mehr auf den vorderen Plätzen zu finden – die mit Abstand meisten Sicherheitslücken bei Betriebssystemen wiesen demnach Mac OS X, iOS sowie der Linux-Kernel auf.

 
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  • #24
@Promillus:

Auch wenn ich dir Recht gebe, dass dieses pauschale Gebashe nervt, so sagt diese Statistik allgemein ziemlich wenig aus. Die Gründe hatten wir schon unter https://ngb.to/threads/14543-Windows-sicherer-als-Linux-oder-Mac-OSX angerissen. Davon abgesehen bekommt man jedes Betriebssystem klein, wenn das Layer-8-Problem groß genug ist (sei es auf der Seite der Anwender oder auf der der Administratoren).
 
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