[Politik und Gesellschaft] Regensburger Domspatzen: 547 Chorknaben misshandelt

Die Opfer beschrieben es als "Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager": Von 1945 bis Anfang der Neunzigerjahre wurden insgesamt 547 Chorknaben der Regensburger Domspatzen misshandelt. Das hat der Anwalt Ulrich Weber in seinem Abschlussbericht festgehalten. Weber wurde von Bistum und Chor mit der Aufklärung der Fälle beauftragt.

Demnach haben 500 Chorknaben körperliche Gewalt erlitten, 67 sexuelle. Vor allem in der Vorschule des Chores waren die Übergriffe massiv. Die Opfer sollen mit 5.000 bis 20.000 Euro pro Person entschädigt werden. 49 Beschuldigte konnten identifiziert werden.

Quellen: ,
 
Genau. Und ohne Kirche hätten wir heutzutage eine Hexenplage.

Der Geist der Kirche lag auch nicht am aufklären, sondern im Glauben. Da wundert es einen nicht, dass jahrzehntelang solche Missstände herrschen konnten.
 
@Flip:
Und du siehst kein strukturelles Problem?

Natürlich ist jeder Täter erstmal individuell schuld.
Wenn die Institution aus der sie das tun diese Taten allerdings begünstigt, ermöglicht, oder deckt kommt ihr keine geringe Mitschuld zu lasten.

Dabei geht es diesmal garnicht so sehr um Religion:
Für die Bundeswehr gilt nämlich exakt das gleiche.
 
Zuletzt bearbeitet:


Wer dies tut, macht sie ohne Frage mitschuldig.

Aber die Kirche als Institut macht dies nicht. Es kommen ja immer mehr Mißbrauchsfälle der letzten Jahrzehnte ans Licht, nicht nur sexuelle, auch von staatlichen Stellen, wie Waisenhäusern.(z.B. Verdingkinder in der Schweiz) Da ist die Kirche natürlich nicht außen vor.(z.B. ganz übel der jahrzehntelange Mißbrauch Irlands Kinderheimen, in Waisenheimen, Gewerbe-Internaten, in Besserungsanstalten für Jugendliche, bezahlt vom Staat, geführt von mehreren Katholischen Orden)

Aber bereits Papst Johannes Paul II. hat den sexuellen Kindesmißbrauch als Verbrechen bezeichnet und eine entsetzliche Sünde in den Augen Gottes.
 
@Flip:
Nun, kannst du so sehen, da es ja um deine heilige Kuh geht, ich sehe das anders.

Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Entweder haben sie ihren eigenen Laden nicht unter Kontrolle, oder sie wissen es und tun wenig bis nix.
Beides ist nicht entschuldbar.

Wenn so etwas in einer Institution gehäuft vorkommt bedeutet das in der Regel strukturelle Probleme.
Das gilt für eine Kirche genau wie es für jede andere Vereinigung gilt - siehe aktuelle Vorkommnisse in der Bundeswehr.
 
Wenn so etwas in einer Institution gehäuft vorkommt bedeutet das in der Regel strukturelle Probleme.

Mit "Wenn" fängt es schon an.
Es gibt 1,2 Millarden Katholiken und 410.000 Priester.
8,5 der jungen Erwachsenen in Deutschland sollen als Kind mißbraucht worden sein.(insgesamt, nicht in der Kirche)
( )

Staatsversagen?
 
Naja, in der katholischen Kirche gibt es noch wesentlich mehr Probleme. Zölibat, die "Haushälterinnen" und die "Priesterkinder" zum Beispiel.
Wenn man das und noch vieles anderes dazu nimmt kommt man zu dem Schluss, dass die katholische Kirche einfach nur ein Sauhaufen ist.
 
Man verhöhnt die Opfer, wenn man ignoriert, dass es überall passiert und so tut, als wäre es ein Nischenproblem.
Noch mehr verhöhnt man sie, wenn sie einem scheißegal sind und man nur auf das Thema Mißbrauch anspringt, wenn man es als Munition gegen die Kirche verwendet will.
 
@Flip:
Niemand behauptet das es nur in der Kirche vorkommt.
Glaub mir, wenn es eine andere Organisation gebe, welche sowas deckt, toleriert und fördert wäre der Ärger hier der gleiche.

Meiner Meinung nach spielst du die Schuld der Kirche an diesen Vorfällen runter und genau das verhöhnt die Opfer.
Viel mehr noch deine Verteidigung der Täter auf Rücken der Opfer, das grenzt schon ans Kotzwürdige.
 
Was soll diese blödsinnige Unterstellung. Was ich von den Tätern halte, sollte deutlich geworden sein. Ebenso von den Mittätern, dadurch das sie die Täter beschützen oder die Aufdeckung behindern.
Die Taten sind aber weder von der Kirche, noch von der Mehrzahl der in ihr tätigen Menschen begangen worden. Die Kirche als solche deckt, toleriert und fördert die Taten nicht.
 
Die Kirche als solche deckt, toleriert und fördert die Taten nicht.

(sollte jetzt funktionieren, einfach runter bis "Übersicht der bekannt gewordenen Fälle nach Bistümern geordnet" scrollen)
türlich türlich, sicher digger.


Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.


FunFact:
Bei vielen Protestanten, unter anderem den Rastafaris, wird der Vatikan als Thron des Teufels gehandelt...
 
Zuletzt bearbeitet:
"404 Not Found"

EDIT. OK. Ich sehe schon, woran der Fehler im Link liegt.

ja, da steht dann unter anderem so etwas:

Im Unterschied zu den Vereinigten Staaten oder Irland ging der Anstoß für eine gesamtgesellschaftliche Debatte über Missbrauchsfälle in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland von einer kirchlichen Institution aus, dem Canisius-Kolleg in Berlin
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer mehr auf Film steht, kann sich in dem Zusammenhang auch mal Spotlight anschauen:
Geht da auch um die Misshandlung von Kindern und wie diese Taten von der Kirche gedeckt werden.

Für den Film haben sich sogar einige Kirchliche bedankt und eingestanden, dass der Film ehrlich und dringend nötig gewesen sei.
 


Im Frühjahr 2002 erschütterte das Bekanntwerden zahlreicher sexueller Missbrauchsfälle die amerikanische Kirche, woraufhin der Papst Mitte April 13 amerikanische Kardinäle nach Rom zitierte und die künftige „Null-Toleranz“ vorgab
Im Juni 2002 beschloss die US-amerikanische Bischofskonferenz daher eine Null-Toleranz-Politik.
Auch vor 2002 wurde das Problem der Missbrauchsfälle bereits von kirchlichen Einrichtungen und Amtsträgern angegangen. In der Vergangenheit waren jedoch die kirchlichen Verfahren unangemessen und ineffizient.
Seit den 1980ern ist die Rate der Missbrauchsfälle stetig gesunken. Die Rückgangrate lag in der römisch-katholischen Kirche höher als in anderen Bereichen der Gesellschaft. Dies wurde durch die Null-Toleranz-Politik seit 2002 noch verstärkt.
 


Dein Beitrag würde nur dann Sinn ergeben, wenn Du aussagen möchtest, daß in anderen Bereichen der Gesellschaft kein Mißbrauch stattfinden würde, auch das nur bedingt, weil das nachweislich falsch ist.
 
Du behauptest das Jungen als Opfer unsichtbar bleiben bei einem Titel welcher da lautet 547 ChorKNABEN misshandelt. :unknown:

(Mein letztes Wort dazu, ich finde es schon eklig genug das du das hier her ziehen musstest)[/QUOTE]

Ein Begriff, den viele Jugendliche und jüngere Erwachsene vermutlich erst mal bei Google nachschlagen müssen.
(Mein letztes Wort dazu...
Hoffentlich... Dann hat deine dämliche Trollerei vielleicht mal ein Ende. :rolleyes:

Die SZ und die Welt schreiben im ersten Satz von Chornknaben, bei der Zeit steht Chorknaben in der Überschrift, hier auch. Das Problem existiert nicht.
Siehe oben...

Entweder haben sie ihren eigenen Laden nicht unter Kontrolle, oder sie wissen es und tun wenig bis nix.
Beides ist nicht entschuldbar.
Billiges Stammtischgeblubber... :rolleyes:
Um "den eigenen Laden" wirklich unter Kontrolle haben zu können, müsste man die Menschen bis ultimo überwachen, ihnen idealerweise nicht vor, sondern in den Kopf gucken können.
Vorwerfen kann man der Kirche bisher nur, dass sie versucht haben, Gewalt und Missbrauch zu vertuschen und nicht entsprechend konsequent zu verfolgen.


Meiner Meinung nach spielst du die Schuld der Kirche an diesen Vorfällen runter und genau das verhöhnt die Opfer.
Viel mehr noch deine Verteidigung der Täter auf Rücken der Opfer, das grenzt schon ans Kotzwürdige.

Inwiefern verteidigt er irgendwelche Täter? Dass du häufiger mal Schwierigkeiten beim Lesen hast, ist ja schon klar. Aber eine Verteidigung der Täter entspringt wohl eher deiner Fantasie.
Ich wette seit Ende des Kosovo-Krieges ist die Rückgangrate der Kriegsopfer im Kosovo höher als in anderen Ländern Europas... :rolleyes:
Und auch hier einfach nur billigste Polemik.
Ich halte von der Institution Kirche auch nicht besonders viel. Man darf aber durchaus anerkennen, dass sich im Umgang mit potentiellen Missbrauchsopfern und Missbrauchstätern in der Kirche ganz offensichtlich etwas zum Positiven geändert hat.
 
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