[Netzwelt] 26. Schaltsekunde kommt zum 1. Juli

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In der Nacht zum 1. Juli wird die 26. Schaltsekunde seit 1972 eingeführt, indem die letzte Minute vor Mitternacht um eine Sekunde verlängert wird.Damit soll die verlangsamte Erdrotation ausgeglichen werden, die dafür sorgt, dass astronomische und Weltzeit immer weiter auseinander gehen.

Im Schnitt ist das Einfügen einer weiteren Sekunde alle 18 Monate nötig, jedoch ist eine genaue Vorhersage aufgrund der Unregelmäßigkeit bei der Verlangsamung der Erdrotation nur für nähere Zukunft möglich. Es kann also vom heutigen Stand aus nicht vorhergesagt werden, wann dies das nächste Mal notwendig wird. Wann genau es wieder soweit ist entscheidet der Erdrotationsdienst IERS. Kriterium für diese Entscheidung ist eine internationale Vereinbarung, nach der Weltzeit UTC und Sonnenzeit UT1 nie mehr als 0,9 Sekunden voneinander abweichen sollen.

Besonders heikel bei dem Einfügen der zusätzlichen Sekunde sind Software-Systeme. So waren bereits 2012, beim letzten Mal als eine Schaltsekunde eingefügt wurde, vielfach IT-Systeme und Websiten von Störungen betroffen. Dabei waren Websiten wie Reddit.com, Foursquare.com, Linkedin.com, WDR.de, sportschau.de und WDR2.de, unter anderem auch das Buchungssystem der Fluggesellschaft Qantas.
Das Problem lag wohl an einem Fehler im Linux-Kernel, was jedoch durch einen Patch von Entwickler John Stultz gefixt wurde.






Bild:
 
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Heute Nacht ist es soweit. Nach 23:59:59 wird eine Sekunde eingeschoben.
Was fang ich blos mit der vielen Zeit an?

Hier kann mans Überprüfen:

 
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Hauptsache, meine analoge Funkuhr kommt wegen der einen Sekunde, die sie vor geht, jetzt nicht auf den Trichter, die Uhrzeit neu einzustellen... Den meine Uhr kann irgendwie nur vorwärts drehen (merkt man jedesmal zur Winterzeitumstellung, bei der sich meine Uhr quält, die 11 Stunden zu überfahren...), und um die 11 Stunden 59 Minuten und 59 Sekunden Zeitdifferenz einzustellen, braucht die immer so lange...
 
Ich habe nur eine einzige analoge Funkuhr. Die hängt in der Küche. Der Wecker hat eine 7-Segment-Anzeige.
Was die Küchenuhr veranstaltet weiß ich nicht. Werde auch nicht den Wecker dafür stellen.
Dank Kontischichten auf der Arbeit, weiß ich, dass die Uhren im Werk bei der Zeitumstellung entweder schneller laufen oder für eine Stunde keinen Furz röcheln.
 
Das ist ja richtiger Luxus. Eine ganze Sekunde mehr schlafen. Dafür sterben wir dann aber alle 1 sec früher :(
 
Dann noch einmal, anders formuliert.

Nein. Eine Sekunde länger schlafen bedeutet eine Sekunde später aufstehen. Dann stirbt man aber auch eine Sekunde später.
 
Sterben wirst du genau dann, wenn du sterben sollst, da man ja nicht früher oder später stirbt, nur weil die Uhr sich geändert hat (im natürlichen Fall).
 
Ja. Aber der gemessene Todeszeitpunk ändert sich. Deswegen ziehe ich jetzt aber nicht gen Osten. ;)
 
Völliger Schwachsinn. Genau wie Sommer- und Winterzeit.
Kostet Geld und schadet mehr, als es nützt.
 
Wir messen unsere Jahre nun mal anhand daran, wie oft die Erde die Sonne umkreist.
Nicht auszudenken, wenn wir nach einem Jahrhundert ein paar Sekunden Differenz hätten. Unser aller Leben würde sich dadurch extrem ändern, der Welthunger könnte niemals besiegt werden und die vier apokalyptischen Reiter warten schon darauf, dass wir solche Fehler begehen.
 
Nach der Logik kann man auch den 29.Feb abschaffen, da würden sich aber einige über ihre christlichen Werte wundern, wenn sie auf einmal Weihnachten im Sommer feiern würden.
 
Völliger Schwachsinn. Genau wie Sommer- und Winterzeit.
Kostet Geld und schadet mehr, als es nützt.
Richtig. Ist ja nicht so, dass die Winter-/Sommerzeit dafür sorgt, dass wir (theoretisch) im Hellen aufstehen und schlafen gehen, wenn es draußen dunkel wird.
Oder kostet zusätzliche Beleuchtung etwa kein Geld?

Wir messen unsere Jahre nun mal anhand daran, wie oft die Erde die Sonne umkreist.
Nicht auszudenken, wenn wir nach einem Jahrhundert ein paar Sekunden Differenz hätten. Unser aller Leben würde sich dadurch extrem ändern, der Welthunger könnte niemals besiegt werden und die vier apokalyptischen Reiter warten schon darauf, dass wir solche Fehler begehen.
Wie viel Korrektur möchtest du denn zulassen und was möchtest du alles abschaffen? Je nachdem hast du ganz schnell eine Abweichung von mehreren Tagen. Witzig wird es wenn 18:34:25 mittags ist und du nachmittags den Wechsel von Dienstag auf Mittwoch hast..
Das macht dann schon triviale Fragen wie "Treffen wir uns heute" zu einem Problem. Was ist denn dann mit "heute" gemeint? Der logische Tag oder der Tag, der nach der Uhrzeit bestimmt wird?


Zugegeben, die Lösung mittels permanentem Anpassen der Zeit ist nicht optimal, aber sie ist besser, als Abweichungen des Zeitsystems zuzulassen.
Besser wäre es wohl die Zeit zu normieren. Die Dauer einer Sekunde ist willkürlich festgelegt. Damals dachte man eben, dass sich damit ein Tag sauber in 24 Stunden zu je 60 Minuten zu je 60 Sekunden einteilen lässt. Heute sieht man, dass eine Sekunde offensichtlich zu kurz dauert. Würde eine Sekunde länger dauern (bspw. statt 1000ms eben 1020ms) könnte man sich das Problem mit den Anpassungen im Wesentlichen sparen.
 
Ist ja nicht so, dass die Winter-/Sommerzeit dafür sorgt, dass wir (theoretisch) im Hellen aufstehen und schlafen gehen, wenn es draußen dunkel wird.
Oder kostet zusätzliche Beleuchtung etwa kein Geld?

wir leben nicht mehr im 16. jahrhundert, wo jeder spätestens um 20 uhr im bett liegt und mit dem gockel aufsteht.. was man abends an beleuchtung spart, verbrät man dann eben morgens oder umgekehrt.. diese sommer- und winterzeit-umstellerei macht heutzutage überhaupt keinen sinn mehr, zumal nicht alle länder mitmachen - es schadet mehr als es nützt..

Je nachdem hast du ganz schnell eine Abweichung von mehreren Tagen. Witzig wird es wenn 18:34:25 mittags ist und du nachmittags den Wechsel von Dienstag auf Mittwoch hast..

so schnell wird das nicht passieren, das sind zeitskalen von etlichen jahrtausenden, bis man einen signifikanten unterschied merkt (d.h. stunden unterschied zwischen sonnenzeit und normzeit).. und ob solange auch alle atomuhren synchronisiert mitlaufen, darf auch bezweifelt werden.. eher werden nach jedem größeren krieg oder apokalyptischen ereignis die uhren neu gestellt..

Besser wäre es wohl die Zeit zu normieren.

wurde sie doch! nennt sich atomzeit und driftet langsam von der sonnenzeit weg ;).. früher war die zeit nicht normiert, sondern wurde nur jeweils lokal grob mit der sonne synchronisiert.. atomuhren sind wesentlich präziser als die sonnenzeit und lassen "echte" normierung zu - im sinne dass heute eine sekunde genauso lang ist wie morgen.. wieviele mikrowellenzyklen der cäsium-schwingung man dafür hernimmt, ist natürlich willkürlich und kam damals als es definiert wurde der sonnenzeit am nächsten, aber drifts liegen in der natur der sache.. eine präzisere zeitreferenz als die sonnenzeit ist aber heutzutage aus der wissenschaft nicht mehr wegzudenken (und nicht nur da - auch dein GPS würde ohne atomzeit nicht funktionieren).. dafür, dass man weltweit computer und experimente langfristig auf nanosekunden synchronisieren kann, nimmt man eben hin und wieder eine schaltsekunde in kauf - wobei dies für die wissenschaft uninteressant ist, sondern eher für den finanzmarkt.. für alle 0815-leute reicht es locker, alle 100 jahre oder so die atomzeit mit der sonnenzeit abzugleichen..
 
Heute sieht man, dass eine Sekunde offensichtlich zu kurz dauert. Würde eine Sekunde länger dauern (bspw. statt 1000ms eben 1020ms) könnte man sich das Problem mit den Anpassungen im Wesentlichen sparen.

Super geniale Idee. Wir ändern eine Konstante. :rolleyes:
Und das nicht einmalig, weil die Erde sich immer langsamer dreht.
Wir bräuchten eine Versionierung.
Frequenztabellen ohne Angabe der Version => absolut wertlos.
Und das nur als ein Beispiel.
 
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