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Thema: [Projekt] Mein erster Met

  1. #26
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    JA! Endlich wurde ich fündig.

    Schon längere Zeit war ich auf der Suche nach einem Simplex-Filter, wo ich den Met nach der Selbstklärung steril filtern kann. Das gestaltete sich aber als sehr schwer, da alle Bierbrauer die ich kenne keine solchen Filter haben und der Bauernhof in der Region, der Fruchtweine herstellt, hat eine zu grosse Anlage (erst ab 150-200 L).

    So weit muss man für die Lösung gar nicht. Gestern war ich bei meinen Eltern, und wir kamen darauf dass mein Vater im Laden einen solchen Filter hat, da sie Schnaps brennen und auch filtern. Perfekt, nun habe ich also einen Filter.

    Ein 20 L Glasballon (zur spundvollen Lagerung) brauche ich auch noch, da bin ich dran, Bauernhöfe abzuklappern. Das Problem ist aber, das die meisten nur 25 L Glasballons haben, diese sind aber zu gross. Habe aber etwas in Aussicht.
    Auch einen Verkorker bin ich am Suchen, da klappere ich immer wieder die bekannten Auktionsportale ab.
    Habe aber noch genug Zeit für die Ausrüstung, Priorität hat da nur der 20 L Glasballon.

    Aber nun zu dem eigentlichen Thema, dem Met: Ich habe in letzter Zeit täglich geschüttelt, aber die Blubb-Zählerei habe ich aufgegeben. Ist nicht mehr sehr spannend in diesem Stadium. Als ich das letzte mal nachgezuckert habe, war auch noch einige Restsüsse vorhanden. Es ist also erkennbar, das die Gärung langsam, aber stetig zum Ende kommt.

    Ich hoffe, das ich den Glasballon in einem Monat zur Kühlung und Absetzung des Trubs in den Keller bringen kann. Dafür muss aber der Restzucker mindestens 2 Wochen konstant bleiben. Das war bis jetzt noch nicht der Fall.

  2. #27
    ist überreif.. Avatar von Tomatenpfahl
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Ich bin beeindruckt. Ich wüsste nicht ob ich deine Geduld hätte. Die Meissten hätte vermutlich dAs Projekt abgebrochen oder vernachlässigt. Mich würde noch interessieren was du alles an Kosten für das brauen (sagt man brauen?) hattest und wie viel Met du rausbekommen hast. Dann kann man vergleichen ob das Selbermachen billiger ist und ob der für Met nicht so ganz billige Preis im Laden gerechtfertigt ist.


    Wirst du deinen Met bei pur Honig belassen oder noch andere Geschmäcker beimischen? Hab gehört manche Anbieter geben noch Honig bei Abschluss hinzu, wovon ich persönlich nicht so Fan bin. Met sollte durch den Prozess dann nach Honig schmecken und nicht durch das hinzugeben am Ende. Da vergeht ja der Witz. Wie ist das eig. Gesetzlich geregelt? Darf man Alkoholika einfach so herstellen? Wann ist man im Bereich der , ich sag jetzt das mal so, schwarzbrennerei und müssten da nicht auch Steuerrechtlich ab einer bestimmten Menge etwas anfallen? Nur so aus Interesse.
    Für diesen Beitrag bedankt sich Fluffy_Unicorn
    Nimmt man Tomatenpflanzen mit hohem Tomatengewicht, so variiert deren Nachkommenschaft in gleicher Weise..

  3. #28
    temporär suspendiert Avatar von Hansolo
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Soll ich dir die Lieferadresse gleich hier oder per pn schicken?
    Hätte dann nämlich gerne gleich mal einen Ballon zum testen
    Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch.

  4. #29
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    ich wüsste nicht wie ich das bei meinem job hinbekommen sollte. bin zu viel unterwegs.
    gratulation an den durchhaltewillen.

  5. #30
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Zitat Zitat von Tomatenpfahl Beitrag anzeigen
    Mich würde noch interessieren was du alles an Kosten für das brauen (sagt man brauen?) hattest und wie viel Met du rausbekommen hast. Dann kann man vergleichen ob das Selbermachen billiger ist und ob der für Met nicht so ganz billige Preis im Laden gerechtfertigt ist.
    Habe hier schonmal was über die Kosten geschrieben, das kommt so ungefähr hin. Was da noch dazukommt, sind die Flaschen und die Korken, eventuell kaufe ich mir dann auch noch einen Verkorker. Dies ist aber eine einmalige Anschaffung. Dazu kommt, dass ich viele Sachen nur geliehen habe, wenn man dies alles kauft sind die Anschaffungskosten also eher höher.

    Zitat Zitat von Tomatenpfahl Beitrag anzeigen
    Wirst du deinen Met bei pur Honig belassen oder noch andere Geschmäcker beimischen?
    Im ersten Ansatz werde ich keine Geschmäcker beimischen, da ich erst einmal eine gewisse Erfahrung haben will, bevor ich mich an solche Experimente wage. Werde ich aber sicher einmal machen. Aber eher mit kleineren Ansätzen.

    Zitat Zitat von Tomatenpfahl Beitrag anzeigen
    Wie ist das eig. Gesetzlich geregelt? Darf man Alkoholika einfach so herstellen? Wann ist man im Bereich der , ich sag jetzt das mal so, schwarzbrennerei und müssten da nicht auch Steuerrechtlich ab einer bestimmten Menge etwas anfallen?
    Es ist Wein, da ist das Ganze nicht kritisch. Rechtlich kritisch wird es erst, wenn man Alkohol über 18% herstellt, da fällt es dann unter das Gesetz. In der Schweiz darf man zum Selbstversorgen nur kleine Mengen gebrannte Getränke herstellen. Da der Met aber nicht gebrannt ist und auch unter 18% liegt, ist es kein Problem. Verkaufen darf ich ihn aber natürlich nicht, da müsste ich ein entsprechendes Gewerbe haben und auch die rechtlichen Vorgaben erfüllen.

    Das Problem bei den gewerblich hergestellten Weinen ist, dass die Auflagen da so gesetzt sind, dass der Wein gar nicht sehr gut werden kann. Honigwein muss zu mind. 1/3 aus Honig bestehen (das wären 7,5 kg auf meinen Ansatz. Bei mir sind es 5,8kg), da wird der Met nur pappsüss, das will ich nicht. Ausserdem darf der Wein maximal 2g (oder 3g, bin mir nicht sicher) Säure pro Liter enthalten. Dies führt zu einer unausgewogenen Balance zwischen Säure und Zucker. Somit ist der Wein nicht optimal im Geschmack. Darum sind die gekauften Honigweine auch sehr süss.

    Zitat Zitat von Hansolo Beitrag anzeigen
    Hätte dann nämlich gerne gleich mal einen Ballon zum testen
    Dann hast du ja jetzt das nötige Wissen, um selber einen Ansatz zu starten, wenn de Fragen hast kannst du im Honigweinkeller nachschauen oder mich kontaktieren.

    Zitat Zitat von mighty night Beitrag anzeigen
    Gratulation an den durchhaltewillen.
    Danke. Bei mir ist es auch im Hintergrund im Moment. Aber das ist ja das positive, man kann den Ansatz auch mal 2 Tage stehen lassen, und das Schwenken geht auch schnell. Mein Mitbewohner übernimmt das auch, wenn ich nicht da bin.

  6. #31
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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Es gibt wieder einmal ein erwähnenswertes Update. Viel hat sich getan in letzter Zeit.

    Gestern hatte ich die wöchentliche Verköstigung des Ansatzes, und da war doch tatsächlich noch eine gute Restsüsse herauszuschmecken. Somit ist die Gärung so gut wie beendet (nach 10 Wochen)! Ich habe trotzdem noch einen Schuss Zucker hinzugefügt, da er mir etwas zu trocken war.
    Dabei habe ich mir nach der Arbeit und vor dem Essen ein Gläschen gegönnt, was auch zu einem leichten Schwindel geführt hat . Naja, nichts abnormales bei ca. 15% Alkohol...

    Der Geschmack war ganz gut, aber lange nicht ausgereift. Die Harmonie ist noch nicht wirklich da. Ausserdem weiss ich nicht, wie gut der Trub noch zu schmecken ist im Moment, da er etwas fad und muffig im Abgang war (aber nicht schlimm)

    Des weiteren habe ich mir weiteres Equipment angeschafft. Das einzige, was mir jetzt noch fehlt, sind die Glasflaschen zum abfüllen. Diese werde ich aus Deutschland bestellen (hbs24.de), da ich in der Schweiz die gewünschten nicht finde, und ausserdem zahle ich nur ein Viertel.

    Hier meine getätigte Bestellung:


    Nach dem ersten Abziehen von der Hefe wird der Met in den 20L Glasballon verlagert, der dann spundvoll etwas von selber klären kann / soll. So oxidiert er dabei nicht (das Gährröhrchen bleibt natürlich auf dem Ballon).
    Das Schwefel (Kaliumdisulfit) brauche ich zum desinfizieren der Geräte und zum Schwefeln des Weines (macht ihn haltbar und hemmt die Hefen, tötet sie aber NICHT ab).
    Der Rest sollte sich von selber erklären.

    Ausserdem habe ich letzten Freitag einen Verkorker abgeholt, den ich günstig kaufen konnte:

    Ein riesiges Ding, damit habe ich nicht gerechnet. Die Flasche stellt man auf die Platform und drückt den Hebel nach unten. Dann wird der Korken zusammengepresst (vorher einlegen) und mit dem Stift in die Flasche gestossen.

    Meine weiteren Pläne: 40x 0,5l Flaschen anschaffen, in 1 Woche den Met schwefeln und kühl stellen, in 2 weiteren Wochen von der Hefe abziehen. Dann wird er erstmals 1-3 Monate (kommt auf den Klärungsfortschritt und meine Geduld an) für die Selbstklärung im Glasballon gelagert.

    Fragen? Immer her damit

    Edit: Haha, geiler Rechtschreibfehler im Warenkorb xD
    Für diesen Beitrag bedankt sich cavin
    Geändert von Fluffy_Unicorn (29.04.16 um 13:03 Uhr)

  7. #32
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Lang ists her... Nicht viel ist gegangen seit her...

    Aber seit gestern habe ich wieder etwas zu berichten! Es war nun jede Woche das selbe Spiel. Degustieren, zu wenig süss --> Nachzuckern. Bis gestern.
    Endlich (!) war ich der Meinung, dass der Met jetzt genug Süss ist. Ich habe ihn also geschwefelt (mit 2,5g Schwefelpulver versetzt) und in den kühlen Keller gestellt.

    Da steht er jetzt erstmal 2 Wochen, damit sich die Hefe absetzen kann. Dann werde ich ihn in den kleineren Glasballon abziehen.

  8. #33
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    So, wieder mal ein Update mit Bildern. Gestern habe ich den Met das erste mal vom Bodensatz abgezogen. Dabei füllten mein Mitbewohner und ich den Inhalt von dem 25-er Glasballon in den 20-er um. Da es dort nicht ganz Platz hatte, hab ich noch eine 2L-Flasche abgefüllt, zum "raschen Verbrauch" bestimmt .

    Der Bodensatz hatte sich mitlerweile ganz gut gelegt. Ausserdem waren die 2 Wochen vergangen, die man den Met maximal auf dem Hefebodensatz lassen sollte (Verderbungsgefahr).

    Hier hatte ich alles vorbereitet, was zum Abziehen gebraucht wird. Den Weinheber, die 2 Glasballons, die kleinere Glasflasche, nicht im Bild das Schwefel und die neue Füllung für das Gährröhrchen (Schwefelwassergemisch).

    Dann kam das eigentliche abziehen. Möglichst vorsichtig musste der Wein abgepumpt werden, ohne etwas vom Bodensatz aufzuwirbeln oder abzupumpen. Dies war gegen Ende relativ schwierig, aber ist uns relativ gut gelungen.



    Der abgezogene Met wurde mit Schwefel versetzt (nach jedem Luftkontakt nötig, da er sonst schnell oxidiert). Der steht jetzt für 1-3 Monate im kühlen Keller, um sich selber zu klären und die erste Reifung auf der Feinhefe zu "durchleben".

    Dies war der übriggebliebene Bodensatz. Sieht aus wie gekotzte Scheisse (sorry für den Ausdruck )

    Spoiler: 


    Der erste Geschmackstest hatte potential (der 2L-Krug ist noch nicht leer ), aber war noch nicht das geschmackliche Highlight. Ich bin gespannt, wie er sich im Laufe der Reifung noch verändert.

    So, das wars nun für einige Monate, ihr hört bei der Abfüllung (der Flaschen ) wieder von mir. Bin aber natürlich bis dahin immer erreichbar.

    Gruss
    Für diesen Beitrag bedanken sich BurnerR, Nerephes, cavin, godlike
    Geändert von Fluffy_Unicorn (27.06.16 um 11:10 Uhr)

  9. #34
    Warp drölf

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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Meine Fresse ist das umständlich!
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  10. #35
    great old one

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    Avatar von cavin
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Respekt dass du es durchziehst! Hoffe am Ende lohnt sich die Zeit und das Geld.
    ever danced with the devil in the pale moonlight?
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  11. #36
    ist überreif.. Avatar von Tomatenpfahl
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    @godlike:

    Ich glaube deshalb kostet eine gute Flasche nicht unter 6€



    Nice. Ging jetzt doch insgesamt recht lange. Ich spiele mit dem Gedanken es auch mal auszuprobieren. Auf den Geschmacksbericht bin ich gespannt!
    Geändert von Tomatenpfahl (27.06.16 um 14:14 Uhr)
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  12. #37
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Es ist umständlich, klar. Aber es macht auch sehr viel Spass dabei. Ist wie ein Kind, nur sinvoller. Man hegt und pflegt den Wein, um am Schluss ein hoffentlich gutes Ergebnis in den Händen bzw. im Mund zu haben .

    Der Geschmacksbericht wird frühestens im Oktober kommen, da der Wein nun erstmal lagert, bevor ich abfülle und dann degustieren kann.

    Die Frage ist aber nun, was mache ich mit dem leeren Glasballon? Wieder ein Met? Ein Fruchtwein? Met mit Fruchtzusatz (z.B. Kirschmet)? So viele Möglichkeiten...
    Für diesen Beitrag bedankt sich cavin

  13. #38
    Warp drölf

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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Zitat Zitat von Fluffy_Unicorn Beitrag anzeigen
    Ist wie ein Kind, nur sinvoller. Man hegt und pflegt den Wein, um am Schluss ein hoffentlich gutes Ergebnis in den Händen bzw. im Mund zu haben .
    Das ist mit Abstand der schönste Vergleich von einem Wein zu einem Kind ever
    Für diesen Beitrag bedanken sich Nerephes, cavin, Fluffy_Unicorn
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  14. #39
    ist überreif.. Avatar von Tomatenpfahl
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Ich weiss, das es Bäcker gibt die ihre eigene spezielle Hefekulturen ihr lebenlang beibehalten und nachzüchten. Ob das mit Met geht? Pass auf bei den Früchten wegen dem Pektin.
    Nimmt man Tomatenpflanzen mit hohem Tomatengewicht, so variiert deren Nachkommenschaft in gleicher Weise..

  15. #40
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Gehen tut es grundsätzlich. Ich hätte den Hefesatz, den ich gestern auf den Kompost und in den Abfluss gekippt habe, für weitere Ansätze verwenden können. Das Problem ist dabei, das die Reinheit der Hefe immer weniger wird und die Fremdkörper oder auch Fremdhefen (die ja durch die Luft immer irgendwie dazu kommen) immer mehr.

    Also wirst du die Qualität des Weines nicht auf einem hohen Niveau halten können, denke ich.
    Wie machen die Bäcker das?

  16. #41
    Warp drölf

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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Bäcker lassen immer einen Rest Teig übrig und geben da dann neue Hefe und Mehl + Wasser für einen neuen Teig dazu. Es ist also nur theoretisch 100 Jahre alte Hefe drin. Wird langsam aber sicher ja ausgetauscht. In Japan macht man das so ähnlich mit eingelegtem Gemüse. Da verwendet man die Lage auch über Generationen.
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  17. #42
    ist überreif.. Avatar von Tomatenpfahl
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Ich habe das gefunden. Evtl. ist das nutzbar:

    http://de.wikihow.com/Hefe-z%C3%BCchten

    Die Hefe ist ein einzelliger Organismus. Sie ist weltweit für die meisten Bäcker und Brauer unersetzlich, weil sie in der Lage ist, Zucker in Kohlendioxid und Alkohol zu verwandeln. Du kannst deinen eigenen Brotstarter mit Hefe herstellen, oder einen Sauerteigstarter mit nichts weiter als Mehl, Wasser und etwas Pflege ansetzen. Das Kultivieren der Brauhefe ist aufgrund der sterilen Umgebung etwas komplizierter, aber eine Anleitung für diesen Prozess ist für erfahrene und ehrgeizige Heimbrauer ebenfalls in diesem Artikel enthalten. Jeder Typ der Hefekulturen kann monatelang im Kühlschrank lebendig bleiben und er erlaubt dir viele Male, das perfekte Brot oder Bier zu brauen.

    Wenn du wissen möchtest, wie du die Hefe vor dem Backen vorbereiten musst, solltest du anstatt dessen den Artikel "Hefe aktivieren" lesen.
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  18. #43
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Jo, wenn man einen Gärstarter macht, ähnlich wie ich am Anfang, und dann diesen in einer Art konserviert, würde es wohl gehen.
    Aber da hätte man ja nichts davon, da sich die Hefe ja in dieser Zeit nicht verändert, nur älter wird (?). Aber wenn es jemand besser weiss, lasse ich mich gerne aufklären ...

    Den Link schau ich mir am Abend genauer an, danke

  19. #44
    Cenosillicaphobiker

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    Avatar von Fhynn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Wir haben Oktober, wie sieht's aus?

    Ich wurde so geboren, Ich werde so bleiben bis ich sterb,
    Ich wurde so geboren, Antifaschist für immer, für immer


  20. #45
    Met-Brauer

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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Gut! Im Keller hat sich nach dem ersten Abziehen bereits wieder eine dicke (aber feine) Hefeschicht gebildet. Da hatte der Met bereits etwas Zeit zum Reifen.

    In den nächsten zwei Wochen steht auf meiner To-Do-Liste, den Met zu filtern und anschliessend in Flaschen abzufüllen. Werde dies natürlich fotografisch festhalten, poste ich anschliessend hier .

    Beim filtern kann ich sicher etwas abziehen und anschliessend verkosten, man sagt aber dass es dann mindestens zwei Wochen geht, bis der "Filterschock" vorbei ist und die erste Flasche entkorkt werden kann.

    Ihr hört von mir

  21. #46
    ist überreif.. Avatar von Tomatenpfahl
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Das geht doch länger mit der Herstellung als ich es mir gedacht habe.
    Nimmt man Tomatenpflanzen mit hohem Tomatengewicht, so variiert deren Nachkommenschaft in gleicher Weise..

  22. #47
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Eigentlich ist die Herstellung schon fertig.
    Die letzten 4 Monate waren ja schon die erste Reifung des Weines (auf der Feinhefe). Theoretisch hätte ich auch nach dem ersten Abziehen den Met filtern und abfüllen können...

  23. #48
    Met-Brauer

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    Avatar von Fluffy_Unicorn
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    So, die letzten Tage war ich wieder etwas beschäftigt mit dem "Patient".

    Hier erstmals ein Teil des Resultats:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Nun ist alles erledigt, nur noch die Ettiketten fehlen. Es hat für 36 Flaschen gereicht, bei 6 davon habe ich eine ganze Vanilleschote hinzugefügt. Könnte gut mit dem Honig harmonieren, werde ich nach der Reifezeit erfahren...

    Aber ich fange von vorne an:

    Zuerst musste ich die 40 Flaschen reinigen. Dafür habe ich 1l Wasser mit 5g Schwefel versetzt. Dies ist eine starke Mischung, die alle Bakterien abtötet. Dann habe ich die Mischung in alle Flaschen abgefüllt und sie anschliessend gut ausgespült, getrocknet und später mit Alufolie verschlossen, damit keine Fremdkörper reingelangen konnten.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Anschliessend musste ich, wie auch schon hier, den Met vom Bodensatz abziehen. Dieser war nicht so intensiv wie das letzte mal, nur noch etwas Feinhefe verblieb im Ballon.

    Nun kam das eigentliche Filtern. Ich konnte einen elektrischen Filter ausleihen.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Damit habe ich zwei Filterdurchgänge gemacht, einmal mittel (3 µm) und einmal EK (0,9 µm). Die Filterschichten (wie Karton) wurden erst nass gemacht und anschliessend in den Filter eingelegt. Dies sieht man auf dem Bild. Anschliessend habe ich die Flügelschrauben angezogen, bis nichts mehr ging.

    Zuerst gab es einen Durchgang mit Wasser, um den Filter gut durchzuspülen. Anschliessend begann das eigentliche Filtern des Mets.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Vor dem EK-Filtergang hatten wir das Vergnügen, den Wein zu verkosten. Hier hätten wir die finale Restsüsse einstellen können, diese war aber soweit ganz gut. Eine angenehme Süsse machte sich beim probieren im Mund bereit, der Abgang war minim "erdig". Honiggeschmack war quasi gleich null, aber dieser entwickelt sich bei der Lagerung erst zum finalen Geschmack.

    Nach dem Filtern wurde der Met mit 2g Schwefel und 2g Vitamin C geimpft, damit der Wein bei der Lagerung nicht oxidiert.

    Die Abfüllung selber war eine angenehme Fliessbandarbeit. Am Anfang mussten wir etwas ausprobieren, bis die Korken die richtige Tiefe hatten, das kann bei diesem Verkorker am Bolzen, der den Korken in die Flasche presst, eingestellt werden.
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Das Prinzip des Verkorkers ist einfach. Man legt den Korken in den Raum oben ein. Wenn man den Hebel nach unten drückt, wird der Korken zusammengepresst. Anschliessend kommt der Bolzen und stösst den Korken in die Flasche. Dies muss mit einem gewissen Schwung passieren, ansonsten kann die Luft in der Flasche nicht entweichen.

    Anschliessend kam das grosse Putzen und Aufräumen, alle Gerätschaften und Ballone mussten gereinigt werden...

    Heute habe ich noch die Schrumpfkapseln angeschrumpft (kochendes Wasser, den Teil mit der Kapsel kurz eintauchen) und fertig ist das Ganze . Das Resultat habt ihr ja oben schon gesehen.


    Das einzige, dass nun noch fehlt, ist ein Ettikett. Da bin ich noch etwas Ideenlos, da es nicht irgend ein schlechtes sein sollte, sondern auch visuell ansprechend. Natürlich sollte der Honigwein auch einen Namen haben. Hat mir da jemand ein paar Ideen oder Anregungen? Wäre euch sehr dankbar .

    So, das wars erstmal, bei Fragen bitte Fragen.

  24. #49
    Warp drölf

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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Wow, was ein brutaler Aufwand hoffe das er am Ende auch was taugt und die Mühe nicht umsonst war

    Wegen dem Etikett kannst du evtl im Grafikforum auch eine Anfrage stellen - für Leute die den Thread hier nicht kennen.

    Zum Name:

    - Ho Ho Honigwein
    - Crystal-Met
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    „Eine Gestalt von seltenem Ebenmaß“

  25. #50
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    Re: [Projekt] Mein erster Met

    Oder als Name "Fluffys Unicorn-Honey-Wine" oder so...
    Und dazu ein mittelalterlich gestaltetes Etikett mit Einhorn drauf!

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