Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

Auf u.a. auf Netflix gibt es den Film "Red Pill" - sehr empfehlenswert.

Konnte den Film auf netflix nicht finden.

Ansonsten ist netflix ja auch ziemlich feministisch durchseucht.
In so ziemlich jede Serie und jeden Film wird ein feministisches Narrativ eingewoben.
Insoweit unterscheidet es sich nicht von der deutschen Medienlandschaft, geschweige denn den den "geförderten" Programmen.
 
Konnte den Film auf netflix nicht finden.

Ansonsten ist netflix ja auch ziemlich feministisch durchseucht.
In so ziemlich jede Serie und jeden Film wird ein feministisches Narrativ eingewoben.
Insoweit unterscheidet es sich nicht von der deutschen Medienlandschaft, geschweige denn den den "geförderten" Programmen.

Dann habe ich mich wohl geirrt und es war Amazon Prime.
Aber angesichts des zitierten Posts könnte man sich fragen ob es vielleicht kein Zufall ist, dass es den auf Netflix nicht gibt...
 
@Pleitgengeier:
Netflix wollte, wurde aber unter Druck gesetzt.
Hab nach deinem Post mal nachgeschaut.


Der Film ist aber trotzdem auf jeder generischen Streamingseite zu finden.
 
Auf Amazon Prime gibt es den - ich habe ihn dort geschaut.
Sehr spannender und cooler Film. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Aussagen und Daten bisher nicht gegen geprüft habe. Von daher bin ich da vorerst noch eher zurückhaltend. Gut gemacht ist der Film jedenfalls, aber davon sollte man sich nicht einlullen lassen.
 
(Fortsetzung von #947201

.... und als junger Mann der ohne Frau und Kind unterwegs ist und noch nie etwas von Eigengewaltanwendung gehalten hat, habe ich die Furcht, dass es mich besonders hart treffen wird, den ich sehe mich immer mehr unter Generalverdacht gestellt.
 
@Seedy: Habe mich explizit auf Shodan eingelassen, der im P+G offensichtlich in alte Fussstapfen tritt. Es ging um seine Sicherheit hier im Board.
 
Hier nicht im Fun Du bist, mein junger Padawan. Nur weil etwas verstehen Du nicht kannst, nicht anderen Schuld geben Du musst.
 
Ich fand die wichtigste Szene, wo der MRA gesagt hat, dass es am Besten wäre, wenn es gar keine derartigen Gruppierungen gäbe.

Schopenhauer sagte bezüglich des Nationalismus:
"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."

Um wieviel erbärmlicher ist also das Geschlecht als identitätsstiftendes Merkmal heranzuziehen.
Und wenn der Feminismus für alle Menschen sprechen würde, hieße er Humanismus.

Das meiste ist ja eigentlich total offensichtlich, wenn man nicht biologistische Scheuklappen aufhatt.
Männer leben bedeutend weniger lange. Haben weniger von der Rente, zahlen netto mehr ein.
Haben mehr tödliche Arbeitsunfälle, sind unter Obdachlosen und Gefängnisinsassen häufiger vertreten.
Sind häufiger Opfer von Gewalt und Tötungsdelikten.
Da kann man ja noch irgendwie sagen, dass das "genetisch" bedingt ist. Und wenn man der Geschlechterapartheid anhängt, kann man sagen, "selber Schuld" - weil auch bei den "Tätern" die Männer häufiger vertreten sind.
Allerdings kann man auch einwenden, dass die gesellschaftlichen Ansprüche und der ausgeübte Druck auf Männer auch höher ist als auf Frauen.
Es gibt ja diverse Studien, dass wenn Frauen Kinder misshandeln, dies durch Beobachter als weniger gravierend eingestuft wird, als wenn die selben Handlungen von Männern ausgeführt werden.
Die Sache mit den Gefängnisstrafen bei gleichen Straftatbestand wird ja im Film auch erwähnt.

Beispiele gibt es viele. Es gibt anscheinend so etwas, wie einen biologischen Bias, was Männer und Frauen angeht.
Wenn man männliche Kinder genitalverstümmelt (religiöse Beschneidung): gesellschaftlich akzeptiert und toleriert
Bei weiblichen, ein entsetzliches Verbrechen.
Wenn man Zwangsdienste in der Gesellschaft für Männer etabliert (Wehrdienst, Zivildienst), Jahrzehntelang akzeptiert und toleriert.
Obdachlosigkeit: Männer machen Probleme, Frauen haben Probleme.
Man braucht keine "Red Pill", man muss die Sachverhalte einfach nur mal neutral und nüchtern betrachten.
Oder wie es Max Goldt mal sagte: Vom Leben und den gesellschaftlichen Bedingungen leiden nicht nur Frauen und Kinder am meisten,
sondern eben die, die vom Leben und den Bedingungen am negativsten betroffen sind.
In der österreichischen "Klosterstudie" sah man übrigens, dass sich die Lebenserwartung von Männern und Frauen angleicht, wenn sie unter gleichen Bedingungen Leben (Mönche, Nonnen).
 
Zuletzt bearbeitet:
überwiegend ack aber:
Männer leben bedeutend weniger lange. Haben weniger von der Rente, zahlen netto mehr ein.
Verheiratete Männer haben davon schon etwas, nämlich zeitlebens die Gewissheit, dass im Todesfall ihre PartnerInnen über Witwenrente halbwegs abgesichert sind. (Ja, teilweise gilt das auch andersrum)
 
überwiegend ack aber:

Verheiratete Männer haben davon schon etwas, nämlich zeitlebens die Gewissheit, dass im Todesfall ihre PartnerInnen über Witwenrente halbwegs abgesichert sind. (Ja, teilweise gilt das auch andersrum)

Ja.
Und steuerlich ist heiraten meist auch günstig. Zumindest finanziell. Ansonsten kauft man sich halt über die Steuer frei.
Letztlich ist es ja quasi eine Jungesellensteuer. Und die gestzliche Krankenkasse bietet Familienversicherungen an, wo Ehepartner und Kinder mit versorgt sind.
 
Zeitlebens würde ich bei jungen Männern nicht unterschreiben, da die Witwenrente nicht zu einer "postpatriarchalischen" Arbeitswelt mit Umlagesystem paßt und durchaus mal auf den Prüfstand kommen könnte.

Interessant, wie männliche Küken und ihr Leben mehr öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, als Männer und Jungs.
Bei Red Pill wurde erklärt, daß man sich bei den entführten Mädchen von Poco Haram weltweit Sorgen macht und nach 5 fünf Jahre nach Entführung von Chibok ist der Fall immer noch in den Medien.
Laut dem Film haben Jungen nicht das "Glück" entführt zu werden, weil sie stattdessen getötet werden, auch aus dem Wissen heraus, daß sie international keine Aufmerksamkeit erlangen würden.
Wie weit das stimmt, kann ich derzeit nicht sagen, aber auch wenn sie nicht alle getötet werden, so ist nach Angabe von Human Rights Watch die Zahl entführter Jungen deutlich höher, als die von Mädchen.

Nur zählen sie nicht.

Das Narativ, daß Poco Haram Frauen Bildung verwehren will, ist i.ü. auch falsch, also exklusiv. Vielmehr geht es der Terrororganisation um die Einfürung der Scharia und Verbot sämtlicher westlicher Bildung.
Das aber wohl nur in der theoretischen Form von Büchern, die Früchte der Bildung wie Waffen, sonstige Technik und Werkzeuge nehmen die Wilden dagegen gerne in Anspruch.
 
Zeitlebens würde ich bei jungen Männern nicht unterschreiben, da die Witwenrente nicht zu einer "postpatriarchalischen" Arbeitswelt mit Umlagesystem paßt und durchaus mal auf den Prüfstand kommen könnte.

Interessant, wie männliche Küken und ihr Leben mehr öffentliche Aufmerksamkeit bekommen, als Männer und Jungs.
Bei Red Pill wurde erklärt, daß man sich bei den entführten Mädchen von Poco Haram weltweit Sorgen macht und nach 5 fünf Jahre nach Entführung von Chibok ist der Fall immer noch in den Medien.
Laut dem Film haben Jungen nicht das "Glück" entführt zu werden, weil sie stattdessen getötet werden, auch aus dem Wissen heraus, daß sie international keine Aufmerksamkeit erlangen würden.
Wie weit das stimmt, kann ich derzeit nicht sagen, aber auch wenn sie nicht alle getötet werden, so ist nach Angabe von Human Rights Watch die Zahl entführter Jungen deutlich höher, als die von Mädchen.

Nur zählen sie nicht.

Das Narativ, daß Poco Haram Frauen Bildung verwehren will, ist i.ü. auch falsch, also exklusiv. Vielmehr geht es der Terrororganisation um die Einfürung der Scharia und Verbot sämtlicher westlicher Bildung.
Das aber wohl nur in der theoretischen Form von Büchern, die Früchte der Bildung wie Waffen, sonstige Technik und Werkzeuge nehmen die Wilden dagegen gerne in Anspruch.

Es gibt sowas wie einen "natürlichen" bias. Ich persönlich finde Frauen auch sympathischer als Männer und wenn ich zum Arzt muss, lasse ich mich auch lieber von Ärztin als Arzt behandeln etc.

Obdachlose sind auch keine Sympathieträger und vor die Wahl gestellt, ob man Männer oder Frauen opfert, werden die meisten sicherlich lieber die Männer über den Jordan jagen.
Das kann man sogar sehr schön in den Studien zum autonomen Fahren sehen. Die Franzosen, auf die Frage wenn der Algorithmus zwischen Mann oder Frau ausweichen entscheiden muss, überfahren dann lieber den Mann.
In andern Ländern möchte man in solchen Situationen den Zufall entscheiden lassen.

Trotzdem unterliegt das vermutlich dem Prinzip, dass man mit 10 Frauen und einem Mann, 10 Kinder im Jahr produzieren kann aber mit 10 Männern und einer Frau nur eins. Aus archaischer Sichtweise sind für die Gesellschaft Frauen also überlebenswichtiger und Männer entbehrlicher.
Desweiteren stabilisieren Frauen die Gesellschaft, es geht weniger die Gefahr von ihnen aus, bestehende Regeln in Frage zu stellen oder einen Wertewandel herbeizuführen.
Das könnte Einfluss darauf haben wie unterschiedlich Poco Harams Handlungen bei den Geschlechtern ausfallen und auch wie sie in der westlichen Welt bewertet werden.
 


Ich bin immer wieder erstaunt über dieses Womansplaining. Als würde sich diese Zunft mit ihren "Studien" seit 40 Jahren geistig selbst befruchten und wenn man das als "normaler" und außenstehender Mensch von den "Erkenntnissen" liest, ist das oft so, als bekäme man erklärt, man habe, auch wenn man davon nichts merken würde, unter der Haut noch eine weitere aus Echsenhaut.
Das ist so weit weg von dem, was ich für meine Realität halte.
Ich renne nicht den ganzen Tag mit Gewaltphantasien herum oder habe Gewalt als innere Antriebsfeder. Ich erwarte nicht ständig Sex haben zu können und "nehme" mir nicht entweder welchen oder verprügel ersatzweise andere Menschen, vorzugsweise Frauen.

Aber sicher gibt es da auch eine passende Erklärung für. Patriachatgesellschaftliche Gehirnwäsche o.ä..
 
@KaPiTN:

Ich geh davon aus, dass die halt noch nie einen echten Mann getroffen haben.
und NEIN, ich mein das nicht im "Feministen müssten nur mal richtig genagelt werden" Sinn, sondern im "Elfenbeinturm schreibt über die Indianer" Sinn.

Die meisten von diesen Abhandlungen sind auch nicht wissenschaftlich, sondern philosophisch und Philosophie ist die Wissenschaft der faulen und überheblichen, die glauben es zu wissen und daher nicht mehr nachgucken müssen.
 
Hatte ich auch gelesen heute Nachmittag. Ein großes sich wälzen in der eigenen Geisteskrankheit, anders kann man das nicht nennen. Wissenschaft im Umkehrschluss. Geht von einer These aus und sieht jegliches Material zu dem Thema in einem speziellen Licht, immer ready den "So sind eben alle Männer" Twist anzuwenden, und so alles in die eigenen Weltsicht einzubauen wie es eben Passt. Exakt das gleiche findet man bei Rassisten, Flat-Earthern usw. ...

Allein die Eingangsfrage: "Wann wurden Sie zuletzt im Internet angefeindet, weil Sie eine Frau sind?" ist fantastisch. Natürlich feindet man die Frau nur an weil sie eben eine Frau ist. Nicht etwa weil sie absolut unhaltbare Thesen vertritt die jeden Menschen mit Verstand zutiefst beleidigen.

Dann ihre Andeutungen, man solle nicht immer versuchen Amokläufer wie Elliot Rodgers psychologisch zu verstehen und so zu entschuldigen. Stattdessen wäre das ein politisches Problem, ein Gesellschaftlich geprägtes agressions-Grundrauschen das jedem Mann innewohnt. Wahnsinn.

Aber ja, wie Seedy sagt, das sind alles gesponnene Thesen ohne Bezug zur Realität. Im Interview werden sie jedoch als Fakt behandelt. Trägt alles dazu bei diese völlig verquerte Weltsicht weiter als Wahrheit zu etablieren.
 
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