[Politik und Gesellschaft] Grubenunglück in Unterbreizbach

Heute, gegen die Mittagszeit, ereignete sich in der Grube Unterbreizbach des Unternehmens K+S im thüringischen Kalirevier Werra eine Kohlendioxidexplosion infolge einer kontrollierten Sprengung in 900 Metern Tiefe. Von sieben Bergleuten, die sich 200 Meter über der Sprengstelle in vermeintlicher Sicherheit befanden, werden noch drei vermisst.
Zur Zeit besteht kein Kontakt zu ihnen.
Die Werksfeuerwehr und Rettungskräfte der Umgebung sind in den Schacht eingefahren und auf der Suche nach den Kumpel. Diese gestaltet sich schwierig, denn das Tunnelsystem ist nach Angaben eines Werkssprechers 'so groß wie München'.
Kohlendioxid ist in Kali gebunden und wurde während der Sprengung in unerwartet hohem Maße freigesetzt, sodaß die Druckwelle durch den gesamten Stollen bis an die Oberfläche lief.

Update: Wie das Unternehmen mitteilte, sind die drei vermissten Bergleute ums Leben gekommen.


 
Tragische Sache. Vor allem, wenn es in unserem ansonsten so überregulierten Land ganz offenbar ein Fehler von Unternehmensseite war.

[OT]Verstehe ich das jetzt richtig, dass hier ein Mod unnötigerweise den Startpost verändert hat, nur um irgendwas (was nicht weiter gekennzeichnet ist) hinzuzufügen? Ist das cool?![/OT]
 
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hi kenobi,

wer welchen fehler begangen hat ist noch keineswegs klar.
auch in den nächsten tagen rechne ich noch nicht mit ergebnissen.
da es aber leider sogar tote gegeben hat, ist ein peinlich genaue untersuchung gewiß.

mit dem 'update' hat loki die von mir geschriebene news lediglich auf aktuellen stand gebracht.
die ereignisse haben mich beim verfassen überholt, was soll ich sagen ...
er hat auch die quelle angefügt, die für die veröffentlichung einer news obligatorisch ist.
(ich bin kein geübter newsschreiber)
danke, loki. auch wenn focus sicher nicht meine quelle war, ist oder sein wird ;)
 
Naja, aber wenn da jemand nicht damit gerechnet hat, dass so viel CO₂ freigesetzt werden würde, dann hat doch jemand nicht aufgepasst. Sowas kann man doch wohl messen und fundiert berechnen heutzutage oder nicht?
Und ich nehm ja mal nicht an, dass die Bergarbeiter das selbst hätten einschätzen können müssen. Darum meinte ich, dass der Fehler wohl auf Unternehmensseite ist. Aber du hast schon Recht. Das Unternehmen ist ja jetzt letztlich auch keine Person in dem Sinne, sondern besteht eben aus vielen Menschen, die Fehler machen können. Und wer da jetzt konkret der Schuldtragende ist, das muss man eben noch rausfinden.
 
[OT]Verstehe ich das jetzt richtig, dass hier ein Mod unnötigerweise den Startpost verändert hat, nur um irgendwas (was nicht weiter gekennzeichnet ist) hinzuzufügen? Ist das cool?![/OT]
Ich schätze, dabei handelt es sich um das Update, zumindest erweckt das so den Anschein. Dass das unnötig ist, würde ich nicht behaupten, es ergänzt die News in sinnvoller Weise.

Scheinbar lässt sich das nicht so einfach berechnen oder der dafür verantwortliche hat wohl einen Fehler gemacht.
Was glaubst du denn, wer das berechnet? Meinste die nehmen Proben, senden die zum Cheffe, der verzieht sich in sein geheimes Hinterzimmer, kommt nach 3 Tagen heraus und spuckt eine exakte Zahl aus? Du kannst vielleicht aufgrund von Gesteinsproben bestimmte Werte schätzen, aber du weißt ja nicht, wie es dahinter aussieht, vielleicht liegt dort vollkommen anderes Gestein..
 
Um nochmal kurz OT zu bleiben: Ja, das Update war meine Ergänzung, außerdem fehlte noch ein Quell-Link; Prinzipiell überarbeiten wir die News auch bevor wir sie freischalten, in aller Regel werden aber nur Rechtschreib-, Zeichensetzung- und grammatikalische Fehler beseitigt.
In dem Fall war das kurze Update allerdings notwendig, da zu dem Zeitpunkt, als ich die News freischalten wollte, schon klar war, dass die drei vermissten Bergleute tot sind.
 
Meinste die nehmen Proben, senden die zum Cheffe, der verzieht sich in sein geheimes Hinterzimmer, kommt nach 3 Tagen heraus und spuckt eine exakte Zahl aus?
Das natürlich nicht. Aber dass Bergbau eine gefährliche Sache ist und dabei Leute zu Schaden kommen können, ist ja allgemein bekannt. Entsprechend sollten auch die Sicherheitsvorkehrungen sein. Und da reicht es eben nicht, in den Schacht reinzugucken und sich mit einem "da wird schon nichts passieren" zufrieden zu geben. Weiß doch jeder, dass sich in Gesteinen Gase sammeln können, die bei einer Sprengung eventuell eine missliche Lage erzeugen könnten. Man hat doch z.B. auch schonmal was von Giftgasunfällen in Bergwerken gehört.

Auf der anderen Seite liest man ja nun aber auch nicht täglich von solchen Unfällen, insofern gehe ich davon aus, dass in der Regel die Oberaufseher da (wie auch immer die sich im Bergbau nennen) ausreichende Überprüfungen anstellen. Das wiederum bringt mich natürlich zu dem Schluss, dass hier eben Pfusch betrieben und grob fahrlässig gehandelt worden ist.

Anders erscheint die Sache natürlich, wenn sich rausstellt, dass die Kumpel eigenmächtig so "nah" an der Sprengung geblieben sind und eigentlich vorgewarnt worden waren. Das kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen. Immerhin dürften die ja wissen, was auf dem Spiel steht. Und im Gegensatz zum Betreiber des Bergwerks haben sie auch keine finanziellen Einbußen durch "übermäßige" Sicherheitsvorkehrungen zu befürchten.

--- [2013-10-02 13:37 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

@Lokalrunde: Alles klar. Wollte auch keinem an die Karre pissen, wenn das so üblich und zur Wahrung der Qualität unserer News erforderlich ist.
 
Genau weiß ich es natürlich nicht, ich gehe jedoch, davon aus, dass es bestimmte "Normwerte" gibt, die als sicher gelten. Das funktioniert dann in 99,999% der Fälle, aber irgendwann eben auch nicht. Wie gesagt, ich weiß es nicht genau. Pauschal den Fehler bei dem Werk zu sehen ist zwar einfach, aber ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss..
 
Naja, wissen tu ich das ja genau so wenig. Da werden wir wohl die Ergebnisse der Untersuchung abwarten müssen :unknown:
 
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