[Politik und Gesellschaft] Bundesrat bringt Strafen für Gaffer auf den Weg

Der Bundesrat beschloss eine Gesetzesinitiative, wonach diejenigen, die die Arbeit von Rettungskräften behindern, künftig mit bis zu einem Jahr Haft oder einer Geldstrafe verurteilt werden können.

Da Bild- und Videoaufnahmen von Schaulustigen häufig über soziale Netzwerke geteilt oder auch an die Presse verkauft werden, sollen auch hier die Gesetze verschärft werden. Bislang sind nur lebende Personen strafrechtlich geschützt, künftig sollen auch Bilder Verstorbener geschützt sein. Vergehen könnten dann mit bis zu zwei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden.



Bild: Schaulustige beobachten das Niederbrennen der alten Raiffeisen-Halle an der Bahnstrecke Mainz–Ludwigshafen in Osthofen, via
Quelle:
 
Normalerweise schon, allerdings scheissen sich die Gaffer in letzter Zeit kaum mehr was. Und es wird den Leuten verdammt weh tun wenn die Polizei wirklich hergeht und mal das Handy einkassiert.
 
Jepp...solche Spinner wollen ihre 5 Minuten Rampenlicht auf YouTube und co haben. Ich hatte letztens eine Diskussion mit den Betreiber von Blaulichtreporter. Die hatten dazu aufgerufen sich ihre App runter zu laden. Mit dieser App sollen dann die User Bildmaterial von Unfällen, Bränden usw an die Redaktion melden mit Standort und Uhrzeit. Der Betreiber von Blaulichtreporter meinte dann nachdem ich ihn drauf aufmerksam gemacht hatte das der Bundesrat solche Strafen auf den weg bringt nur sie würden ja solche Bilder dann nicht bringen. Auf mein argumentieren hin das die User ja trotzdem erstmal solche Bilder machen habe ich keine Antwort mehr bekommen und entsprechender Beitrag wurde gelöscht.

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Zuletzt bearbeitet:


Um so wichtiger ist die Initiative. Bestenfalls macht sich der Betreiber dann der Anstiftung schuldig.
 
Gaffer sind notgeile Idioten. Wer sowas auch noch als App befeuert, dem gehört mal der Hintern versohlt. Öffentlich. Über Fratzenbuch dazu eingeladen. Von mir aus auch mit Blaulicht. Vielleicht hat der dann genug von Gaffern.

Diejenigen von denen, die Einsatzkräften noch im Wege stehen oder diese gar anpöbeln, sollten empfindliche Geldstrafen erhalten, im Wiederholungsfalle entsprechend strenger.

Braunsbach in Württemberg wurde vor kurzem von Schlamm- und Wassermassen verwüstet. Da fahren seither tatsächlich jedes Wochenende ein paar hundert Deppen hin, um sonntäglichen Sensationsbedürfnissen nachzukommen. Unfassbar sowas.
 
Wie passt der Titel mit dem verlinkten Beitrag zusammen?
Warum hast du dir nicht mal die Mühe gemacht und den Inhalt des Artikels knapp zusammengefasst.

Wurden denn die Rettungskräfte alarmiert?
Wenn bereits zwei Ersthelfer an der Führerkabine beschäftigt waren, um den Fahrer zu befreien, dann kann ich mir gut vorstellen, dass die anderen beiden Männer sowieso nur im Weg herum gestanden hätten. Statt sich gegenseitig in den Füßen herum zu stehen, haben sie den Vorfall dokumentiert. Nun kann man vielleicht darüber streiten, ob es pietätlos ist oder ob es sogar sinnvoll ist, den Vorgang zu dokumentieren, aber unterlassene Hilfeleistung kann ich da so ohne Weiteres nicht erkennen.
 
Also bei uns wird ja nicht nur gegafft sondern auch gleich noch angefeuert vom umstehenden Puplikum weil es wohl noch nicht spektakulär genug war.

 
behindern, pöbeln und hilfe unterlassen ist alles bereits strafbar, ich verstehe das problem nicht, was weitere gesetze benötigt :unknown:
 


Das bezieht sich aber auf direktes Behindern von Rettungskräften.
Abgedeckt wird z.B. nicht folgendes.

Ich fuhr auf einer Autobahn mit mäßigem Verkehr und kam zügig voran.
Urplötzlich verdichtete sich der Verkehr und es ging nur noch Stop/Go.
Nach 20-30 Minuten kam ich an die Stelle, wo der Stau sich auflöste und auch die Ursache dessen erkennbar wurde.

Es war ein Unfall.

:mad: Aber auf der anderen, wo es zudem keinen Stau gab. Also ein reiner Gaffer-Stau :m
 
wie genau soll das gesetz denn hier wirken? :confused: verkehrsbehinderung durch unangemessenes langsamfahren ist bereits verboten, trotzdem gibt es keinen praktischen weg, die verursacher von "staus aus dem nichts" dingfest zu machen - und dabei ist es egal, was der grund fürs trödeln ist.. staus durch pennende autofahrer verursachen genug schaden, damit es einen anreiz gibt, gegen sie vorzugehen, da wird ein explizites "gaffer"-delikt rein garnichts beitragen.. aber versuch mal zu beweisen, dass jemand konkretes der stauverursacher ist und nicht sein vordermann..

nene, das klingt eher nach unsinnigem und wirkungslosen aktionismus, weil manchen leuten aus irgendeinem grund offernbar nicht gefällt, dass gewisse dinge in der öffentlichkeit gefilmt werden, die die öffentlichkeit nach ihrer meinung besser nicht sehen sollte.. die behinderung (und unterlassene hilfe) klingt nach einem vorgeschobenen grund, weil sie ja bereits verboten ist und ein zusätzliches gesetz nichts daran ändert.. ich fände es zumindest bedenklich, wenn ich mich möglicherweise strafbar machen würde, nur weil z.b. meine dashcam zufällig irgendwas aufnimmt, was jemandem nicht gefällt..
 
behindern, pöbeln und hilfe unterlassen ist alles bereits strafbar, ich verstehe das problem nicht, was weitere gesetze benötigt :unknown:

Wie wäre es damit:

Bislang sind nur lebende Personen strafrechtlich geschützt, künftig sollen auch Bilder Verstorbener geschützt sein.

Desweiteren sagte einer der Verantwortlichen (frag mich nicht wie der heißt hatte es nur nebenbei im TV gesehen) das die durch den Gesetzentwurf entstehenden Diskussionen das Thema bewusster werden soll in der Bevölkerung und so der eine oder andere sensibilisiert werden soll. Er sagte aber auch das dieses Gesetz wie ein Papiertiger ist denn es wird nur die Verantwortung an das Gericht weiter geschoben die dann in der Pflicht sind die Täter zu überführen.
 
erzähl das mal den journalisten und nachrichtenagenturen ;).. ich kann mich nicht entsinnen, wann jemals in den medien bilder von leichen ohne unkenntlichmachung veröffentlicht wurden (abgesehen von personen öffentlichen interesses).. privatbesitz betrifft das eh nicht und wer wirklich so sensationsgeil ist, wird es halt anonym auf liveleak posten :unknown:..
 
habe ich seit einiger Zeit auf dem Auto.

Natürlich in gelb auf schwarzem Heck ;)

Erstaunlich, wie schnell die umdenken auf der Bahn. Scheinen erst dann zu merken, dass sie Scheiße stehen/schleichen.
Ich würde, auch wenn gerade kein Tatütata kommt, jedem nen Zehner abnehmen, wenn er nicht richtig steht.
Da würde reichlich für gute Zwecke zusammen kommen.
Ab dem dritten Zehner bekommen sie Rabatt in Form von 1 Monat Fleppe wech.
 
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  • #37
Ist doch jedes Mal dasselbe mit der Rettungsgasse. Manchmal klappt es ja sogar, dass sie, wenn von hinten ein Martinshorn zu hören ist, hektisch eine halbwegs akzeptable Rettungsgasse bilden, nur um danach direkt wieder in Richtung Mitte zu fahren um zu gucken, was da los ist - ist ja auch immer so, dass nur ein Rettungsfahrzeug kommt, das durch will (Vorsicht: Ironie).

Das mit den Gaffern auf der A6 habe ich auch gelesen. Das ist schon ziemlich heftig, wenn rund 80 Menschen nichts besseres zu tun haben, als sich am Leid der Verletzten aufzugeilen und auch noch Fotos & Videos davon zu machen. Einfach nur widerlich - insbesondere, da in dem Fall die Retter noch massiv behindert wurden.
 
Deshalb gibts in Österreich Strafen in Höhe von bis zu 2600€ beim Nichtbilden der Rettungsgasse. Was glaubst wie schnell die Leute das lernen.
 


Ist halt nicht alles schlecht, was aus dem bairischem Sprachraum kommt. ;) :p
 
Oder sowas hier:


Das unsere Geldstrafen beim Autofahren allgemein zu niedrig sind und da gehört Rettungsgasse dazu finde ich auch... einfach x10
Nur bringt das alles nichts wenn es nicht kontrolliert wird.
Kann man einen Autofahrer eigentlich selber anzeigen wenn er vor dir / hinter dir keine Rettungsgasse bildet?
 
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