230Volt mit Arduino schalten

Warum sollten FETs überdimensioniert sein müssen für sowas? Der FET wird mit fast konstantem Strom sauber und schnell von einem in den anderen Zustand geführt.
Ich habe auch schon Argumente gebracht warum das verlässlich funktioniert, von dir kam bisher nur "das ist Pfusch".
Also wo ist das Problem?

Bei meinen Mikrocontrollern ist der Zustand der IOs während dem hochfahren sehr wohl definiert: Als hochohmig.
Erst nach dem hochfahren können diese Pins per Software auf PP umgeschaltet werden, vorher kann man gleich noch den gewünschten Zustand setzen.
Das ganze steht auch exakt so im Datenblatt.
 
Warum sollten FETs überdimensioniert sein müssen für sowas?
Es geht um deine pauschale Behandlung von Transistoren, insbesondere Feldeffektransistoren. Du schreibst einfach FET als ob damit genau definiert sei, welchen FET du meinst und welches Modell. Ist es aber nicht.

Bei meinen Mikrocontrollern ist der Zustand der IOs während dem hochfahren sehr wohl definiert: Als hochohmig.

Und hiermit schießt du dir selbst ins eigene Bein. Du bestätigst eben genau das, was ich bemängelt habe. Während dem Start wäre der Zustand deines Pins zwar als hochohmig definiert, das nützt dir aber nix, wenn dein FET ein undefiniertes Verhalten bei einem hochohmigen Zustand des Pins hat. Der kann halb durchgesteuert sein, gar nicht oder voll. Aber was genau? Keine Ahnung. Du stellst ja nicht mal sicher, dass das Gate entladen wird (darüber wäre übrigens der Zustand definiert). Du prüfst auch nicht ob dein FET das aushalten würde für die Zeit bis zur Initialisierung undefiniert zu sein. Oder die daran angeschlossene Last. Und damit hilfst du keinem.
 
Da gibt's so ne neue Erfindung, die nennt sich Widerstand - sogar schon älter als der FET. Wenn man es wirklich drauf anlegt, schaltet man einen sehr hochohmigen zwischen Masse und Gate.
Ich wusste nicht dass man hier seit neuestem alles so genau definieren muss, dass man es auch nicht falsch verstehen kann wenn man es darauf anlegt.

Du darfst dir aber gerne ausrechnen welche Energie im blödesten Fall an einem Transistor umgesetzt wird in den paar µs die der Controller zum hochfahren braucht - aber nicht die induktivität und den Serienwiderstand des Relais vergessen
 
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@drfuture
Warum selber bauen:
1. Ethernetsteckdosen o.ä. sind recht teuer.
2. Die meisten "Home-Automation"-"Standards" sind fucking unsicher, beschränkt und teuer.
3. Ja ich bastel gerne
...

Im Prinzip ist das ganze ein entscheidendes "Bauteil" für eine anständige Heimautomatisierung, welche über ein (relativ) sicheres und einfaches Gateway gesteuert werden soll und gegenüber Störungen von außen recht unempfindlich ist. Im Moment habe ich eine Lösung mit billigen Funksteckdosen und nem Pi.Allerdings will ich, in der nächsten Wohnung(also in den nächsten Monaten, studiumsende und so) direkt eine ordentliche Lösung einbauen.
Die Funksteckdosen sind im vollen 433mhz band einfach unzuverlässig und störanfällig.

An Funk im allgemeinen störrt mich tatsächlich die Fehleranfälligkeit und die Tatsache, dass Funknetze recht offen sind(ja wpa2 etc. pp. aber die Angriffsfläche ist groß) .
 
Moin,

ist ja jetzt ne ziemlich lange Diskussion geworden.

Paar Sachen sind mir noch eingefallen:
(1) Der TS will ja die Ansteuerung für seine Steckdosen über ATMEGA uCs und dabei ne LATCH-Ftn. realisieren.
Ehrlich gesagt würde ich mir da keine Gedanken drüber machen, ob die Steuerkreis-Spule vom Relais da immer unter Strom stehen muss oder nicht.
Die 5V-Schiene muss dann einfach dafür ausgelegt sein, dass sie die paar 1mA - 10mA Schaltstrom (mehr wirds sicher nicht sein) bei allen Relais dauerhaft liefern kann.
Die Latch-Ftn. würde ich dann einfach in der uC Firmware hinterlegen.

(2) Ich würde für L und N jeweils ein Relais vorsehen. Dann ist die Steckdose wirlich sauber getrennt.

(3) Bei Bau der Platine auf jeden Fall schöne, dicke Schraubklemmen zum Zuführen der Phase / des Neutralleisters verwenden:

Und natürlich an die Kabelschuhe usw. denken. Sind immerhin 230V AC. Da ist die Fehlertoleranz bissel geringer als bei 5V DC :).

(4) Als Feldbus einfach RS-485 nehmen. Das Hardware-Layer ist komplett differentiell und schreibt soweit ich weiss keinen Software-Stack vor. Da kann man also drauf schreiben, was man will und einfach an die UART anschließen:
 
Die 5V-Schiene muss dann einfach dafür ausgelegt sein, dass sie die paar 1mA - 10mA Schaltstrom (mehr wirds sicher nicht sein) bei allen Relais dauerhaft liefern kann.
Die Latch-Ftn. würde ich dann einfach in der uC Firmware hinterlegen.
Mir ging es da eher um den Stromverbrauch als um das Netzteil

(2) Ich würde für L und N jeweils ein Relais vorsehen. Dann ist die Steckdose wirlich sauber getrennt.
Es gibt auch 2polige Relais, aber sofern man wirklich die Phase schaltet kann man sich das sparen.

(4) Als Feldbus einfach RS-485 nehmen. Das Hardware-Layer ist komplett differentiell und schreibt soweit ich weiss keinen Software-Stack vor. Da kann man also drauf schreiben, was man will und einfach an die UART anschließen:
Ja, da hast du Recht - geht wirklich so einfach.

@TS: Sollen deine Module auch was antworten? Bei mehr als 2 TN muss man dann auf Buskollisionen achten...
 
(2) Ich würde für L und N jeweils ein Relais vorsehen. Dann ist die Steckdose wirlich sauber getrennt.
Gibt da das Relais für den Null den Geist auf, produziert man eine wunderbare Nullleiterunterbrechung. Warum ihr die Steckdosen sauber trennen wollt, verstehe ich nicht, denn ihr wollt ja nur das Relais oder besser den Schütz mit dem PC schalten und da haben 220V nichts verloren. die 220 V liegen auf den Arbeitskontakten und nicht auf der Spule. Außerdem sollte der reibungslose Betrieb eines FI - Schalters gesichert, also möglich sein.
 
EDI schrieb:
Die 5V-Schiene muss dann einfach dafür ausgelegt sein, dass sie die paar 1mA - 10mA Schaltstrom (mehr wirds sicher nicht sein) bei allen Relais dauerhaft liefern kann.
Die Latch-Ftn. würde ich dann einfach in der uC Firmware hinterlegen.
Mir ging es da eher um den Stromverbrauch als um das Netzteil
Ähm, baut sich hier grad ein Missverständnis auf? Weil mir gings ja auch um den Stromverbrauch. Aber ich mein den Strom, der zusätzlich im Steuerkreis des Relais durch die Relais-Spule fliest, die idealer Weise mit 5 VDC betrieben wird. Und die muss dann natürlich dauerhaft bestromt werden, wenn die Steckdose (bzw. Phase und N) zugeschaltet werden soll. Diesen Strom hab ich "Schaltstrom" genannt.
Und na ja, diese 5V kommen ja *irgendwo* aus nem Netzteil, anders gehts wohl kaum.

EDI schrieb:
(2) Ich würde für L und N jeweils ein Relais vorsehen. Dann ist die Steckdose wirlich sauber getrennt.
Es gibt auch 2polige Relais, aber sofern man wirklich die Phase schaltet kann man sich das sparen.
Ok, das klingt sinnvoll.

Gibt da das Relais für den Null den Geist auf, produziert man eine wunderbare Nullleiterunterbrechung.
Ähm ja, dann ist die Schaltung kaputt und man muss sie reparieren. So macht man das für gewöhnlich :D.
Aber ich geb dir recht, je weniger Bauelemente, desto geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit.

Warum ihr die Steckdosen sauber trennen wollt, verstehe ich nicht,
Also ich bin im Moment anscheinend der Einzige, der das will ^^.

Zugegeben, ich bin kein Elektriker sondern eher Elektroniker. Ich kenn das aber von 2-Pol Schnurschaltern so, dass die immer L und N schalten, darum hätte ich das auch mit zwei Relais jeweils für L und N bei ner priv. Bastelei für mich gemacht. Mir ist irgendwie unwohl bei dem Gedanken, dass ein Verbraucher am Neutralleiter angeschlossen ist, obwohl er gar nicht angeschaltet ist. Immerhin ist die Netzlast in nem priv. Haushalt ja arg unsymmetrisch und da fließt immer *iwas* über den N ab. Das heißt, ich hab dann schon irgendwie mal Potential am N an nem Verbraucher, der nicht eingeschaltet ist. Und bei dem Gedanken fühl ich mich halt unwohl.

Aber dieses Unwohlsein kommt wohl eher daher, dass ich von Hausinstallationen nicht mal belastbares Halbwissen habe. Und weil das so ist hätte ich die Super-Safe-Variante mit zwei Relais für mein Bastel-Projekt vorgesehen. Aber ist ja nicht mein Projekt :).

denn ihr wollt ja nur das Relais oder besser den Schütz mit dem PC schalten und da haben 220V nichts verloren. die 220 V liegen auf den Arbeitskontakten und nicht auf der Spule. Außerdem sollte der reibungslose Betrieb eines FI - Schalters gesichert, also möglich sein.
Allerdings hat das jetzt gar nix mit den zwei Relais zu tun ;).
 
Ähm, baut sich hier grad ein Missverständnis auf? Weil mir gings ja auch um den Stromverbrauch. Aber ich mein den Strom, der zusätzlich im Steuerkreis des Relais durch die Relais-Spule fliest, die idealer Weise mit 5 VDC betrieben wird. Und die muss dann natürlich dauerhaft bestromt werden, wenn die Steckdose (bzw. Phase und N) zugeschaltet werden soll. Diesen Strom hab ich "Schaltstrom" genannt.
Und na ja, diese 5V kommen ja *irgendwo* aus nem Netzteil, anders gehts wohl kaum.
Ein bistabiles Relais braucht nur beim Umschalten Leistung, ein "normales" (monostabiles) immer wenn eingeschaltet ist.

Mir ist irgendwie unwohl bei dem Gedanken, dass ein Verbraucher am Neutralleiter angeschlossen ist, obwohl er gar nicht angeschaltet ist. Immerhin ist die Netzlast in nem priv. Haushalt ja arg unsymmetrisch und da fließt immer *iwas* über den N ab. Das heißt, ich hab dann schon irgendwie mal Potential am N an nem Verbraucher, der nicht eingeschaltet ist. Und bei dem Gedanken fühl ich mich halt unwohl.
Wenn am N Potential anliegt (gegen Erde), dann stimmt was nicht. Das Potential zwischen N und Erde sollten höchstens wenige Volt sein.

Edit: Meinst du mit Schnurschalter einen Schalter in einem Kabel?
Das ist auch sinnvoll, denn sobald man den Stecker umdreht wechseln N und L
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähm ja, dann ist die Schaltung kaputt und man muss sie reparieren. So macht man das für gewöhnlich
Nur mit dem kleinen Unterschied, dass dann aus den 220V, bis zu 380V werden, die auf dem Gehäuse anliegen. Da das Motherboard mit der Masse am Gehäuse liegt, dürfte sich das Kapitel dann damit erledigt haben. Ich benötige, egal ob für ein Relais oder einen Schütz, für die Spule einen Schaltstrom von 5V, was es gibt. Da die Arbeitskontakte nur mit 2A belastbar sind, schalte ich mit denen einen Schütz mit 25A und einer Schaltspannung von 220V. Geschaltet wird nur die Phase und nicht der Null, den ich direkt durchverbinde. Besonders der Schutzleiter darf nicht geschaltet werden. Auf den Arbeitskontakt kommt die Zuleitung (Phase L) zu den Steckdosen, unter Putz o. Ä. installiert, oder zu der Steckdose, an der ich die Steckdosenleiste anschließe. Die Zuleitung für die Arbeitskontakte muss fest verlegt sein, damit nicht L und N vertauscht werden können. Da auch die Isolierung des Gehäuses, bei 220V stimmen muss, bietet sich ein passender Kasten mit einer Hutschiene in der richtigen Größe von Hensel, Hager usw. an. Die eingeführten Kabel müssen durch eine Verschraubung mit Zugentlastung gesichert sein. Die 5V müssen in dem Kasten von den 220V getrennt verlegt werden.
Pfusch kann im Schadenseintritt, von den Gerichten, als grob fahrlässig beurteilt werden, was bedeutet, dass da jede Versicherung aus dem Schneider ist und der Schaden am Verursacher hängen bleibt.
 

Wenn Schütze dann welche die mit Gleichstrom angesteuert werden können. (Brummfrei)
Sonnst hält das keine Sau aus. Habe aber noch keine gesehen die mit Steuerspannungen von weniger als 24Volt auskommen.
Relais mit 16A und 2 Schließer für Printmontage gibt es aber auch. Relais 16A 1x ein mit zusätzlichen Anschlußfahnen für Kabelschuhe habe ich selber im Einsatz.
 
Bei Conrad muss man nur Relais 5V eingeben. Ich suchte nicht lange, aber was ich gefunden habe, war nur mit 2A belastbar. Über diesen Arbeitskontakt kann man dann die benötigte Spannung für die Schützspule schalten. Nur defekte Wechselstromschütze habe ich bis jetzt brummen gehört. Meist hilft schon ein Ausblasen, um das Brummen zu beseitigen.
 
Bei Conrad bestelle ich nur im Notfall.
Reichelt oder Kessler ist da die bessere Wahl. Ausserdem braucht man da kein Rezept:rolleyes:
 
Wo du das bestellst ist mir egal. :D
Ich bestelle dort auch nicht, sondern schaute nur nach, was angeboten wird. Kessler kenne ich nicht und Reichelt gehört auch nicht zu meinen bevorzugten Händlern.
 
Wie da 380V auf das Gehäuse kommen würde mich auch interessieren.
Selbst wenn wer die Phase ans Gehäuse anschließt braucht er noch einen Metall-Fußboden den er auf eine 2. Phase klemmt...
 
Von wegen Rezept, Conrad ist schon eher ein Privatarzt :D

In Baden bezeichnet man das, als Apotheke. Einen Kondensator für Cent Beträge kommt mit Porto, auf ca. 10 €.
Ich bestelle als oder , wenn ich was brauche. Bin aber nicht darauf fixiert. Für mich ist die Qualität und der Preis wichtig.
 
Ich schaute mir tschubblis ersten Link an, und sah Campingzubehör.... Da habe ich nach Bauelementen erst gar nicht geschaut.
der zweite Link machte auf dem ersten Blick einen guten Eindruck, habe mal nach Widerständen geschaut, und war enttäuscht.

Ich werfe mal diesen Link in den Raum: Da bestelle ich gelegentlich.
 
Stimmt der erste Link ist mehr etwas für die Starkstromer und den zweiten Link habe ich von Gewerbetreibende, die dort ihr Material bestellen. Hatte auch noch einen Link für ausgefallene Bauteile, aber der scheint verschütt gegangen zu sein. Für mich sind Satellitenanlagen auch nur bis alles installiert ist, und Installationsmaterial für das Haus interessant.
 
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