Die letzte Abbildung hier ist recht hilfreich, was die Erklärung des Blutdrucks angeht...
Ich ergänze mal ein paar Informationen...
Der Mensch hat 2 "Blutsysteme".
Einmal die Arterien und einmal die Venen.
Die Arterien führen das mit Sauerstoff angereicherte Blut, da es in der Regel ( bei Männern immer

) bedingt durch den hohen Sauerstoffanteil eher hellrot ist. In Abbildungen wird er eigentlich immer als rote Linie / Laufbahn dargestellt.
Dies ist der wichtigste Kreislauf, da er einmal "direkt" mit dem Herzen verknüpft ist und zum anderen, weil er eben halt das sauerstoffreiche Blut führt.
In den Venen meist blau dargestellt, wird das Blut von den Zellen wieder zum Herzen / die Lunge transportiert, damit der Sauerstoff erneut mit den roten Blutkörperchen diffundieren kann und somit wieder den Arterien als führender Kreislauf zugeführt werden kann.
Eine Systole ist schlicht und ergreifend über den Daumen gebrochen gesagt eine bestimmte Phase im Herzschlag eines Menschen.
Wenn man den Blutdruck misst, hat man einmal den
systolischen und einmal den
diastolischen Wert.
Die Systole bestimmt den messbaren "Schlag" des Herzens, denn es macht, wenn es das Blut "ausquetscht" / bzw. durch die Arterien drückt.
Dieser Wert ist auch immer höher
( sollte er zumindest sein, denn sonst läuft im Kreislauf was gewaltig schief! Sehr selten, kann aber vorkommen. ).
Den diastolischen Wert muss man sich wie eine Art Echo im Kreislaufsystem vorstellen, hier zieht sich das Herz zusammen und holt plump gesagt Luft für die nächste Systole.
Da der Mensch aber 2-3 Sicherheitsvorkehrungen im Körper hat, die einen Einfluss auf den Blutdruck haben, kann man das nicht so einfach pauschalisieren ( Ein Beispiel ist der
). Es gibt gewisse Mechanismen ( die im übrigen teilweise vom Körper in einer Sekunde mehrfach geprüft werden ), die in der Lage sind den Blutdruck eigenständig zu regulieren. Da aber die meisten Zustände die den Körper in Ausnahmesituationen bringen, meistens von besonderen Umständen erzeugt werden ( Und nicht natürlicher Natur sind ), ist hier beim Thema Kreislauf immer Vorsicht angesagt. Der Körper hat leider die Eigenschaft, dass er beim Thema Kreislauf meistens immer überreagiert bzw. selbst nicht die Kurve bekommt und überreguliert. Ein sehr spannendes Thema, wo sich selbst Experten Professoren und Ärzte die Birne einprügeln, wenn sie länger darüber diskutieren.
Stirbt jetzt ein Mensch, kommt es immer darauf an, was zu erst aussetzt. Normalerweise flacht erst die Atmung ab, und kommt langsam zum Stillstand ( Nach Atemstillstand sind noch so 1-15 Herzschläge / Rhythmen typisch / die ersten 3-4 bekommt der Patient meistens auch noch mit... ) , das Herz registriert dies und versucht den Schlag zu beschleunigen, da aber kein neuer Sauerstoff mehr geliefert wird ( keine Atmung ) rastet das Herz nun komplett aus und schlägt immer schneller. Es kommt erst zu Herzflattern und dann zu Herzflimmern. Flattert es, haben wir meistens 90-130 Schläge pro Minute, flimmert es, kann das bis zu 300+ Schlägen pro Minute hin gehen. Da das Herz aber keine Zeit mehr hat, sich mit Blut zu füllen, kann auch logischerweise kein Sauerstoff mehr transportiert werden. Nun schaltet das Herz, wie so ziemlich fast alle anderen Zellen im Körper von aeroben Stoffwechsel auf aneroben Stoffwechsel um. Das ist ziemlich scheisse, denn nun wird, wenn man nicht innerhalb von Sekunden bis 1-2 Minuten interveniert, der programmierte Zelltot eintreten. Die Zelle stellt von Sauerstoff als Brennstoff auf Kohlendioxid um. Dummerweise sind die Abfallprodukte aus dieser Umstellung ziemlich giftig und zellschädigend, was unter anderem den Zelltot mit einleitet...
Das Herz macht sich somit indirekt selbst kaputt, indem es immer schneller schlägt um neuen Sauerstoff zu erhalten, kriegt aber keinen, das kann man vielleicht ganz entfernt mit einem Kolbenfresser vergleichen...
Großer Nachteil bei den Zellen im Herzen! Jedes Mal wenn Zellen verenden, werden diese nicht durch neue Muskelzellen ersetzt, sondern mit Bindegewebe ersetzt, was die Funktion des Herzens auf Dauer stark beeinträchtigt. Jeder Elektroschock bei einer Reanimation, jede Herzmuskelentzündung oder sonstige Angriffe auf das Herz kosten es wertvolle Arbeitszellen, die NIEMALS vom Körper selbst ersetzt werden können.
Das Herz und das menschliche Gehirn sind die am empfindlichsten Organe überhaupt. Das Gehirn hat keinerlei Sauerstoffreserven ( ist aber der Hauptempfänger für Sauerstoff ) und versagt bereits schon nach 10-20 Sekunden den Dienst, wenn man es von seiner Sauerstoffverbindung trennt. Bereits nach 90-120 Sekunden ohne Sauerstoff setzen erste bleibende Schäden ein. Die Grundregel besagt, wenn ein Hirn mehr als 7 Minuten ohne Sauerstoff auskommen musste, wird es in 95% der Fälle so dermaßen irreparabel beschädigt sein, dass der Mensch nicht mehr alleine lebensfähig sein wird, bzw. ohne Maschinen leben könnte...
Beim Herzen treten bereits erste Schäden ein, wenn der Herzschlag über 120-150 steigt, ohne, dass Sauerstoff transportiert wird...
Ist der Mensch jetzt tot, hat er in den ersten Minuten, wenn nicht sogar Stunden noch einen Blutdruck. Da dieser aber normalerweise immer mit einer Dyastole als Messwert bestimmt wird, ist es für einen Normalo nicht ohne weiteres möglich diesen Druck zu bestimmen.
Sobald der Organismus stirbt, erweitern sich ebenfalls die Gefäße, somit versackt das Blut in den Extremitäten und im Torso, der Blutdruck wird nicht nur deswegen massiv in den Keller fallen...
Die Totenstarre spielt hier auch noch eine gewisse Rolle, denn es gibt mehrere Phasen, die erste beschreitet der Organismus ca. nach 60 Minuten, die 2/3 Phase ( Wo der Körper knüppelhart wird ) setzt so nach 3-6 Stunden ein und ist meistens nach spätestens 48 Stunden abgeschlossen. In dieser Phase beginnt dann auch das Blut langsam zu gerinnen ( Es wird schwarz / schwärzlich und zähflüssig, bis wachsig schmierig. ).