Ökologische oder konventionelle Landwirtschaft - Was ist besser?

LadyRavenous

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Ökologische Landwirtschaft ist aktuell ein Trend-Thema. Parallel dazu gibt es aber in Supermärkten Fleisch so günstig wie nie. Welche Vorteile hat ökologische Landwirtschaft? Gibt es Schattenseiten?

Konventionelle Landwirtschaft verwendet Kunstdünger, der Lachgas freisetzt, Pestizide und andere Chemiekeulen. Dies hat Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Äcker und Wiesen.

Ökologische Landwirtschaft braucht mehr Naturfläche als Nutzland, was z.B. im Ausland durchaus auch auf Kosten von Wäldern geschieht. Durch die Abholzung wird Kohlendioxid freigesetzt. Zudem wird u.U. auch Regenwald dadurch reduziert. Das wiederum bezieht sich auch auf das Futter von Biofleisch-Tieren. Betrachtet auf den Klimaschutz schneidet ökologische Landwirtschaft allerdings besser ab.

Heißt man kann niemals die komplette Bevölkerung mit ökologischer Landwirtschaft ernähren, da die Flächen abgehen. Was nun? Sollen sich nur besser gestellte Bürger ökologische Lebensmittel leisten können?
 
Vorweg, ich weiß wirklich wenig über dies Thema. Beide Anbaumethoden haben Pro und Kontras. Was ich vermisse sind Anbaumethoden (zumindest wird darüber sehr wenig berichtet) die einen Mittelweg bieten.
 
Da Öko nicht gleich Öko ist müsste es doch sowieso diverse Mittelwege geben.
 
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  • #4
Ich finde bzgl. Platz Vertical Gardens interessant. Es geht in die Höhe, nimmt also weniger Ackerbauflächen weg. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass alle Gemüse- und vor allem Obstsorten so angebaut werden können. Äpfel stelle ich mir so beispielsweise schwierig vor.

Ökologisch wird es hier jedoch kaum zugehen...
 
Zudem wird u.U. auch Regenwald dadurch reduziert. Das wiederum bezieht sich auch auf das Futter von Biofleisch-Tieren.
Der Regenwald wurde und wird aktuell hauptsächlich für konventionelles Viehfutter "reduziert".
Heißt man kann niemals die komplette Bevölkerung mit ökologischer Landwirtschaft ernähren, da die Flächen abgehen.
Nein, das heisst es nicht. Man kann es nicht, wenn man weiter so wirtschaftet und konsumiert wie bisher. Raps im Diesel, Kraftwerke, die Weizen oder was auch immer verbrennen, Mais-monokulturen zur Biogasherstellung, unreflektierter Fleischkonsum, Lebensmittel "für" die Müllalde produzieren usw. usf.
Wenn man an diesem Luxus festhält, den niemand wirklich braucht, dann werden tatsächlich nicht alle ökologisch satt.
 
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  • #6
Nein, das heisst es nicht. Man kann es nicht, wenn man weiter so wirtschaftet und konsumiert wie bisher. Raps im Diesel, Kraftwerke, die Weizen oder was auch immer verbrennen, Mais-monokulturen zur Biogasherstellung, unreflektierter Fleischkonsum, Lebensmittel "für" die Müllalde produzieren usw. usf.
Wenn man an diesem Luxus festhält, den niemand wirklich braucht, dann werden tatsächlich nicht alle ökologisch satt.

Ich finde das Problem kommt obendrauf hinzu. Es ist pervers, wenn für Getreide weniger Geld gezahlt wird als für den Anbau ausgegeben wurde, wodurch es günstiger wird ihn wegzuwerfen als ihn zu ernten. Es gibt viel zu viele Gründe, warum Lebensmittel verschwendet werden.
 
Konventionelle Landwirtschaft verwendet Kunstdünger, der Lachgas freisetzt, Pestizide und andere Chemiekeulen. Dies hat Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Äcker und Wiesen.
Halte ich heute oft für fragwürdig. Vieles davon ist NGO-Propaganda, was aber nicht dem Stand der Wissenschaft entspricht. Siehe Glyphosat, bestuntersuchtes Schutzmittel, gut verträglich, baut sich gut ab.

Ironie-Stichwort: Kupfersulfat. Sehr giftig, aber Öko. Und demnächst hoffentlich verboten. Allerdings gibt es dann offenbar kein effektives "Bio" Pflanzenschutzmittel mehr...
Sprich, der einzige Grund, warum es erlaubt bleiben könnte ist, weil man der Öko-Branche nicht schaden will. Die spielen bis heute ihre "wir sind Davig gegen den Goliath Monsanto"-Karte. Sind in Wahrheit aber selber eine gigantische Lobby.
 
Wir werden uns - global gesehen - ohnehin neu ausrichten müssen und eine ökologische Variante der Landwirtschaft überlegen.
Problem ist ja nichtnur Pestizide, sondern auch sind ein Problem. Meist aufgrund vormittelalterlicher Landwirtschaftsmethoden.
Die bietet mittlerweile unterschiedliche Szenarien wie die Zukunft aussehen könnte.

Düngemittel- und Pestizideinsatz wird anhand Sensorwerte und Sattelitenbilder aufs nötigste Beschränkt und genau koordiniert,
natürliche Resistenzen werden aufgrund von Pflanzenpaarungen erhöht, die Auszehrung von Nährböden wird durch Wechselbepflanzung minimiert.

Das Wissen, die Technik und die Verpflichtung zur Umsetzung sind nur aktuell in den "Problemregionen" Afrika und Südamerika einfach nicht verfügbar.

Zudem sollten wir Industriestaaten uns ebenfalls mal besser regulieren, grade bei der Nutztierhaltung. Prophylaktische Antibiotikagabe, tierundwürdige Haltemethoden, , "2 Rassen"-Politik für Eier- und Fleischhühner, usw...

Aktuell ist das Problem noch nicht dringend genug, aber Potential für Verbesserungen ist genug da.

--- [2018-12-17 08:46 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---



Joa Burner, ganz so ohne ist das Zeug aber nicht.

Siehe aktuellen Fall in Frankreich. https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-11/fehlbildungen-neugeborene-kindermedizin-frankreich-schwangerschaft-pestizide-umweltgifte
 
Ok, man weiß nicht was da los ist, aber weil es grad Trend ist nennen wir mal Pflanzenschutzmittel.
Kann schon sein, vermutlich wenn dann wird es ein illegaes Mittel eingesetzt oder in absurden Größenordnungen. Da kommt das Bio-Mittel Kupfersulfat als Kandidat vermutlich eher in Frage als ausgerechnet Glyphosat.
 
Das Thema wird in den einschlägigen Medien schon regelmäßig durchgekaut, aktueller Tenor (aus meiner Sicht): man kann, wenn man will, aber man muss alle wollen(d) machen. :uglyngb:

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Schweizer Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) haben nun in verschiedenen Modellszenarien errechnet, dass sich die Welt theoretisch doch allein mit Nahrungsmitteln aus ökologischer Landwirtschaft ernähren ließe. Allerdings, so die Einschränkung, nur dann, wenn sich gleichzeitig auch die Konsumgewohnheiten der Menschen drastisch ändern.
source:

Wer sich zum Thema beriesln lassen möchte, bei gibt es regelmäßig Material,
hier ein paar Fundstücke der angesprochenen Themen aus der letzten Zeit:

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Meine Favoriten als Lösungsvorschlag: Mischanbau, Perma-Kulturen und Terra-Preta:
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also see
 
Zuletzt bearbeitet:
ökolandbau.de zitiert "Schweizer Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL)"
= Ein Lobbyverein zitiert einen anderen. Das hat so in der Form erstmal keinen Mehrwert.




Das BfR kommt nach Prüfung aller bislang vorliegenden Studien, Dokumente und Veröffentlichungen einschließlich der Glyphosat-Monographie der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO (IARC) zu dem Ergebnis, dass nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnis bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Glyphosat kein krebserzeugendes Risiko für den Menschen zu erwarten ist. Diese Auffassung vertreten mit einer Ausnahme (Schweden) auch die Experten aus den EU- Mitgliedstaaten und die EFSA in der nunmehr veröffentlichten Schlussfolgerung (EFSA - Conclusion) im laufenden Verfahren der EU-Wirkstoffprüfung zur weiteren Genehmigung von Glyphosat als Wirkstoff für Pflanzenschutzmittel.
 
Monsanto ist verpflichtet, Studien zu erstellen. Und das BfR prüft die natürlich und führt die Studienlage insgesamt zusammen.
Der ganz normale wissenschaftliche Prozess, wie er überall geschieht, aber sobald Monsanto mitgemacht hat ist das alles ganz böse und ganz falsch und die NGOs sollen sich dann plötzlich viel besser auskennen als die wissenschaftliche Gemeinde.
 
ist das alles ganz böse und ganz falsch und die NGOs sollen sich dann plötzlich viel besser auskennen als die wissenschaftliche Gemeinde.
Du redest wirres Zeug, das hat niemand behauptet.
Können wir jetzt wieder zum Thema kommen?
 
Das ist das Thema. Es gibt einen wissenschaftlichen Stand und an dem sollte man sich orientieren.
Das ist etwas anderes, als wenn eine Lobbyorganisation mitteilt, sie habe anhand von Modellen was ausgerechnet. Erst recht wenn es sowas komplett theoretisches ist unter ganz starken Bedingungen. Vermutlich quasi planwirtschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist das Thema? Monsanto und Glyphosat oder ökolandbau.de und Bedarf an Ackerfläche?

Vielleicht mal so etwas wie These und Antithese und nicht, daß hier irgendwelche Links reingeschissen werden?
Ein Link sollte eine Quellenangabe sein und nicht bereits das "Argument"
 
Heißt man kann niemals die komplette Bevölkerung mit ökologischer Landwirtschaft ernähren, da die Flächen abgehen.
Da wurde angemerkt, dass es laut FiBL ginge, aber nur unter offenbar drastischen und nicht praktikablen Regulierungen.

Welche Vorteile hat ökologische Landwirtschaft?
Ich habe angemerkt, dass die Vorteile oft stark übertrieben werden und nicht dem Stand der Wissenschaft entsprechen. Glyphosat als gut bekanntes Thema habe ich da speziell rausgegriffen und den Stand der Wissenschaft anhand des BfR belegt.


Weiter der Hinweis, wenn das schädliche Kupfersulfat verboten wird, dann kann Bio-Landwirtschaft laut eigener Aussage sowieso dicht machen. Von daher scheint sich die Frage bezgl. Bio ja gar nicht zu stellen, so man denn aufhören will, bewiesenermaßen stark schädliche Umweltgifte auch in der Bio-Landwirtschaft zu verwenden.
 
Vielleicht mal so etwas wie These und Antithese und nicht, daß hier irgendwelche Links reingeschissen werden?
Da ich viele Links gepostet habe, fühle ich mich angesprochen. Ich empfehle einen Paradigmenwechsel in Bezug auf die Denkweise, welche zu dieser Schlussfolgerung führt. Als Hilfestellung dafür sei erwähnt, dass ich alle Berichte gesehen und nicht wahllos die erst besten Treffer verwendet habe. Ich halte den Informationsgehalt der Video-Beiträge für recht gut, um über die im Thread erwähnten Argumente hinaus aufzuklären. Eine Netquitte über wann man Links posten sollte und nicht war mir bisher nich bekannt. Oder ist das nur (d)eine persönliche Vorliebe? Hope that helps el capitán!
 
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