Bundesregierung will an E-Mail-Passwörter

twofeatures

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Das darf doch wohl nicht wahr sein!v:eek:

Bundesregierung will an E-Mail-Passwörter



Wir müssen unsere Grundwerte verteidigen.
 
Ach f.. diese Internetausdrucker. Ich fang mit dem Kopfschütteln schon gar nicht mehr an.

Aber was für Grundwerte? Das Briefgeheimnis gilt auch nur bis zum richterlichen Beschluss.
 
Fragt man sich was die damit wollen. Wie ja auch im Link erwähnt, werden die Passwörter in der Regel verschlüsselt gespeichert und mehr kann dann auch nicht raus gegeben werden. Als erstes wird wieder Google und Facebook genannt - die werden denen eh erstmal was husten und ohne richterlichen Beschluss gar nichts machen, so meine Vermutung. Dann gibt es noch welche, die sind ihr eigener Emailprovider und da man sich nicht selbst belasten muss, würde nicht mal ein Beschluss was nutzen.

Das ist sogar zweimal sinnlos. Wieso das Passwort und nicht die Emails? Wenn der User sein Passwort ändert, ist das erhaltene wertlos.

Kann man wegignorieren, denn irgendjemand wird die Sinnlosigkeit erkennen, bevor die damit durch kommen.
 
Zwei-Faktor-Authentisierung könnte man in diesem Zusammenhang auch noch erwähnen.
 
Anders sieht es natürlich aus, wenn sie gar nicht die E-mail-Paßwörter haben wollen, sondern bei z.B. Facebook zu einer E-Mailadresse, dient ja auch als Username, das Paßwort.

, dann funktioniert das natürlich, daß die da in dem Account wegen Hatespeech ermitteln können.
 
Ich hab jetzt den Gesetzesentwurf überflogen und so ganz ohne ist das nicht. Der Staat will sich scheinbar (lt. Bitkom) teilweise aus der Verantwortung stehlen und private Unternehmen die Arbeit machen lassen. Das wird hoffentlich voll in die Hose gehen.
 
Wozu das alles?
An allen internationalen Netzknoten hängen doch eh schon alle und entschlüsseln in Echtzeit...
 
Außerdem werden die Paßwörter nicht über das Netz geschickt und die braucht man für den Zugriff auf Endgeräte oder auf Speichereinrichtungen, die in diesen Endgeräten oder hiervon räumlich getrennt eingesetzt werden.
 


Es werden "Telemediendienste" (quasi alle Webseiten und irgendwie im Netz betriebene Anwendungen) den "Telekommunikationsdiensten" (ISPs, Telefonanbieter) gleichgestellt. Der grosse Unterschied dabei ist, der ISP sieht nicht das interessante "innere" einer verschluesselten Verbindung, der Telemediendiensteanbieter schon. D.h. die Ausleitung umfasst auch das im Klartext uebertragene Passwort, selbst wenn der Anbieter das nicht speichert. Die Ausleitung umfasst auch Session Cookies oder aehnliche Daten, die ueblicherweise ausreichen die Authentifizierung zu umgehen. D.h. im Allgemeinen werden 2FA, Zertifikate, Zero-Knowledge und Aehnliches wenig helfen.
 
Natürlich geht der Anmeldevorgang auch über das Netz. Ich hatte an die Übertragung der Mails gedacht, wo natürlich die Paßwörter weder benötigt noch gesendet werden.
 
Aber doch zur Authentifizierung am Imap/smtp Server?!
Beim Weblogin auch.

Denke wenns nicht die Passwörter werden, wirds der auch von Fefe erwähnte Session Cookie
 
Oder die Tabelle bekommt eine Spalte mit einem zweiten Passwort zum Login. Das wäre zwar Unsicherheit in Hochform, aber ich wundere mich über gar nichts mehr.

Edit
Das Ministerium betonte am Montag, künftig müsse ein Richter entscheiden, ob ein Passwort angefordert werden dürfe, was eine Verschärfung darstelle. Man gehe auch nur von wenigen Fällen aus, weil Onlinedienste nach europäischem Datenschutzrecht ohnehin verpflichtet seien, Passwörter verschlüsselt zu speichern.


Haben sie also wie vorausgesagt schon mal irgendwas gemerkt. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Haben sie also wie vorausgesagt schon mal irgendwas gemerkt. :D

Die Beschlüsse sind allgemein und technologieagnostisch gehalten. Da wird letztlich das Ziel vorgegeben.
Sie wollen das tun können, was man mit Passwort tun kann. So etwas hat hauptsächlich den Sinn,
bestehende Praxis zu legalisieren und in Gesetze zu gießen.
Ist anscheinend wieder mal so eine Zeit, wo man paketweise Gesetze verabschiedet, die die Selbstbestimmung einschränken.
Gesundheitsdaten gesetzlich Versicherter pauschal für Forschungszwecke zentralisiert speichern, Organspende per default on ...

Der Widerspruch gegen ungewünschte Handlungsoptionen soll so schwer wie möglich und letztlich unmöglich gemacht werden.
Diesen Prozess hat man doch in allen Ebenen (das Entkoppeln und unabhängig machen von den Willensentscheidungen des Einzelnen, Verfügbarkeit über den Einzelnen durchsetzen). Was im großen abstrakt mit Entdemokratisierungsprozessen begann (große Koalitionen sind schwerer abzuwählen als Regierungsparteien mit Opposition), geht zurück in die alten Strukturen der Leibeigenschaft im neuen Gewand. AKK möchte ja auch wieder Arbeitsdienste einführen.
Die Uhr wird wieder zurückgedreht, also da wo es zu neuen Entwicklungen kam. Für die Leute, die das entscheiden, hat sich die Zeit nie geändert.

Wobei ich sogar annehme, dass die meisten der Deutschen, sich so eine staatliche Allmacht wünschen. Als Techie musste ich da mein Weltbild ziemlich revidieren
und merken, dass ich da allein auf weiter Flur stehe.
Die Leute wollen gerne selbst an der Macht beteiligt sein und ich finde ausgerechnet ein Komiker hat es mal gut unter den Begriffen "Opportunismus und Repression"
zusammengefasst.
 
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