Alleiniges Sorgerecht und Knast, aber ich will mich einigen.

P3rsona

Inventar
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Grüße,

Ich hab ne extrem beschissene Situation gerade in die ich mich wohl selbstverschuldet begeben habe und wieder raus muss.

Folgendes:
Meine Ex und Ich haben einen gemeinsamen Sohn. Sie hat das alleinige Sorgerecht.
Nun soll Sie für 3 Monate ins Gefängnis und wir haben zusammen entschieden, dass Sie den kleinen für die Zeit mitnehmen darf.
Allerdings ist zusammen entschieden mehr oder weniger witzlos da ich kein Sorgerecht habe und Sie ihn hätte sowieso mitnehmen können wenn Sie gewollt hätte.
Nun wollte ich aber als kleines Zeichen des entgegen kommens das sie mir das geteilte Sorgerecht zuspricht, was Sie ablehnte.
Gut, das Resultat ein riesen Krach und ich fuhr ziemlich Sauer noch zum Gericht, schilderte, noch ziemlich wütend, die Situation und beantragte das gemeinsame Sorgerecht. Habe allerdings das Wort "gemeinsam" nie benutzt. :(
Heute bekam Sie einen Brief vom Gericht. Ich habe das alleinige Sorgerecht beantragt und das Jugendamt stimmt dem zu. Kein Gerichtstermin und nichts, was ich eigentlich dachte das ein Termin vor Gericht kommen würde.
Ich möchte das alleinige Sorgerecht nicht und ich möchte, dass er Sie begleitet.
Wie kommen wir da wieder raus?

Ich hatte überlegt ob es reichen würde, beim Jugendamt für das geteilte Sorgerecht zu unterschreiben und die Sache mit dem alleinigem dann bei Gericht zu canceln. Hat da jemand Tipps, denn ich brauche dringend welche.
 
Irgendwie tut mit gerade das Kind extrem leid. Trotz krimineller Mutter hat der Vater kein Sorgerecht? Warum? Noch weniger geeignet um Kinder großzuziehen?

Habt ihr mal darüber nachgedacht das Kind in Hände zu geben in denen es gut aufgehoben ist? Vater kriegt offensichtlich sein Leben nicht auf die Reihe, kann nicht mal die einfachsten Dinge regeln wie Sorgerecht (oder du tischt hier eine Lügengeschichte auf, so einfach aus Versehen bekommt man auch kein Sorgerecht). Dann hat er das Sorgerecht und gar keinen Bock auf das Kind, bzw. die alleinige Verantwortung.
Die Mutter kommt in den Knast.
Ja, das sind wirklich genau die Verhältnisse in denen ein Kind aufwachsen sollte. Wie alt ist es denn? Besteht vielleicht die Chance, dass es bei euch noch nicht so verkorkst wurde, dass es in einer anderen Familie noch eine Chance hätte?

Um konstruktiver zu werden.
Wende dich direkt an das Jugendamt und bespreche die Sache ehrlich und bitte um Hilfe.
 
Uff, starker Tobak. Denn wir reden hier von einem Kind.
Wenn sie den Zwerg mitnehmen darf, dann ist er wohl auch noch recht jung. Kleinkind?

Du hast jetzt nur aus Frust und/oder wegen des Streits dieses Fass aufgemacht?

@der: je nach Jugendamtsmitarbeiter*in kann das flugs gehen.
Mutter muss wegen irgendwas in den Bau und Vater hat ein gutes Umfeld, Einkommen und sich nichts zuschulden kommen lassen vermutlich.

@persona: werd dir erst mal zügig klar darüber, wie weit und ob überhaupt du dem Kind ein Vater sein willst für die nächsten 15-20 Jahre ;)

Und dann würde ich an deiner Stelle einen Anwalt oder Anwältin für Familienrecht einschalten. Die kennen sich prima aus und beraten dich auch.
Die Sachen vor Gericht und Jugendamt erledigen die dann für dich. Bevor du dich weiter in die Scheiße reitest. Samt dem Zwerg.
In solch dringenden Fällen bekommt man bei Familienanwälten auch schnell einen Termin.

Wenn du weiter so ein Chaos anrichtest, dann wird auch schnell das Jugendamt der Vormund und das Kind unter Umständen der Familie entnommen.
 
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  • #4
Wow, ziemlich viel Meinung für so wenig Infos!

Wir sind sehr gute Eltern um das mal vorweg zu nehmen.
Sie hat vor Ewigkeiten eben mal Mist gebaut und steht jetzt dafür gerade.
Wir kümmern uns nach wie vor gemeinsam um den kleinen Mann und das vorbildlich.
Allerdings lebt er bei seiner Mama und ich sehe ihn alle 3 Tage und an jedem 2. Wochenende hab ich ihn bei mir.
Eine bessere Regelung als so manch anderer.
Mein Sorgerecht habe ich nie beansprucht, weil die Regelung wie wir Sie haben eine sehr gute und faire ist.
Die Entscheidung den kleinen Mitzugeben ist einfach daher, dass er nunmal mehr an seine Mama gewöhnt ist und sich für ihn nichts anderes ändern würde als die Umgebung in der er sich befindet, da ich beide Regelmäßig besuchen kann.
Außerdem sind es nur 3 Monate. und der kleine ist 1 Jahr alt.
Es war eine gemeinsame Entscheidung.

Auch das Jugendamt wusste beischeid und ihr Mutter-Kind Platz in einer JVA war schon sicher.
Und ja, leider habe ich wegen einem dummen Streit so ein Fass aufgemacht. Nur wollte ich es ganz bestimmt nicht so. Ich wollte das geteilte Sorgerecht, weil ich eben Vater sein möchte, der bisher alle pflichten übernommen hat und auch seine Rechte wahren wollte.

Das was jetzt ist, wollte ich so nicht. Niemals würde ich der Mutter das Kind wegnehmen wollen. :(
 


Sorgerecht impliziert natürlich auch eine Sorgepflicht. Das sollte aber eigentlich klar sein.
Du willst doch nicht wirklich, daß Dein Sohn in den Knast geht, oder?
 
Bevor du uns was unterstellst, hättest du vielleicht die Dinge von deinem zweiten Post gleich in den ersten schreiben sollen.
 


Die erste Antwort war aber schon unverschämt, daneben und in keiner Weise hilfreich.
 
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  • #8
@KaPitn:

In erster Linie will ich ihn nicht von seiner Mutter trennen. Und ich habe die Einrichtung gesehen, das ist mehr Urlaub als alles andere.
Klar fällt mir das nicht leicht, nur denke ich wirklich das eine Trennung von seiner Mutter schlechter wäre als ihn mitzugeben.
Ginge er nicht mit, würde Sie in eine normale JVA kommenund dort erstmal mindestens 4 -6 Wochen keinen Besuch empfangen dürfen. Auch nicht von mir und dem kleinen. In der Mutter Kind Einrichtung geht das aber von nafang an.

@Cheg

Nicht euch, nur dem Ersteller des ersten Posts
 
Eine Antwort, wie die erste, könnte aber in ähnlicherweise auch so vom Jugendamt kommen, wenn man jetzt nicht aufpaßt, wie man sich zu der Sache äußert.
Das Jugendamt ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt. ;)
 
Hast du noch die Möglichkeit, dass ihr gemeinsam vor Haftantritt zum Jugendamt geht und das gemeinsam klarstellt und regelt?
So als erwachsene Menschen, die zugeben, dass sie kurzfristig mit der Situation nicht umgehen konnten und das jetzt im Griff haben?
 
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  • #11
@KaPitn & Cheg

Das ist es ja was ich hoffe. Haftantritt wäre jetzt der 15.01. in der Mutter Kind Anstalt gewesen.
Nun stand in ihrem Brief heute, das sich der Termin nun verschiebt und sich eine höhere Instanz darum kümmern wird. Allerdings auch das ich um das alleinige Sorgerecht gebeten hätte und das das Jugendamt dem zustimmt.
Wenn ZUSAMMEN Zum Jugendamt gehen und zugeben würde, das ich kurzfristig unüberlegt gehandelt habe und das so nicht gewollt war, dann wäre allen damit schon sehr geholfen. Den ursprünglichen Zustand von mir aus wieder herstellen. Nur habe ich eben Angst, dass das nun nicht mehr reicht weil das Gericht nun eingeschaltet ist. Kann ich das ganze nicht einfach zurückziehen?
 
Keine Ahnung. Frag besser einen Fachamwalt für Familienrecht. Oder die Rechtshilfe des Gerichts. Aber da bekommt man selten einen zügigen Termin.

Was mir gerade einfiel: dass sich ihr Termin nach hinten verschiebt, liegt unter Umständen daran, dass sie ja jetzt dieses Mutter-Kind-Zimmer nicht mehr
benötigt, da zur Zeit ja das alleinige Sorgerecht bei dir liegt und sie dementsprechend so geführt wird, dass sie das Kind nicht mitnimmt.
 
Vor allem keine weiteren Kurzschlußreaktionen.

Jetzt heißt es erst einmal überlegen, was Du langfristig willst. Dein nächstes Ziel sollte jetzt nicht sein, Mutter und Kind in eine entsprechende Einrichtung zu bekommen.
Wenn Du jetzt auf das Sorgerecht verzichtest, wirst Du wahrscheinlich nie eine weitere Chance bekommen. (Und ohne das hast Du, wenn Du Pech hast, auch keinen regelmäßigen Umgang mehr, wenn die Mutter sich da quer stellt.)

Vielleicht solltest Du Dich an das Jugendamt als Ratsuchender wenden, also ohne, daß Du mit Forderungen oder Anträgen kommst, sondern klar stellst, daß Du aus der sich aus Deinem Sorgerecht ergebenen Pflicht um Hilfe bemühst, weil Du, das Wohl Deines Sohnes an erster Stelle sehend, nicht sicher bist, ob die Trennung von der Mutter nicht dem Kind zum Schaden gereichen könnte.

Das Kind ist wie alt?
 
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  • #15
@Cheg

Genau so wird es sein.


@Kapitn

Langfristig möchte ich einfach, dass es meinem Sohn Gut geht, was aber auch nur geht, wenn das Verhältnis zur Mutter stimmt.
Ich möchte weiterhin mein geteiltes Sorgerecht. Verzichten möchte ich auch nicht. Aber das was jetzt ist möchte ich so auch nicht.

Er ist 1 Jahr alt.
 
Dann muss ich womöglich einiges aus meinem post relativieren. Das war vielleicht genau so ein unüberlegter Schnellschuss wie du mit dem Sorgerecht ;-)
Hat sich halt ohne weitere Infos nach RTL bzw. Familie Flodder gelesen.
Das Kind darf halt nicht unter den Streitigkeiten der Eltern leiden. Ich befürchte aber, durch deine Aktion vor Gericht ist die Situation so kompliziert, dass ihr/du wirklich genau aufpassen müsste was ihr macht um nicht noch mehr Schaden anzurichten.
Einfach für geteiltes Sorgerecht unterschreiben und vor Gericht alles zurücknehmen hört sich weder sinnvoll noch machbar an.
Such dir einen Anwalt. Und sei es nur für ein kurzes Beratungsgespräch.
 
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  • #17
Mal nur so ein Gedanke nebenbei.
Wenn die Mutter das alleinige Sorgerecht hat, dann muss man doch nur zum JA gehen und die Mutter muss eine Einwilligung unterschreiben, dass es geteilt wird. Wenn ich jetzt das alleinige Sorgerecht habe, müsste man das dann nicht ähnlich Regeln können. Ich gebe mein Einverständnis das Sorgerecht mit der Mutter zu teilen?

Ab dem Moment müssten wir doch dann beide entscheiden dürfen ob der kleine mit darf oder nicht?
 
Was für mich noch nicht klar ist: Vor welchen negativen Auswirkungen fürchtest du dich aufgrund des alleinigen Sorgerechts das nun bei dir liegt? "Weggenommen" hast du ihr das Kind ja nicht, also ich meine deine Ex hat ja nach wie vor ein Besuchsrecht dass du ihr nicht entziehen willst (was bei einem vorbestraften Elternteil vermutlich einfach gehen würde)? Wenn dein Sohn diese drei Jahre in denen deine Ex eingebuchtet ist bei dir wohnt/lebt und nicht in einem Mutter/Kind-Knast aufwächst behaupte ich mal das es für das Kind das Beste ist wenn der rechtliche Vormund immer in der Nähe ist. Über das was dann in drei Jahren ist würde ich mir noch nicht den Kopf zerbrechen.
 
Klingt für mich ja eher das der Kleine mit soll damit Mutti 3 angenehmere Monate hat.

Ruf halt das Jugendamt an und schilder das. Entweder kümmerste dich jetzt um DEIN Kind oder lässt es, grossartig was anderes bleibt dir eh nicht
 
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  • #20
@The Emperor

Es sind 3 Monate, nicht 3 Jahre.
Mir geht es um die Bindung zu Mutter und Kind und auch das gute Verhältnis was ich bislang mit der Mama hatte.
Als Sie mir heute sagte das ein Brief kam und was da drin stand, hasste Sie mich.
Ich habe ihr als wir wussten Sie geht ins Gefängnis versprochen ihr den kleinen nicht weg zu nehmen. Nicht für die Zeit.
Sie liebt den kleinen Mann mehr als alles andere auf der Welt und andersrum ist es genauso. Ich würde mich selbst nicht mehr im Spiegel angucken können. und das nur Aufgrund eines kurzschlusses und falscher wortwahl. :(
 
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