Verliebt in Frau mit Borderline-Störung

Ich hab es mir leider nicht ausgedacht.. ;/

Vielleicht bist du so nett und teilst deine Erfahrungen und wieso/weshalb/warum es deiner Ansicht nach doof ist.
 
Das ist halt keine Faktenauflistung, sondern eine sehr spezielle und ich will meinen einseitige Perspektive, die ein Großteil der Bevölkerung nicht teilt.
Und dann noch 9 Monate kein Sex. Kannst dich gleich erhängen.
Sex geht auch während der Schwangerschaft, im übrigen finden/fänden das nicht so ultra viele angehende Väter zum 'erhängen'.
etc.
Im übrigen bist du hier offtopic, hier geht es um gesellschaftliche Mann-Frau-Beziehungsdynamiken.
 
Ich habe auch meine Erfahrung mit Borderline und anderen Persönlichkeitsstörungen machen dürfen.

Was ich dir dazu sagen kann ist:

Habe KEIN Mitleid, versuche nicht sie zu "retten". Böse Falle!

Du wirst in der Beziehung lernen dich in schwierigen Situationen knallhart emotional abzugrenzen, Grenzen zu ziehen und konsequent dabei zu sein, und ihr ansonsten die Freiheit zu geben, ihre Launen auszuleben. Versuche nicht sie zu ändern, setze sie nicht unter Druck, spiel keine Spielchen mit ihr, akzeptiere, wenn sie sich nicht erklären kann oder will. Sei für sie da, wenn sie dich braucht, aber nimm ihr nie ihre Verantwortung/Entscheidungen ab.

Wenn das alles nicht dein Ding ist, dann lass es lieber, du wirst leiden. Wenn du das aber kannst, wird sie das nicht gewöhnt sein und zB auf emotionale Abgrenzung zunächst verletzt reagieren, aber wenn sie schlau ist, wird sie erkennen, dass du einer der wenigen Menschen bist, der mit ihr klar kommt, und sich darum sehr stark an dich binden.

Mein Endbewertung zum Thema Borderline-Beziehung: Borderliner sind sehr intensive Menschen, an denen ich über Jahre stark gewachsen bin. Ich bereue es nicht mich auf sie eingelassen zu haben und würde es wieder tun.
 
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Das ist vielleicht die Schlüsselfrage:
Kann man sich eine langfristige Beziehung mit der Frau 1:1 so vorstellen, wie sie genau jetzt gerade ist, ohne das man seine Hoffnung in Besserung und ähnliches mit einbringt?
Wenn ja -> kann man drüber nachdenken es zu versuchen.
Wenn nein -> auf keinen Fall.
 
Ich will dir nicht wiedersprechen und ich finde es mal richtig gut, das du voll dahinter stehst, es auch wieder zu tun. Aber Grenzen muß man aufzeigen, Leute die nicht wissen was "über den Regeln" ist - werden sich nicht "normalisieren" wenn sie nicht von irgendjemanden, dem sie vertrauen wohl gemerkt, in die Schranken gewiesen werden. Sonst reitet das Pony über den Hof....

Gerade wenn es Menschen schwer fällt, Grenzen zu erkennen, muß man diese abstecken können - das heißt nicht man belehrt den anderen pausenlos, aber neben der Toleranz von "Ausschwänglichkeiten" müssen auch klare Regeln definiert werden, der andere muß wissen, wo Grenzen sind, auch für andere Situationen im Leben. Daher finde ich, ist der Tip, sich raus zu halten, nicht wirklich wertvoll.

Man ist als Mensch nicht nur Lehrer und es geht auch nicht darum auf jemaden 24 Stunden, sieben Tage die Woche aufzupassen - sicher nicht, sonst geht gar nichts. Aber etwas Verantwortung hat man dem Partner schon gegenüber ihn "auszubremsen", damit eben das Gefühl kommen kann von "kenn ich schon, mach ich (vielleicht) nicht.
 
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Hi theSplit,

Kann deinen Punkt gut verstehen und dachte auch mal so. Das Ergebnis war das ich als jemand wahrgenommen wurde, der "bevormunden" wollte. Das hat zu Distanzierung und nachhaltigem Schaden für die Beziehung geführt.

Aus heutiger Sicht würde ich das Pony ruhig über den Hof laufen lassen und danach gemeinsam mit ihm darüber nachdenken, was da schief gelaufen ist - wenn es das möchte. Was es daraus macht, seine Entscheidung.

Darum würde ich davon absehen, einen Borderliner durch Grenzen setzen normalisieren zu wollen. Ich würde Grenzen nur in fundamentalen Beziehungsfragen ziehen.
 
Da seit ihr allerdings wieder an dem Punkt wo man sich ins Gedächtnis rufen muss das es eine Krankheit ist.

Natürlich muss grenzen abstecken, die gelten allerdings eher für einen selber, wie viel man bereit ist zu akzeptieren.


Grenzen abstecken und hoffen das die andere Seite "lernt" sich an diese zu halten beinhaltet schon wieder 2 Fehler:
1. Du bist Beziehung, nicht Behandlung - es ist nicht deine Aufgabe deinen Partner zu erziehen.

2. Gehst du davon aus das Erziehung in dem Fall überhaupt funktioniert. Das sich dinge langfristig "verbessern" lassen.
 
Um denen zu helfen die noch zu retten sind musst vdu nzunächst mal selber am Leben bleiben. Gemeinsam in den Tod zu springen hat noch nie irgendwem geholfen. Ich kenne auch so ein paar Kandidaten, denen schicke ich einmal im Jahr eine EMail obwohl ich weiss das ich keine Antwort bekomme. Aber ich mach mir keine Illusionen, ein paar davon werden sich trotzdem umbringen. Aber ab und an gibts ne Antwort. Außerdem kann ich besser damit Leben wenn ichs versucht habe. Ein Wissenschaftler versagt nicht, er findet nur 1000 Wege andere Ergebnisse zu erzielen.

Ein Kalender mit den Geburtstagen ist sehr hilfreich.
 
Würdest du eine Beziehung mit jemanden eingehen, wenn alles so bleibt wie es ist bzw. noch, noch, schlimmer wird?

Diese Menschen haben eine Störung, aber sie sind doch nicht unbelehrbar oder gar dumm..... ich würde ganz klar die Ansicht vertreten, entgegen dem was du sagst, das man schon erzieherisch tätig ist: Sag dem kleinen Kind es soll nicht auf die Herdplatte fassen.

Klingt total dämlich, aber so ist es doch auch, oder nicht? - Vielleicht habe ich eine falsche Ansicht darüber. Müssen diese Menschen nicht "ein wenig" an der Hand geführt werden?

Ich glaube nicht das sich jeder der damit in Verbindung oder Kontakt kommt, sich in Luft auflöst - die Menschen haben Gefühle und sie werden auch wie du und ich..... wissen was Entscheidungen für Konsequenzen haben. Aber wie man damit umgeht. Zerbreche ich an etwas, oder versuche damit leben zu lernen, dafür sind Psychiatrien nun einmal da. Das ein Mensch lernt, mit sich und seiner Krankheit umzugehen.
Natürlich müssen die Bevormunden und einen in einen Sack stecken, aber in der Regel achtet auch das Personal auf die Menschen und schaut sich an wie diese Leben. Und die Ärzte tun es doch auch.
 
Würdest du eine Beziehung mit jemanden eingehen, wenn alles so bleibt wie es ist bzw. noch, noch, schlimmer wird?
Genau deswegen raten die meisten hier auch sehr stark davon ab.

Vielleicht habe ich eine falsche Ansicht darüber. Müssen diese Menschen nicht "ein wenig" an der Hand geführt werden?
Ja, aber NICHT VON DIR, sondern von ihrem Arzt

Sag dem kleinen Kind es soll nicht auf die Herdplatte fassen.
Dir ist bewusst das man Borderline nicht einfach "weg erziehen" kann?

Willst du ne Freundin, oder ein Haustier um das du dich ein bisschen kümmern kannst?
 


Sie verstehen, können aber nicht anders. Es sind irrationale Ängste, die du sehr leicht triggern kannst, wenn du versucht sie zu "führen". Und dann hast du wenigstens ein Riesendrama wegen einer für dich einer kleinen Sache, oder sie führt einen eiskalten Vernichtungskreuzzug gegen dich, um dich aus ihrem Leben auszulöschen.
 
Ich antworte euch beiden @Seedy & @Narrentum, ich denke nach wie vor.... man sollte versuchen dem anderen zu helfen, damit meine ich nicht ein bevormunden, aber zumindest in ein "geregeltes Leben" - und jeder Arzt @Seedy - würde auch fragen, wie ist das Familienleben, wie ist die Beziehung... solche "Kleinigkeiten". Das macht schon viel aus weil man selbst oder indirekt jemanden täglich umgibt bzw. selbst ausgesetzt ist.

Das man jemanden nicht konsequent von irrationalen Handlungen abhalten kann, damit meine ich Exzesse jeglicher Art - ist mir auch irgendwo bewußt. Aber man muß sich doch mal Gedanken machen, wie kann ich dem anderen helfen - und das ist nicht "meine" Erzeihung, sondern die des Arztes - aber auch zum Teil mein logischer Menschenverstand die anderen Tage, Stunden und Minuten.
 
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