[Politik und Gesellschaft] Bundestag gibt Cannabis auf Rezept frei

transparent.png Ab März gibt es in Deutschland für Schwerkranke Cannabis auf Rezept. Seitens des Bundestages wurde hierfür ein Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums verabschiedet. Bezahlt wird eine solche verordnete Therapie von den Krankenkassen.

Die Therapie ist für Personen mit einer schweren, chronischen Erkrankung vorgesehen. Zudem wird eine Begleitstudie beginnen, durch die die Wirkung der Behandlung genauer ergründet werden soll.

Bislang gibt es in Deutschland 1020 Personen, die bei der Bundesopiumstelle am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Ausnahmeerlaubnis zum Erwerb von Cannabisblüten oder -Extrakten beantragen mussten. Die Kosten der Therapie, die monatlich mitunter mit ein paar hundert Euro zu Buche schlagen, wurden bislang nur selten von den Krankenkassen übernommen. Dies wird sich nun jedoch ändern.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht darin einen weiteren Schritt zur Verbesserung der Palliativversorgung. Der Eigenanbau von Cannabis bleibt allerdings nach wie vor verboten. Laut BfArM seien diese Pflanzen qualitativ schlechter als jene aus der Apotheke.



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Ich hab auch noch mal mit meiner Kasse gesprochen, weil deren versprochenes Schreiben noch nicht da war.
Wurde aber angeblich letzte Woche rausgeschickt, ich hoff das ist heute im Briefkasten, damit ich das morgen gleich zu meinem Termin mitnehmen kann.

Dieses mal ging das Telefonat auch länger, da wurde mir erklärt, dass der Gang zum MDK normal wäre bei der Erstbeurteilung.
Rein von dem was auf den Papieren steht, sollte bei mir eigentlich kein Grund dagegen sprechen.
Die Dame meinte auch, dass sie bisher noch keine Absage gesehen hätte aber die Antwort vom MDK 5 Wochen (statt 3 Tage, hatte das so aufgenommen aber das gilt scheinbar nur für Palliativpatienten) [gesetzliche Frist] dauern kann,
gerade weil bei denen wohl auch die Telefone ständig klingeln seitdem das Gesetz in Kraft getreten ist.

Ich verbleibe vorsichtig optimistisch ;)

Mathmos hast du denn schonmal Cannabis gegen deine Schmerzen ohne Arzt getestet?
Wenn du nicht auf den Schwarzmarkt zurückgreifen magst und trotzdem an einem Kurztest interessiert bist, kann dein Arzt dir auch was auf ein Privatrezept aufschreiben.
Das geht jederzeit und mit dem richtigen Arzt sogar schon bei Kopfschmerzen.

@darksider warum wieder? Wo mussten Kassenpatienten denn noch an einer Studie teilnehmen?
Ich finde die generell gut, damit einfach die Argumente von wegen "Wirksamkeit unbestätigt" nicht mehr ziehen.
Obwohl es die bei bei den meisten Indikationen eh nicht geben dürfte, international gibts doch schon etliche Studien.
 
international gibts doch schon etliche Studien.
Hast du ein paar Links zu den etlichen Studien?

Die GKV-Mitarbeiter haben ebensowenig wie der MDK das Recht, Cannabis zu erlauben oder zu verbieten. Nicht jeder "Indikationspatient" wird an der Studie teilnehmen können. Je nachdem, wie plausibel dem G-BA die Studienergebnisse erscheinen, wird er Cannabis als verordnungsfähig oder eben nicht deklarieren. Er ist da weder der Regierung noch der GKV oder gar den Patienten rechenschaftspflichtig. Es gibt das sehr viel Interpretationsspielraum, den interessierte Kreise weidlich nutzen werden. Schon ein Streit über die Statistik kann sich monate- bis jahrelang hinziehen. Auch ist unklar, was mit den Patienten passiert, wenn die Studie beendet ist aber noch keine vom G-BA anerkannten Ergebnisse vorliegen. Es bleibt spannend.
 
es geht mir mehr darum, dass ein Kassenpatient in DE aus Wirtschaftlichen Gründen eben genau das ist: Ein Kassenpatient.
Abgesehen davon ist das "generell" auch gut; Stimme zu.

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Das Wort "wieder" war ein wenig Vorschnell, entschuldige.
Es gibt andere Bereiche, wo das durchaus vorkommt. Experimentelle Antidepressiva sind z.B. da so'n Thema. Da kann man "gezwungen" sein, um "besserung" zu kriegen, daran teilzunehmen; Bei Schmerzmitteln weiß ich gerade nicht genau bescheid darüber, ehrlich gesagt. Schätze das aber durchaus ähnlich ein... man möge mich bitte widerlegen <- größtenteils Mutmaßung.
 

Schaff ich um die Uhrzeit nicht mehr, sorry. Wenns dich wirklich interessiert schreib mir doch bitte ne PM, ich hatte letztens mal irgendwo nen Link der den Großteil der bisher verfügbaren internationalen Studien (inkl einer Meta[höhö]studie) zur Verfügung stellte.
Den suche ich bei Bedarf gerne noch mal raus wenn ich ausgeschlafen bin.


Hast du dafür Quellen oder so? Mir ist in der Richtung nix bekannt, außer dass z.B. Neuroleptika und viele Antidepressiva noch lange keine Langzeitstudien haben, die die an sie gestellten Hoffnungen erfüllen könnten. Parkinson-/Demenzrisiko und die restliche Organbelastung kommt noch dazu.
Bei Schmerzmitteln bin ich auch halbwegs raus. Ich weiß nur noch, dass Heroin (Diacetylmorphin) scheinbar erst als nicht süchtig machendes Analgetikum von Bayer vermarkt wurde. Das hatte nicht so gestimmt...

Gerade deine Aussage zu den ADs intressiert mich, hast du da wenigstens Substanznamen? Danke dir
 
Auch Captain Piccard nimmt Hanf

Patrick Stewart verwendet Hanf aus den USA gegen seine Symptome der Arthritis


 
Re: Auch Captain Piccard nimmt Hanf


Researchers at Oxford University are to undertake a £10 million study on the medical benefits of marijuana in treating pain, cancer and inflammatory diseases.
Gegen Krebs wird es vllt. palliativ helfen, bei "opiatpflichtigen" Arthritis- und Rheumaschmerzen bin ich optimistisch.
 
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