[Sonstiges] 92-Jährige fälschlicherweise für tot erklärt

Nachdem eine Pflegerin eines Seniorenheims in Hassel eine Seniorin regungslos im Bett vorfand, stellte ein hinzugezogener Arzt den Tod der Seniorin fest. Die Angehörigen nahmen noch im Altenheim von ihr Abschied, bevor die alte Dame gegen 20 Uhr von einem Bestattungsunternehmen abgeholt wurde.

Was nun geschah grenzt an einen Horrorfilm. Der Zufall wollte es, dass der Bestatter die Frau nicht zur Kühlung in Buer, die nicht angeschlossen war, sondern in Schalke brachte. Dieser Transport benötigte nun mehr Zeit. Die beiden Mitarbeiter des Bestatters wollten den Kühlraum gerade verlassen, als sie einen Schrei wahrnahmen.

Nachdem sie die Kühltür öffneten, war die Seniorin keineswegs tot, sondern blickte die Mitarbeiter mit weit geöffneten Augen an. Die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und wird schon bald in das Seniorenheim zurückkehren können.

Die Angehörigen konnten ebenfalls nicht glauben, dass sie noch am Leben war.


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Steht jetzt leider nirgends, aber wäre ziemlich interessant zu erfahren, wie die Frau bewusstlos wurde und warum sie so lange Zeit bewusstlos war bzw. was allgemein der Hintergrund war. Jetzt im Nachhinein scheint sie ja sofort aufgewacht wieder "fit" gewesen zu sein.
 
Ich hoffe, der "Arzt" wird dementsprechend zur Rechenschaft gezogen. :m
 
@Sibi: Nannte sich früher Scheintod. Sollte heute eigentlich nicht mehr vorkommen.

Auf Grund der modernen medizinischen Diagnostik kann der Tod eines Menschen in jedem Fall zweifelsfrei festgestellt werden, der Begriff Scheintod wird für Zustände der Bewusstlosigkeit und des Komas nicht mehr verwendet.


 
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Das ist mir auch klar. Mich interessiert aber der Medizinische Hintergrund eher. Puls und Atmung war ja nicht vorhanden laut Doc und ich glaub kaum, dass der Doc. hier versagt hat,....gut man kann nie wissen :unknown:
 
Das ist mir auch klar. Mich interessiert aber der Medizinische Hintergrund eher. Puls und Atmung war ja nicht vorhanden laut Doc und ich glaub kaum, dass der Doc. hier versagt hat,....gut man kann nie wissen :unknown:

Nun kommt drauf an, also wenn der Puls wirklich sehr ruhig ist, kann es passieren, dass du ihn mit der Hand kaum/ nicht fühlen kannst. Die Frage ist, wie gründlich er geprüft hat.
Normalerweise sollte beim Feststellen des Todes ein wenig genauer hingeschaut werden, als mal kurz am Handgelenk zu fühlen, weil es eben doch viel zu unzuverlässig ist, für diesen Zweck..

Erschreckend. Sobald ich mein Leben hinreichend lange gelebt habe, jage ich mir zur Sicherheit eine Kugel in den Kopf. Dann erklärt mich hoffentlich keiner fälschlicherweise für tot.
 
Selbstbdie Pflegekraft muesste es verkackt haben.

Ich mein, wenn ich jmd leblos auf der Arbeit vorfinde check ich meist erst den Puls und dann nochmal RR + Atmung. Inklusive Pulsoxymeter...so sollte es eg jede Fachkraft tun. Und ein Arzt ist eg verpflichtet sich den Ruecken etc. anzuschauen (Flecken etc.)...
Schon verrueckt.
Selbst wenn am Handgelenk der Puls nicht zu fuehlen war, hergott, dann fuehl ich an der Carotis.
 
Selbstbdie Pflegekraft muesste es verkackt haben.

Ich weiß nicht, wie gut die Altenpfleger so ausgebildet sind, aber einen Tod feststellen darf eigentlich nur ein Arzt.
Mal abgesehen von dem Fall, dass der Kopf 3m vom Rest des Körpers gefunden wird. (Eines der 3 sicheren Todeszeichen.)
Daher ist es in Ordnung, wenn man sich unsicher ist und einen Arzt hinzu zieht.


Ich mein, wenn ich jmd leblos auf der Arbeit vorfinde check ich meist erst den Puls und dann nochmal RR + Atmung. Inklusive Pulsoxymeter...
Selbst wenn am Handgelenk der Puls nicht zu fuehlen war, hergott, dann fuehl ich an der Carotis.
Das klingt zwar recht easy, aber ernsthaft, rein durch fühlen ist es je nach Person und Fall nicht immer möglich den Puls zu bestimmen. Selbst bei Instrumenten kann es dir passieren, dass diese schlicht nicht die nötige Präzision aufweisen. Schließ mal einen Sportler an einen Überwachungsmonitor an. Bei dem wird der Puls so weit runter gehen, dass der Durchschnittsmonitor Alarm schlägt.

Wenn du 2 Runden um den Block läufst, dann reicht es u.U. die Hand 20cm vor dein Gesicht zu halten oder die Finger an deine Halsschlagader zu legen. Bei Komapatienten und Scheintoten sind Puls, Blutdruck und Atmung in der Regel allerdings so weit herunter, dass du das nicht mehr fühlen kannst.

Totenflecke findest du erst 20-60 Minuten post mortem. Totenstarre lässt sich je nach Temperatur und Muskulatur auch erst 1-12 Stunden pm feststellen.

Also ganz so einfach ist das definitiv nicht, sonst hätte es über die Jahre auch niemal so viele Fehldiagnosen gegeben.
Genau deshalb darf ja auch nicht jeder daher gelaufene Depp jemanden für Tod erklären..
 
Der Zufall wollte es, dass der Bestatter die Frau nicht zur Kühlung in Buer, die nicht angeschlossen war, sondern in Schalke brachte.

"Steht auf, wenn ihr Schalker seid!" gewinnt nun eine völlig neue Bedeutung. :D

Eine Pulskontrolle reicht bei der Leichenschau nicht aus, es müssen sogenannte sichere Todeszeichen festgestellt werden, wozu insbesondere Totenflecken und -starre gehören.

Für den Arzt gibt es dabei nichts zu verdienen (um die 30 €). Von Bekannten und dem Tod meines Vaters weiss ich, dass hier oft geschlampt wird. Der Notarzt hat meinen Vater entgegen der Vorschriften z.B. nicht entkleidet und wollte von mir die Todesursache wissen.
 
Darum hatten früher viele auf dem Friedhof ein Glöckchen am Grab. So konnten sie, hat man sich zumindest gedacht, auf sich aufmerksam machen wenn was schief gelaufen ist.

Das man so schlampt ist hoffentlich aber eine Ausnahmen.
 
Jap ist verstorben.

Zu den Flecken: Deshalb kommt der Arzt erwt 2 Stunden spaeter ins Altenheim.
 
Ich weiß, dass gehört jetzt nicht ganz genau hier her, aber hier scheinen ja Leute zu sein, die sich damit ein bisschen auskennen. Was passiert eigentlich mit dem Blutdruck, wenn man stirbt. Also das Herz pumpt ja dann kein Blut mehr, aber das fließt ja auch nicht "raus" aus dem Körper. Ist der dann einfach 0 bzw. nicht messbar? Geht der dann auf ein bestimmtes Maß runter und bleibt da, bis er sich durch die Verwesung/Balsamierung ändert?

Vielleicht kann mir das ja jemand mal kurz erklären.
 
Dann hast Du nur den unteren Wert. Der obere Wert ist ja der Druck beim Pumpen.
 
Okay, ich werd mir das nochmal durchlesen. So wie ich das auf die Schnelle verstanden habe sind das ja die beiden Werte, also der obere ist der, wenn der größte Druck durch den Herzmuskel ausgeübt wird um das Blut durch den Körper zu pumpen und wenn das Blut wieder nachfließt, geht der ja wieder runter und der unterste Druck ist dann der "untere Wert" (diastolisch) der minimal erreicht wird, bis der Pumpvorgang wieder losgeht.

Jedenfalls ist dieser untere Wert ja nie gleich, jetzt die Frage, ob der mit dem höchsten Druck zusammenhängt, oder aber ob der von der Qualität und dem Volumen des Blutkreislaufs zusammenhängt?

Also hat man wenn man tot ist immer 0/80 oder 0/90 oder wie setzt sich der hintere Wert dann zusammen?

Edit: Laut Wikipedia ist der statische Blutdruck bei 6-7 mm Hg wenn man liegt und das Herz nicht pumpt, was aber wohl auch von Blutmenge und arteriellem Volumen abhängt. Dann hat sich die Frage ja irgendwie schon geklärt.
 
Hui, dass ist ja wirklich schockierend!!! Mich würde mal Interessieren, um welchen Arzt es sich handelt. Weiss Jemand, wie man an diese Info kommen könnte?

Letztlich sollte man aber auch nicht vergessen, was für ein Trauma ein solcher Vorfall bei den Angehörigen auslöst. Schrecklich...
 


Beim Toten kann kein Blutdruck gemessen werden aber nicht jeder, bei dem kein BD gemessen werden kann ist tot.
 
@Buschfunk: Messbar ist dies trotzdem nicht. Das Blut bleibt zwar im Koerper, aber der diastolische Druck beschreibt nur den Vorgang, wie lange das Herz fuer die Fuellungsphase bis zur Systole, dem herauspumpen, benoetigt.. Wenn jmd verstorben ist, findet aber kein Pumpvorgang mehr statt.

*edit
Um es zu vereinfachen: Es herrscht kein Druck im Blutkreislauf.
 
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komplex komplex die ganze Nummer. Na mal schauen, was sich da ergibt, wer da welchen Fehler gemacht hat.

Danke für die Erklärungen.
 
Da die Pflegekraft (die eigentlich in der 3j Ausbildung genug Fachwissen haben sollte) nur feststellen darf, dass der Bew. keine Vitalzeichen mehr hat, ist der Arzt schuld, der dann den Tod feststellt. Wir Pflegekraefte duerfen keine Diagnosen stellen.
 
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