Keine Doppelmoral und keine Gaffer am Fernsehen.
nein? über derartige unfälle wird in den "qualitätsmedien" grundsätzlich unproportional und selektiv berichtet.. ginge es wirklich um information, würde es auch reichen, jeden tag die polizeistatistik vorzulesen - und nicht bloß von spektakulären verkehrsunfällen, sondern auch z.b. wieviele menschen an diesem tag durch ärztepfusch und haushaltsunfälle gestorben sind.. es ist doch so simpel: wer was zum gaffen braucht, ist gaffer

.. da müssen auch nicht zwingend leichenteile rumliegen, das ist subjektive geschmackssache und schließlich gibts ja liveleak dafür.. fürs familienfreundliche gaffen reichen autowracks und airbag-fetzen, vielleicht noch garniert mit ein paar blutflecken auf dem asphalt - und das gilt dann als "saubere arbeit" für einen bild-"journalisten", während ein ungeschnittenes wackeliges handy-video (natürlich hochkant

) ein verbrechen gegen die menschlichkeit ist.. das ist es höchstens ästhetisch, aber keinesfalls moralisch

(jedenfalls nicht mehr als von dem heini mit qualitätssiegel)..
es ist natürlich einfacher, die eigene sensationsgeilheit zu verdrängen, wenn man die gafferei "journalistische arbeit" nennt und auf die berichterstatter eine pseudo-qualifikation draufklatscht, damit es zumindest den anschein eines "offiziellen" charakters hat.. aber wenn auf einmal jeder dahergelaufene mit einer kamera die gleiche "journalistische arbeit" machen kann, wird es schwieriger, den "offiziellen" charakter aufrechtzuerhalten (weil es nie einen gab!) und sich weiterhin vorzumachen, die gafferei vor dem fernseher sei garkeine gafferei sondern hochwertige nachrichten mit wichtigen informationen zwischen den werbeblöcken...
Ich finde aber Strafen dafür sinnvoll: Für Leute die mit Handys oder Smartphone alles aufzeichnen müssen und dabei wirklich in Kauf nehmen das jemand stirbt - nicht nur als Behinderung, sondern auch als unterlassene Hilfeleistung.
ist das eine feststellung oder eine forderung? den straftatbestand gibt es nämlich schon, er heißt "unterlassene hilfeleistung"

.. dabei ist es egal, ob jemand filmt statt zu helfen (gilt übrigens auch für hochqualifizierte "journalisten" mit presseausweis) oder einfach nur in den himmel starrt.. pro-tipp: mit einem gopro-helm kann man das notwendige mit dem angenehmen kombinieren

..